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Anzeige-horizontalSponsored Workshop : Samsung NX1 – Objektivauswahl im Gimbalsetup

von Fr, 27.November 2015


Die Samsung NX1 ist Geschichte und das entbehrt nicht einer gewissen Tragik: Denn mit der NX1 tritt im heiß umkämpften Systemkamerasegment auch ein Filmwerkzeug ab, dessen 4K-Videoauflösung zum besten gehört, was bis Dato auf slashCAM in dieser Produktkategorie gemessen wurde. Bevor die NX1 endgültig zum Sammlerstück wird hier noch ein Workshop der nicht nur für jene gedacht ist, die sich die NX1 mit Hinblick auf ihre sehr guten Videofunktionen zugelegt haben, sondern auch für diejenigen, die grundsätzlich am Thema Objektivauswahl und -handling im Spannungsfeld zwischen Gimbal und statischer Kamera interessiert sind.

Samsung NX1



Worauf gilt es bei der Objektivauswahl beim Arbeiten mit einem Gimbalsystem zu achten? Was für ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt bieten sich an und was gilt es beim Gebrauch manueller (Cine)-Objektive zu beachten, die via Adapter an die DSLR/Systemkamera angeschlossen werden?

Anhand einiger typischer Einstellungen aus unserem Beispielclip mit der NX1 wollen wir ein Paar Erfahrungswerte weitergeben und die aufgeworfenen Fragen beantworten.

Vorab unser NX1-Beispielclip (1 Drehtag, Dreier-Team):



Wer eine Reihe von zentralen Gimbal-Shots mit einer DSLR/Systemkamera plant, steht beim Kamerarigging u.a. vor der grundsätzlichen Frage: Großes Setup mit manuellen Optiken mit Funkschärfe, Rods und Filter-Kompendium oder kleines Setup mit AF-Objektiven und Schraubfiltern. Auch die Frage Festbrennweite oder Zoom-Optik gehört hierzu. In die Entscheidungsfindung spielen eine ganze Reihe von Faktoren mit hinein: Budget, Traglast des Gimbals, physische Größe der Objektive, Repertoire an manuellen Objektiven, externer Fokuspuller ja/nein, maximal zulässige Größe des Gimbalsetups am Drehort und wie schnell die Kamera für statische Shots auf dem Stativ wieder zur Verfügung stehen muss.

Die Anforderungen für das Gimbal-Setup bei unserem Beispielclip waren: Kompaktes Setup für maximale Bewegungsfreiheit an engen Orten (Segelboot + Fahrradshot), möglichst leichtes Setup für längeren Gimbalbetrieb (ohne Notwendigkeit für ein Easyrig), schnelle Ausschnittswahl, sowie schnelle Demontage für den Wechsel der Kamera auf das Stativ.

Damit war relativ schnell klar, dass wir auf eine Baseplate mit Rods verzichten und damit auch kein Filterkompendium auf das Gimbalsystem „aufladen“ wollten. Als Filter-Lösung boten sich Vario-NDs als Schraubfilter an. Da ohne Rods auch die gebräuchlichsten Stellmotoren für die Funkschärfe wegfallen, waren AF-Objektive das Mittel der Wahl am Gimbalsystem.

Samsung 16-50mm, F2-2.8



Das Samsung 16-50mm F2-2.8 ist mit seiner hohen Lichtstärke kein Leichtgewicht (622g) unter den AF-Objektiven - verfügt für das Gimbalsetup jedoch über eine ganze Reihe von Vorteilen: Regulierung der AF-Geschwindigkeit für die Fokusverlagerung („AF-Verschiebung“) sowie für die Sensitivität des AFs („AF-Reaktionsfähigkeit“). Hinzu kommt die grundsätzlich schnelle Bestimmung/Anpassung des Ausschnitts bei der Zoom-Optik – ebenfalls von Vorteil für das Framing in engen Räumen (sowie der Zeitgewinn wenn im kleinen Team nicht langwierig Festbrennweiten umgebaut werden müssen).

Je nach Bauart des Zoomobjektivs können unterschiedliche Brennweiteneinstellungen den Schwerpunkt im Objektiv unterschiedlich verlagern. Bei schweren Zooms kann dies durchaus Auswirkung auf die Tarierung des Gimbals haben. Vorab sollte daher gecheckt werden, ob für den Wechsel von Brennweiten andere Kamerapositionen auf der Stativplatte im Gimbal notwendig sind.

Im Beispielclip finden sich eine ganze Reihe von Shots, bei denen die genannten Vorteile des AF-Zoom an der NX1 am Gimbal zum Einsatz kamen. Hier ein Paar Beispiele anhand von ausgespielten Stills:



Für die Eröffnungssequenz sollte ein gimbalstabilisierter Shot durch das Vorderrad auf die Szenerie Strand+See+Segelboote erfolgen. Dafür musste die Kamera eine ganze Strecke neben dem Fahrrad nebenherfahren. Das Kamera-Gimbal-System wurde hierbei am oberen Griff auf Mitte des Laufrades gehalten. Der Ausschnitt konnte vorab unkompliziert via ZoomZoom im Glossar erklärt (und dem begrenzenden, schmalen Uferweg entsprechend) optimal festgelegt werden. Auch für die anschließende Bewegung in die Totale konnte vorab schnell der sowohl für das Vorderrad als auch für die Totale bestmögliche eine Ausschnitt festgelegt werden.

