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Videokamera für Konzertvideos/Musikvideos bis ca. 3000€



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Frage von hat70:


Hallo zusammen,

nachdem wir es zunächst mit günstigeren Mitteln versucht haben (u.a. mit Iphone 12 und Fujifilm X-S10), ist nun die Entscheidung gefallen, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Gesucht wird eine Kamera für semiprofessionelle Musikvideoproduktionen unter bühnenähnlichen Umgebungsbedingungen. Die Kamera sollte neben einer möglichst guten Bildqualität vor allem folgende Anforderungen erfüllen:
1. Guter und geschmeidiger Autofokus, also bei Bewegung vor der Kamera nicht zu nervös herumschrauben (war ein Problem bei der X-S10)
2. Bildstabilisierung
3. Und ganz wichtig! Gut in abgedunkelten Räumen mit Gegenlicht klar kommen.

Wir machen gerade die ersten Gehversuche in einem schwarz abgehangenen Raum, ca 30qm. Im Hintergrund sind farbige Leuchten (LED PAR, Bars oder Tubes) in verschiedenen Anordnungen geplant. Die Frontausleuchtung soll mit Studiolampen (u.a. steht Godox SL-60W und eine Aputure 120d II zur Verfügung) erfolgen. Objekt ist primär eine performende Sängerin. Das Endprodukt muss min. full HD Qualität erfüllen. 4K ist zunächst optional. Ton und Mikrofon sind Nebensache

Ich habe mich bereits durch diverse Artikel gearbeitet und nenne mal zwei Modelle als mögliche Referenz
- Sony A7 IV als Systemkamera Option
- Sony HXR-NX200 als Videokamera Option

Gibt es anhand der beschriebenen Anforderungen Empfehlungen zu einer der beiden Optionen, oder gar Einwände gegen diese Modelle, bzw. Empfehlungen auf andere Produkte zu setzen?

Freue mich auf eure Rückmeldungen. Besten Dank im Voraus :-)



Antwort von cantsin:

Ich würde mir statt der A7iv die A7sIII ansehen, die deutlich videozentrischer sowie lowlight-tauglicher ist und sich vor allem im Praxiseinsatz bereits tausendfach bewährt hat, während es mit der A7iv noch relativ wenig Praxiserfahrungen gibt. Die A7sIII entspricht, mit einem guten Systemobjektiv (das Ihr ggfs. auch leihen könntet), eigentlich allen Euren Anforderungen.

EDIT: Ansonsten ist meine Erfahrung als Konzertfilmer, dass man sich da schnell im Bereich von ISO 3200-6400 bewegt, weswegen ich zu einer Full Frame-Kamera mit lichtstarkem Objektiv (f2.8 oder besser) greifen würde, und die NX200 mit ihrem 2/3"-Sensor IMHO als Option ausscheidet.



Antwort von hat70:

cantsin hat geschrieben:
Die A7sIII entspricht ... eigentlich allen Euren Anforderungen
Vielen Dank für den Tipp. Von einem Camcorder wurde mir mittlerweile schon mehrfach abgeraten. So weit so gut. Habe mir die a7S III gerade mal angeschaut. Aber angesichts des doch recht gewaltigen Preisunterschiedes (ca. 4.200 zu 2.800) scheidet die leider eher aus. Lt. Angabe geht die s III bis ISO 102.400, die IV (so wie die normale III) immerhin bis 51.200. Meinst du, das wäre problematisch? Wir machen ja jetzt keine Nachtfotografie. Beleuchtung ist ja da :-D

Zu den Objektiven habe ich mir bereits schon erklären lassen, dass es min. f2.8 sein sollte. Ich habe mal diese Modelle (bis ca. 1000€) mit etwas Zoom Spielraum rausgesucht:
Tamron 17-70mm F/2.8 Di III-A VC RXD (bevorzugt, da inkl. Bildstabilisator)
Sigma 28-70mm F2.8 DG DN Contemporary
Samyang AF 24-70 mm F2,8 FE
Wären das Kandidaten, mit denen sich ein Test zumindest lohnen würde?








Antwort von dienstag_01:

Funktioniert denn der Autofokus der Sony mit Fremdobjektiven? Bei Canon kenne ich da Einschränkungen.



