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Aktionen : TV-Tips 18. bis 24. Dezember

von Mo, 18.Dezember 2006




Sehenswert, lehrreich und/oder inspirierend vom 18. bis 24. Dezember


ausgewählt von unserem Mann mit den eckigen Augen: Jens-Peter Rosenberg

PS. Feedback und sinnvolle Ergänzungen sind herzlich willkommen und können im Forum gemacht werden!


Mo 18.12 RBB 23.00


Live Flesh - Mit Haut und Haar



Einer der etwas weniger schrillen Filme von Pedro Almodóvar. Nichtsdestotrotz wird auch hier mit aller Leidenschaft geliebt, begehrt, gehasst und am Ende gemordet. Die Story wartet wieder mit einigen überraschenden Twists auf (das Drehbuch entstand nach dem Roman "In blinder Panik" von Ruth Rendell).
Alles beginnt 1970 in Madrid, wo der kleine Viktor in einem Bus das kalte Licht dieser Welt erblickt. 20 Jahre später gerät selbiger Viktor (Liberto Rabal) aufgrund zurückgewiesener Liebe in Streit mit der drogensüchtigen Elena (Francesca Neri). Rabiat will sie ihn mit einer Pistole in die Schranken weisen. Als dann die zwei Polizisten David (Javier Bardem) und Sancho (José Sancho) auftauchen, eskaliert die Situation und die wendungsreiche Geschichte nimmt ihren Lauf.
Der Film wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. beim Stockholmer „Popcorn Filmfestival“ mit dem Publikumspreis. José Sancho erhielt als bester Nebendarsteller einen „Goya“.


Di 19.12 mdr 22.05


Die Pyramide



Ein immer wieder beliebtes Thema bei Machern von Dokumentationen sind die Pyramiden. Als rätselhafte Zeugen einer alten Kultur sind sie ja auch ein ebenso beeindruckender wie spannender Forschungsgegenstand. Niemand weiß so genau, was noch alles in ihnen verborgen ist. Für diese Produktion haben sich BBC, Discovery, TBS und NDR zusammengeschlossen, um es animationstechnisch mal so richtig krachen zu lassen. Die Computereffekte stammen nach Aussage des Senders nämlich vom selben Team, das für ´Gladiator´ einen Oscar bekam. Ob die Qualität der Informationen mit der der Animationen von Rob Harvey und seinen Kollegen mithalten können, kann dann jeder selbst ab 22.05 beurteilen.

Di 19.12 3sat 22.40


Kinomagazin: Brudermord - Ken Loach und sein Film „The Wind That Shakes the Barley“



Am 28. Dezember kommt der neue Film von Altmeister Ken Loach in die deutschen Kinos. Darin wird die Geschichte zweier Brüder erzählt, die nach dem 1. Weltkrieg in Irland gemeinsam gegen die britischen Besatzer kämpfen. Nachdem die Briten Irland jedoch eine Teilautonomie zugestehen, stehen die beiden auf verschiedenen Seiten im Bürgerkrieg. Im Mai 2006 erhielt „The Wind That Shakes the Barley“ bereits die Goldene Palme in Cannes. Und beim Europäischen Filmpreis Anfang Dezember wurde Loachs Kameramann Barry Ackroyd zusammen mit José Luis Alcaine („Volver“) ausgezeichnet. 3sat zeigt ein Interview mit dem renommierten Regisseur. In ihm erklärt Loach sein Verständnis von Realismus und Drama und wie er es immer wieder so hervorragend schafft, politische Themen mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbinden.

Di 19.12 3sat 23.25


Explosion des Schweigens



Ein selten gezeigtes, nichtsdestotrotz gelungenes B-Movie im Stil des Film-Noir von 1961: Der Profikiller Frank Bono (Hauptdarsteller Allen Baron schrieb auch das Drehbuch und führte Regie) soll in Manhatten einen Mann liquidieren. Doch wie es der Zufall will, trifft Frank einen Kumpel von früher, der ihn überredet, auf eine Weihnachtsparty mitzukommen. Dort sieht Frank auch seine alte Liebe Lorrie (Molly McCarthy) nach langen Jahren wieder. Durch das Treffen beginnt der Killer immer mehr mit seinem Leben als Gangster zu hadern. Bis er sogar aussteigen will. Allerdings sind seine Auftraggeber in dieser Hinsicht anderer Meinung.
Der Zuschauer erfährt durch einen Off-Kommentar, welche Gefühle den mehr und mehr geläuterten Frank während seines inneren Wandels beschäftigen.
Regisseur Allen Baron konnte sich mit seinem Debütfilm „Blast of Silence“ in Hollywood nie richtig durchsetzen. Er arbeitete später vor allem fürs Fernsehen und drehte Episoden für „Love Boat“, „Drei Engel für Charlie“ oder „Cagney & Lacey“. Doch sein Debüt ist ziemlich gut.


