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Zhiyun Weebill Lab: Transformer-Gimbal mit Monitoring per Funk und Mimic Modus



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Newsmeldung von slashCAM:



Zhiyuns neuer Gimbal Weebill Lab entspricht ganz dem Trend der Transformer-Gimbals, wie dem Moza Air X und dem Crane 3 Lab von Zhiyun, dem er sehr ähnelt. Wie diese bie...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Zhiyun Weebill Lab: Transformer-Gimbal mit Monitoring per Funk und Mimic Modus




Antwort von Axel:

Den Weebill (kleinster Vogel Australiens) wird es in "Paketen" geben. Der von Zhiyun Deutschland angegebene Vorbestellungspreis von 630 € bezieht sich dann wohl auf die Basisversion. Zwei Alternativen, die bis jetzt bekannt wurden, wären erstens ein mechanischer FollowFokus, der über ein Rad am Griff bedient wird, und zweitens ein Gurt mit Stützstock (auf Messevideo gesehen, aber nicht näher erläutert). Nackt soll der Weebill ohne Ministativ, FollowFokus und Handyhalter unter 1 kg wiegen, was ihn zum leichtesten Gimbal mit diesem Payload macht.

Weitere im slashCAM-Artikel nicht erwähnte Features sind kleine Riegel an jedem Motor, mit dem man die Achsen arretieren kann - gut für den Transport, wenn man z.B. die Kamera gleich mit dem super kurzen Gimbal in eine Fototasche packen möchte. Dann gibt es auf der Rückseite des Griffs einen Taster, der den standardmäßigen Lock-Mode, solange gedrückt, in den Schwenk- und Tilt-Follow-Mode umschaltet. Sehr gut überlegt, mMn. Der Roll-Motor verdeckt nicht das rückseitige Kameradisplay, was alle diese "Transformer"-Gimbals gemein haben. Außerdem erfordert der Inverted/Briefcase-Modus kein Drehen des Gimbals mehr, sondern ein simples Nach-Vorne-Kippen, siehe Video unten. Die gewöhnungsbedürftige Bauform wird sich mittelfristig wohl durchsetzen.

Ich habe vor ein paar Tagen schon einmal ein Messevideo von James Matthews verlinkt, der mich seinerzeit mit seiner Crane 1 - Review ("The Gimbal of Peace") dazu brachte, diesen zu kaufen, was ich bisher nicht bereut habe. Abgesehen von dem putzigen britischen Akzent ("Häppi Deis") hat Matthews pointierte Ansichten zur Videografie, und es lohnt sich, in seinem Kanal zu stöbern. Er ist in seinen Reisevideos Brandon Li handwerklich überlegen. Er hört nicht auf Buzzwords wie 4k und filmt mit einer A7sii im 1080p1080p im Glossar erklärt Crop-Mode, gut begründet.
https://youtu.be/43JvTlQRwc8?list=WL

Da die Benutzbarkeit der Pocket 4k unklar ist, habe ich an Zhiyun Deutschland geschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten. Bei bisher zwei E-Mail-Kontakten war der Service recht flott, und wenn eine Antwort kommt (und sie dann noch relevant ist) werde ich den Thread damit ergänzen.

Zhiyun gibt vage "November" als Auslieferungszeit bekannt.



Antwort von -paleface-:

Heisst das in dem Teil steckt ein Nachbau von diesem "Luki-Link". Wenn man jede Kamera über HDMIHDMI im Glossar erklärt verbinden kann?





Antwort von Axel:


Heisst das in dem Teil steckt ein Nachbau von diesem "Luki-Link". Wenn man jede Kamera über HDMIHDMI im Glossar erklärt verbinden kann?

