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Frage von Mr.Wolf:


Hallo Forum,

ich habe ein paar Fragen zum Thema Brennweite und Objektive, natürlich auf das Filmen bezogen ....

die 1. Frage ist was für Brennweiten werden verwendet, welche Brennweiten sollte man in seinem "Set" haben um vernünftig arbeiten zu können????

wie wirkt sich die Brennweite auf das Bild aus??? hierzu würden mich auch ein paar theoretische Artikel, links oder evtl ein Buch interessieren zum Thema Bildgestaltung , welches ist zu empfehlen ???

Brennweite:

Bsp ich habe ein 35mm, 50mm und 85mm Objektiv.
Filme vom selben Standpunkt aus ein Motiv. Natürlich hat man 3 verschiedene Ergebnisse. Das 35 er bildet natürlich mehr ab als das 85er, also es ist wwitwinkiger ..... was ist wenn ich aber mit dem 35er den Standpunkt ändere Richtung Motiv? erhalte ich dann das selbe Ergebnis wie mit dem 85er vom vorigen Standpunkt oder hat dies eine andere Bildwirkung???

Ich stelle die Frage, weil mich interessiert, was für Brennweiten wofür eingesetzt werden....

und warum ûberhaupt Festbrennweiten, mit zoomobjektive erleichtert man sich doch das Filmen extrem und spart sich Geld beim Kauf von Objektive?
3 Zoomlinsen und man hat eigentlich alles was man braucht ?

würd mich über ein paar hilfreiche Tipps freuen.

MfG

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Antwort von Jott:

Hat eine andere Bildwirkung. Was hindert dich daran, das alles selbst auszuprobieren, wenn du die Objektive doch hast? Verstehe ich nicht.

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Antwort von Mr.Wolf:

wer sagt, dass ich die objektive habe?? deshalb frage ich ja :-)

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Antwort von Jott:

"Bsp ich habe ein 35mm, 50mm und 85mm Objektiv."

Klang so. Aber irgend ein Objektiv hast du doch wohl. Ein Zoom? Dann nimm das. Die gewünschten Festbrennweiten kannst du ja zum Experimentieren dran einstellen.

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Antwort von Mr.Wolf:

ok!!! gibt es eigentlich ein Buch wo die Themen Kameraführung , Perspektive, Brennweite , Schärfeziehen beschreiben damit man sich einlesen und dies dann üben kann....?

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Antwort von markusG:

Also da du ja scheinbar in den Anfängen steckst empfehle ich da mal "Grammar of the Shot" von Thompson/Bowen; ist vielleicht jetzt nicht sehr tiefgreifend oder so, aber die Grundlagen werden mMn ganz gut erklärt.

*edit: ach und zum Thema Zooms vs. Festbrennweiten...das hat mehrere Gründe:
- Zooms sind i.d.R. größer und schwerer
- haben i.d.R. eine geringere Bildqualität (insbesondere Bildschärfe)
- Zoomobjektive sind immer ein Kompromiss, da keine spezielle Brennweite optimiert werden kann; äußert sich z.B. in unterschiedlicher Verzeichnung
- nicht immer gleich lichtstark (d.h. brennweitenabhängig) bzw. (bei Zooms mit gleichbleibender Lichtstärker) lichtschwächer ggü Festbrennweiten, idR
- manche (ok, viele) fahren ihren Tubus beim Zoomen aus, kann je nach Kompendium (falls vorhanden) problematisch sein, genau wie Außenfokusierung
- gibt sicher noch vieles mehr

Dem gegenüber steht schnelleres Arbeiten gegenüber, ist also auch eine Frage der Ökonomie und ist daher keine Grundsatzdebatte.

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von Mr.Wolf:

Danke für eure hilfreichen und detaillierten Antworten.
@Reiner M: wow, sehr gute Antwort. Genau danach habe ich gesucht :-) mit diesem Thema würde ich mich sehr gerne vertieft befassen. Gibt es dazu Fachliteratur????

Aber ich denke mal, wenn man professionell filmen lernen möchte, sind doch die hochwertigen Festbrennweiten die richtige Wahl oder???

Was meinst du mit Hobbyfilmer überfordert das?????

