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Infoseite // Stativ und Kopf für Teleaufnahmen



Frage von SamSuffy:


Hallo zusammen,

ich suche eine Stativ und passenden Kopf um Aufnahmen mit 600/840mm (max. bis 900/1260mm in APS-C Modus) machen zu können die am besten in Stein gemeiselt sind aber im nächsten Moment sauber und fließend ein schnelles Objekt (z.B. Tiere oder Motorsport) verfolgen können.

Welche Erfahrungen, wenn überhaupt, habt ihr gemacht und was könnt ihr ruhigen Gewissens empfehlen.

Bin da auf den Flexshooter Pro, Benro Gimbal GH-2 und den Gitzo GHFG1 Fluid Gimbal als Stativkopf gestoßen,
als Stativ das Rollei Rock Solid Alpha XL Mark II - Carbon.

Welche anderen Empfehlungen habt ihr?

Preis zusammen sollte am besten nicht über die 1000€ Marke gehen außer ihr sagt, dass ich es damit schonmal vergessen kann ;)

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Antwort von Frank Glencairn:

Am besten für das selbe Geld ein gebrauchtes schweres Profistativ mit entsprechendem Kopf kaufen (100er Schale aufwärts) - das mal 6000,- gekostet hat, als neu irgendwelchen Consumer/Semipro Kram der's dann doch nicht bringt.

Bei der Brennweite braucht's nicht viel Wind um dir das Bild zu versauen. Da muß was richtig massives her.

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Antwort von TomStg:

SamSuffy hat geschrieben:
Preis zusammen sollte am besten nicht über die 1000€ Marke gehen außer ihr sagt, dass ich es damit schonmal vergessen kann ;)
Bei Deinen Anforderungen kannst Du diesen Rahmen sofort und vollständig vergessen.

Für Deine langen Telebrennweiten und einem sauberen Schwenk landest Du mindestens bei 1.500 Euro und mehr. Denn dafür brauchst Du kein Spielzeug, sondern amtliches Material: schwer und teuer. Das gilt sowohl für das Stativ als auch für den erforderlichen Schwenkkopf.

Du schreibst zwar nichts Konkretes über Deine Kamera und das Objektiv, aber 3-4KG dürfte beides zusammen wiegen. Dafür käme zB ein Sachtler flowtech 75 mit einem FSB4 in Frage. Als Set mit Mittelspinne siehe hier:
https://www.mediatec.de/stative/stativ ... sb-4-ft-ms

Geht natürlich auch gebraucht. Dann lieber noch 1-2 Nummern schwerer.

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Antwort von Sammy D:

TomStg hat geschrieben:
...
Du schreibst zwar nichts Konkretes über Deine Kamera und das Objektiv, aber 3-4KG dürfte beides zusammen wiegen. Dafür käme zB ein Sachtler flowtech 75 mit einem FSB4 in Frage. Als Set mit Mittelspinne siehe hier:
https://www.mediatec.de/stative/stativ ... sb-4-ft-ms

Geht natürlich auch gebraucht. Dann lieber noch 1-2 Nummern schwerer.
600mm bis über 1200mm mit einem flimsigen Flowtech 75 und einem FSB4-Kopf für Schwenks? Never ever!
Mein FSB8 ist bei 150-200mm schon am Anschlag des Machbaren.

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Antwort von Jost:

Das ist für Foto?
Filme Wellenreiten mit einen 100-400mm + 1,4 Telekonverter. Das ist schon leicht und wiegt dennoch ~2 Kilo. Ist an einer BM Ursa mini. Damit bin in dann bei etwa 6 Kilo. In Super16 liege ich auch bei 1200mm.
Ruhig habe ich es mit einem Manfrotto Fluid Videokopf 509HD + 545 bekommen. Mit 100mm Schale. 9,9 Kilo Gewicht + Tasche.