Nicht ganz. Soweit ich verstanden habe wird zwar das Signal aus der Kamera via HDMIHDMI im Glossar erklärt in den Gimbal geleitet, dieser sendet es aber über Funk (WLAN) zum Phone (spezielle App erforderlich). Da wir dieses Feature noch nirgends in Aktion gesehen haben, wäre ich vorläufig skeptisch. Es könnte ein unakzeptabel großer Zeitversatz auftreten oder das Bild bei zu rasanten Bewegungen einfrieren. Wäre für mich kein Dealbreaker, aber wer darauf setzt und dann das o.g. Verhalten beobachtet, hat dann halt einen "Weebill Lag". Bei voller Funktionalität (laut cinema4D für einige Kameramarken garantiert) lässt sich das Smartphone-Display auch als Touchscreen für diverse Kamerafunktionen verwenden - auch Touch-to-Focus. Gerade letzteres funktioniert zwar prinzipiell bei meiner Kamera, aber ich selbst nutze es nie, weil ich es völlig unintuitiv finde. Also Hightech, die mich nicht anspricht. Aber andere vielleicht schon.
Die Mimic-Funktion hatte auch schon der Crane 2 (oder Plus? K.A.), aber alle Reviews bestätigen, dass er hier unbrauchbar ist. Gudsen (Moza) hat das wohl besser (aber immer noch nicht so gut wie MoVi) umgesetzt. Für mich nicht so interessant.

Was die Pakete betrifft, da gibt es widersprüchliche Angaben. Angeblich ist der FF schon im Preis inbegriffen, aber die Zhiyun-Seite (mit den 629 €) bildet ihn ohne ab. Hier kann man ihn für 749 € vorbestellen, die Abbildung zeigt ihn mit Follow Focus. Allerdings, leicht zu überlesen:
Lieferumfang des Zhiyun Weebill Lab
Zhiyun Weebill Lab (1x)
Aluminium-Tripod (1x)
Der genaue Lieferumfang wird bei Verfügbarkeit des Zhiyun Weebill Lab ergänzt.

Gesonderte mechanische FF (laut allen bisherigen Reviews absolut praxistauglich, da nur minimaler Lag) kosteten bisher bei Zhiyun etwa 180 €, das würde die Preisdifferenz erklären.



Antwort von TheGadgetFilms:

Hm, alle 2 Jahre eine neuen Laptop, alle 3-4 Jahre eine neue Kamera, dann noch alle 2 Jahre neue Schnittrechner-Komponenten und jetzt jedes Jahr einen neuen Gimbal, wenn man up to Date bleiben will ;)



Antwort von Axel:

Zwingt einen ja keiner, up to date zu bleiben. Die gewohnte, alltägliche slashCAM-Dekadenz. Lies nicht mit und filme einfach, dann sparst du was für die Rente ;-)



Antwort von Funless:

Ich kann machen was ich will aber mir fällt auf Teufel komm' raus für mich kein Anwendungsfall ein bei dem ich einen Gimbal benötigen würde. Ich finde diese Dinger per se zwar ganz faszinierend und auch total spannend (vom Ingenieursaspekt gesehen) aber wie gesagt, ich weiß beim besten Willen nicht bei welchen Aufnahmen ich sowas einsetzen sollte. Im obigen Video wird ja vom Reisegimbal gesprochen. Ist das denn wirklich so? Hat man heutzutage einen Gimbal auf Reisen dabei? Mir fällt allerdings aber auch kein Grund ein weshalb ich mir eine Drohne anschaffen sollte muss ich gestehen. Wahrscheinlich bin ich einfach nur zu phantasielos. Oder ich müsste mal gucken ob's eine Möglichkeit gibt so einen Gimbal mal auszuprobieren. Kameraverleiher haben doch bestimmt auch sowas im Programm vermute ich.



Antwort von -paleface-:


Ich kann machen was ich will aber mir fällt auf Teufel komm' raus für mich kein Anwendungsfall ein bei dem ich einen Gimbal benötigen würde.

