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Tipps für Interview Beleuchtung gesucht



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Frage von Starshine Pictures:


Hallo!
Wir haben kürzlich ein Interview für einen Imagefilm gedreht. Da es massive Tonprobleme wegen eines für uns nicht abschaltbaren Gerätes in dem Raum gab, haben wir die Möglichkeit das ganze noch einmal ohne Lärm im Hintergrund zu drehen bekommen. Dabei haben wir auch die Chance unser Licht Setup nochmals zu ändern, denn ich bin nicht absolut zufrieden mit dem derzeitigen Ergebnis. Aktuell kommt das KeylightKeylight im Glossar erklärt von rechts (vom Interviewten aus gesehen), und das Fill entsprechend von links. Ich glaube ich werde Key und Fill tauschen und das neue Key dann irgendwie weicher machen. Die Schatten stören mich doch zu sehr. Auf dem Monitor beim Setaufbau sah es weniger dramatisch aus.
Ich wollte unbedingt die OP-Lampe als BacklightBacklight im Glossar erklärt haben, trotz Grünstich. Diese lässt sich aber nicht weiter hinter den Interviewten ziehen. So muss ich bei Tausch von Key und Fill wohl auch ein zweites BacklightBacklight im Glossar erklärt rechts hinter den Prof. setzen um ihn etwas besser vom Hintergrund zu separieren. Den Hintergrund haben wir mit zwei kleinen LEDs beleuchtet, eines mit blauer und das andere mit roter Farbfolie. Es soll absolut dabei transportiert werden dass es später Abend nach Feierabend ist. Daher ist der Hintergrund eher dunkel gehalten.

Habt ihr vielleicht noch irgend welche Verbesserungsvorschläge?

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von Auf Achse:

Tagsüber ist die Ordination sicher mit den vorhandenen Lichtquellen grell und ohne Schatten ausgeleuchtet, das kennt sicher jeder. Da paßt mir Feierabendstimmung = alle Systeme schon runtergefahren, Lichter ausgeschaltet = harte Schatten.

Mir vermittelt dein vorhandenes LichtsetUp angenehme Feierabendstimmung. Nach meinem Geschmack paßt es so, mir gefällts.

Was ist das für ein Audiorecorder am Rode (Setfoto unteres Segment)?

Grüße,
Auf Achse



Antwort von rush:


Was ist das für ein Audiorecorder am Rode (Setfoto unteres Segment)?

Müsste der H2 von ZoomZoom im Glossar erklärt sein... habe ich auch noch rumliegen ;)

Das Licht empfinde ich jetzt auch nicht so schlimm... Schatten korrigierst du am besten mit der Höhe der Lampen - und etwas Seide/Diffusor kann ebenfalls helfen, schluckt aber wiederum Licht und der Hintergrund bekommt auch was mit ab...

Was für Leuchten verwendest du denn für "Key und Fill"?

Ansonsten ist Dein Gedankengang gar nicht so verkehrt... wenn hinten rechts das Kopflicht durch die runde Lampe entstehen soll so wie es ist, dann sollte das Key idealerweise vorn gegenüber stehen (also links). Kommt aber auch immer ein wenig auf die Situation und die Blickachse an.

Wobei ihr ja offensichtlich genügend Kameras habt...

Das ernsthaftere Problem an den Screenshots ist für mich eher die fehlende Grundschärfe... aber liegt vllt. auch an der zusätzlichen jpg komprimierung?!





Antwort von Wurzelkaries:

Hallo...

Licht ist ja immer so ne Sache.

Ich würde das Key etwas weicher haben wollen.

Was mich ( aber das ist nur mein persönlicher Geschmack) am meisten stört, sind die Schatten der Brillenränder. Wäre es nicht möglich diese, mit einem zusätzlichen Licht eine Etage tiefer als das KeylightKeylight im Glossar erklärt unauffälliger zu machen. Oder ausnahmsweise das KeylightKeylight im Glossar erklärt an sich tiefer anzusetzen, so dass Brillengestell und Schatten in einer Achse liegen. Dann würde man sie fast gar nicht mehr sehen, wenn er sich nicht zu sehr bewegt.