Wie geht man mit solchen Festbrennweiten zum drehen vor?????
das fängt doch sicherlich schon mit der Motivwahl an, sich Gedanken über Brennweite zu machen oder???
und wie arbeitet man beim drehen mit Festbrennweiten und manuellem fokussieren????

mfg

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von Mr.Wolf:

ja ich geb dir schon recht, aber die ganzen Spielfilme/Werbefilme etc werden doch mit hochwertigen Festbrennweiten gefilmt oder nicht????

nehmen wir mal als BSP das Kit Objektiv der FS100. Das ist ein 18-200 Anfangsblende 3.5 - Blende 5.6.

Damit hab ich doch Bildgestalterisch wahnsinnig wenig Möglichkeiten was die Tiefenschärfe angeht. bei Blende 3.5 ist da schon fast alles scharf.

Wenn ich da aber zb ein Zeiss Compact Prime 50mm 2.1 nehme, das speziell zum filmen entwickelt worden ist, sieht die Welt durch den Sucher ganz anders aus. Schönes Bokeh, Tolle Tiefenschärfe usw.....
Klar hab ich da kein AF oder IS oder eben nur eine Brennweite, aber ich habe doch ein wesentlicheres besseres Bild als zb dem Kitobjektiv.

Allein wenn ich dieses Objektiv in die Hand nehme fühlt sich das Toll an.
Damit noch lernen richtig umzugehen und alles ist Top oder was meinst du???

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Antwort von nachtaktiv:

die ganzen spielfilme und werbeclips werden vor allem mit hochwertigen kreativgehirnen gedreht, und die gibts leider nicht beim saturn ....

wie wärs, wenn du dir als anfänger erst mal ne günstige gebrauchtgurke kaufst und ANFÄNGST ... spiel doch erstmal mit der kamera rum und filme...

ich habs so gemacht, und nicht bereut .... am anfang sollte man erstmal spass an der sache entwickeln, und nix ist dabei nerviger, als das rumhantieren mir teuren festbrennweiten ...

hol dir n camcorder und schlag dich erstmal mit der schnittsoftware rum... da hast du erstmal genug zu tun, bis dein erstes video steht ....

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Antwort von markusG:

aber die ganzen Spielfilme/Werbefilme etc werden doch mit hochwertigen Festbrennweiten gefilmt oder nicht???? Thales Angenieux wins an Oscar® in Hollywood & RIDLEY SCOTT’S “PROMETHEUS” USES RED EPIC CAMERAS
Vielleicht liegt es an den Zooms dass die Filme so schlecht aussehen und Flops an den Kinokassen sind. Sowas minderwertiges will doch keiner sehen, von Filmlook keine Spur. Alles sieht so nach DV Kamera aus...

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Antwort von Mr.Wolf:

@markus G: wie meinst du das???? versteh
deine Antwort nicht

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Antwort von Mr.Wolf:

@nachtaktiv: ich stelle die frage nicht um
sonst. ich habe seit 3 Jahren mit Camcorder gefilmt und von Schnitt war überhaupt nicht die rede....

ich möchte vom videolook weg und an den Filmlook ran.

deshalb auch die frage zu den festbrennweiten.
mir ist natürlich klar, das es nicht nur am objektiv liegt, aber eben auch dazu gehört.

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Antwort von markusG:

@markus G: wie meinst du das???? versteh
deine Antwort nicht So langsam (ok, eigentlich nicht^^) schleicht sich ein Trollgefühl ein, meinste nicht? ;)

Du hast was von Festbrennweiten geschrieben, und ich den Gegenbeweis geliefert, nämlich dass auch bei Spielfilmen Zooms verwendet werden.

Weiß ja nicht ob das für dich ausschlaggebend ist. Aber vielleicht solltest du dir mal grundlegende fotografische Grundlagen aneignen, das führt zu vielen "Aha"-Erlebnissen.

Hab dir ja ne Buchempfehlung gegeben, und ich rate dir DRINGEND dich erstmal einzulesen, sonst wird das ganze doch bloß munteres Rätselraten...

Ich hoffe bloß das kommt nicht falsch rüber. Es ist bloß die Frage, die sich anhört wie "Welche Reifen brauch ich für mein Auto?"