Auf Fullframe gerechnet bietet das 16-50mm Samsung F2-2.8 ein maximales Weitwinkel von ca. 24mm sowie 75mm im Telebereich. Für die Wahl der Ausschnitte auf dem Segelboot mit im Gimbal montierter Kamera hat sich dieser Brennweitenbereich als sehr funktional erwiesen - zumal recht unterschiedliche Kadrierungen auf der Shotlist standen: Die Spannbreite reichte von Closeups für Details- und Portrait-Shots bis hin zu panoramatischen Weitwinkel Einstellungen. Das Wechseln von Festbrennweiten samt komplett neuer Austarierung des Gimbals auf einem schwankenden Boot hätte soviel Zeit gekostet, dass wir viele Shots nicht hätten machen können (über das Deck in`.s Wasser schlingernde Festbrennweiten wären auch weniger cool gekommen).

Hier ein Paar Beispiele zwischen Close-Ups und Wide:

Close-Ups:

Closer Shot auf Kompass (Gimbal)



Closer Shot auf Hand an Pinne (Gimbal)



Weitwinkel:

Weitwinkel-Shot Boot und Horizont (Gimbal)



Weitwinkel-Shot Boot, Model, Horizont (Gimbal)



Wenn wir die Wahl haben, fahren wir Fokusverlagerungen lieber mit manueller Optik von Hand. Doch diese Wahl hat man nicht immer. Mit der Möglichkeit zur Einstellung von langsamen Fokusverlagerungen waren entsprechende Shots jedoch auch mit AF möglich wie bsp. bei der Verlagerung zwischen Horizont und Hinterkopf unserer Protagonistin:

Schärfeveragerung via AF (Gimbal)



Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen die bereits genannten Vario-NDs: Zum einen sind sie im Vergleich zu Glasfiltern im Kompendium um ein vielfaches leichter. Zum anderen lassen sie sich schnell und sehr fein abgestuft auf die entsprechende Belichtungssituation anpassen und letztlich sind sie auch noch sehr viel schneller im Einsatz als entsprechende Filter für das Kompendium. In gewisser Weise ermöglichen sie sogar mehr kreative Freiheit bei der bewussten Kontrolle der Schärfentiefe, weil sie optimal und damit kompromisslos auf die gewählte BlendeBlende im Glossar erklärt eingestellt werden können.

Auf der Negativseite stehen dagegen Einbußen bei der Qualität (Auflösung / IR-Pollution), ein leichteres, auch unbeabsichtigtes, Verstellen bei hektischen Drehsituationen sowie ggf. das Arbeiten mit Step-Down-Ringen, um unterschiedliche Objektivdurchmesser bedienen zu können. Für unseren Anwendungsfall überwogen die positiven Eigenschaften.

Für die Ausschnittswahl vom Stativ, bzw. vom Slider haben wir hingegen auf manuelle Festbrennweiten gesetzt. Hier waren uns die kreativen Möglichkeiten, die lichtstarke Festbrennweiten bieten, wichtiger als eine AF-Funktion oder eine schnelle Anpassung des Ausschnitts an das Motiv.

Adaptierte Cine Festbrennweite an der Samsung NX1 (Stativ)



Um mit entsprechenden Objektiven an der Samsung NX1 arbeiten zu können, konnten wir auf einen sehr günstigen Adapter zurückgreifen, da weder Blenden- noch andere Informationen an die NX1 zurückübermittelt werden mussten: Ein rein manuelle Adapter (von Fotodiox unterhalb von 50,-Euro) hat hierfür also völlig ausgereicht. Zwar würden wir dem Adapter nicht unbedingt für ein mehrwöchiges Filmprojekt vertrauen, aber dafür wurde er auch nicht entwickelt. Für unseren einen Drehtag hat er mit geringem Spiel und festem Sitz ziemlich gut funktioniert.

Adaptierte Cine-Festbrennweite an der Samsung NX1 (Slider)



Grundsätzlich raten wir bei der Adaptierung von Objektiven an DSLR oder Systemkamera-Mounts zum Arbeiten mit einer Objektivstütze. Dies gilt um so mehr bei manuellen Fokusobjektiven, da hier deutlich mehr Kraft am Objektivmount ansetzt. Eine Objektivstütze auf einem Rod-System entlastet den Objektivmount und gewährleistet saubere Fokusverlagerungen ohne Bildverschiebung.

Der Adaptierung von Objektiven kommt bei der Samsung NX1 ziemlich große Bedeutung zu, da das Objektivrepertoire im Vergleich zu anderen etablierten Herstellern eher überschaubar ist. Da für Filmanwendungen vor allem rein mechanische Adapter benötigt werden, ist der Weg hin zur überreichhaltigen Objektiv-Auswahl sowohl einfach als auch günstig.

Die Sponsored Workshops werden mit freundlicher Unterstützung von ausgewählten Fachhändlern, Distributoren oder Herstellern produziert (hier: Samsung). Der Fokus liegt auf der Funktion der Produktes. Eine Wertung mit Fazit wie bei unseren Tests gibt es nicht (weil: gesponsored).




    


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