Nur so ein Gedanke

LG

Stefan



Antwort von Starshine Pictures:

Danke für eure Gedanken!

Erst mal zur Beantwortung der Fragen. Ja das ist ein ZoomZoom im Glossar erklärt H2 das ich da mittels Tape ans Stativ gebastelt habe. Hatte leider das Verlängerungskabel für das Mikro vergessen und so musste ich ziemlich nah ran mit dem Ding.

Das KeylightKeylight im Glossar erklärt war ein Dedo, ca. 2m hoch und 3m weg vom Interviewten auf ca. 1/2 Power. Das Fill ein auf Augenhöhe gegen die Wand gerichtetes Yongnuo YN-600 LED mit ans Dedo angepasster Farbtemperatur das von der Wand reflektiert wurde und somit deutlich softer rüber kam. Man kann es auf dem unteren Setbild als Spiegelung im Fenster erkennen.

Ich habe beim Aufbau tatsächlich mit zwei verschiedenen Diffusoren versucht das Licht des Dedos weicher zu machen. Aber da kam selbst bei voller Last nicht mehr genügend Licht an. Da sind die max. 150W des Dedos wohl doch noch zu wenig.

Die Schatten von der Brille haben mich schon beim Dreh kirre gemacht. Von meiner Position als Interviewer aus sah es noch schlimmer aus. Haben dann nach wenigen Minuten noch mal unterbrochen und etwas hin und her gerückt. Hat aber nicht viel gebracht wie man sieht. Von meiner Idee, Key und Fill zu tauschen und dann Key doch etwas zu soften verspreche ich mir ebend dass ich so die Brillenschatten weg bekomme. Ausserdem würde das Key dann eher aus seiner Blickrichtung kommen, mit leichtem Versatz nach links um einige Grad. Was mir logischer vorkommt. Und ich könnte das Key näher ran rücken was die Lichtausbeute wieder erhöht.

Die Schärfe hat es beim jpg-Export tatsächlich ziemlich zerhauen. Wir haben so gut es ging dauernd kontrolliert und wenn nötig den Focus angepasst. Im Premiere ist es deutlich schärfer.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von Lutz Dieckmann:

Hi,

ich hätte es generell softer gemacht in dieser Umgebung. Und den Hintergrund vielleicht etwas spannender beleuchtet. Aber das ist Geschmacksache.
Wieso hast Du nicht einen stärkeren Scheinwerfer als das Dedo verwendet? Klar, das es beim Diffusor wegsäuft. Oder von Dedo gibt es doch ein tolles superweiches Licht, die haben sogar ein Interview Kit. Kostet nur ein paar Euros zum Leihen. Die starken Schatten wären dann weg.
Benutz doch Practicals im Hintergrund, dann bist Du frei was das Spitzlicht angeht.

Ansonsten, schau Dir mal technisch/medizinische Interviews bei den ARD/ZDF Sendern an. Mir persönlich gefallen die immer sehr gut.

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann



Antwort von Starshine Pictures:

Falls es jemanden interessiert, hier noch mal Version 2 des Interviews. Der Prof. wollte diesmal gern ohne Kittel interviewt werden um moderner zu wirken. Wir haben Key- und Filllight jeweils getauscht und softer gemacht. Damit sind die vielen Schatten verschwunden. Den Hintergrund haben wir mit einer eigenen Billigleuchtstoffröhre aus dem Baumarkt beleuchtet, die leider in den Kameras etwas zu grün aufgenommen wurde. Das werde ich dann noch in der Post besser regulieren. Die Screenshots hier sind nur fix im Handy grob nachbearbeitet. Als BacklightBacklight im Glossar erklärt haben wir den OP-Lampenschirm benutzt, gemeinsam mit der Beleuchtung des ausgedienten Röntgenbildkastens hinten an der Wand. Kleine blaue Akzente unter den rechten Geräten und hinter den linken. Und ein letztes Licht liegt unten im Endoskopieschrank im Hintergrund.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von Wurzelkaries:

Top. So sieht das gut aus. Cool.