Mir fallen zich Anwednungen ein...was filmst du denn so?
Aber ich nutze den jetzt auch nicht bei jeder Einstellung. Aber so 3-4 Einstellungen in einem 4min. Film kommen da mindestens zusammen.
Das selbe mit Drohne...du kannst ja quasi JEDEN Film mit einem Areal-Shot beginnen. Egal was du filmst...selbst wenn der restliche Film komplett unter Wasser spielt... :-D



Antwort von Funless:

Ja wie gesagt ich muss mir wohl wirklich mal so'n Ding leihen und schauen ob die Bedenken die ich habe nicht doch eher aus mangelnden Erfahrungswerten resultiert.



Antwort von canti:


Im obigen Video wird ja vom Reisegimbal gesprochen. Ist das denn wirklich so? Hat man heutzutage einen Gimbal auf Reisen dabei?

Ich hab meinen Gimbal immer auf Reisen dabei. Ich weiß zum Beispiel nicht, warum es Reise-Videostative gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, warum um alles in der Welt ich ein Stativ mitschleppen sollte. "Oh, hier sieht es aber schön aus, da werde ich mal meine Kamera hinstellen und...warten. Oder noch besser...schwenken...".
Aber ich hab auch ne Drohne dabei.

Aber letzen Endes bestimmt ja der Stil und die Art des Videos die Mittel. Es gibt für alles seinen berechtigten Einsatz.



Antwort von Axel:

Der Gimbal ersetzt halt funktional jedes Rig, Stativ oder Steadicam. Wenn er sehr kompakt ist und trotzdem leistungsstark, gibt es eigentlich kaum Grund, ihn überhaupt jemals von der Kamera abzuschrauben. Das ist ja kaum mehr als der alte Pistolengriff bei Super 8. Und wenn man eine Handkamera-Anmutung will, arretiert man schlicht die Motoren. Deswegen klingt der Weebill zunächst einmal sehr gut. Für Kameras wie die neue Pocket führt an konsequenter Stabilisierung kein Weg vorbei, wie diese Max-Yuryev-Review zeigt:
https://youtu.be/ju2Q1Tv-2Aw



Antwort von Funless:


Der Gimbal ersetzt halt funktional jedes Rig, Stativ oder Steadicam.

Ach so, verstehe. Aus der Perspektive habe ich das gar nicht betrachtet.

Wenn er sehr kompakt ist und trotzdem leistungsstark, gibt es eigentlich kaum Grund, ihn überhaupt jemals von der Kamera abzuschrauben. Das ist ja kaum mehr als der alte Pistolengriff bei Super 8. Und wenn man eine Handkamera-Anmutung will, arretiert man schlicht die Motoren.

Danke dir für den Gedankenanstoß. Jetzt müsste ich also nur noch den passenden (sehr kompakten und trotzdem leistungstarken, zudem bezahlbaren) Gimbal aus den unzähligen Modellen im Markt herausfiltern.

Mal gucken was es da so gibt.



Antwort von cantsin:


Wenn er sehr kompakt ist und trotzdem leistungsstark, gibt es eigentlich kaum Grund, ihn überhaupt jemals von der Kamera abzuschrauben. Das ist ja kaum mehr als der alte Pistolengriff bei Super 8.

... weshalb mittel- und langfristig Gimbal und Kamera zu einer funktionalen Einheit verschmolzen werden müssten. Wie der DJI Osmo, aber auf höherem (Kamera-) Niveau.



Antwort von -paleface-:


Der Gimbal ersetzt halt funktional jedes Rig, Stativ oder Steadicam.

Ne...das finde ich nicht. Was machst du denn wenn du dein Rig zuhause lässt und jemand sagt er will einen Dokumentarischen Handheld look?
Oder mit einer 80mm BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt ein sauberer Schwenk eines Glases vom Tisch zum Mund. Das machst du mit einem Gimbal nicht. Hast jedenfalls keinen Spaß daran.