Mi 20.12 WDR 0.40


Das süße Leben



Wohl kaum eine Filmszene ist so berühmt, wie Anita Ekbergs Bad im Trevi-Brunnen. Mit „Dolce Vita“ von 1959 schrieb Regisseur Frederico Fellini ein Stück Filmgeschichte und es war der Auftakt zu einer langjährigen Zusammenarbeit mit seinem Hauptdarsteller Marcello Mastrioanni. Bei Fellini wird das hohle, Sinn entleerte Leben der römischen Schickeria zum Spiegelbild für eine Welt, in der nur noch Belanglosigkeiten und oberflächlichen Reizen hinterhergejagt wird.
Ohne zu werten und in meisterlich fotografierten Bildern schickt Fellini Marcello Mastroianni als Klatschreporter Rubini auf eine Reise durch das oberflächlich schäumende, letztendlich öde Nachtleben Roms. In einer Szene wird er eine Filmdiva (Ekberg) treffen und das Trevi-Bad endet für Rubini mit einem saftigen Kinnhaken von Old Shatterhand alias Lex Barker, der den ständig besoffenen Verlobten der Diva spielt.
Das in schwarz-weiß gedrehte Drama erhielt zahlreiche Preise, u.a. die Goldene Palme in Cannes für die Regie und einen Oscar für die Kostüme von Piero Gherardi. In Italien gab es seinerzeit heftige Diskussionen um die im Film dargestellte Dekadenz und sogar das italienische Parlament sah sich genötigt, eine Debatte zu führen. Fellini erhielt Rückendeckung von Alberto Moravia und Pier Paolo Pasolini.

Mi 20.12 arte 1.15


Kurzschluss – Das Magazin



Seit 1960 ist Luc Moullet als Filmemacher aktiv. Er ist Professor an der Filmhochschule Femis, Filmkritiker (u.a. für „Cahiers du Cinéma“) und wurde u.a. auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin ausgezeichnet. Inzwischen hat er über 30 Filme gedreht - darunter auch Dokumentationen und Spielfilme, und das meist mit sehr geringem Budget. Bei arte stellt Moullet seinen neuesten Kurzfilm „Der Liter Milch“ vor.

Im Januar 2007 kommt der neue Spielfilm „Le dernier des fous“ von Regisseur Laurent Achard in die französischen Kinos. Auf dem Filmfestival in Locarno erhielt Achard den „Silbernen Leoparden“ und den „Preis der ökumenischen Jury“. Das Magazin zeigt ein Porträt des 1964 geborenen Filmemachers und Auszüge aus seinen Kurzfilmen.


Do 21.12 ARD 0.50


Zeugin der Anklage



Anlässlich des 105. Geburtstages von Marlene Dietrich am 27. Dezember zeigt das Erste diesen fintenreichen Gerichtskrimi aus dem Jahr 1957.
Der ebenso mürrische wie überaus gewiefte Staranwalt Sir Wilfrid Robarts (Charles Laughton) übernimmt die Verteidigung von Leonard Vole (Tyrone Power). Vole wird beschuldigt, die reiche Witwe Emily French ermordet zu haben. Motiv: Er ist ihr Haupterbe. Vole beruft sich dagegen auf das Alibi, das ihm seine Frau Christine (Marlene Dietrich) geben kann. Daraus wird jedoch nichts, denn die ebenso attraktive wie undurchsichtige Mrs. Vole zerstört vor Gericht als Zeugin des Staatsanwalts nicht nur das Alibi ihres Mannes, sondern behauptet obendrein, ihr Gatte habe Mrs. French gemeuchelt. Jetzt ist der ganze Scharfsinn von Sir Wilfrid gefragt...
Neben Filmen wie etwa Otto Premingers "Anatomie eines Mordes" (1959), Stanley Kramers "Wer den Wind sät" (1960) oder Sidney Lumets "Die zwölf Geschworenen" (1957) gehört auch dieser glänzend besetzte Streifen zu den Klassikern des Genres. Die Dietrich überzeugt in „Witness for the prosecution“ einmal mehr als Femme fatal. Und Charles Laughton gibt eine Glanzvorstellung als knurriger Anwalt.
Fast möchte man meinen, Alfred Hitchcock hätte Regie geführt, so perfide und geschickt sind die Fallstricke für den Zuschauer gelegt. Doch Billy Wilder gab sich die Ehre und inszenierte das abgründige Mordkomplott nach einer Vorlage von Agatha Christie. Der langjährige Howard-Hawks-Kameramann Russel Harlan – u.a. „Red River“ (1948), „Rio Bravo“ (1959) und „Hatari!“ (1961) – sorgte für die Bilder.