Das mit dem Grünstich der Röhre. Da habe ich ne Frage. Konnte da der WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt keine Abhilfe schaffen? Wie sah es da mit Flackern aus?

Liebe Grüße

Stefan



Antwort von Starshine Pictures:

Das grüne Licht der Leuchtstoffröhren haben wir erst am Rechner gesehen. Auf den Kameradisplays ist es uns nicht aufgefallen. Wir haben daher den WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt auf das KeylightKeylight im Glossar erklärt abgestimmt. Aber der Tint (magenta vs. grün) wird ja von der KelvinKelvin im Glossar erklärt Zahl des Weissabgleichs nicht beeinflusst. Zum Flackern kann ich dir nichts genaues sagen. Wir haben entweder in 1/60 oder 1/50 gefilmt, mit 30 fps. Das ändern wir jeweils was die Beleuchtung so benötigt.



Antwort von beiti:

Das mit dem Grünstich der Röhre. Da habe ich ne Frage. Konnte da der WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt keine Abhilfe schaffen? Der WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt reguliert immer das komplette Bild. Also wenn man den Grünstich im Hintergrund wegreguliert, wird der Vordergrund dafür rosa.



Antwort von srone:

Den Hintergrund haben wir mit einer eigenen Billigleuchtstoffröhre aus dem Baumarkt beleuchtet, die leider in den Kameras etwas zu grün aufgenommen wurde.

mein tip, die fassung mit osram lumilux röhren bestücken (ca10-12€ stck).

gibt es als 932 (3200k) oder 954 (5400K), wichtig ist die 9 vorne, farbwiedergabeindex (ra) >90.

lg

srone



Antwort von Starshine Pictures:

Danke srone! Das ist mal ein guter Tipp!

Ich werde versuchen den Interviewten auszumaskieren und ausserhalb der Maske das grün etwas weg zu regulieren. Das sollte kein Hexenwerk sein.



Antwort von beiti:

Einfach die Sättigung der betroffenen Grüntöne etwas runterregeln. Ohne Maske.



Antwort von TonBild:


Ich wollte unbedingt die OP-Lampe als BacklightBacklight im Glossar erklärt haben, trotz Grünstich.
...
Habt ihr vielleicht noch irgend welche Verbesserungsvorschläge?

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures

Ja, OP Lampe nicht mehr zur Beleuchtung des Professor nutzen und den Nasenschatten nicht mehr unter den Mund fallen lassen.

Ansonsten ist mir das Gesicht zu kontrastreich und die schwarzen Monitore finde ich auch nicht so gut.

Außerdem auch auf die Bildgestaltung Hintergrund Professor achten.



Antwort von Starshine Pictures:

@TonBild
War das jetzt auf die erste oder zweite Version gemünzt? Die Monitore lassen sich leider nicht abbauen. Und angeschaltet waren sie zu laut weil einige Lüfter eingebaut hatten.



Antwort von TonBild:

@TonBild
War das jetzt auf die erste oder zweite Version gemünzt? Die Monitore lassen sich leider nicht abbauen. Und angeschaltet waren sie zu laut weil einige Lüfter eingebaut hatten.

Bezog sich auf Version 1.
Die zweite Variante ist wesentlich besser.



Antwort von Lutz Dieckmann:

Hi,

leider kann ich die zweite Version nicht sehen, warum auch immer. Kein Link, kein Anhang. Alle anderen können es offenbar. Hmm!!!

Nur ein Tipp zum Neonlicht. Wenn man normales Neon irgendwo vorfindet klebt man es immer mit Korrekturfolie ab, das ist normal. Sonst ist es logisch, das es grün wirkt. Das ergibt sich schon aus den Temperaturwerten, dafür muss ich es nicht mal sehen.