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Antwort von Mr.Wolf:

das dort Zooms eingesetzt werden ist mir auch klar. Ich hatte mich nur falsch ausgedrückt. Diese zooms liegen im 5 Stelligen Bereich . Denke nicht das dies Qualitativ vom Bildergebniss mit zb einem Canon EF 70-200 2,8 zu vergleichen ist.

klar, ich stelle mir die frage, welche objektive sich zum Filmen eignen
am meisten interessiert mich wie sich die qualitativ hochwertigen Zeiß Compact Primes von den Fotoobjektiven unterscheiden ???
auf das Bildergebniss natürlich gesehen.
sprich: unterscheidet sich ein Bild aufgenommen mit zb Zeiss Compact Prime 50 zwischen einem Canon L 50....

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Antwort von Jan:

Die Frage werden hier kaum User beantworten können, zumindest mit eigener Praxiserfahrung. Welcher User hier besitzt den Zeiss Kino Optiken, ich denke sehr sehr wenige.

Auch Kino Profis werden diese Frage nicht so recht beantworten können, weil die normalerweise nicht mit 50er Fotobrennweiten arbeiten, also der Vergleich ist schwierig.


VG
Jan

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von markusG:

Ich hatte mich nur falsch ausgedrückt. Diese zooms liegen im 5 Stelligen Bereich . Denke nicht das dies Qualitativ vom Bildergebniss mit zb einem Canon EF 70-200 2,8 zu vergleichen ist. Das spielt ja auch keine Rolle, oder? Das Bild wird ja nicht durch die Kamera bzw. die Objektive bestimmt, sondern festgehalten.

Warum es unbedingt ein L-Objektiv ohne Hardstops sein muss erschließt sich mir nicht ganz; da gibt es sicher bessere, z.B. alte (d.h. manuelle) Nikonzooms.
am meisten interessiert mich wie sich die qualitativ hochwertigen Zeiß Compact Primes von den Fotoobjektiven unterscheiden ??? Dafür macht man Kameratests ;)
Übrigens basieren die Compact Primes auf den Berechnungen von bestehenden Fotoobjektiven, Hauptunterschied ist das Handling / das Gehäuse. Wie sich L-Objektive im Vergleich schlagen weiß ich nicht, weiß aber auch nicht ob es L-Objektive sein müssen, da ich sie vom Handling her nicht fürs Filmen für optimal halte.

Es gibt von Zeiss auch ein normales Set, z.B. bei Marcotec erhältlich...gleiche Bildqualität, schlechteres Handling, günstigerer Preis.

Davon abgesehen denke ich nicht dass du den Unterschied sehen wirst (zwischen Zeiss und L), aber da lehn ich mich mal k*ckendreist ausm Fenster ;) ich bezweifle auch mal dass das bei dir den Mehrpreis rechtfertigt.

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Antwort von srone:

Und genau da ist ein 50mm-Objektiv so langweilig und gestalterisch schwach wie aus dem Fenster gucken. ich würde es so ausdrücken, die normalbrennweite (50mm kb) liefert dem kameramann keinen gestalterischen mehrwert-wow-effekt, wie ein superweitwinkel zb, aber genau dass macht es imho aus, der unverstellte (-effektierte) blick und wer diesen langweilig findet, hat wohl schlecht ausgeleuchtet oder bei der bild-(set-)gestaltung gepennt.

lg

srone

ps: müsste ich mich für nur eine festbrennweite entscheiden wäre es ein normalobjektiv.

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Antwort von silverstar777:

dieses Thema interessiert mich auch wahnsinnig!
@ Reiner: du hast sehr interessante Stichwörter genannt:
wo kann man sich das aneignen? gibt's dafür empfehlenswerte Bücher ?


zum Thema Brennweite! du sagst 50mm sei langweilig und gestalterisch schwach. warum das??? was würdest du dann verwenden???
gibt es speziell zu diesem Thema Bildgestaltung (wie Raum und Perspektive, Licht, Brennweite usw ) hilfreiche Seiten, Fachliteratur Bücher DVDs usw
um sich das anzueignen.
würde mich gerne in dieses Thema einlesen

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von srone:

gut dann tausche ich "wow" gegen "pep".

lg

srone

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Antwort von Gabriel_Natas:

das dort Zooms eingesetzt werden ist mir auch klar. Ich hatte mich nur falsch ausgedrückt. Diese zooms liegen im 5 Stelligen Bereich . Denke nicht das dies Qualitativ vom Bildergebniss mit zb einem Canon EF 70-200 2,8 zu vergleichen ist. Zooms, vor allem auch bei VDSLRs haben gegenüber Festbrennweiten eigentlich meist nur den Nachteil, dass sie höhere Blendenwerte haben.