Fr 22.12 WDR 14.45


Annemarie Wendl - Ein Leben mit der Lindenstraße



Zur Mutter aller deutschen Soap-Operas mag man stehen wie man will. Ein erstaunliches Phänomen ist es schon. Seit über 20 Jahren hat die Geißendörfer-Serie ihren festen Sendeplatz im TV und erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Das spricht für die Professionalität der Macher.
Annemarie Wendl gehörte in ihrer Rolle der Else Kling zu den Ureinwohnern der Lindenstraße. Weniger bekannt dürfte sein, dass die im Mai 2006 verstorbene Schauspielerin im Laufe ihrer Karriere mit deutschen Regiegrößen wie Wolfgang Petersen in „Schwarz und weiß wie Tage und Nächte“ (1978) und Rainer Werner Fassbinder in „Ich will doch nur, dass ihr mich liebt“ (1976) zusamengearbeitet hat.
Für ihr Porträt begleiteten Lutz von Sicherer und Tanja Bares Frau Wendl über drei Jahre privat und bei den Dreharbeiten zur „Lindenstraße“. Außerdem kommen Wegbegleiter wie Hans W. Geißendörfer, Harald Schmidt (er sprach seinen ersten Satz auf der Bühne neben Frau Wendl) und Fritz Pleitgen zu Wort.
Am Abend zeigt der WDR dann für die Hartgesottenen eine „Lindenstraße-Kultnacht“. Wer will, kann sich da ab 23.00 von elf Folgen geballter Weihnachtsstimmung bei Beimers und Co. erschlagen lassen. Auftakt macht die Sonderfolge „Finstere Weihnachten“, die vom Sender als „Studentenfilm“ bezeichnet wird.

Fr 22.12 3sat 22.15


Eine wahre Geschichte - The Straight Story



Filme von David Lynch sind nicht unbedingt leicht zugänglich, oft verworren, bizarr und verstörend. In diesem Roadmovie von 1999 macht er nun das genaue Gegenteil. Er erzählt die anrührende Geschichte eines alten Mannes, der sich mit seinem Rasenmäher samt Anhänger für Proviant auf die Reise zu seinem lang verschmähten Bruder macht. Der Film ist geradlinig inszeniert und kommt ganz ohne visuelle Effekthascherei aus.
Die Hauptrolle des rüstigen 73-jährigen Alvin Straight übernahm der Schauspieler und ehemalige Stuntman Richard Farnsworth. Sie bracht ihm 2000, ein halbes Jahr vor seinem Tod, seine zweite „Oscar“-Nominierung ein. (Die erste gabs 1979 für „Eine Farm in Montana“). Farnsworth gab 1937 sein Filmdebüt als Stunt-Reiter in „Die Marx-Brothers auf der Rennbahn“. Dannach war er u.a. in „Cat Ballou“, „Spartacus“ und „Zwei Banditen“ (s.u.) als Stuntman beschäftigt.