Also...alles hat seinen Platz. Nichts ersetzt alles andere. Vielleicht mal in 10 Jahren wenn man die Gimbal-Motoren so blockieren kann sodass ein Stativ raus wird oder ein Should-Rig.



Antwort von rush:

Anders herum wird ein Schuh draus... Wenn der Gimbal bereits in der Kamera steckt wird es spannend... Sofern er auch abschaltbar ist.

@Axel... Ein Gimbal als Ersatz für alles? Sorry das mag vielleicht in deinem Bereich oder für dich persönlich passen - ich sehe da aktuell und perspektivisch keinen Weg alles nur per Gimbal abdecken zu können... Und würde es auch gar nicht wollen... In vielen Bereichen zudem undenkbar... Studiosituationen, stundenlange PK's, Sport schwenken inkl ZoomZoom im Glossar erklärt und Fokus bei länger Tüte und und und... Da gibt es unzählige Beispiele und je nach Kameragewicht und Gimbal Eigengewicht bist du iwann auch nur noch ein Wrack wenn du 8h am Tag gimbalst...

Aber so hat eben jeder seine Vorlieben



Antwort von Frank Glencairn:

Wenn man sich die bisherige Entwicklung mal anschaut, und ne Ecke weiter denkt, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, daß ein Gimbal in Zukunft den Stativkopf ersetzt. Vor allem mit entsprechenden Apps, die präzise, wiederholbare Schwenks erlauben, und andere Gimmicks, die es jetzt schon gibt, wie Mimic.



Antwort von Axel:



Der Gimbal ersetzt halt funktional jedes Rig, Stativ oder Steadicam.

Ne...das finde ich nicht. Was machst du denn wenn du dein Rig zuhause lässt und jemand sagt er will einen Dokumentarischen Handheld look?
Oder mit einer 80mm BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt ein sauberer Schwenk eines Glases vom Tisch zum Mund. Das machst du mit einem Gimbal nicht. Hast jedenfalls keinen Spaß daran.

Ich habe ein kleines Stativ, ein Sachtler ACE. Klar gibt es Situationen dafür. Vor drei Jahren hab ich ein paar Interviews damit aufgenommen. Die dauerten jeweils ca. 20 Minuten. Für alles, was kürzer als drei Minuten ist und kürzer als 150 mm BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt (KB) brauche ich kein Stativ. Schwenks sind ein Sonderfall. Panoramaschwenks à la Tarkowski oder Lawrence von Arabien? Klar, Stativ. Verfolger-Schwenks? Eher Gimbal.
Und was den „Handheld-Look“ betrifft, so setzte schon Kubrick in Full Metal Jacket dafür SteadicamSteadicam im Glossar erklärt ein. Er antwortete im Interview, man könne leichter eine prinzipiell glatte Aufnahme kontrolliert instabil erscheinen lassen als eine per se instabile.



Antwort von pillepalle:

Was ich interessant fand war bei dem neuen Moza X die Option ihn auf eine Slider zu packen und dadurch die Motorfunktionen des Gimbals für die Kamerabewegung zu nutzen. Dadurch braucht es praktisch nur noch einen zusätzlichen Motor und nicht mehr 3 für die verschiedenen Achsen und Bewegungen. Da ich mir ohnehin irgendwann einen Slider zulegen würde gar nicht so abwegig. Aber vielleicht kriegt DJI das mit dem Ronin S ja auch nachträglich noch auf die Kette.

Was mich tatsächlich beeindruckt hat waren die Master Wheels von DJI:



Damit hatte ich auf der Photokina etwas rumgespielt und war überrascht wie gut und intuitiv sich die Kamera damit steuern ließ. Leider nicht ganz billig und im Grunde 'überflüssiger Luxus' für jemanden mit knappen Budget. Aber toll umgesetzt.

Einen Gimbal als Stativersatz sehe ich noch nicht. Die Steuerung per Joystick ist noch viel zu unpräzise/grobschlächtig und vor jeder Kamerabewegung das Teil programmieren zu müssen viel zu umständlich. Handarbeit hat schon manchmal Vorteile.

