Test : Blackmagic Cinema Camera - Teil 3: Die Schattenseiten und unser Fazit: Rolling Shutter / Sensorgröße und Crop-Faktor
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Test : Blackmagic Cinema Camera - Teil 3: Die Schattenseiten und unser Fazit

von Mo, 26.November 2012 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Black Dots
  Rolling Shutter
  Sensorgröße und Crop-Faktor
  Der integrierte Akku
  Frameraten
  Die übrigen Mängel...
  Fazit



Rolling Shutter



Der Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt wird offensichtlich überhaupt nicht kompensiert. Bei schnellen Schwenks biegt sich das Bild, wie man es auch typischerweise von anderen DSLRs und älteren Videokameras kennt. Moderne Consumer-Camcorder oder sowie die meisten Profimodelle wie auch Sonys FS100 besitzen dagegen mittlerweile eine relativ gut funktionierenden Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt Kompensation, die scheinbar nicht trivial zu implementieren ist. Wir planen hierzu noch einen detaillierten Vergleich, wenn wir die Kamera noch einmal länger in die Hand bekommen.

Fairerweise kann aber schon jetzt gesagt werden, dass das subjektive Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt Verhalten der Blackmagic auch nicht übermäßig schlecht ist. Zumal man sich mit einer echten Kinokamera bei 24 Frames pro Sekunde auch keine schnellen Schwenks erlauben kann, ohne mit extrem bösen Rucklern bestraft zu werden. Für cinematisches Arbeiten vom Stativ also kein Beinbruch, aber bei Handkamera-Aufnahmen ist definitiv Vorsicht geboten.




Sensorgröße und Crop-Faktor



Auch wenn das Low-Light Verhalten deutlich besser als erwartet ausfiel und die Sensorgröße sich teilweise auch als Vorteil erweist, da es selbst bei minderwertigen Objektiven kaum Randabschattungen und chromatische Aberrationen gibt, bleibt das Sensorformat dennoch ein Problem. Schon 40mm-Objektive sind so zoomig, dass man sie nur noch in Spezialfällen benutzen kann. Ein normales 50mm Objektiv bildet im Vergleich zu einer Canon 5D wie ein 120mm-Tele ab. Und das ist als Problem doch grundsätzlich gravierender, als es vielleicht erst einmal klingen mag.

Denn aufgrund der EF-Mount, die ja nur für größere Sensorflächen entwickelt wurde, fällt da die Auswahl geeigneter Objektive für weitwinkelige Aufnahmen schwer. Erfahrung konnten wir bisher mit dem Tokina 11-16mm/F2,8 sammeln, das uns an der Blackmagic auch sehr gut gefiel.

Da die Sensorgröße noch unter Canons APS-C liegt und das Motiv folglich nicht den gesamten Bildkreis der üblichen EF-Objektive nutzt, spielt auch die Randverzeichung günstiger Objektive meistens keine große Rolle.

Soll das Objektiv allerdings auch noch lichtstark sein (was man ja gerade im Zusammenhang mit Tiefenschärfe grundsätzlich gerne sieht), wird die Auswahl sehr dünn: Hier einmal einige aktuelle Objektive bis BlendeBlende im Glossar erklärt 2.0, die unter 28 mm BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt liegen (was an Vollformat ja schon fast 65mm entsprechen würde).

Wirklich begehrenswert aufgrund der Daten erscheint uns dabei wohl einzig das Sigma 20mm/F1.8, das jedoch trotz 600 Euro nur recht durchwachsene Kritiken bekommt und dazu einen Fokusring mit sehr kleinem Drehweg besitzt.

Eventuell könnte noch das neue Canon EF-M 22mm f2 STM ganz interessant werden, das mit unter 250 Euro als Prime auch recht günstig ausfallen würde, und immerhin noch einem 50mm Vollformat entspräche. Allerdings steht hier eine Bestätigung aus, ob es mit seinen neuen EF-M-Funktionen überhaupt an der Blackmagic Cinema Camera funktionieren wird.

Spannender sieht es dagegen mit der angekündigten MicroFourThirds-Ausführung der Kamera aus, für die deutlich interessantere lichtstarke Objektive mit kleinen Brennweiten zur Verfügung stehen. Allerdings trügt auch hier der erste Schein ein wenig: Da der Micro Four Thirds Anschluss an der Blackmagic Cinema Camera passiv ausgelegt ist, fallen alle Linsen aus, deren BlendeBlende im Glossar erklärt sich nur elektronisch einstellen lässt. Und das ist u.a das beliebte (weil ziemlich günstige) Panasonic Pancake Lumix G 20mm 1.7 ASPH.

Bei entsprechender Investitionsbereitschaft stehen jedoch mit den SLR Magic Hyper Prime, Olympus M.Zuiko und den Voigtländer Nokton echte vollanaloge Geheimwaffen parat, die teilweise extrem lichtstark und dabei auch ausreichend weitwinkelig sind. Gerade die Voigtländer sind sogar an Lichtstärke vielen meist vielfach teureren Cinema-Primes deutlich überlegen, was schon bisher GH-2-Filmer besonders zu schätzen wussten. In Kombination mit der Black-Magic dürfte das 17,5mm wohl dann die Killerkombination überhaupt darstellen, die sogar manchen RED- oder Arri-Filmer einen neidischen Blick abringen könnte. Billig sind diese Objektive allerdings nicht und mit einer entsprechenden Investition legt man sich natürlich auch für die Zukunft auf MFT-Glas ziemlich fest.

Zusammenfassend wollen wir sagen, dass man mit der aktuellen EF-Mount Version praktisch gar keine Objektive mit einer ausgefalleneren Lichtstärke bei normalen Brennweiten bekommt. Das Tokina stellt dabei wohl den momentan besten Kompromiss dar. Wer jedoch nicht auf extreme Nachtaufnahmen oder entsprechend starkes Bokeh aus ist findet sicherlich auch hier seine Linsen.

Wer sich dagegen eine MFT-BMCC mit ein paar entsprechenden lichtstarken Festbrennweiten zulegt, muss schon ein paar tausend Euro mehr für entsprechendes Glas einplanen. Bekommt dafür aber auch eine ziemlich faszinierende Möglichkeiten, für die man an einer Arri oder RED mit echtem PL-Glas noch deutlich mehr zahlen würde.


Artikel-Inhaltsverzeichnis:
Einleitung / Black Dots
Rolling Shutter / Sensorgröße und Crop-Faktor
Der integrierte Akku / Frameraten
Die übrigen Mängel... / Fazit
    

[88 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
ennui   19:03   29.08.
Thumbs up.
Panamatom   18:54   29.08.
Weils lustig ist? Galgenhumor halt.
WoWu   18:38   29.08.
Gegenfrage: wozu solche "Fixings" ?
Panamatom   18:33   29.08.
Baaah. Wozu eigentlich Ironietags ...
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