Auflösungstechnisch macht es bei den Fotoobjektiven so gut wie keinen Unterschied, ob man eine Festbrennweite oder ein Zoomobjektiv nimmt, weil HD können die alle auflösen.

Festbrennweiten sind meist günstiger im Vergleich zu gleichguten Zooms. Das ist ihr Vorteil.

Dann gibt es für den Filmlook noch einen Vorteil:

Man hat nur die Brennweiten, die man als Objektive da hat.
Ja, das ist ein Vorteil.
Ein 18-55mm Zoomobjektiv bietet jetzt nämlich ... gefühlte 100 verschiedene Brennweiten. Aber für einen konsistenten Look innerhalb eines Films beschränkt man sich am besten auf max. 3 bis 4 Brennweiten, die man verwendet. Denn auch das gehört zum Filmlook dazu.
Es wirkt mehr Amateurhaft, wenn in einer Szene Einstellungen mit 18, 20, 24, 28, 35 und 40mm gedreht werden, als wenn sie nur mit 18, 35 und 50mm gedreht würde (natürlich ist das eine kreative Frage, welche Brennweiten man genau einsetzt).

Zooms verführen dazu, jegliche Brennweite zu benutzen, die das Zoom abdeckt. Für den Amateur kann dies zu verführerisch sein :).

Ansonsten bleibt bei Festbrennweiten nur der Preis als Vorteil:

Mit Adapter auf meiner 550d kann ich für unter 200€ 24mm, F2.0, 28mm, f1.8, 35mm, f1,8, 50mm, f1.8 und 85mm, f1.8 Objektive kaufen (gebraucht).
Das einzige was man für 200€ kriegt, sind Kitobjektive, wo die Blende bei F3.5 gerade anfängt.

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Antwort von Jott:

Du solltest einfach erst mal anfangen zu filmen. Mit deinem 18-200. Fokus manuell. Lernen. Üben. Du wirst merken: auch mit Blende 3,5-6,3 hast du schon genug zu tun, um immer das scharf zu kriegen, was du scharf haben willst. Erst wenn du das bombensicher im Griff hast, denk über lichtstarke Festbrennweiten nach. Und dafür tun's die günstigen NEX-Linsen dicke. Himmel, du bist - sorry - völlig unerfahrener Einsteiger! Glaubst du im Ernst, teure Optiken führen zu besseren Filmen oder beschleunigen die Lernkurve?

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von Gabriel_Natas:

Aber für einen konsistenten Look innerhalb eines Films beschränkt man sich am besten auf max. 3 bis 4 Brennweiten, die man verwendet. Denn auch das gehört zum Filmlook dazu.
Es wirkt mehr Amateurhaft, wenn in einer Szene Einstellungen mit 18, 20, 24, 28, 35 und 40mm gedreht werden, als wenn sie nur mit 18, 35 und 50mm gedreht würde (natürlich ist das eine kreative Frage, welche Brennweiten man genau einsetzt).

Zooms verführen dazu, jegliche Brennweite zu benutzen, die das Zoom abdeckt. Für den Amateur kann dies zu verführerisch sein :). Im Grunde hast Du recht. Aber bedenke bitte, dass solche Filme in aufwendigen, vorausbestimmten Sets entstehen. Jede Bewegung, jede Einstellung ist vorherbestimmt. Schau mal in den Abspann, wer alles mitgewirkt hatte, um genau diesen Filmlook zu erzeugen. Und dann schau auf den typischen Amateur, der als Einzelkämpfer jede dieser Rollen gleichzeitig ausüben muss.

Wenn es mir gelingt, durch das Zomm-Objektiv mit "schräger" Brennweitenwahl das Bild gestalterisch optimal einzufangen (Perspektive, Bildaufbau, Anordnung der Objekte) oder dadurch z.B. störende Bildelemente an den Rändern weggeschnitten werden können, werde ich das unbedingt nutzen. Und hier können wenige Millimeter Brennweitenunterschied enorm viel zum guten Bild beitragen.

Und zu Normalobjektiven: Fußballspielübertragungen habe ich schon genannt. Vielleicht noch Übertragungen aus Fernstudios? Wer da mal drin war: Die sind überraschend klein und eng, viel kleiner und enger, als sie im TV wirken. Das leichte WW hat sich in unglaublich vielen Aufnahmesituation bewährt, weil es dem menschlichen Sehen sehr entgegen kommt. Und bei Interviews und Pressekonferenzen? Oft eher Tele. Man will ja nicht zuviele Kollegen im Bild sehen und den Hintergrund auch nicht betonen.

