Microsofts neue Xbox One bringt 4K und neues Kinect

Microsoft hat die neue Xbox One vorgestellt und zielt mit ihr weit über eine reine Spielbox hinaus auf die Zukunft der Interaktion mit Technik und die Zukunft der Unterhaltung im Wohnzimmer. Ausgerüstet ist sie mit einigen Eigenentwicklungen Microsofts, u.a. einer integrierten Kamera, die mit extremem Weitwinkel arbeitet und sowohl 1080p (mit 30 Frames pro Sekunde) Video aufnehmen kann, als auch durch eine Kombination mit einem Infrarotstrahler gegenüber dem bisherigen Microsoft Kinect System weitaus bessere Raumtiefeninformationen messen kann.


So kann sie sichere Aussagen treffen über die exakte Haltung und Position einer Person vor der Linse (auch im Dunklen), die momentane Gewichtsverteilung einer Person, den Aufenthaltsort von bis zu 6 Personen, die exakte Haltung der Finger, ob ein Körperteil in- oder abgewendet ist, welchen Ausdruck ein Gesicht zeigt oder sogar (per Auswertung der Infrarotwerte) die genaue Herzschlagfrequenz. Und die per neuem Kinect ermittelten Daten dürften sich noch besser als bisher eigenen, ein simples Motion-Capture-System zu realisieren.



Auch der Audioteil samt Spracherkennung ist stark verbessert worden: die Xbox erkennt, wer aus einer Gruppe von Leuten spricht und selbst aus einem Sprachgewirr die richtige Stimme herauspicken: Sprachsteuerung ist zentral für die Bedienung der Entertainmentfunktionen der neuen Xbox. Und ebenso wie die Playstation 4 ist auch die neue Xbox für die Zukunft gerüstet: sie besitzt 4K-TV-In- und Output-Ports.






Viele dieser Features sind erstmal beinahe reines Informationsangebot, die es (Spiele-)Entwicklern überlassen, diese Daten auch zu nutzen. Angewendet werden diese Daten zum Beispiel um festzustellen, ob eine Person zur Box schaut und deshalb die Spracherkennung samt Sprachbefehlen aktiviert sein muss.


Eingesetzt werden dafür vor allem Technologien, die vor Ort entwickelt wurde: die Kamera ebenso wie ein SoC (System-on-a-Chip), das zum Beispiel unabhängig von der CPU/GPU 2 HD Videostreams komprimieren/dekomprimieren kann und die AMD_CPU integriert: eine 8 Core Jaguar CPU/GPU mit 4 MB L2 Cache plus 8 GB RAM. Per Anbindung an Microsofts Cloud Computing Service Azure kann die Processingpower zusätzlich beliebig erweitert werden (sowie natürlich der Speicherplatz).



Außerdem an Bord: ein Bluray-Laufwerk, USB 3.0 sowie eine 500 GB Festplatte. Eine zentrale Rolle versucht Microsofts neue Box als Entertainment-Hub einzunehmen: per Spracheingabe (oder Gesten) gesteuert, zaubert sie ebenso Videos aus dem Netz auf den Bildschirm wie auch Fernsehen, Webseiten oder Skype-Sessions (ohne Verzögerung) - neben oder während einem Spiel (zu diesem Zweck werden gleichzeitig drei Betriebssysteme ausgeführt) - sie wird so zur universalen Fernbedienung.



Die dabei potentiell anfallenden - sehr persönlichen - Daten aus dem eigenen Wohnzimmer sind enorm: wer anwesend ist, wer wann was anschaut, spielt, dabei für einen Gesichtsausdruck macht, sich aufregt, mit wem redet. So ermöglicht die neue Xbox einen direkten Feedbackkanal von Spieler bzw. Zuschauerreaktionen während eines Spiels oder eines Film - und erzeugt so enorm wertvolle (oder heikle) Daten für dessen Produzenten (oder andere Interessierte).



Erscheinen soll die Xbox One Ende des Jahres - der Preis beträgt rund 600 Euro.




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