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Infoseite // THE ULTIMATE HISTORY OF CGI



Frage von ruessel:




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Antwort von ruessel:

FIRST COMPUTER ANIMATION EVER – VERTIGO (1958)
John Whitney used a WWII anti-aircraft targeting computer on a rotating platform with a pendulum hanging above it to create the spiral elements in the opening sequence. With graphic designer Saul Bass, Whitney created the first computer animation in a feature film.


FIRST EXPERIMENTAL COMPUTER ANIMATED FILM – CATALOG (1961)
John Whitney created this film to build up his demo reel. This inspired Douglas Trumbull and his VFX work in 2001: A Space Odyssey.


FIRST DIGITAL MORPHING – HUMMINGBIRD (1967)
To demonstrate the morphing of hummingbirds, over 30,000 images were created and animated for the final film.


FIRST DIGITAL ANIMATION IN A FEATURE FILM – WESTWORLD (1973)
John Whitney Jr and Gary Demos digitally processed motion picture photography and created the pixellated POV of Yul Brynner’s gunslinger robot.


FIRST PARTICLE SYSTEM COMPUTER ANIMATION – COSMOS (1979)
Jim Blinn worked with Carl Sagan to create these animations including these spinning and interactive galaxies made from CGI particles.


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Antwort von ruessel:

FIRST CGI SPACESHIPS – MAGI Synthavision Demo (1980)
MAGI was formed in 1966 to evaluate nuclear radiation exposure. This technology was the basis for the first CGI spaceships.


FIRST MOTION CAPTURE CGI ANIMATION – THE JUGGLER (1981)
Presented at SIGGraph 1981, this demo led directly to Richard F. Taylor’s involvement in Disney’s TRON one year later in 1982.


FIRST COMBINATION OF CGI AND LIVE ACTION – TRON (1982)
First talking and moving CGI character (Bit). First combination of CGI character and live action character. First extensive (15 minutes) of fully computer-generated polygonal animation in a movie (Light Cycle sequence). First fully CGI background.


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Antwort von Frank Glencairn:

Nice

Ist bei dir heute Retro-Tag :D

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Antwort von ruessel:

Ist bei dir heute Retro-Tag Ja, klar...... wann sonst? ;-)

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Antwort von mash_gh4:

ruessel hat geschrieben:
FIRST COMPUTER ANIMATION EVER – VERTIGO (1958)
...
FIRST EXPERIMENTAL COMPUTER ANIMATED FILM – CATALOG (1961)
...
FIRST DIGITAL ANIMATION IN A FEATURE FILM – WESTWORLD (1973)
das ist eine recht interessante aufzählung, weil hierzulande gerne ein anderer film an den anfang der elektronisch generierten filmgestaltung in der kunstgeschichte gesetzt wird:

marc adrians, "random" (1963)
http://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/show/2017

allerdinsg ist dieses werk ohnehin in einen viel größeren werkzusammenhang eingebettet, so dass die jahreszahl bzw. diesbezügliche prioritätsansprüche meiner ansicht nach ohnehin eine völlig untergeordnete rolle spielen, sondern eher das größere ganze beeindruckt.

https://www.weltbild.de/artikel/buch/ma ... 21183678-1
http://www.galerie-hofstaetter.com/arti ... arc.Adrian

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Antwort von cantsin:

mash_gh4 hat geschrieben:
marc adrians, "random" (1963)
http://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/show/2017
Adrian musste aber von John Whitney bzw. den Whitney-Brüdern gewusst haben, denn die zählten auch zum Avantgardefilm-Kanon. (Und stehen auch in der von den Wienern Hans Scheugl und Ernst Schmidt jr. 1974 bei Suhrkamp veröffentlichten, zweibändigen "Subgeschichte des Films", dem ersten und AFAIK bisher einzigen Lexikon des Avantgarde-/Underground- und Experimentalfilms.)

Es gab da eine gemeinsame DNA mit der Zwölftonmusik der Wiener Schule. Schon in den 1950er Jahren hatte Whitney in einem Aufsatz beschrieben, wie er Schönbergs Reihentechnik in seinen abstrakten, computergenerierten Filmen verwendet hatte. Der wurde auf Deutsch 1962 in der von Friedrich Cerha in Wien herausgegebenen Musikzeitschrift "Die Reihe" publiziert und erschien später noch einmal in einem von Karlheinz Stockhausen im Dumont-Verlag herausgegebenen Sammelband über zeitgenössische Musik.