VG



Antwort von Axel:

Einen Gimbal als Stativersatz sehe ich noch nicht. Die Steuerung per Joystick ist noch viel zu unpräzise/grobschlächtig und vor jeder Kamerabewegung das Teil programmieren zu müssen viel zu umständlich. Handarbeit hat schon manchmal Vorteile.

Klingt, als hättest du nicht viele eigene Erfahrungen mit Gimbals. Ich habe jetzt zwei, und beim ersten, dem Ronin M, würde ich dir noch Recht geben. Auch möchte ich meine kategorische Behauptung "ersetzt das Stativ" insofern abschwächen, dass es sehr viele Situationen leichter zu meistern erlaubt, als müsse man jedesmal ein Stativ aufbauen, die richtige Höhe einstellen, den Standort wieder optimieren, den Horizont einstellen usw.

Es steht nirgendwo geschrieben, dass man mit einem Gimbal überhaupt Kamerabewegungen machen muss. Genauso wenig, wie einen ein guter Schwenkkopf zwingt, ständig jeden Scheiß abzuschwenken.

Heute ist muss man schon einen gehörigen Stilwillen haben und stur sein wie Aki Kaurismäki oder Roy Andersson, um auf bewegte Kamera zu verzichten. Wenn man glaubt, man müsse alles ständig sinnlos umgimbeln, dann hat man aber gar keinen Stil, sondern ist ein Heini.

Aber die modernen kleinen Gimbals lassen sich in dem Sinne einsetzen, dass sie die von dir gewünschte Bewegung mitmachen, bloß halt ohne unerwünschte Ausrutscher. Wir sprechen hier ja auch nicht von einer mehrere Kilogramm schweren 35mm Filmkamera oder einer Alexa - 7kg laut Arri Datenblatt und ganz klar von sich aus schulterbar:
zum Bild http://www.arri.com/uploads/tx_arriprod ... der_02.jpg

Wir sprechen von Mirrorless, DSLR oder selbst Klumpen wie der Canon-C-Serie, die entweder zu leicht oder von der Bauform her zu unergonomisch sind, um gute Handkamera damit zu machen. Scheiß Kamera-Design, das halt kompensiert wird durch moderne Robotik, wo ist das Problem? Dass die Bewegungen selbst nicht organisch wirken, weil bestimmte Moves zu mechanisch wirken? Das ist dann ein nicht personalisierter Gimbal (oder ein zu alter mit einer zu trägen Steuerung), der auf dein Bewegungsverhalten und deine Erwartungen nicht programmiert ist.

Und da ist gewiss noch Luft nach oben. Der von Vincent Laforet ("Reverie") im April 2013 in untemstehenden Clip benutzte Freefly M?Vi war noch ein vergleichsweise klobiger Prototyp. Schwierigkeitsgrad gälte heute, selbst mit einem Smartphone von der Stange auf einem 150 € Minigimbal, als allenfalls "mittel". Nicht, weil die Videofilmer so gut geworden sind, sondern die Gimbal so schnell und smooth.


Ich prophezeite damals eine Jahrhundertflut von selbstzweckhaftem Gehampel, und ich behielt Recht. Jede technische Neuerung wird anfangs inflationär gebraucht. Wie leicht zu habender sDoF, Vogelperspektiven und anderer Schaulöter. Bei aller berechtigten Kritik an den Auswüchsen, dem ständigen Zwang zur Kür, übersieht man aber leicht das Zweckhafte, die Vorteile, die es bietet.



Antwort von pillepalle:

@ Axel

Ich hatte den Joystick vom Ronin S benutzt und der war mir viel zu unpräzise. Für kontrollierte Kamerabewegungen sind voneinander unabhängige Achsen (zumindest wenn man es einstellen kann) auch viel besser. Auch das Treffen einer genauen Position gelingt mir mit einem Fluid-Kopf auf Anhieb. Mit dem Joystick eines Gimbals nicht. Mit einem Fluidkopf kann man sehr direkt und intuitiv arbeiten und die Flexibilität der menschlichen Motorik erreicht man mit vielen preiswerten Systemen nicht.