Fragst Du mich: Dein Vorschlag ist wirklich faszinierend leicht und super kompakt. Wird am Ende aber dennoch - zumindest für Video - ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis haben. Es fehlt der Gegengewichtsausgleich. Du musst also erst Schrauben lösen, bevor sich der Kopf bewegen lässt. Sind sie gelöst, kann erst losgelassen werden, wenn alle Schrauben wieder angezogen sind. Komfort ist anders.
Und das sanfte Anfahren und Stopp eines Fluid-Kopfes fehlt auch.
Ganz offen: Ich glaube nicht, dass man um ein Stativ mit Mittelspinne herum kommt. Geht es allein um Gewicht, relativiert sich der Nutzen von Carbon. Es werden ja nur ohnehin schon dünne und leichte Alurohre gegen etwas leichtere Karbon-Rohre getauscht.

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Antwort von TomStg:

"Sammy D" hat geschrieben:
Mein FSB8 ist bei 150-200mm schon am Anschlag des Machbaren.
Merkwürdig.
Mit meinem FSB8 auf einem Flowtech 75 funktionieren 800 mm sehr ordentlich.

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Antwort von SamSuffy:

Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten und natürlich den Tipp der Gebrauchten. Hatte ich irgendwie im Urin...

Kamera ist eine S1 an einem Sigma 150-600m Sport für L-Mount, zusammen knapp 3,2 kg und das aber OHNE den Cage, Mic und VideoAssist da ich mich nicht traue den Cage an der Kamera zu lassen, wenn diese hier ja quasi nur als "Anhängsel" der Optik zu bezeichnen ist.
Weiß nicht ob der Mount das halten würde und eine Idee wie ich eine Objektivhalterung für das Sigma riggen könnten habe ich auch noch nicht da dieses ja eine integrierte Stativschelle hat.

Hab gerade etwas nach Gebrauchten geschaut, bin aber recht planlos da ich mich mit Stativen und Kopfen in dieser Preisklasse nie beschäftigt habe und nicht weiß vorauf ich dort achten soll.

So ein Sachtler wär schon schön. Gewicht ist (erstmal) zweitrangig und ich habe nun verstanden, dass ich eigentlich viel Gewicht brauche.

Hatte die Kamera mit dem Sigma die Tage auf einem Ardea CF (KITE Optics) mit Manfrott 128RC. Stand auf einer Wiese bei mäßigem Wind und bei 600mm war ein ständiges Miniwackeln drin. Nicht so toll. Meine Frau hat darauf ein Spektiv welches keine Probleme macht, aber für die 3,2kg war das Stativ samt Kopf überfordert.

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Antwort von SamSuffy:

Jost hat geschrieben:
Das ist für Foto?
Film als auch Foto. Film macht da eben die Probleme ist aber dass, was ich damit am meisten mache.

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Antwort von Frank Glencairn:

SamSuffy hat geschrieben:

Hab gerade etwas nach Gebrauchten geschaut, bin aber recht planlos da ich mich mit Stativen und Kopfen in dieser Preisklasse nie beschäftigt habe und nicht weiß vorauf ich dort achten soll.
Das hier wäre schon mal ein guter Ansatz:

https://www.ebay.de/itm/275059578235?ha ... Sw-Lxhs21m

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Antwort von Jörg:

als Stativ das Rollei Rock Solid Alpha XL Mark II - Carbon. Dieses Stativ bereichert meinen Stativpark. Es ist rocksolid... aber nicht annähernd für das, was du damit vorhast.
Weder für das lange Rohr, und absolut nicht, damit noch zu schwenken.
Ein 50-300 ist hier grenzwertig, im Cage incl. Objektivstütze.
Bei Flaute!!!
100-400 incl 1.4 Converter geht beinahe gar nicht.
Mein FSB 2 auf Sachtler Beinen schafft den Parcour mit Einschränkungen

Nimm Franks tip zu Herzen, kauf was gebrauchtes, stabiles, das FSB 8 von Thomas wäre solch tip.
Wenns was kurzes sein darf, Benro.
Benro Sachtler.jpg Mobil ist das glidecam Ultra shot mehr als brauchbar.
DSCF2924.jpg

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Antwort von freezer:

Ich werfe hier noch das Camgear V15P MS AL ins Rennen - preislich durchaus noch interessant und qualitativ gibt es nichts auszusetzen - guter Sachtler-Klon:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... MS-AL.html

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Antwort von Jost:

SamSuffy hat geschrieben:
Vielen Dank für eure ehrlichen Antworten und natürlich den Tipp der Gebrauchten. Hatte ich irgendwie im Urin...

