32bit-Float-Rendering

Die neue Version beherrscht nun 32bit-Float-Rendering auf der Grafikkarte. Dadurch erhöht sich die Farbgenauigkeit spürbar. So gibt es nun keine streifenförmigen Bildfehler (Banding) bei Farbverläufen mehr. Allerdings fordert dieser neue Modus auch extreme Rechenleistung von der Grafikkarte. Nachdem Motion von Haus aus schon eine sehr potente Grafikkarte benötigt (und daher zum Beispiel auf einem Mac Mini gar nicht erst läuft), macht das Arbeiten in diesem Modus auf heutigen Systemen noch wenig Sinn, die Ausgabe ist einfach zu stockend. Es ist daher empfehlenswert, weiterhin im 8-Bit-Modus zu designen und nur zur Farbkontrolle gelegentlich in den 32-Bit-Modus zu wechseln. Dies gelingt problemlos mit einem Mausklick, ohne am Projekt etwas ändern zu müssen. Für optimale Ergebnisse wird dann ebenfalls im 32-Bit-Modus gerendert.





Neue Werkzeuge und Effekte


Als neues Kreativ-Werkzeug ist der Replikator hinzugekommen. Hiermit kann man mehrere Kopien einer Grafik, einer Form oder eines Films generieren und in Mustern animieren. Hierfür bewegt man einfach das Verhaltensmuster "Sequenz" per Drag&Drop an die gewünschte Stelle, um wellenartige Animationen entlang Gittern, Wirbeln, Explosionsformen oder beliebigen benutzerdefinierten Anordnungen zu erzeugen.


Motion 2 bietet mittlerweile mehr als 500 Filter, Effekte und Partikelvoreinstellungen. Objekte können nun endlich auch im 3D-Raum gedreht und extrudiert werden, allerdings nur rudimentär und nicht sinnvoll kombinierbar. Von echtem 3D-Compositing ist Motion 2 daher immer noch weit entfernt. Die neuen Generatoren "Ätzmittel" und "Membran" erlauben die Erstellung von bewegten Hintergründen, wie man Sie als Standard-Hintergrund des Mac-Desktops kennt. Auch im Hintergrund hat sich die Umstellung des Programms auf Mac OSX 10.4 vollzogen. Techniken wie Core-Video werden nun direkt unterstützt.


Wer sich gerne von Maus oder Grafiktablet losreißen möchte, kann nun das Programm auch über Midi fernsteuern: Einfach die gewünschten Filter-Parameter mit dem Modus "Lernphase" in einen MIDI-Knopf, -Fader oder -Pad umwandeln, und schon lässt sich auf Motion "spielen" wie auf einem Musikinstrument. Damit öffnet sich das Programm erstmals auch für Live-Performances von Video-VJs. Doch auch im Offline-Einsatz ergeben sich nun ganz neue Möglichkeiten. Wer einen externen Midicontroller besitzt, kann so sehr schnell auf vielbenützte Parameter zugreifen, ohne sich mit der Maus durch Menüs zu klicken. Ein Feature, das man sich in anderen Compositing-Programmen schon öfters vergeblich gewünscht hat.





Ähnliche Artikel //
Umfrage
    Generative Video-KI: Hast du ein Abo?







    Ergebnis ansehen

slashCAM nutzt Cookies zur Optimierung des Angebots, auch Cookies Dritter. Die Speicherung von Cookies kann in den Browsereinstellungen unterbunden werden. Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr Infos Verstanden!
RSS Suche YouTube Facebook Twitter slashCAM-Slash