Während TikTok YouTube immer mehr Konkurrenz macht und seinen Usern den Upload längerer Clips ermöglicht, schlägt YouTube zurück und will TikTok mit seinem neuen Angebot YouTube Shorts User abluchsen.
So sind die neuen YouTube Shorts maximal eine Minute lang, bestehen in der überwiegenden Anzahl aus vertikalen Videos und können leicht per Smartphone produziert und mit Musik unterlegt werden. Per Default ist die Länge neuer Videos 15 Sekunden, sie kann aber auch auf 1 Minute erweitert werden.

Zu finden sind die neuen YouTube Shorts (Beta) auf der YouTube Website bzw. in der YouTube App in einer eigenen Kategorie - dort kommt man per einfachem Wischen nach oben sofort zum nächsten Clip.
YouTube versucht, die neuen Shorts seinen Creators und Usern auf mehrere Weisen schmackhaft zu machen - einmal durch die Integration in das YouTube Ökosystem sowie den speziellen Algorithmus, der YouTube-Zuschauern Videos vorschlägt (eine Stärke von TikTok). YouTube hat durch Deals mit Musiklabeln sichergestellt, daß die Schöpfer ihre Clips mit Millionen von Songs aus den Musikkatalogen von mehr als 250 Labels und Verlagen legal unterlegen können. Zudem arbeitet YouTube daran, daß in Zukunft auch Shorts monetarisiert werden können - die Chance Geld zu verdienen, könnte für produzierende TikToker verlockend sein.

Demnächst will YouTube Shorts-Machern auch die Möglichkeit geben, Audio aus allen anderen YouTube Clips (nicht nur Shorts) zu verwenden, um sich aufeinander beziehende Memes zu erstellen. Idealerweise sollen sowohl die Macher der Shorts profitieren, die so eine riesige Quelle für interessante neue Soundbites bekommen, als auch die Produzenten der Original YouTube Videos, die durch einen automatisch zusammen mit Audiosample gesetzten Link mehr Zuschauer bekommen sollen.
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YouTube Creators: Achtung Opt Out!
Filmemacher, die nicht wollen, daß Audiosamples aus ihrem Clip in Shorts beliebig verwendet werden können, müssen aber aufpassen: YouTube hat sich des Opt Out-Tricks bedient, um die Fremdnutzung legal abzusichern und Shorts-Schöpfern gleich von Anfang an ein großes Reservoire an Audio-Quellen zu bieten.
So gibt es schon seit einiger Zeit eine neue Checkbox in den für Besitzer einsehbaren und änderbaren Detaileinstellungen von Videos namens Verwendung von Inhalten für Shorts, die per Default aktiviert ist und es so anderen Nutzern erlaubt, (Audio-)Teile des Videos in Shorts zu nutzen.

Wer das nicht will, muss momentan umständlich in jedem seiner Videos einzeln die Checkbox für diese automatische Erlaubnis deaktivieren (in Shorts selbst ist eine solche Deaktivierung nicht möglich). Immerhin hat YouTube angekündigt, demnächst eine einfache Möglichkeit bereitzustellen, damit User mit einem Klick die Verwendung ihrer Sounds in Shorts generell verbieten können. Per se nicht möglich ist die Nutzung von Videos, auf die Dritte einen urheberrechtlichen Anspruch erhoben haben sowie von privaten Videos.



