Kamera ist eine S1 an einem Sigma 150-600m Sport für L-Mount, zusammen knapp 3,2 kg und das aber OHNE den Cage, Mic und VideoAssist da ich mich nicht traue den Cage an der Kamera zu lassen, wenn diese hier ja quasi nur als "Anhängsel" der Optik zu bezeichnen ist.
Weiß nicht ob der Mount das halten würde und eine Idee wie ich eine Objektivhalterung für das Sigma riggen könnten habe ich auch noch nicht da dieses ja eine integrierte Stativschelle hat.

Hab gerade etwas nach Gebrauchten geschaut, bin aber recht planlos da ich mich mit Stativen und Kopfen in dieser Preisklasse nie beschäftigt habe und nicht weiß vorauf ich dort achten soll.

So ein Sachtler wär schon schön. Gewicht ist (erstmal) zweitrangig und ich habe nun verstanden, dass ich eigentlich viel Gewicht brauche.

Hatte die Kamera mit dem Sigma die Tage auf einem Ardea CF (KITE Optics) mit Manfrott 128RC. Stand auf einer Wiese bei mäßigem Wind und bei 600mm war ein ständiges Miniwackeln drin. Nicht so toll. Meine Frau hat darauf ein Spektiv welches keine Probleme macht, aber für die 3,2kg war das Stativ samt Kopf überfordert.
Die Befestigung ist das kleinste Problem. Es gibt ja Objektivschellen für das Sigma.
Die kommt auf die QR-Schiene des Kopfes. Du solltest nach einer Lösung mit zwei Befestigungsschrauben suchen, damit sich zwischen Schelle und QR-Platte nichts verschiebt.
Zum Beispiel:
https://www.ebay.de/itm/294775948371?mk ... gJffPD_BwE
Alle Kugelkopf-Lösungen scheiden aus, weil das Sigma seinen Schwerpunkt beim Zoomen verändert. Das wird dann entweder über QR-Platte oder Gegengewichtsausgleich egalisiert.

Lens und Cam wiegen übrigens fast 4 Kilo. Kommt eines Tages noch ein Monitor dazu, um auch was zu erkennen, geht es Richtung 5 Kilo.
Was Du auch machst, Du brauchst was mit Halbschale. Auch die Verbindung zwischen Kopf und Stativ muss bombenfest sein. Outdoor stellt ganz andere Anforderungen. Wind heißt, Du kannst alle Ballast-Lösungen vergessen. Der Ballast bietet eine so große Angriffsfläche, dass er anfängt im Wind zu schwingen. Das überträgt sich dann auf den Kopf und auf die Cam. Stehe oft genug bei heftigem Wind am Strand.
Hatte mein Stativ auch gebraucht gekauft. Bei dem Zeug mit 100mm Halbschale darf man davon ausgehen, dass es taugt. Die Käuferschicht ist schließlich klein und deren Equipment superteuer.

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Antwort von SamSuffy:

Danke an alle für die Vorschläge und dir Jost für deine Erfahringen und die Richtung bzgl. der Objektivhalterung.

Das Sigma für E/L-Mount wiegt zum Glück nicht so viel wie die alten für SLRs konzipierten 150-600mm von Sigma.
Laut Sigma wiegt meines knapp 2kg plus das Kilo Kamera.
Aber wie Jost schon schrieb, hab ja noch meinen VideoAssist 12g 5" der mit SSD und gekabel knapp 500g wiegt, dann noch der Cage mit den Griffen und Follow Focus kommt auch noch dazu mit wahrscheinlich um die 700-800g also kommen da mal schnell die 5kg zusammen die Jost erwändt hat.

Werde euch auf dem laufenden halten und weitere Zwischenfragen stellen die die Tage aufkommen werden wenn ich tiefer recherchiere.

Vielen Dank an alle für den Input!