Antwort von cantsin:

hat70 hat geschrieben:

Vielen Dank für den Tipp. Von einem Camcorder wurde mir mittlerweile schon mehrfach abgeraten. So weit so gut. Habe mir die a7S III gerade mal angeschaut. Aber angesichts des doch recht gewaltigen Preisunterschiedes (ca. 4.200 zu 2.800) scheidet die leider eher aus.
Ich würde hier mal im Forum einen neuen Thread aufmachen, indem Du gezielt nach Praxiserfahrungen mit der A7iv fragst. Meines Wissens haben einige Mitforisten, u.a. @jott, die Kamera für ihre gewerbliche Videoarbeit angeschafft. Es gibt diverse Berichte über Überhitzungsprobleme, aber die Frage ist, wie praxisrelevant die wirklich sind. Und ich würde an Eurer Stelle die Kamera mal für 2-3 Tage leihen und für ein kleineres Projekt testen. Wenn schon die X-S10 sich in Eurer Praxiserfahrung als unzureichend erwiesen hat, würde ich da nicht auf der Basis von Foren-Hörensagen anschaffen.

Zu den Objektiven habe ich mir bereits schon erklären lassen, dass es min. f2.8 sein sollte. Ich habe mal diese Modelle (bis ca. 1000€) mit etwas Zoom Spielraum rausgesucht:
Tamron 17-70mm F/2.8 Di III-A VC RXD (bevorzugt, da inkl. Bildstabilisator)
Ist ein APS-C-Objektiv und fällt daher raus. Bildstabilisator und durchgängige f2.8 findet man bei Full Frame eher selten.
Sigma 28-70mm F2.8 DG DN Contemporary
Samyang AF 24-70 mm F2,8 FE
Wären das Kandidaten, mit denen sich ein Test zumindest lohnen würde?
Wenn Videoautofokus kritisch ist, würde ich - wie @dienstag schreibt - zu Sony-Originalobjektiven greifen. Budgetempfehlungen sind das 35mm/1.8 und 85mm/1.8. Aber auch das GMaster 24-70mm/2.8 (erste Version) sollte sich jetzt günstig gebraucht auftreiben lassen, weil dessen Nachfolger gerade vorgestellt wurde. Ansonsten: Objektiv(e) leihen. Ihr könnt ja selbst ausrechnen, wieviele Drehtage nötig sind, damit sich ein Kauf amortisiert.



Antwort von hat70:

dienstag_01 hat geschrieben:
Funktioniert denn der Autofokus der Sony mit Fremdobjektiven?
cantsin hat geschrieben:
Wenn Videoautofokus kritisch ist
Gibt es denn einen Unterscheid zwischen Autofokus für Bild und Video? Das ist mir bislang in den Produktbeschreibungen zumindest noch nicht aufgefallen.

Ich habe diese zwei Artikel mit einem Vergleich zwischen Sony und Tamron Objektiven (hier ein 28-75 mm F/2.8 Di III RXD) auf der a7 IV gefunden. Demzufolge sei der AF des Sony Objektivs zwar etwas schneller, aber wenig enscheidend:

"Autofokus Tamron 28-75mm vs. Sony 24-70mm GM ... der Unterschied fällt mir in der Praxis kaum auf. Ich habe diverse "Verfolgungsjagden" mit beiden Objektiven durchgeführt, indem ich zum Beispiel fahrende Autos oder auf mich zulaufenden Personen fotografiert hatte, und beide Objektive haben sehr vergleichbare Resultate geliefert. Sowohl mit dem Tamron als auch mit dem GM hatte ich vergleichbar viele scharfe und unscharfe Aufnahmen. Von daher würde ich nicht unbedingt so viel wert auf den etwas flotteren Autofokus des G Masters legen, weil Tamron in der Praxis ebenfalls sehr gut mithält."
https://www.vibo.photography/tests/tamr ... -24-70-gm/

"after months of testing, I didn’t notice any difference in autofocus performance between the two lenses. Both are fast and accurate, and both allow the camera to lock onto faces/eyes with ease."
https://www.lightandmatter.org/2018/vid ... son-video/

Zum Thema Bildstabilisation hatte ich nun wiederum aus einem Vergleichsbericht (A7 III vs. IV) interpretiert, dass diese in der Kamera und nicht (oder nicht ausschließlich) im Objektiv erfolgt:
"Da beide DSLMs zudem über einen beweglichen Sensor zur Bildstabilisierung verfügen, besteht bei der Objektivauswahl effektiv kein Unterschied. Der offene E-Bajonett-Standard ermöglicht das problemlose Verwenden von Objektiven anderer Hersteller, dabei muss man weder auf die automatische Fokussierung noch die Blendenwahl verzichten."
https://www.dkamera.de/news/sony-alpha- ... ch-teil-2/
cantsin hat geschrieben:
Ich würde hier mal im Forum einen neuen Thread aufmachen, indem Du gezielt nach Praxiserfahrungen mit der A7iv fragst.
Ja, gute Idee. Wenn ich nicht weiterkomme, werde ich das wohl mal machen. Vielen Dank für eure Beiträge, das ist alles schon sehr hilfreich.