Hier eine Möglichkeit
http://leefilters.com/lighting/colour-d ... &filter=tf

Es gibt sie bei jedem Verleiher, auch von Rosco. Kosten ca. € 15,--. Ist billiger als die Röhren auszutauschen und wesentlich weniger Aufwand. Ich mach das immer so. Gerade bei unseren Trainings innerhalb von Firmen haben wir das oft. Folie drauf und gut ist;-)

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann



Antwort von 740intercooler:

@TonBild
War das jetzt auf die erste oder zweite Version gemünzt? Die Monitore lassen sich leider nicht abbauen. Und angeschaltet waren sie zu laut weil einige Lüfter eingebaut hatten.

mir fällt auch auf, dass der hintergrund in jeder einstellung unaufgeräumt und störend wirkt. schöne interviewbilder wirken, abgesehen vom licht, durch ruhige und klare hintergrundstrukturen wobei der mensch nicht so eingeengt wirkt. wenn sich da nichts umbauen lässt, gibt es ja noch die möglichkeit die person anders zu setzen.



Antwort von TonBild:

Hi,

leider kann ich die zweite Version nicht sehen, warum auch immer. Kein Link, kein Anhang. Alle anderen können es offenbar. Hmm!!!

http://forum.slashcam.de/download.php?id=15631
http://forum.slashcam.de/download.php?id=15630
http://forum.slashcam.de/download.php?id=15629
http://forum.slashcam.de/download.php?id=15626

Was mir hier, neben den nicht ganz so harmonischen Hintergrund, noch aufgefallen ist: Arzt mit Kittel ist ok. Arzt mit Kittel und Stethoskop ist auch noch ok, wenn auch ein Klischee.

Aber selbst in der Schwarzwaldklinik tragen die Ärzte ihr Stethoskop nicht in dieser Weise um den Hals. Nicht im Feierabend und erst recht nicht in zivil.

Habt Ihr inzwischen eine C100?

Nur ein Tipp zum Neonlicht. Wenn man normales Neon irgendwo vorfindet klebt man es immer mit Korrekturfolie ab, das ist normal. Sonst ist es logisch, das es grün wirkt. Das ergibt sich schon aus den Temperaturwerten, dafür muss ich es nicht mal sehen.

Hier eine Möglichkeit
http://leefilters.com/lighting/colour-d ... &filter=tf

Es gibt sie bei jedem Verleiher, auch von Rosco. Kosten ca. € 15,--. Ist billiger als die Röhren auszutauschen und wesentlich weniger Aufwand. Ich mach das immer so. Gerade bei unseren Trainings innerhalb von Firmen haben wir das oft. Folie drauf und gut ist;-)

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann

Kann man auch die mitgebrachten Videolampen mit einem Grünfilter versehen und dann den WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt der Kamera entsprechend einstellen?
Dann müsste man nicht z. B. in einem Großraumbüro alle Lampen an der Decke abkleben.

Falls ja, welcher wäre das?



Antwort von srone:

lee 244 plus green incl versionen (halb, viertel, achtel etc)

lg

srone



Antwort von Jott:

Kann man so machen. Da aber Neonröhren verschieden "grün" sind, muss man dafür einen ganzen Strauß Folien mitnehmen und vor Ort die am ehesten Passende ermitteln.

Ist aber nur eine Option, wenn der Raum fensterlos ist und auch sonst kein anderes Licht da ist. Sonst wird's abenteuerlich.



Antwort von Starshine Pictures:

Wie gesagt, ohne Kittel und mit Stethoskop war der Wunsch vom Chef. Ich hab ihm gesagt dass ich mit Kittel besser fände. Wollte er aber nicht. Dann muss man das so hin nehmen. Und ja wir haben die C100. Ist im BTS Foto ganz rechts. Und sie ist der Wideshot. Mit dem Ausschnitt der C100 bin ich am wenigsten zufrieden. Links neben dem Prof ist zu viel langweilige Luft. Aber sie hat das Grün der Leuchtstoffröhren am besten weg gesteckt. Das Interview wollten wir in einem hoch komplexen Umfeld nach Feierabend machen. Sonst wird in dem Film wenig technisches Gerät gezeigt werden um Patienten nicht zu verschrecken. So eine echte Bronchoskopie, wie sie dort statt finden, ist zum Beispiel nicht wirklich hübsch anzuschauen. In dem Film werden ebenso keine kranken Leute zusehen sein, und auch kein Pflegepersonal. Wir werden den Alltag massiv beschönigen bzw. den "echten" Alltag umschiffen.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von Lutz Dieckmann:

Hi,

danke für die Links.