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Antwort von ludivine:

Ich kann Sammy D. nur zustimmen.
"600mm bis über 1200mm mit einem flimsigen Flowtech 75 und einem FSB4-Kopf für Schwenks? Never ever!"
Bei den angepeilten Brennweiten von SamSuffy sind ein 3 x 3 sowie ein 5 x 5 fluid head keine gute Option.
Ein 7 x 7 ist da eher angesagt.
Und dann sollte man den Schwunglastenausgleich nicht vergessen.
Vinten halte ich aus 40 Jahren Berufserfahrung für nicht so empfehlenswert.
Was ich noch ins Spiel bringen möchte ist ein Geared Head.(Nicht gleich das von Arri) Da brennt bei diesen Brennweiten nichts an. Zugegeben, es ist sehr sehr schwer damit zu schwenken. Das braucht sehr viel Übung. Ich habe seinerzeit zum trainieren die Zahlen von 1 bis 9 mit einem Arri Geared Head geschwenkt. Ist ein Traum mit geared head zu arbeiten.

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Antwort von SamSuffy:

Hier mal die Situation die ich geschildert hatte.
Musste das Video nur weichzeichnen da es sensible Inhalte zeigt (geschütze Tiere deren Aufenthaltsort nicht an die allgemeine Offentlichkeit weitergegeben werden darf).

Alleine der mäßige Wind bring das 400-500€-Klasse Stativ und an seine Grenzen.
Daher nochmals Danke an all die Vorschläge.



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Antwort von Frank Glencairn:

SamSuffy hat geschrieben:

Musste das Video nur weichzeichnen da es sensible Inhalte zeigt (geschütze Tiere deren Aufenthaltsort nicht an die allgemeine Offentlichkeit weitergegeben werden darf).
...uuuund was genau war nochmal das Ziel der Aufnahmen?

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Antwort von SamSuffy:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
...uuuund was genau war nochmal das Ziel der Aufnahmen?
Das Ziel der Aufnahme war eine visuelle Bestätigung einer bestimmten Tiergattung in einem bestimmten Gebiet.
Oder zielt deine Frage darauf ab, warum ich hier ein weichgezeichnetes Video einstelle?
Das Original welches zur Bestätigung dient ist ja nicht weichgezeichnet ;) Aber eben werwackelt...

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Antwort von Sammy D:

Mach doch mal ein Foto deines Setups, damit man sehen kann, wie genau das alles befestigt ist. Du hast es zwar oben grob beschrieben, aber so könnte man es besser visualisieren.

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Antwort von Jost:

Wenn Du mal in den Kleinanzeigen unter Manfrotto 509HD schaust, findest Du Stative um die 750 Euro. Auf Tasche und Mittelspinne achten. Es wackelt dann nichts. Aber rund 10 Kilo Gewicht. Das wäre preislich und funktional ein Gradmesser.

Sieht bei mir so aus: ursa klein.jpg Hier ein altes Set um den Benro S8. Die BM 2,5 wiegt um die 1,5 Kilo.
Hat nicht gefunzt. Der Kopf war ok, die Verbindung zum Stativ war jedoch zu labil. Mit dem 70-200, das seine Länge beim Zoomen nicht verändert, ging es, mit dem 100-400 bei Wind nicht mehr.
backklein (1 von 1).jpg Mittlerweile gibt es den S8 auch mit 75mm Halbschale im Stativ. Nennt sich A673TM

https://de.benroeu.com/a673tm-dual-stag ... erschluss/

Ich weiß allerdings nicht, wie das Stativ bei Wind auf einen aufgesetzten Monitor reagiert.

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Antwort von andieymi:

ludivine hat geschrieben:
Was ich noch ins Spiel bringen möchte ist ein Geared Head.(Nicht gleich das von Arri) Da brennt bei diesen Brennweiten nichts an.
Bei 1000€-Budget?
Aber sonst alles völlig richtig was Du schreibst, ist nur so, dass sich der OP vermutlich unwissentlich anforderungsmäßig in die Stativ-Oberklasse manövriert hat und selbst der Gebrauchtmarkt das Budget deutlich sprengt. Gebrauchte Vinten 100mm-Systeme erfüllen wohl am ehesten die Anforderungen bei gleichzeitig wenigster Budgetsprengung.