In meinen Augen macht es auch keinen Sinn für eine statische Kamera einen Gimbal zu verwenden. Völlig überflüssig zu versuchen einen Gimbal 5 Minuten still zu halten :) Jeder Effekt nutzt sich ab und das ständige rumgeeiere mit der Kamera wird schnell langweilig, wenn jeder es ständig macht. Aber das ist wie so oft Geschmackssache.

VG



Antwort von Frank Glencairn:



Ich hatte den Joystick vom Ronin S benutzt und der war mir viel zu unpräzise.

Den mini Nippel hatte ich auch nicht im Sinn, da wird es in Zukunft besseres geben, vor allem nicht am Gimbal selbst, weil das überhaupt keinen Sinn macht. Die Wheels sind schon mal ein Vorgeschmack.

In meinen Augen macht es auch keinen Sinn für eine statische Kamera einen Gimbal zu verwenden. Völlig überflüssig zu versuchen einen Gimbal 5 Minuten still zu halten :)

Ich hatte nicht von "halten" gesprochen sondern ich seh das eher, daß der Gimbal den traditionellen Kopf ablöst.
D.h. du hast natürlich immer noch ein Stativ, aber da ist statt dem Kopf der Gimbal drauf. Wenn du mehr Bewegung brauchst > Schnellverschluss > Klick und fertig hast du das Ding in der Hand. Kein umbasteln der Kamera, kein Balancing und was nicht alles.

Ich hätte ja am liebsten eine art Mini-Technocrane mit nem Gimbal dran auf dem Dolly - das wäre dann wohl die schnellste, universalste und bequemste Lösung für 95% aller Shots.



Antwort von Axel:

Ich hätte ja am liebsten eine art Mini-Technocrane mit nem Gimbal dran auf dem Dolly - das wäre dann wohl die schnellste, universalste und bequemste Lösung für 95% aller Shots.

A propos Crane. Die sind ja beliebt für protzige Musikvideos und dergleichen. Mein Kumpel kaufte aus einer Studioauflösung einen Minijib zu genau diesem Zweck. Kurzer Jib, nichtsdestotrotz für schwere Kameras gebaut, daher ein echtes Monster, sowohl was Gewicht und Kompliziertheit des Aufbaus betrifft. Wenn man ein bisschen Geld in die Hand nimmt, braucht man heute für ein Lichtset nicht mehr viel Platz, d.h. keinen Bus für den Equipment-Transport, sondern passt alles in einen Kombi. Nicht mit diesem Kran. Bekanntlich lassen sich mit Gimbals auch Kranfahrten simulieren. Ich ersetzte mein altes, billiges Einbein mit einem stabilen Sirui (auch ein gutes "Rig", wenn man mit kleinen Kameras aus der Hand filmen möchte, nebenbei ein Beleg dafür, dass chinesische Produkte auch in puncto Verarbeitung Traditionskonkurrenz wie Manfrotto rechts überholen) und probierte es aus. Was aber fehlt für eine präzise Kranfahrt ist der fixierte Achspunkt. Sirui hat auch dafür eine Lösung:
zum Bild https://www.studio-ausruestung.de/media ... rie_08.jpg

Das kostet ~160 €, wiegt wenig (Kameratasche als Gegengewicht finde ich genial), frisst nicht viel Platz, und mit dem Gimbal oben drauf würde ich gern wissen, was das Mitschleppen eines (inkl. Hantelscheiben) 30 kg "Mini"-Jib heute noch rechtfertigt.

