Audio

Ein Bereich, der bisher bei semiprofessionellen Programmen extrem vernachlässigt wurde ist der Audiobereich. Auch hier glänzt die Software mit ihrer Bedienung. Neben einem Mischpult mit Fadern für jeden Audiotrack, lassen sich auch einzelne Kanäle wie in einem Tonstudio zusammenlegen (routen) und somit bequem Mastern. Leider stehen nur wenige, brauchbare Echtzeiteffekte zur Verfügung: So können mit dem 3 Band Equalizer durch seine parametrischen Mitten auch schwierige Tonsituationen im Klang modifiziert werden oder mit dem Maximizer leise Passagen auf maximale Lautstärke (0dB) gebracht werden. Dagegen vermißten wir einen Hall und einen Kompressor. Zur Nachbearbeitung kommt man daher in den meisten Fällen trotz der guten Architektur nicht um ein externes Programm herum.





Workflow

Hat man sich einmal ein das Interface eingearbeitet, lernt man sehr schnell die Vorteile von FAST-Studio zu schätzen. Gerade bei größeren Projekten spürt man sofort den Workflow-Unterschied zur semiprofessionellen Systemen. Harte Schnitte sind sofort getrimmt, Schnittfolgen schnell probeweise arragiert. Außerdem erlaubt das Programm mit mehreren Timelines zu arbeiten, wodurch man jederzeit zwischen verschiedenen Versionen hin- und her schalten kann. Wenn man einen Titel erstellt hat, kann man diesen direkt im Preview-Fenster mit der Maus pixelgenau plazieren und sieht das Ergebnis sofort am Vorschaumonitor. Weiters muß man niemals ein Projekt speichern, da die Software jeden Arbeitsschritt sofort auf Festzplatte protokolliert. Nach dem Einschalten (oder einem Absturz) ist man sofort da, wo man zuletzt aufgehört hat zu arbeiten. Außerdem besitzt die Software einen Backgroundrenderer. Dieser berechnet Effekte im Hintergrund während der Arbeit und lastet somit ein PC-System immer optimal aus.An dieser Stelle müssen jedoch auch die zwei wirklichen Minuspunkte des Pakets erwähnt werden: Während des Einsatzes des Backgroundrenderers kam es bei uns öfters zu abstürzen. Schaltet man den Backgroundrenderer dagegen ab, bekommt man den Nachteil der hohen Effektqualität schnell zu spüren: Obwohl unserer Rechner mit 2 x 1 GHz sicherlich nicht zu den langsamsten Maschinen gehört und die Software auch regen Gebrauch vom zweiten Prozessor machte, benötigte FAST Studio DV für die Berechnung von typischen Effektkombinationen überdurchschnittlich lang. Testweise berechneten wir vergleichbare Effekte mit Adobe After Effects auf dem selben System. Dieses war dabei (bei mindesten ebenbürtiger Qualität) zwischen zwei bis drei mal schneller. Ohne Backgroundrendering kann die Arbeit mit effektlastigen Projekten daher schnell zum Geduldsspiel ausarten.



Die Vermutung liegt nahe, daß Pinnacle/FAST mit Ihrer "Software-Only" Philosophie nun über die selben Probleme stolpert, die Schnittkartenhersteller aus dem Consumer-Bereich schon lange kennen: Nicht jeder Computer verhält sich 100% identisch. Hier ein anderer Mainboard-Chipsatz, dort eine ausgefallene Soundkarte und schon ist die Stabilität dahin. Bei Turnkeysystemen wie silver, purple oder ivory kennt man die eingesetzte Hardware und kann Stabilitätsprobleme schnell ausmerzen. Ein durchschnittlicher Anwender, der 2300,- DM für FAST Studio DV investiert erwartet auch auf seinem Aldi-Rechner ein 100% stabiles System.





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