| Test : Edius Neo Booster 2.5 von rudi Di, 5.Januar 2010 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Formate
Edius Neo unterstützt keine Profi-Formate wie P2 und XDCAM(EX). AVCHD und (H)DV machen dagegen keinerlei Probleme. Wobei letzteres eigentlich sehr untertrieben formuliert ist. Auf einem nicht mehr sehr taufrischen Intel Quad-Core Qx6700 mit 3GB Ram konnte Edius Neo einen AVCHD-Clip mit voller Bildrate mit einer sekundären Farbkorrektur ruckelfrei wiedergeben. Das schaffte bisher kein anderes uns bekanntes Videoschnittprogramm. Bei HDV-Material steigt die Echtzeit-Leistung noch weiter an. Selbst zwei komplex farbkorrigierte HDV-Videströme mit einer Überblendung und einem Titel darüber ließen sich auf unserem Testrechner bei voller Bildrate ohne Pufferleerlauf abspielen. Mit AVCHD kam das System hierbei etwas ins Stottern, legte jedoch noch immer eine beeindruckende Performance hin. Wie es aussieht sind die Zeiten des Transcodierens für Edius Neo Anwender hiermit endgültig vorbei. Schade ist allerdings, dass Edius nicht die MP4-Files von modernen DSLRs wie der Canon EOS 7D beschleunigt. Der Import funktioniert zwar, jedoch ruckelt es bei der Wiedergabe deutlich. Hier könnte Grass Valley in der nächsten Version viele Freunde gewinnen, wenn man mit AVCHD-Performance auch DSLR-Files ohne Transcoding schneiden könnte.
Vorschau
Während die Konkurrenz es ermöglicht, unter allen Windows-Versionen einen zweiten PC-Monitor zur Vorschau zu nutzen, gelang uns dies mit Edius Neo nicht mehr. Die „Schuld“ liegt dabei nicht aber nicht bei Grass Valley alleine, denn grundsätzlich funktioniert dies nach wie vor mit nVidida-Karten, die den Video FullScreen Mirror-Modus unterstützen. Leider hat Nvidia diesen Modus aus seinen Vista und Windows 7 Treibern (angeblich nach Aufforderung durch Microsoft) entfernt, weshalb dieser Weg nun nur noch Windows XP-Anwendern offen steht. Laut einigen Foren im Netz funktioniert das ganze unter Vista und Windows 7 immer noch mit ATI-Grafikkarten im Theatre-Mode, jedoch konnten wir dies mangels Testkarte nicht verifizieren.
Wer eine Echtzeit-HD-Vorschau wünscht, muss daher zur HDSpark-Karte greifen, die mit ca.300 Euro extra zu Buche schlägt. (Im Bundle mit Edius Neo Booster kann man diese online ungefähr für 450 Euro finden). Gegenüber einer Vorschau über die Grafikkarte gibt es dann jedoch auch vier Vorteile: Erstens steht hier ein immer synchroner Chinch Stereo-Audio-Ausgang zusätzlich breit. Zweitens kann sich Edius Neo dann über die zwei Monitore an der Grafikkarte mit seiner Oberfläche richtig schön breit machen. Drittens wird der Monitor auch garantiert mit den meist gewünschten 50Hz angesprochen, was bei Grafikkarten oft nur mit etwas Frickelei klappt. [UPDATE]: Und nicht zuletzt stellt Grass Valley mit dem Video Output Plug-in Pack für die HDSpark auch noch Ausgabe-Möglichkeiten zur Preview aus anderen Programmen wie After Effects oder Photoshop bereit.
[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | rudi 12:05 05.01. | | DV_Chris hat folgendes geschrieben: BITTE KORRIGIEREN:
Zusätzliche Ausgabe-Möglichkeiten zur Preview (z.B aus After Effects o...weiterlesen |  | frm 23:08 04.01. | | www. digitalschnitt.de |  | Imperator74 21:03 04.01. | | Hallo,
wo kann man das Programm beziehen ? Ich habe schon bei Amazon geschaut und bei geizhals, aber ich bin mir nicht sicher, ob das...weiterlesen |  | DV_Chris 13:32 03.01. | | NEEL hat folgendes geschrieben: Kurze Verständnisfrage:
Ist Neo Booster 2.5 mit besseren Features für den AVCHD-Schnitt ausgerüstet al...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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