Stative und Jibs, Slider und Dollies werden weiterhin ihre Berechtigung haben, um amtlich zu 100% das Gewünschte umsetzen zu können. Mit Geschick und Übung kann heute mit kleinen, letztlich billigen Gimbals mindestens 90% dessen erreicht werden. Und, wie Frank schreibt, man kann sie mit anderen, älteren Konzepten kombinieren.

Was erwartet man von einer guten Handkamera-Aufnahme? Dass sie signalisiert: ein menschlicher Körper bewegt das Bild. Vom menschlichen Körper isolieren Stative, Slider, Jibs und Kopter die Kamera zu 100%. Ein Gimbal nicht notwendigerweise. Das scheint mir eine Frage der Einstellung zur Technik zu sein.

Den mini Nippel hatte ich auch nicht im Sinn, da wird es in Zukunft besseres geben, vor allem nicht am Gimbal selbst, weil das überhaupt keinen Sinn macht. Die Wheels sind schon mal ein Vorgeschmack.

Alles, was wir uns jetzt anschauen, wird rückblickend ein Vorgeschmack sein. Die kommen gerade erst in die Gänge. Wahrscheinlich lässt sich Mimic mit Motion Control kombinieren, und in zwei, drei Jahren kontrolliert ein zweiter Mann per Pad alles, während der Operator nur noch ein gehorsamer Träger ist. Und für'n Appel und 'n Ei ...



Antwort von Frank Glencairn:



Was erwartet man von einer guten Handkamera-Aufnahme? Dass sie signalisiert: ein menschlicher Körper bewegt das Bild.

Das ist genau das Problem, das ich mit Hand/Schulter Aufnahmen habe, und der Grund warum ich es so gut wie nie mache.

Das vom "menschlichen Körper bewegte Bild" suggeriert immer, daß ich als Zuschauer durch die Augen von jemanden schaue.
Das ist völlig in Ordnug, wenn ich erzählen will, daß z.B. mein Protagonist von jemandem hinter den Büschen beobachtet wird, oder für jede andere POV Aufnahme. Das bedeutet aber, daß der Inhalt der Szene das hergeben muss - was nur ganz wenige Szenen tatsächlich tun.

Wenn ich jetzt alles so drehe, frag ich mich als Zuschauer ständig, wer der Kerl ist, durch dessen Augen ich jetzt gezwungen bin zu sehen, und vor allem warum.

Deshalb gibt es für mich eigentlich nur ganz wenig Situationen, wo ich die Kamera nicht auf einem Stativ, Dolly, Kran etc hab.
IMHO muß es für jede Kamerabewegung (und auch nicht Bewegung) eine Motivation in der Dramaturgie der Szene geben, da ein sehr ausdrucksstarkes Werkzeug und Stilmittel sonst völlig zum Selbstzweck verkommt, und sich dabei selbst ständig in den Vordergrund spielt, wo es der Story schadet.



Antwort von Axel:

IMHO muß es für jede Kamerabewegung (und auch nicht Bewegung) eine Motivation in der Dramaturgie der Szene geben, da ein sehr ausdrucksstarkes Werkzeug und Stilmittel sonst völlig zum Selbstzweck verkommt, und sich dabei selbst ständig in den Vordergrund spielt, wo es der Story schadet.

Völlige Zustimmung. Sah gestern die ersten beiden Folgen Babylon Berlin in der Mediathek. Die meisten Shots verwenden bewegte Kamera in einem völlig unsensationellen Sinn, nämlich indem sie Bewegungen von Akteuren folgen (auch die einfacheren Moves mit einem Gimbal, der Kameramann fixiert ein Motiv und "trackt" es, während Real-Estate-Dolly-Simulationen ziemlich schwierig sind) und einen überflüssigen Schnitt vermeiden. Erhöht eigentlich mehr die Wirkung des Schnitts, als dass es großkotzig auf sich selbst verweist. Völlig unauffällig, heute selbstverständlich, keinerlei POV-Gefühl kommt auf. Wie gesagt, eine Frage der Einstellung zur Technik.




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