Es wäre jetzt einfach alles zu kritisieren, aber das erledigt sich mit dem Satz:
"Der Chef sagt..." Es ist eben so, wer die Band bezahlt bestimmt die Musik.

Beim nächsten Mal wäre es eine Idee den Hintergrund spannender zu gestalten, mit mehr Schatten. Mit Lichtpunkten. Technik nur lichttechnisch anreißen. Klar wäre Kittel besser gewesen als das "HD-Taugliche" Hemd. Aber so ist das nun mal.

Und Stephan, Du hast völlig Recht, die Realität will keiner sehen, ist bei mir genauso. "Wirklichkeit ist nicht was Du siehst, sondern was Du denkst was Du siehst."

Deswegen, man kann alles vorschreiben und sich wünschen aber wenn "Der Chef sagt..." dann entweder den Job schmeißen oder das Geld nehmen. Ich entscheide mich meist für Letzteres;-) So gesehen erscheint vielleicht meine "Industriefilm" DVD in einem neuen Licht. Realität eben. Und das versuche ich abzubilden.

Liebe Grüße
Lutz Dieckmann



Antwort von nachtaktiv:

so is das eben. mit dem hemd sieht er aus wie opa hubert beim heimwerken im modellbaukeller.

wahrscheinlich hat ers auch satt, diese weisse respektsuniform dauernd zu tragen. aber wir normalsterbliche wollen halt den polizisten in uniform, den postboten in gelb, und den arzt eben im kittel. arzt ohne kittel is kein arzt mehr :D. es sei denn, es is ein kinderarzt. die dürfen ohne kittel.



Antwort von Starshine Pictures:

So waren eben auch unsere Gedanken. Patienten wollen an den netten allwissenden Gott in Weiss glauben. Und das wollten wir bedienen. Nun gut. So ist es nun mal. Im Gesamtkontext des Filmes sollte es jedoch nur ein winziges Detail sein und weniger auffallen als jetzt gerade wenn man sich so in diese eine Szene hinein denkt. Vielleicht fügt es sich ja auch ganz gut mit ein.

@Lutz
Natürlich hätte ich gern eine noch diffizilere Beleuchtung haben wollen. Die einzelnen Geräte mit netten Kontrasten hervorheben usw. Aber zunächst war unsere Zeit und unser Lichtequip beschränkt. Wir haben ja keinen LKW mit Lampen zur Verfügung. Zudem war vom Ende der letzten Narkose bis zum endgültigen Abschliessen des Raumes nur 2 Stunden Zeit. Also Umräumen des Saales unter ästhetischem Gesichtspunkt, Aufbau Licht, Kamera, Ton, Prof. verkabeln, Interview, Danke Danke, abbauen und alles wieder zurück räumen wie vorgefunden. Zudem muss ich natürlich auch sagen dass dies unser zweites Interview überhaupt gewesen ist. Unsere Erfahrung ist also praktisch nullkommanix. Wir haben zwar vorher verschiedene Testaufbauten im Studio ausprobiert, aber das ersetzt natürlich nicht das echte Setlife. Vielleicht kann ich ja an den Geräten in der Post noch was raus holen. Denn eigentlich haben wir die tatsächlich mit blauen LEDs von unten bzw. hinten beleuchtet. Am Set sah das auch alles ziemlich bunt und interessant aus, fast schon zu viel des Guten. Aber die Kameras habens irgendwie weg geschluckt.

