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Scoop : Das perfekte Lossless-Taschenmesser? Der neue UT-Codec

von Fr, 6.November 2009 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Praxis-Performance
 Die Zukunft



Praxis-Performance



Unter Premiere CS4 und Vegas 9c lieferte der Codec ein gemischtes Bild ab. Die Prozessorauslastung des UT-Codecs lag sogar höher (ca. 78%) als bei der AVCHD-Wiedergabe (ca. 70%) des selben Clips, egal ob wir davor für unser Quad-Core-System mit zwei oder vier Prozessoren encodiert hatten. Auch die Auslastungsunterschiede zwischen 420, 422 und RGB hielten sich beim Schnitt in geringen Grenzen.
Die Wiedergabe war sowohl unter Premiere als auch bei Vegas ruckeliger als mit AVCHD, das auf unserem Quad-Testsystem mittlerweile flüssig von der Timeline läuft. Auf der anderen Seite war das Scrubben mit den UT-Codec in beiden Programmen signifikant responsiver, was das subjektive Schnittgefühl spürbar erhöht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass beim UT-Codec keine Interframe-Codierung stattfindet.

Bei der Anwendung von Echtzeit-Effekten zeigte der UT-Codec leider auch keinen echten Vorteil gegenüber AVCHD. Eine Dreiweg-Farbkorrektur wer hier mindestens genau so ruckelig wie mit dem hoch komprimierten AVCHD-Clips. Bei ähnlicher Prozessorauslastung wäre alles andere auch ein Wunder gewesen.

Ganz anders sieht das Bild allerdings aus, wenn man den UT-Codec mit Clips der neuen Canon EOS D7 vergleicht. Denn das Canon EOS-MP4-Format wird weder auf der Timeline von Premiere noch unter Vegas nativ ruckelfrei abgespielt. Hier wirken die UT-Clips deutlich smoother und sind definitiv besser zu handhaben...



Die Zukunft



Der Entwickler selbst legt offensichtlich ein ordentliches Update-Tempo hin, und es gibt sowohl Versionen für 32 als auch 64 Bit. Er läuft unter Windows XP , Vista und 7 und setzt einen Prozessor mit SSE2 voraus (also alles ab dem Pentuim 4, aber keine sehr alten Athlons). Da der Code Open Source ist, dürfte auch eine gewisse Zukunftssicherheit gewährleistet sein. Dies ist ja nicht gerade unwichtig, wenn man Clips und damit verbundene Projekte auch noch in ein paar Jahren unter Windows 10 öffnen will.
Unter diesem Doom9-Thread kann man den aktuellen Versions-Download finden, sowie sich über den aktuellen Entwicklungsstand auf dem laufenden halten. Dazu findet sich hier auch ein englischer Versions-Überblick.

Einleitung / Kompressionsverhältnisse / Encoding Auswahl
Fazit


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[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rudi    22:53 am 12.11.2009
Ist (noch) ein Intel Quad6600 mit 4 GB PC800 DDR2 Ram, 32 Bit Vista und Nvidia GTS250. Vorschauqualität auf optimal gestellt (alles andere ruckelt). AVCHD äuft allerdings nur...weiterlesen
Anonymous    16:29 am 12.11.2009
Auf welcher PC-Konfiguration habt Ihr das getestet ("flüssiges AVCHD")?
hannes    07:56 am 12.11.2009
Die .mts-Clipse aus der TZ7 machen in manchne Programmen Probleme. Könnte der neue UT-Codec hier vielleicht die Lösung bringen?
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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