Das Gerücht galt schon die letzten Tage als ziemlich sicher, nun ist es Gewissheit. Soeben hat Zeiss ein neues Otus Objektiv vorgestellt, und zwar das 1.4/28. Wie schon das 1.4/55 und das 1.4/85 dürfte nun auch dieses Weitwinkel-Modell zum optisch Besten gehören, was man aktuell an Festbrennweiten käuflich erwerben kann.
Mit der Otus Linie versucht Zeiss schlichtweg die kompromisslosesten Objektive zu bauen, die das Unternehmen mit einigermaßen bezahlbaren Materialien in Serie fertigen kann. Dazu gehört auch, dass die Otus-Modelle nur manuelle Fokussierbarkeit bieten und relativ schwer sind (ca. 1 kg). Das neue 1.4/28 legt in dieser Hinsicht noch einmal deutlich zu und wiegt zwischen 1350 und 1390 Gramm.

Bislang gab es die Otus-Objektive auch nur für Nikons F Mount (ZF.2) sowie Canons EF Mount (ZE). Da Sony nun auch äußerst hochauflösende A7-Kameras im Sortiment hat, die der Markt gut angenommen hat, wäre es nur logisch, wenn die Otus-Modelle bald auch als E-Mount kommen würden. Doch auch das neue Otus 1.4/28 bleibt weiterhin nur für Nikon und Canon-Mount erhältlich.
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Nachdem vor einem Monat bei uns die 28mm-Brennweite als optimale Cine-Brennweite zur heftigen Diskussion stand , dürfte dieses neue Zeiss Otus Objektiv wie kein zweites in diesem Bereich für exzellente Ergebnisse sorgen können.
Allerdings schießt man hiermit wirklich mit Kanonen auf Spatzen, denn das Otus ist selbstredend für Kleinbild-Vollformatsensoren gerechnet. An einem Super35-Sensor kommt dabei wirklich nur die Crème de la Crème der Bildmitte zur Geltung, die wohl tadellos ausfallen dürfte. NAllerdings bekommt man an ein Otus nicht einmal vernünftig eine Schärfezieheinrichtung montiert.
Die Störlichtblende ist im Lieferumfang inbegriffen. Die Auslieferung des ZEISS Otus 1.4/28 soll jedoch erst im zweiten Quartal 2016 starten. Ein Preis steht noch nicht fest. Als Anhaltspunkt könnten jedoch die beiden anderen Modelle dienen, die aktuell zwischen 3.500 und 4.000 Euro gehandelt werden.


