Antwort von berlin123:

hat70 hat geschrieben:

Gibt es denn einen Unterscheid zwischen Autofokus für Bild und Video? Das ist mir bislang in den Produktbeschreibungen zumindest noch nicht aufgefallen.
Ja gibt es, wie du evtl auch bei der Fuji gemerkt hast. Vor allem Pumpen stört beim Videfilmen extrem und fällt beim Fotografieren oft gar nicht auf wenn der AF ansonsten recht schnell ist. Ebenso kann die Geschwindkeit beim Verschieben des Fokus harmonisch wirken oder nicht. Auch die Einstellmöglichkeiten liefern nicht immer ein brauchbares Ergebnis.

Bei Sony ist der Video Autofokus aber prinzipiell schonmal gut (was man bei Fuji leider noch nicht so ganz sagen kann, sonst würd ich mehr damit arbeiten).

Ich hatte von Tamron mal das 28-75 2,8 und fand es für den schmalen Preis schon gut, auch den AF. Ein Schwachpunkt kann allerdings das Bokeh sein, fiel vor allem bei Naturaufnahmen wie Blättern auf, dass es etwas unruhig wirkt im Vergleich mit anderen Linsen. Bei einer Konzertsituation merkt man es evtl nicht.

Das mit der Stabilisierung im Objektiv ist ein Unterschied. Bei stabilisierten Objektiven wie dem 24-105 zum Beispiel werden Objektiv- und Sensorstabilisierung zusammen gerechnet.

Andererseits ist die Stabilisierung bei Sony insgesamt auch noch nicht weltbewegend, im Sinne von: immer noch weit weg vom Gimbel. Oder einer GH5. Ich filme keine Konzerte darum weiss ich nicht ob mir bei der Art von Aufnahme der Unterschied zwischen Sensor und Sensor+Objektiv wichtig wäre. Ich würde auf nein tippen, aber ohne testen ist das natürlich nur geraten.



Antwort von Mediamind:

berlin123 hat geschrieben:
hat70 hat geschrieben:

Gibt es denn einen Unterscheid zwischen Autofokus für Bild und Video? Das ist mir bislang in den Produktbeschreibungen zumindest noch nicht aufgefallen.
Ja gibt es, wie du evtl auch bei der Fuji gemerkt hast. Vor allem Pumpen stört beim Videfilmen extrem und fällt beim Fotografieren oft gar nicht auf wenn der AF ansonsten recht schnell ist. Ebenso kann die Geschwindkeit beim Verschieben des Fokus harmonisch wirken oder nicht. Auch die Einstellmöglichkeiten liefern nicht immer ein brauchbares Ergebnis.

Bei Sony ist der Video Autofokus aber prinzipiell schonmal gut (was man bei Fuji leider noch nicht so ganz sagen kann, sonst würd ich mehr damit arbeiten).

Ich hatte von Tamron mal das 28-75 2,8 und fand es für den schmalen Preis schon gut, auch den AF. Ein Schwachpunkt kann allerdings das Bokeh sein, fiel vor allem bei Naturaufnahmen wie Blättern auf, dass es etwas unruhig wirkt im Vergleich mit anderen Linsen. Bei einer Konzertsituation merkt man es evtl nicht.

Das mit der Stabilisierung im Objektiv ist ein Unterschied. Bei stabilisierten Objektiven wie dem 24-105 zum Beispiel werden Objektiv- und Sensorstabilisierung zusammen gerechnet.

Andererseits ist die Stabilisierung bei Sony insgesamt auch noch nicht weltbewegend, im Sinne von: immer noch weit weg vom Gimbel. Oder einer GH5. Ich filme keine Konzerte darum weiss ich nicht ob mir bei der Art von Aufnahme der Unterschied zwischen Sensor und Sensor+Objektiv wichtig wäre. Ich würde auf nein tippen, aber ohne testen ist das natürlich nur geraten.
In der Tat gelingen Aufnahmen mit einer GH5 auch bei längerer Brennweite sehr gut. Man darf nur nicht zu sehr schwenken oder sich bewegen. Ich habe immer gerne mit dem Pana Stabi gearbeitet. Obwohl nicht so stabilisierend, ist Sony aus meiner Sicht breiter einsetzbar. Bei Teleaufnahmen ist der Frame bei der GH5 wie festgenagelt. Bewege ich den Ausschnitt passiert für ein paar Augenblicke mal gar nichts und dann aber mit einem Ruck. Bei Sony ist das "organischer" und die Gyrostabilsierung ergänzt das Paket. Ich nutze beide Systeme, ziehe aber mittlerweile die Stabilisierung von Sony im Active Mode vor.




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