Fr 22.12 ZDF 0.15


Zwei Banditen



„Hast du Lefors da draußen gesehen?“
„Lefors? Nein, warum?“
„Na, Gott sei dank. Für einem Moment dachte ich schon wir wären in ernsten Schwierigkeiten.“
Die letzte Szene von „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ ist legendär. Schwer angeschossen und wild um sich ballernd laufen die zwei Banditen (echt groß: Paul Newmann und Robert Redford) aus ihrem Versteck und werden von den Gewehrsalven der halben bolivinischen Armee empfangen. Abgesehen von diesem betrüblichen Ende sprüht das Drehbuch von William Goldman nur so vor witzigen Dialogen der beiden Helden.
Als es Butch und Sundance in den USA etwas zu bunt treiben, setzt man den berüchtigten Detektive Lefors auf sie an. Nur mit knapper Not ihren Häschern entkommen, fliehen die Outlaws mit ihrer Freundin Etta (Katharine Ross) nach Bolivien. Als sie bei ihrer ersten ehrlichen Arbeit gleich mehrere Menschen erschießen müssen, erscheinen ihnen die dortigen ungesicherten Banken doch verlockender. Allerdings spricht man in Bolivien spanisch...
Im Gedenken an diese sympathischen Anarcho-Helden nannte Robert Redford das von ihm gegründete unabhängige Filminstitut in Utah anspielungsreich „Sundance Institute“. In Szene gesetzt wurde der Western 1968 von George Roy Hill, der am 20. Dezember 85 Jahre alt geworden wäre. Oscars gab es für Drebuch, zwei für Musik (Arrangement und für den Song "Raindrops Keep Fallin´ on My Head") und die Kamera von Conrad L. Hall.


Sa 23.12 3sat 22.00


Der Lauf der Dinge



Die beiden Schweizer Künstler Peter Fischli und David Weiss nutzen den Domino-Effekt. Aber nicht, um in einer hirnrissigen Marathonaktion möglichst viele Spielsteine umfallen zulassen. Stattdessen fügen sie verschiedene Alltagsgegenständen zusammen, um diese dann in Bewegung zu setzen und eine Kettenreaktion auszulösen. In ihren Arrangements bestimmt dann nicht nur die Schwerkraft, sondern auch Feuer, Wasser und Chemie den Lauf der Dinge, den die Künstler mit der Kamera festhalten.

Sa 23.12 Das Vierte 22.20


Ein Köder für die Bestie



In diesem Thriller (1962) liefert Schauspieler Robert Mitchum eine derart beängstigende Vorstellung, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft. Als bösartiger Rächer Max Cady macht er dem braven Gregory Peck in der Rolle des Anwalts Bowden das Leben zur Hölle. Denn Bowdens Zeugenaussage brachte ihn für acht Jahre hinter Gitter. Wieder auf freiem Fuß wird Cady zum teuflischen Urvater aller Stalker, er verbreitet subtil und äußerst perfide seinen Terror und nichts ist ihm nachzuweisen. In dem verzweifelten Familienvater Bowden reift der Plan, Cady eine Falle zu stellen.
Mit „Cape Fear“, so der Originaltitel, schuf Regisseur J. Lee Thompson einen nervenzerrenden, unheilschwangeren Genreklassiker, den man gesehen haben sollte. Zumal der Stoff 1991 von Martin Scorsese erneut und mit einer etwas anderen Ausgangssituation verfilmt wurde.
In einer Nebenrolle als Privatdetektiv ist Telly Savalas zu sehen – mit Lockenpracht und ohne Lolly

Sa 23.12 mdr 23.40


Fanny und Alexander



„..die Bilanz meines Lebens als Filmemacher“ nannte Ingmar Bergmann seine opulent gestaltete Familiensaga aus dem Jahr 1982. Und diese Bilanz ist dem schwedischen Regisseur durch und durch gelungen. Bergmann zieht alle Register seiner großen Erzählkunst und zieht den Zuschauer hinein in die Welt der Theaterfamilie Ekdahl. Dort herrscht das pralle Leben. Die Kinder Fanny (Pernilla Allwin) und Alexander (Bertil Guve) wachsen in einem aufgeschlossenen, liebevollen Umfeld heran. Bis den Vater der Tod ereilt. Seine Frau Helena (Gunn Wallgren) heiratet bald darauf erneut. Der ebenso bornierte wie strenge Bischhof Vergerus (Jan Malmsjö) ist jedoch keine gute Wahl. Er ist ein Sadist im Pfaffengewand. Für die Kinder beginnt eine harte Zeit.
Bergmanns Alterwerk lebt zugleich durch seinen Realismus und seine magischen Momente. Ein Bravourstück des europäischen Kinos (Koproduktion Deutschland/Schweden/Frankreich), das mit Preisen überhäuft wurde. Vier Oscars (Bester Auslandsfilm, Ausstattung, Kamera, Kostüm), den Golden Globe, den französischen „César“ und den italienischen „David“.