Die Idee mit Festbrennweiten zu arbeiten, am besten beschränkt auf drei bis vier Objektive, usw, die stammt eindeutig aus Zeiten, wo Zoom-Objektive schlecht und unbezahlbar waren, als man vor den Profi-Kameras Objektiv-Trommeln anbrachte, die mit bis zu vier Festbrennweiten ausgestattet waren (denn schon damals merkte man, wie umständlich echter Objektivwechsel sein kann und dass man mit einer Brennweite wahrlich nicht hinkommt, was Bildgestaltung angeht.).
Ich bin mir ziemlich sicher: Auch damals schon hätten sich die Kamera-Leute über mehr Brennweitenspielraum sehr gefreut. War aber nicht. Also Dollys, Kräne, mehrere Kameras von unterschiedlichen Standorten, usw. Nichts davon passt in den nötigen Dimensionen in die Tragetasche des Amateurs.

Heute sollte man das nutzen, was State-of-the-Art und angesagt ist. Ihr filmt doch auch nicht mehr auf Zelluliod, nur um das Echtheitsgefühl für Filmlook zu wahren. Weil digitale Aufnahmen sehr viel mehr Möglichkeiten bieten. Und so ist das mit Zoom-Objektiven auch.

Aber jeder, wie er will.

Beste Grüße,
Reiner Dann sollte man aber auch auf 1/3" Bildsensoren setzen und nicht auf die veralteten APS-C und Vollformat-Typen. Die stammen nämlich noch aus Zeiten, als man eben keinen Fotofilm 1/3" groß machen konnte ;).

Wenn man Filmlook will gibt es ein paar Regeln/Zutaten.
Dazu gehören u.a. die Tiefenunschärfe, Lichtgestaltung, manuelle Bedienung der Kamera und auch die Beschränkung der Objektivwahl auf wenige Brennweiten.

Man kann auf das alles dank modernster Technik verzichten.
Die Kameraautomatiken in den Consumercams machen in 99% der Fälle Bilder auf denen man das Motiv erkennen kann, Lichtempfindlich sind sie auch so das man ohne Zusatzlicht auskommt und Tiefenunschärfe braucht man auch nicht.
Doch wenn man das alles weglässt hat man auf einmal ein Videobild das nach Amateur schreit und jeder Laie auch sofort als solches erkennt.

Natürlich kommt es auch auf das Genre an. In einer Doku ist es viel wichtiger, sofort den richtigen Bildausschnitt zu treffen, aber wenn wir hier von Spielfilmproduktion (auch Kurzfilmen und Nobudget, in dem wir uns hier eher befinden) reden, gehört das alles zu einem guten Filmlook dazu.

Und dann ist es besser mit der Kamera 10 oder 50cm näher ran zu gehen, als eine vierte oder fünfte Brennweite einzuführen. Natürlich gibt es auch dort Ausnahmen, aber in 99% der Fälle reicht es nicht nur, sondern ist es auch für No-Budgetproduktionen von Vorteil, sich auf drei Brennweiten zu beschränken, un zwar ein WW, ein Normal- und ein Teleobjektiv. Vor allem auch für Anfänger, denen die unterschiedlichen Wirkungen der einzelnen Brennweiten noch nicht ganz klar sind. Wenn man Fortgeschritten ist, kann man all diese Regeln immer wieder brechen, da ist es für den kreativen Filmemacher sogar geboten sie zu brechen, aber als Anfänger sollte man erst die Grundlagen erlernen, bevor man sie dann über Bord wirft.

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von MLJ:

Zwischenfrage @Reiner M
Zitat:
"AVCHD erscheint mir da völlig ungeeignet, ist eher kontraproduktiv."
Zitat ende.

Wie meinst du das ? Ich meine, so viele schwören doch auf AVCHD, oder hat sich das schon wieder geändert ?

Ansonsten, was du geschrieben hast (Homevideo-Look etc.), stimmt und sollte zu den "typischen Einsteigerfehlern" hinzugefügt werden. Super getroffen. :-)

@All
Super Beiträge, weiter so, wirklich toll ;-)

Beste Grüsse, Mickey Lee

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von aerobel:

Hallo,

Habe da gelesen: "Ich meine, so viele schwören doch auf AVCHD, oder hat sich das schon wieder geändert ?"