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Antwort von mash_gh4:

cantsin hat geschrieben:
Adrian musste aber von John Whitney bzw. den Whitney-Brüdern gewusst haben, denn die zählten auch zum Avantgardefilm-Kanon. (Und stehen auch in der von den Wienern Hans Scheugl und Ernst Schmidt jr. 1974 bei Suhrkamp veröffentlichten, zweibändigen "Subgeschichte des Films", dem ersten und AFAIK bisher einzigen Lexikon des Avantgarde-/Underground- und Experimentalfilms.)
ja -- diese annahme halte ich für ausgesprochen plausibel, weil der marc adrian nicht nur ein ausgesprochen reflektierter beobachter und kenner der umgebenden gegenwartskunst war, sondern auch über die grenzen hinaus ungewöhnlich gut vernetzt war und viel herumgekommen ist.

ich selbst hab das ganz hautnah erfahren dürfen, als ich gegen ende der 80er in einer ziemlich verrückten filmwerkstatt eine zeit lang gewissermaßen als lehrling eines großen meisters mit dabei war, und noch dem streit mit der großen vatergestalt noch eine weile lang den laden mit gleichgesinnten viel zu jungen und unerfahrenen kollegen zu retten versucht habe. damals haben wir uns sehr bemüht, kontakte zu anderen filmemachern im land zu küpfen. eine der ganz wenigen, die dazu tatsächlich dazu bereit war und uns in liebenswertester weise entgegen gekommen ist, war die moucle blackout, die frau vom marc adrian. die hat uns völlig unbedeutende träumer gleich an hand genommen und in die werkstätten der austrian filmmakers coop mitgeschleppt, wo gerade der peter tscherkassky an der optischen bank an einer seiner arbeiten herumgebastelt hat. mir ist vor lauter staunen nur mehr der mund offen gestanden! ihre filme sind zwar lange im schatten ihres mannes gestanden und im bekanntermaßen weitestgehend männlich dominierten österr. avantgardefilm nicht immer gleich in adäquater weise gewürdigt worden, obwohl man später dann natürlich durchaus erkannt hat, wie wichtig sie und die linda christanell mit ihren frühen feministischen beiträgen in diesem größeren geschehen tatsächlich waren. jedenfalls habe ich auch bei ihr immer den eindruck gehabt, dass dieses herumkommen und wissen um avantgardistischen filmströmungen in anderen teilen der welt eine enorm wichtige rolle gespielt hat -- vielleicht sogar bedeutsamer war, als all die querbezüge zu anderen experimentellen strömungen im heimischen umfeld. und beim marc adrian, der ein noch ausgeprägtere einzelerscheinung bzw. ein ganz ungewöhnlich origineller und herausragender künstlerischer individualist war, dürfte dieser aspekt noch bedeutsamer gewesen sein.

wer jetzt glaubt, dass derartige herausragende könner über so kleinliche fragen der datierung und des geistigen ursprungs ihrer ideen und dahinter verborgenen anregungen ohnehin erhaben sein sollten, den kann ich leider nur eines besseren belehren:
in den jahren nach der filmwerkstatt bin ich langsam immer mehr in richtung medien-, computer und netzwerkunst getrieben, was vor allem damit zu tun hat, dass das medium video damals in seiner visuellen bzw. sinnlichen qualität noch derart unbefriedigend war, dass es für mich, der ich ja ursprünglich an hand der fotografie meine augen zu nutzen gelernt hatte, fast unerträglich war, aber auch jede kompromisslos künstlerisch ausgerichtete arbeit mit analogem film drohte immer gleich in einer fast unfinanzierbaren materialschalacht auszuarten. so bin ich dann irgendwann dem robert adrian x begegenet, der in seiner bedeutung für die heimische medienkunst kaum weniger bedeutsam als sein namensgefährte sein dürfte, und hab, wie die ganze größere gruppe rundum, in ihm so etwas wie ein leuchtendes zentralgestirn und einen äußerst liebenswerten mentor gefunden. ohne ihn und das ORF kunstradio, das von seiner frau initiiert und geleitet wurde, hätte es diese ganze größere diesbezügliche künstlerische bewegung hier in österreich vermutlich gar nicht erst entstehen können. jedenfalls hat dieser, sonst so gutmütige und entgegenkommende, robert adrian x mit dem marc adrian tatsächlich irgendwann vor dem wiener handelsgericht einen rechtsstreit ausgefochten, um zu klären, wer von beiden den entsprechenden künstlernamen als erster gewählt hat bzw. für sich beanspruchen darf? eine absurdität, wie sie wirklich nur zwei derat ungewöhnliche genies inszenieren können, weil eben vermutlich immer auch ein nicht zu unterschätzendes maß an dickköpfigkeit dazugehören dürfte, wenn man sich im künstlerischen schaffen derart weit an die vordersten grenzen zu wagen gewohnt ist. naja, die damit befassten richter haben es sich ziemlich einfach gemacht, und nur das datum der eintragung der künstlernamen in den reisepäßen als entscheidungskriterium herangezogen, statt sich die mühe zu machen, ein kunstvoller ausgeschmücktes salomonisches urteil zu ersinnen. trotzdem hat diese absurde geschichte dazu geführt, das die beiden sturen dickköpfe ihr ganzes restliches leben lang nicht sonderlich gut aufeinander zu sprechen waren, während ich persönlich im stillen natürlich weiterhin beide bewundert und als unerreichbare vorbilder geschätzt hab.

