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Ausprobiert : Panasonic GH4 V-Log H

von Di, 15.September 2015 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Marketing oder mehr?
 Fazit



Marketing oder mehr?



Ist das ganze also nur ein Marketing-Gag? So kann, muss man es aber nicht sehen. Denn eine Erklärung hierfür ist eben so offensichtlich: Die Lage der V-Log-L Kurve darf sich gegenüber dem echten V-Log der Varicam 35 nicht verändern. Da der Sensor der GH4 die originale V-Log Kurve nicht ausfüllen kann, müssen diese Bereiche auch bei der 8 Bit Aufzeichnung ausgespart werden. Denn die Idee hinter V-Log ist ja, dass man die Clips in einen genormten Grading-Prozess einfügt und dort liegt das Bild der Kamera dann exakt in dem Bereich den der GH4 Sensor noch abdecken kann. Gerade das Zusammenspiel mit Varicam35 Material dürfte sich die GH4 mit V-Log daher ohne größere Anpassungen gut einfügen.

Wer diese genormte Kurve jedoch nicht in seinem persönlichen Workflow benötigt, dürfte mit Handarbeit aus einem Standardprofil noch mehr Dynamik-Abstufungen herauskitzeln können. Cinelike D nutzt beispielsweise viel mehr Quantisierungsstufen der internen 8 Bit-Aufzeichnung. Hierfür eine passende LUT zu erstellen dürfte daher für viele semiprofessionelle Anwender deutlich sinnvoller sein, als das kostenpflichtige V-Log H Update.

Beim externen 10 Bit Recording sieht die Sache jedoch noch einmal anders aus: Dort mappt die GH4 dann den Sensor immerhin auf ca. 9,5 Bits (ca. 66- 818) , was durchaus Spielräume bei der Nachbearbeitung öffnet. Wer anschließend nach 8 Bit mastert bekommt beispielsweise mit einem Shogun hier schon einen Vorteil der (V-)Log-Bearbeitung zu spüren.

Auch noch wichtig zu erwähnen: Die möglichen ISO Einstellungen starten bei 400 und gehen bis 6400. Die Belichtungszeiten bleiben von 1/2s - 1/16000 Sekunden einstellbar. 1/48s und 1/24s fehlen jedoch als typische cinematische Shutter weiterhin.



Fazit



Nach unseren ersten Eindrücken können wir somit sagen: Im Zusammenspiel mit einem externen Recorder kann sich das V-Log Upgrade durchaus für alle lohnen, die einen definierten Log-Workflow mit der GH4 suchen. Bei interner 8 Bit-Aufzeichnung liegt als einziger Vorteil auf der Hand, dass sich das Material sehr einfach im Grading-System neben einer Varicam 35 (oder vielleicht sogar einer ARRI) dazuschneiden lässt.

Es ist zu erwarten, dass Panasonic mit V-Log (H) auch in Zukunft noch einiges im semiprofessionellen Bereich vor hat. So wird man (wie auch Sony mit S-Log) wohl Kameras mit kleinerem Sensor diese Funktion verpassen. Spannender dürfte jedoch der Einsatz in der kommenden GH5 ausfallen: Hier erwarten wir auf jeden Fall interne 10 Bit-Aufzeichnung, was den V-Log-Einsatz dann erst richtig rund macht.


Einleitung


Panasonic DMC-GH4im Vergleich mit:

Listenpreis: 1500 €
Markteinführung: April 2014
Sensorgrößen-Klasse:
Micro Four Thirds
Mount: Micro Four Thirds

Platz 25 DSLR/DSLM Bestenliste
Panasonic GH5
Listenpreis: 1999 €
Sensorgrößen-Klasse: Micro Four Thirds
Sony Alpha 6500
Listenpreis: 1699 €
Super35 / APS-C

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Einleitung
Marketing oder mehr? / Fazit
  

[342 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
r.p.television    18:48 am 25.9.2015
Also das Gesicht des Jungen ist ja voll mit Bildfehlern. Auf der einen Seite sieht man Noise in Grün/Magenta, und auf der Stirn und den Backen sind auch Tonwertabrisse zu erkennen...weiterlesen
axl*    19:39 am 24.9.2015
Wenn der Vergleich gescheut wird... kein Problem.
Stephan82    19:15 am 24.9.2015
Ich bin dafür, dass das hier ein GH4-Thread bleiben sollte (gibt ja noch die Abteilung: Meine Projekte). Ist nicht böse gemeint, aber sonst kommen noch andere drauf ihre Videos...weiterlesen
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update am 26.Januar 2022 - 15:42
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