Sa 23.12 ZDF 0.05


Heat



Einer der besten Actionfilme der 90-Jahre. Michael Mann lässt Robert De Niro und Al Pacino als Räuber und Gendarm zum Katz-und-Maus-Spiel antreten. Coole Profi-Gangster, verbissene Cops, stimmige Charakterzeichnungen, ausgeklügelte Coups, garniert mit Liebe und Rache, Verrat und Familiensorgen, verpackt in rasante Schnitte, temporeiche Kamerafahrten und viele Knalleffekte. So soll´s sein.


So 24.12 SuperRTL 20.15


8 Frauen



Ein farbenfrohes kleines Kammerspiel inszenierte Franzois Ozon mit seiner kunterbunten Mischung aus Komödie, Musical, Krimi und Groteske: Familienoberhaupt Marcel liegt erstochen in seinem Bett und das ausgerechnet an Weihnachten. Das Haus ist eingeschneit und da zudem jemand die Telefonleitung gekappt hat, sind die dort zusammengekommenen acht Frauen von der Außenwelt abgeschlossen. Und unter ihnen eine Mörderin. Oh Graus.
Zur melodienreichen Mördersuche singen und finden sich ein: Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Virginie Ledoyen, Ludivine Sagnier, Danielle Darrieux, Firmine Richard.

So 24.12 arte 20.40


Oliver Twist



1948 verfilmte David Lean den berühmten Roman von Charles Dickens. Seine Adaption des Stoffes gilt als wegweisend und Musterbeispiel einer Literaturverfilmung.
Lean und sein Drehbuchautor Stanley Haynes versuchten, bis ins Detail der literarischen Vorlage gerecht zu werden und bemühten sich, für jedes Kapitel des Romans eine szenische Entsprechung zu finden. Sie musste nicht unbedingt alle Personen und Handlungen beinhalten, sollte jedoch die Quintessenz des jeweiligen Kapitels visualisieren.
Für Lean war „Oliver Twist“ seine zweite Dickens-Verfilmung. Bereits 1946 hatte er mit der Verfilmung von „Great Expectations“ sein Talent für epische Romanadaptionen unter Beweis gestellt. Das Drama brachte Kameramann Guy Green einen Oscar ein. Bekannt ist der Regisseur durch die inzwischen als Klassiker geltenden Filme „Die Brücke am Kwai“ (1957), „Lawrence von Arabien“ (1962), für die er jeweils einen Oscar erhielt, und „Doktor Schiwago“ (1965).

So 24.12 SAT.1 22.05


Stirb langsam



Oft kopiert, nie erreicht: John McTiernans Actionfilm von1988 setzte Maßstäbe in seinem Genre. Gleich in der ersten Szene wird klar: Dieser Held ist kein Übermensch, er ist verletzlich. John McClane alias Bruce Willis hat Flugangst. Was hilft? Schuhe ausziehen und die Zehen ballen, wie der freundliche Sitznachbar empfielt? Das Motiv wird durchgehalten. McClane wird barfuß gegen die Schurken (eiskalter Oberschurke: Alan Rickmann) kämpfen. Letztere sind durch keinen moralischen oder ideologischen Überbau belastet. Ihnen geht es nur ums Geld. Und: Sie kennen die Stereotypen des polizeilichen Vorgehens, es gehört sogar zu ihrem Plan.
Fast schon revolutionär die Idee, den Aktionsraum des Helden zu beschränken: Aus dem Nakatomi-Gebäude gibt es kein Entrinnen. Eine Art Kammerspiel, aber auf über 40 Stockwerken, diverse Fahrstuhlschächten und einem Dach, auf dem sich der Gute und die Bösen austoben können. Bei allem Witz, ist der Held unglaublich zynisch: „Ehj, die sind zu stark für dich“, sagt er zu einem Mann, dem er die Zigaretten abnimmt, nachdem er ihm das Genick gebrochen hat. Und er hat Gefühl: McClane kämpft nicht nur um die Geiseln, sonder auch um seine Frau, mit der der Macho im Streit liegt.
Das Timing ist perfekt, die Story erstklassig durchstrukturiert, die Action atemberaubend und obendrein findet die Schlacht am Nakatomi-Gebäude an Weihnachten statt. HoHoHo.

von Jens-Peter Rosenberg


    

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