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Test : DJI Ronin 4D mit ProRes RAW und 3D LiDAR in der Praxis: Die Robotik-Film-Zukunft?

von Do, 4.November 2021 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Stabilisierung inkl. Z-Achse



Stabilisierung inkl. Z-Achse



Wie bereits erwähnt zeichnet vor allem die zusätzliche Z-Achsen-Stabilisierung das Ronin 4D System gegenüber anderen Handgimbal-Lösungen aus. Und tatsächlich stellt der Ronin 4D eine beachtliche Stabilisierungsleistung zur Verfügung, (die sich jedoch für manche Projekte mehr und für andere weniger gut eignet ...).

Perfekte Stabilisierung für klassische Bewegungsshots


Die zugleich beste und am einfachsten abzurufende Stabilisierungsleistung hatten wir mit dem Ronin 4D bei klassischen Bewegungsshots, bei denen wir auf gleicher Höhe mit Caro seitlich gefilmt haben. Hier arbeiten alle Stabilisierungsachsen perfekt zusammen und generieren tatsächlich den Eindruck auf Schienen zu fahren. Wir konnten hierbei so gut wie keine wippende Auf- und Ab-Bewegung feststellen, wie man sie ansonsten von Einhand-Gimbal-Systemen kennt.

Wer vor allem entsprechende Follow-Shots benötigt, erhält hier die aktuell hochwertigste Stabilisierungsleistung im Sub 10.000 Euro-Segment (Gesamtsystem) bei sehr guter Bildqualität für 4K-Ausspielungen. Und dies sowohl bei Motiven mit normaler „Gang-Geschwindigkeit“ als auch bei schneller bewegte Motiven, bei denen der Operator selbst rennen muss.

Ronin 4D – Übung bei Shots auf gleicher Höhe gefragt


Deutlich mehr Übung und auch veränderte Stabilisierungs-Einstellungen benötigt man hingegen, wenn man bei fixem Motiv versucht, einen Dolly-Shot auf einer Ebene durchzuführen. Bei aktivierter Z-Achsen-Stabilisierung läuft man hier schnell Gefahr, aus dem Stabilisierungsbereich herauszulaufen. Unser Tip hier lautet: Versucht den Shot einmal mit aktivierter Z-Stabilisierung und einmal ohne und entscheidet dann, welche Stabi-Einstellungen mehr Sinn macht. Sicherlich auch eine Frage der Übung.

Einziges echtes Manko, das wir bei der Stabilisierungsleistung des Ronin 4D-Systems ausmachen konnten, ist der für unseren Geschmack etwas zu hohe Rolling Shutter des Kamerasystems – sowohl bei 6K 24-25p als auch bei 60p.

Ronin 4D - bei schnellen Bewegungen Rolling Shutter scihtbar


Vor allem bei schnelleren Geschwindigkeiten – beispielsweise als wir die Rollschuh fahrende Caro rennend verfolgt haben - wurden Rolling-Shutter Artefakte bei der Beschleunigung aus Kurven heraus oder bei Richtungsänderungen deutlich sichtbar. Hier zeigen sich die Grenzen eines Gimbalsystems mit fest integrierter Kamera.

Unterm Strich bleibt für uns in Sachen Stabilisierungsleistung beim DJI Ronin 4D festzuhalten: Für klassische Stabilisierungsshots bietet der Ronin 4D konkurrenzlos gute Stabilisierung im Sub 10.000 Euro Segment. Wer hingegen für schnelle Action stabilisierte Shots benötigt, muss den vergleichsweise ausgeprägten Rolling Shutter in Hinterkopf behalten und fährt unter Umständen besser mit einer Kombination aus Handgimbal und DSLM.

Einleitung / Ausstattung und Setup
DJI LiDAR Fokus: Fokuspulling für Jedermann?


5 Seiten:
Einleitung / Ausstattung und Setup
Stabilisierung inkl. Z-Achse
DJI LiDAR Fokus: Fokuspulling für Jedermann?
Hauttöne und Dynamikumfang / 6K ProRes Raw am Macbook M1 Max (64 GB)
Fazit
  

[129 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
klusterdegenerierung    16:40 am 14.2.2022
Glaube da könnte dann das ProRes 4444 auch die bessere Option sein. Raw! Tsetsetse ;-)
Clemens Schiesko    16:15 am 14.2.2022
Doch kein ProRes Raw. RED hat wohl wieder zugeschlagen. https://www.cined.com/does-dji-see-red- ... l3yiW7DAQE
iasi    16:09 am 11.1.2022
Der mittelmäßige Rolling Shutter passt leider nicht so recht zum Kontept der 4D. Die 8k-Version könnte sich hier aber besser schlagen, wenn man sich die höheren Frameraten...weiterlesen
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