Und wie gesagt, unser Lichtequip ist noch begrenzt. Ausleihen ist hier in der Schweiz keine Option wenn man nicht gerade in einer Grosstadt wohnt oder Kollegen aus der Branche mit eigenem Equip hat. Hier versendet kein Verleiher per Post, man muss also alles persönlich abholen. Und die Preise sind eine bodenlose Frechheit. Ich zahl doch keine 10% des Neupreises PRO TAG! Und muss es dann noch selber morgens in 100km Entfernung holen und am Abend oder nächste Morgen wieder bringen. Indiskutabel.

Nun, ich bin sehr gespannt wie es weiter geht mit unserem Image-/Portraitfilm.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von TonBild:


Natürlich hätte ich gern eine noch diffizilere Beleuchtung haben wollen. Die einzelnen Geräte mit netten Kontrasten hervorheben usw. Aber zunächst war unsere Zeit und unser Lichtequip beschränkt. Wir haben ja keinen LKW mit Lampen zur Verfügung.

Also, ich finde das Licht bei der zweiten Version absolut ok. Den Entschuldigungen wie "Der Chef sagt..." oder "keinen LKW mit Lampen zur Verfügung" stelle ich mal mein Lob für Euer Licht entgegen. Die Brille spiegelt nicht, die Augen sind lebhaft und mir gefällt das.

Was mich allerdings etws stört ist insbesondere bei der Großaufnahme dass dem Professor irgend ein Gerät aus dem Mund wächst. Und dass er zu sehr zur Seite schaut. Also stellt Euch das nächste mal direkt neben die Kamera.

Bei der halbnahen Einstellung hat der Professor einen Heiligenschein über dem Kopf.

Eure Totale ist aber von der Bildgestaltung ok.



Antwort von TonBild:

Und ja wir haben die C100. Ist im BTS Foto ganz rechts. Und sie ist der Wideshot. Mit dem Ausschnitt der C100 bin ich am wenigsten zufrieden. Links neben dem Prof ist zu viel langweilige Luft.

Ihr hättet auf den Leuchtkasten noch ein Röntgenbild einspannen, ein Gerät hinstellen oder dort den Kittel plazieren können.
;-)

Aber das hat ja nichts mit der C100 zu tun. Haben sich die ca. 5000 Euro für Euch gelohnt bzw. wie zufrieden seid ihr damit?



Antwort von Starshine Pictures:

Über "gelohnt" zu sprechen ist nach wenigen Wochen noch zu früh, zumindest im monetären Sinne. Ich habe so kalkuliert dass sie sich innerhalb von 3 Jahren, bei aktueller Auftragslage, amortisiert hat. Von der Bildqualität her bin ich hochgradig begeistert. Ich muss noch einige Testshoots machen welcher Bildstil sich für was am besten eignet. Auch der AVCHD/mp4 Vergleich steht noch aus. Ich bin auch noch etwas am hadern ob ich bei C-Log bleiben soll (wie überall gejubelt wird) oder doch zu Wide DR switchen sollte. Da das Material in 8 BitBit im Glossar erklärt vorliegt hat man nur eine gewisse Range in der Post fürs Grading bis es einem das HistogrammHistogramm im Glossar erklärt zerpflückt. Zumindest theoretisch. Deshalb haben wir auch nie mit dem ultraflachen Technicolor Cinestyle in den DSLRs gedreht, sondern mit dem Marvel 3.4. Ich denk es wird sich jeweils nach dem Endergebnis richten. Soll es knackig und bunt werden, dann Wide DR, soll es eher cinematisch wirken dann C-Log. Bisher ist mir das Handling der Kamera noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Meine 6D konnte ich im blind und 40 Fieber bedienen. Nun muss ich gucken und überlegen, es geht eben noch nicht so flux aus der Hand.
Ich hoffe dass wir durch die neue Cam an höherwertigere Aufträge kommen. In unserer Umgebung hat man es jedenfalls wohlwollend aufgenommen und abgespeichert dass da zwei Typen sind die mit ner C100 mk II rum rennen. Jetzt gilt es erstmal die aktuellen Aufträge abzuarbeiten und dann werden wir mal los toben und endlich wieder was für uns zu drehen. Das Hobby geniessen quasi. Und vielleicht lässt sich dabei was sehr hochwertiges produzieren was Aufmerksamkeit und Jobs generiert. Denn komischerweise entstehen aus den Spassproduktionen die meisten echten Aufträge.