was die filme vom marc adrian betrifft, hab ich meine einschätzung vor einigen jahren allerdings völlig neu überdenken müssen. bis dahin hab ich ja sehr vieles davon auch nur aus ganz raren punktuellen aufführungen und erwähnungen in der literatur gekannt. irgendwann hat uns aber ein hiesiger museumskurator damit überrascht, mit einem ganzen pack voller DVDs aufzutauchen, die einmal im zuge einer adrian-personale, die wohl der peter weibel irgendwann angeregt haben dürfte, im archiv hier in der entlegenen provinz gelandet sind. material, das normalerweise natürlich kaum jemand zu gesicht bekommt. so sind wir dann einen ganzen nachmittag in einer kleinen runde gebannt vor den bildschirm gesessen und konnten damit endlich das größere ganze bzw. die kontinuierliche entstehungsgeschichte hinter diesen filmen ein wenig intensiver studieren und genießen. all die bekannten oberflächlichen beschreibungen aus der literatur relativieren sich schnell, wenn man die arbeiten in einem solchen erweiterten kontext erleben darf. die rolle der computer bzw. die originalität ihrer nutzung tritt dabei schnell in den hintergrund. sie wird plötzlich fast genauso nebensächlich und unbedeutend wie die häufige nutzung von texturiertem glas, wie man es von den durchscheinenden bildern an zimmertüren her kennt. diese hilfsmittel wirken fast wie eine störende profane beigabe, wie sie halt einfach notwendig ist, um konzeptuelle auseinandersetzungen rund um das sehen überhaupt erst praktisch realisieren und durchspielen zu können. mich persönlich hat an diesem nachmittag vor allem sein umgang bzw. seine auseinandersersetzung in hinblick auf die farbe in jenen ganz strengen arbeiten, die ein bisserl an animierte varaianten der bilder von piet mondrian erinnern, ganz besonders berührt. es sind wirklich werke, die sich von allem anderen, was sich aus der heimischen filmavantgarde kenne, deutlich unterscheiden -- noch viel nüchterner und intellektuell geladen als das meiste seiner zeitgenossen. die parallelen zu benachbarten auseinadersetzungen in der literatur der wiener gruppe od. strömungen in der musik sind zwar tatsächlich unübersehbar bzw. unbestreitbar vorhanden, aber deren übertragung ins medium film erscheint mir bei marc adrian weiterhin ungewöhnlich originell und einzigartig.

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Antwort von cantsin:

Bin großer Fan von Marc Adrian, auch seinem späten Montageromans "Die Wunschpumpe" über die Wiener Unterwelt, und habe auch sein Monographie- und Werkzeichnisbuch, das 2016 veröffentlicht wurde.

Da sprechen wir noch über eine Zeit, in der Computergrafik/-animation, elektronische Musik und computergenerierte Dichtung (auch von Adrian) praktisch ein überlappendes Feld waren.

Aber genau wie Du sagst, war bis vor wenigen Jahren die visuelle Qualität dessen, was man mit Computer- und Videotechnik ausserhalb teurer Studioumgebungen machen konnte, zu schlecht, weshalb es im experimentalkünstlerischen Gebiet zum - manchmal dogmatischen - Scheidung zwischen Experimentalfilm und Videokunst kam. Was sich sogar noch radikalisiert hat mit der Scheidung zwischen den heutigen, programmatisch antidigitalen "handmade film labs" und der digitalen Medienkunst.

Erst seit einigen Jahren gibt in diesem Feld Leute, die digital und analog mischen, wie z.B. der japanische Experimentalfilmer Takashi Makino oder hier in Rotterdam die Künstlerin und Filmemacherin Nan Wang.

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Antwort von mash_gh4:

cantsin hat geschrieben:
Aber genau wie Du sagst, war bis vor wenigen Jahren die visuelle Qualität dessen, was man mit Computer- und Videotechnik ausserhalb teurer Studioumgebungen machen konnte, zu schlecht, weshalb es im experimentalkünstlerischen Gebiet zum - manchmal dogmatischen - Scheidung zwischen Experimentalfilm und Videokunst kam. Was sich sogar noch radikalisiert hat mit der Scheidung zwischen den heutigen, programmatisch antidigitalen "handmade film labs" und der digitalen Medienkunst.
ja -- es ist seltsam, dass diese überzeugende sinnliche qualität bzw. ernsthaftigkeit der dafür verantwortlichen gestalter auch noch in den radikalsten experimentellen spielformen nicht ganz wegzudenken ist.

wenn ich mir die aktuellen arbeiten vom mario klingemann anschau, ist es vermutlich auch wieder genau diese erfahrung, die einen spüren lässt, dass da wieder eine ganz neue sparte der computergenerierten kunst plötzlich ernstzunehmende gestalt angenommen hat. was sich in diesem umfeld gerade auftut, finde ich kaum weniger spannend als die experimentellen filmarbeiten der von uns beiden so verehrten generation, oder jenes erste suchende aufbrechen in die welt der neuen digitalen kommunikationsmitteln und -strukturen, das ich selber ein bisserl näher miterleben durfte.

aber die technik alleine ist es ja nicht, es geht schon weiterhin auch um die frage, was die kollegen damit machen bzw. wieviel gestalterische souveränität sie im umgang mit diesen neuen mitteln tatsächlich an den tag legen...

https://www.youtube.com/watch?v=iJl-pM3FzSw

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