Die meisten schwören auf dieses unsinnige Format, weil es kaum noch etwas anderes zu kaufen gibt...

Als Wiedergabeformat ist AVCHD sehr wohl geeignet, damit ganze Filme auf Bluray und DVDs passen, aber als Aufnahmeformat ist es völlig er Blödsinn.

Zumindest eine Intraframespeicherung, also jedes einzelne Bild als Ganzes abgelegt, wäre wünschenswert. Was spielt es denn für eine Rolle, wenn auf der Kameraspeicherkarte etwas mehr gespeichert werden muss, die kann man schnell wechseln und sind nach dem Überspielen auf den Rechner ja wieder bereit zum löschen und zum neu verwenden.

Dass da bei der Aufnahme bereits fast das gesamte "gesunde" Material eingedampft wird, sodass man hinterher nur noch "erfundenes" hat, ist eine echt doofe Entwicklung der Kameraanbieter.

Rudolf

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Antwort von Skeptiker:

Als Wiedergabeformat ist AVCHD sehr wohl geeignet, damit ganze Filme auf Bluray und DVDs passen, aber als Aufnahmeformat ist es völliger Blödsinn. 100% einverstanden !

Als Wiedergabeformat war es ursprünglich auch gedacht.

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Antwort von aerobel:

Hallo,

Da stellt sich dann also wieder einmal die alte Frage:

Müssen wir blind das kaufen, was uns die Hersteller auftischen, oder produzieren die Hersteller das, was wir wirklich wollen...?

Oder anders gefragt: Sind wir Konsumenten wirklich schon so blöde, dass wir alles blind kaufen müssen, was und die Hersteller auftischen...? Scheint irgendwie so, denn somst hätte sich so mancher Schwachsinn niemals durchsetzen können.

Was uns da heute so alles aufgetischt wird, was unter dem Deckmäntelchen "Fortschritt" beworben wird, geht auf keine Kuhhaut. Aber eben, wir sind ja so blöde und kaufen all den Mist, anstatt dass wir uns mal verweigern und dadurch die Hersteller zwingen, über ihr Handeln nachzudenken.

Beispiel: Kaum kommt ein neues Gerät auf dem Markt, rennen alle, im irrtümlichen Glauben, sie hätten nun etwas "fortschrittlicherers" und seinen nun glücklicher... siehe den Run auf das neue iPhone...

Ich bin inzwischen alt genug, zu wissen, dass ich nur das kaufen soll, was ich wirklich brauche und ich nicht dauernd jedem neuen Zeugs nachrennen soll...

Rudolf

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Antwort von Reiner M:

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Antwort von aerobel:

Hallo Reiner,

Ich gebe dir recht, es sind in Prozenten sicher nur wenige Filmer, die auch schneiden und sich von daher ein anderes Speicherformat wünschen. Die grosse Masse kann ja noch nicht mal die Kamera halbwegs still halten, da ist dann eben das Wiedergabeformat auch egal...

Ich könnte mir aber vorstellen, dass es für die Hersteller kein allzu grosses Kunststück wäre, einer ambitionierten Kamera mehrere Ausgabeformate mit auf den Weg zu geben. Derjenige, der Wert auf Schnitt und Nachbearbeitung hat, zeichnet dann eben in einem Intraframeformat auf, braucht halt auch ein bisschen mehr an Speicher. Der "gewöhnliche" Amateur ohne irgendwelche Ambitionen einer Nachbearbeitung schaltet dann eben auf das allseits so gelobte AVCHD um und gut ist...

Wäre doch toll, die Kamera umschalten zu können. Ausser ein bisschen Elektronik bräuchte man dazu überhaupt nichts. Wenn ich sehe, was da elektronisch so alles machbar ist, dürfte so eine Umschaltung nicht allzu aufwendig und teuer sein. Allenfalls bezahle ich eben ein bisschen mehr, was solls...

Bei mini-DV ging es in etwas anderer Form auch: billige Kameras hatten kein DV-In und auch kein Analog-In. Meine Sony hat das eingebaut und ich schätze es sehr. Wer sowas nicht braucht, hat dadurch ja nichts verloren, die Kamera ist immer dieselbe, für jeden geeignet...

Rudolf

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