Unsere Stärke ist der Wille zum maximal Möglichem. Klar scheitert dass noch oft an der Unerfahrenheit unsererseits. Aber wenn ich sehe wie larifari da andere Kollegen aus der Branche bei der Sache sind ... Huiui. Da zählt das Feierabendbier mehr als der filmerische Output, wenn nicht sogar schon am Set gesoffen wird. Das kommt vielleicht von unserem eigentlichen Beruf im Krankenhaus. Da gibt es einfach kein Larifari. Da ist die Fehlertoleranz quasi bei null. Und irgendwie portiert sich das auch in das Filmen. Hoffentlich werden wir besser. Denn es nervt mich jedes Mal wenn meine vorangegangenen Planungen und Fantasien über Bildgestaltung und Wirkung schon beim Glotzen aufs Kameradisplay zu Staub zerfallen, und ich immer wieder aufs Neue feststellen muss dass ich eigentlich gar keinen Plan habe wie ich nun meine Bildfantasien technisch umsetzen soll. Kennt das jemand anderes auch? Man kommt zum Drehort, baut die Kamera und alles drum herum auf, positioniert das Objekt, schaut durch die Kamera und es sieht einfach nur scheisse aus? In solchen Momenten bin ich froh dass wir zu zweit sind. Einer hat immer eine Idee wie es wenigstens etwas besser wird. Ich bin dann oft genug so frustriert dass ich am liebsten alles wieder einpacken und heim fahren würde.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures



Antwort von srone:

Kennt das jemand anderes auch? Man kommt zum Drehort, baut die Kamera und alles drum herum auf, positioniert das Objekt, schaut durch die Kamera und es sieht einfach nur scheisse aus? In solchen Momenten bin ich froh dass wir zu zweit sind. Einer hat immer eine Idee wie es wenigstens etwas besser wird. Ich bin dann oft genug so frustriert dass ich am liebsten alles wieder einpacken und heim fahren würde.

hallo stephan,

das ist die tägliche herausforderung des jobs, mach einfach, mit den jahren kommt die erfahrung genau damit umzugehen, erarbeite dir lichtkonzepte, mit denen du, flexibel eingesetzt, gar nicht so viel falsch machen kannst und trotzdem deinem anspruch gerecht wirst. viel erfolg.

lg

srone (stefan (mit "f") :-)



Antwort von TonBild:

Man kommt zum Drehort, baut die Kamera und alles drum herum auf, positioniert das Objekt, schaut durch die Kamera und es sieht einfach nur scheisse aus?

Das kenne ich auch vom Spiegel. Sei froh wenn sich das bei dir auf die Kamera beschränkt.
:-)

Danke für deine ausführliche und ehrliche Einschätzung zur C100.



Antwort von Starshine Pictures:

Es geht voran! Nun haben wir in der letzten Woche unseren Hauptdrehtag gehabt an dem wir an verschiedenen Locations im Krankenhaus Aufnahmen gemacht haben. Leider sind keine Moneyshots dabei gewesen, also so richtig tolle Aufnahmen mit Wow-Effekt. Wir hatten damit zu kämpfen dass das Haus ziemlich alt und unschön ist. Da ging viel Energie drauf um den Charme der frühen 80er geschickt auszublenden. Also heisst es nun beim Schnitt wieder frei nach dem Motto "Aus Scheisse Bonbons machen".

zum Bild http://img5.fotos-hochladen.net/uploads ... t0ovby.jpg

Screenshot von der Canon C100 mk II, C-Log, Canon 24-70 f2.8 II, Handheld, das jpeg grob im iPhone mit PS Express korrigiert und VSCOcam gegradet.

Grüsse, Stephan von Starshine Pictures




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