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Ausprobiert : 10 Bit Workflow mit Nvidia Quadro K5200 und LG 31MU97-B

von Do, 12.März 2015 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Wie testet man 10 Bit?
  Der Lohn der Mühe

[UPDATE:]Wie wir schon in unserem Test des LG 31MU97-B 4K-Monitors angekündigt haben, wollten wir uns auch einmal einen durchgehenden 10 Bit-Workflow in der Praxis ansehen. Wir hatten hierfür den LG 31MU97-B zusammen mit einer Nvidia Quadro K5200 auserwählt, stießen dabei jedoch auf Probleme. Genauer gesagt, bekamen wir immer nur eine 8 Bit Vorschau zu Gesicht, egal, was wir auch probierten.

Wir versprachen, ja an der Sache dran zu bleiben und haben nun einen Samsung U28D590D in die Redaktion geholt. Dieser ist einer der günstigsten 4K-Monitore überhaupt, der ebenfalls mit 1 Milliarde Farben wirbt (was in Technikerdeutsch 10/30 Bit bedeutet). Und siehe da, mit den unten beschriebenen Einstellungen, konnten wir an einer Nvidia Quadro K5200 klar einen Unterschied zwischen 8 Bit und 10 Bit erkennen. Somit müssen wir den schwarzen Peter definitiv dem LG 31MU97-B zuschieben. Bei uns konnte dieser Monitor jedenfalls keine 10 Bit darstellen, obwohl er es laut Datenblatt können sollte. Für alle die sich aber dennoch für das richtige Vorgehen interessieren, hier weiterhin der alte Artikel zum 10 Bit Workflow...


Ohne eine professionelle Nvidia Quadro/AMD FirePro Grafikkarte kann man das 10 Bit Feature vom Desktop aus gar nicht nutzen. Die Verbindung zum Monitor muss ebenso 10 Bit-fähig sein (z.B. DisplayPort 1.2), wie auch der Monitor: Dieser muss nicht nur ein echtes 10 Bit-Panel besitzen, sondern dessen Signalelektronik muss dieses auch mit echten 10 Bit ansprechen können.

Mit der Kombination aus Nvidia Quadro K5200 und LG 31MU97-B verbunden über das mitgelieferte “True 4K” Display-Port-Kabel fühlten wir uns auf dem Papier gut gerüstet, da alle Anforderungen für eine durchgehende 10 Bit Verarbeitung damit offensichtlich erfüllt sind.

Zusätzlich müssen auch die Desktop-Applikationen selbst bei der 10 Bit Vorschau-Wiedergabe mitspielen. Da der Windows Desktop (genauso wie auch der Apple Desktop) per se nicht 10 Bit-fähig ist, gelingt die Wiedergabe nur mit einem Trick:

Bei Nvidia (und auch bei AMD) müssen die Programme für die Videovorschau ein so genanntes OpenGL-Surface nutzen. Dies ist ein spezieller Display-Renderpuffer der GPU, in dem die Grafikkarte unter Umgehung des Windows Desktops direkt auf einzelne Pixel zugreifen kann. Pixel innerhalb eines OpenGL-Surfaces können schon seit längerem auch 10 Bit/pro Farbkanal darstellen. Genau genommen sogar noch mehr, denn in OpenGL werden alle Farben als Gleitkommawerte zwischen 0 und 1 gespeichert und dargestellt. Alleine der Display-Treiber entscheidet ob er zur Darstellung die Gleitkomma-Werte nach 8 Bit, 10 Bit oder sonst was rendert.

Unter Windows können u.a. Photoshop, Premiere Pro CS, After Effects und Resolve ihre Bildvorschau über ein OpenGL-Surface darstellen. In den Quadro-Treibern kann man nun einzelnen Anwendungen (oder gleich allen) die Anweisung erteilen, das OpenGL-Surface mit 30 Bit (also 3 x 10 Bit/Farbkanal) darzustellen.



Alternativ kann man dieses Verhalten auch einzelnen Applikationen zuweisen. Diese liefern im Treiber somit auch gleich einen Hinweis darauf, ob sie ein OpenGL-Surface zur Vorschau nutzen können...




Die hier gezeigten Optionen stehen übrigens in den normalen GeForce-Treibern unter Windows nicht zur Verfügung. Interessanterweise unter Linux aber wieder schon, aber das ist wohl ein anderes Thema.

Damit die Einblendung des OpenGL-Surfaces in den Desktop sicher funktioniert stellen die Treiber auch noch die Windows Aero-Effekte ab (u.a. für die Desktop-Display-Transparenz). Vorsichtshalber hatten wir diese aber sowieso schon vorher deaktiviert, da wir gelesen hatten, dass bei AMD-Karten die automatische Abschaltung teilweise nicht funktioniert. Nvidia soll laut User-Angaben auf jeden Fall auch selbständig und zuverlässig Aero für die 10 Bit Wiedergabe deaktivieren. Aber wie gesagt, sicherheitshalber haben wir das gleich selbst übernommen.

Wie testet man 10 Bit? / Der Lohn der Mühe


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[28 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Valentino    16:35 am 13.3.2015
Wenn das mit HDMI 2.0 so einfach wäre.... Die GTX960 hat HDMI 2.0 an Board, aber gibt definitiv keine 10bit aus, den damit würde sich Nvidia nur ihre Quadro Karten überflüssig...weiterlesen
Tiefflieger    14:23 am 13.3.2015
Wenn ich am Samsung 4K Fernseher HDMI 2.0 in 10 bit sehen will, muss ich in den in den Fernseheinstellungen explizit einstellen. D.h. das Signal aus einer HDMI 2.0 Quelle stammt...weiterlesen
CameraRick    12:01 am 13.3.2015
Die Frage ist wie wichtig eine 10bit Vorschau am Ende des Tages wirklich ist. Ich persönlich arbeite nicht mehr in 8bit wenn man es vermeiden kann, aber nicht weil ich der Meinung...weiterlesen
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