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/// Test : Videoschnitt

Test : DeckLink HD Extreme
von rudi Mo, 23.Februar 2009 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen    

  Einleitung
  Flexibilität
  Üppige Anschlussmöglichkeiten
  Digitale 10 Bit Vorschau
  In der Praxis
  DPX-Frameserver
  Zusammenspiel Adobe
  Fazit



DPX-Frameserver



Dann gleich die nächste Überraschung: In der Systemsteuerung findet sich auch noch ein zweites neues Icon, ein DPX-Frameserver. Wer öfters mit DPX-Sequenzen arbeitet, fragt sich gleich „Wie cool ist das denn?“. Für alle anderen hier eine kurze Erläuterung:

Im professionellen Compositing-Umfeld (praktisch in allen größeren Studioumgebungen) findet man eigentlich überhaupt keine Videofiles, weil hier auf Systemen wie toxik, nuke oder shake oft in heterogenen Arbeitsumgebungen mit vielen Betriebssystemen gearbeitet wird. Damit hier niemand mit einem File- oder Codec-Format ankommt, das ein anderer Rechner nicht lesen kann, arbeitet man in der Regel nur mit Einzelbildsequenzen, die in Ordnern abgelegt werden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um BMPs, Tiffs oder JPGs sondern meistens um DPX-Dateien, da diese hohe Bittiefen und noch viele andere Produktionsvorteile bieten. (Auch der aktuelle Digital D-Cinema Standard basiert übrigens auf DPX)
Wer nun jedoch bereits unkomprimiertes 10-Bit Rohmaterial auf seiner Festplatte liegen hat, will dieses sicherlich nicht noch einmal als Einzelbildsequenzen duplizieren. Und genau hier springt der DPX-Frameserver in die Presche. Er spiegelt anderen Applikationen ein virtuelles Laufwerk vor, in dem die Videosequenzen als Einzelbilder herumliegen. Fordert eine Applikation nun ein Bild an, so wird dieses „on the fly“ zur Verfügung gestellt. Eben so, als läge es schon immer in diesem Laufwerksordner. Wirklich eine coole Idee.



Zusammenspiel Adobe



Im Zusammenspiel mit der Adobe Suite verhielt sich die Karte ziemlich genau so, wie man es von einer Schnittkarte erwarten darf: Unauffällig. Für die Vorschau lässt sie sich als externer Monitor konfigurieren und ermöglicht auf diesem Wege sogar 10Bit-Previews unter Premiere. Für Profis echter Vorteil gegenüber einer normalen Vorschau auf einem zweiten PC-Monitor.
Unter After Effects waren wir allerdings nicht so überzeugt. Erstens passt sich das Bildseitenverhältnis nicht automatisch an. Und zweitens bremst die Karte die Vorschau deutlich aus. Und mit deutlich meinen wir, dass bei komplexen Compositings die Bildwiedergabe von 15 FPS auf ca. 5 FPS einbrach, wenn die Vorschau auf einen zweiten Monitor umgelenkt wurde.

Auch mit Photoshop ist übrigens eine direkte Vorschau auf einem angeschlossenen Vorschaumonitor möglich. Allerdings ist diese nicht live, sondern man muss das Bild immer über das Export-Menü dezidiert senden. Dafür wird eine direkte Konvertierung von 16 BitBit im Glossar erklärt RGBRGB im Glossar erklärt auf 10 BitBit im Glossar erklärt YUVYUV im Glossar erklärt ermöglicht. Auf jeden Fall praktisch, wenn man DVD oder BluRay-Menüs bastelt.
Wir mussten übrigens alle Tests nach wie vor mit der Adobe CS3 durchführen, weil offizielle CS4-Treiber nach wie vor nicht erhältlich sind.



Fazit



Für die typischen Anwendungsfälle vieler slashCAM-Leser dürften die günstigeren DeckLink Studio-/Intensity-Karten von Black Magic Design bereits völlig ausreichen. Wer jedoch auf 10Bit-4:4:4 Produktion (vielleicht gepaart mit DPX-Compositing) angewiesen ist, für den weist die DeckLink HD Extreme ein extrem gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Die drei gravierendsten Einschränkungen der Karte (bisher nur Adobe CS3, PCIx 4x-Steckplatz sowie Stereo-Audio) sind leicht verschmerzbar, bzw. umgehbar. Zumal man für diesen Preis weit und breit keine Alternativen zu einer echten 4:4:44:4:4 im Glossar erklärt 10-Bit-SDI-Lösung findet.


Inhaltsverzeichnis:
Einleitung / Flexibilität
Üppige Anschlussmöglichkeiten
Digitale 10 Bit Vorschau / In der Praxis
DPX-Frameserver / Zusammenspiel Adobe / Fazit
   

[20 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
MK   13:37   06.03.
heinz hat folgendes geschrieben: Hallo,
nun sieht die Sache wieder anders aus, nach 4Monaten Wartezeit gibt es die ersehnte Software u...weiterlesen
heinz   13:07   06.03.
Hallo,
nun sieht die Sache wieder anders aus, nach 4Monaten Wartezeit gibt es die ersehnte Software und Treiber Vers. 3.0 für CS4.
MfG...weiterlesen
wontuwontu   12:38   28.02.
Vielleicht ne XH-G1?
weitwinkel   02:03   28.02.
smooth-appeal hat folgendes geschrieben: Mit den Decklinks kann man das unkomprimierte Material aus einer XHA1 ziehen, was gegenüber dem kodie...weiterlesen
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