Falls hier jemand nämlich ein 100mm Sachtler-System für 1000€ findet, ich nehm das dann nämlich auch gern ;)

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Anderes Thema, aber spielt auch in die "verwacklung" der Aufnahmen rein:

Plane mal auch was Richtung Lens-Support. Wenn Du nicht nur auto-fokusierst, sind bei den Brennweiten jedes bisschen Drehmoment am Fokusring ein "Ruckler" im Bild wegen des instabilen Mounts. Kann natürlich sein, dass das 150-600er so atmet, dass das auch nicht mehr ins Gewicht fällt, aber denke einfach mal Stabilität nicht nur fürs gesamte Rig (durch das Stativ), sondern wirklich entlang der gesamten Aufnahme-Achse.

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Antwort von SamSuffy:

Jost hat geschrieben:
Sieht bei mir so aus:
ursa klein.jpg
Hast du keine Angst, dass dir da auf dem Bajonettanschluss met dem schweren Objektiv und ohne zusätzliche Halterung zu viel Gewicht lastet und dieser geschödigt wird?
"Sammy D" hat geschrieben:
Mach doch mal ein Foto deines Setups, damit man sehen kann, wie genau das alles befestigt ist. Du hast es zwar oben grob beschrieben, aber so könnte man es besser visualisieren.
Naja, das war bisher nur Obejktiv mit Kamera an der Stativschelle auf dem Manfrotto. Traue mich nicht den Cage mit Recorder, etc da ran zu hängen da ich mir da um den Bajonettanschluss sorgen mache.
So oder so, ob ich jetzt den Cage auf den Stativkopf setzen würde, finde ich dass das Objektiv ohne zusätzliche Halterung dann zu schwer ist und wenn ich das Objektiv über die Schelle auf den Kopf schraube, finde ich, dass der Cage mit Kamera und Recorder, etc zu schwer für den Anschluss ist.
Zudem würde es wahrscheinlich noch schlimmer werden.
Foto bekommst du trotzdem ;)

so sind die Aufnahmen entstanden Cam_1.jpg Cam_2.jpg Hier der Aufbau der mir zu riskant wäre (unbegründet??) ohne Akkus für den VideoAssist da Angst ;) Cam_3.jpg andieymi hat geschrieben:
Plane mal auch was Richtung Lens-Support. Wenn Du nicht nur auto-fokusierst, sind bei den Brennweiten jedes bisschen Drehmoment am Fokusring ein "Ruckler" im Bild wegen des instabilen Mounts. Kann natürlich sein, dass das 150-600er so atmet, dass das auch nicht mehr ins Gewicht fällt, aber denke einfach mal Stabilität nicht nur fürs gesamte Rig (durch das Stativ), sondern wirklich entlang der gesamten Aufnahme-Achse.
Genau, doch habe ich da kein Plan wie ich dieses Objektiv am besten halten soll. Der Aufbau des Objektives geht mir da im Weg um.

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Antwort von andieymi:

SamSuffy hat geschrieben:
Genau, doch habe ich da kein Plan wie ich dieses Objektiv am besten halten soll. Der Aufbau des Objektives geht mir da im Weg um.
Da haben die eh mitgedacht. Besser, als der Lens Support in der Nähe des Fokusrings wird es eh nicht mehr werden. Ich kann jetzt nicht genau erkennen, wie der FollowFocus da sitzt, aber insgesamt ist das eh recht kompakt und die Kamera quasi "entlastet", das sollte schon passen.

Ich glaube nicht, dass Du für das Setup dann einen Gearhead brauchst, umgekehrt ist bei der Brennweite auch auf keinen Fall die Stabilität der Beine zu vernachlässigen, weil da jede Schwingung auffällt.

Bei Aluminium brauchst Du was wirklich Heftiges (30kg-Plus Traglast, weil das erst die Stabilität bringt wo Du keine Schwingungen von Alukonstruktionen mehr hast), bei Kohlefaser geht sicher weniger, Flowtech ist halt sauteuer, gerade in 100mm. Wichtig ist in erster Linie (bei Alu) doppel-Rohre, keine Einzelfüße unten. Es gibt die alten 100mm-Sachtler-Alubeine (DA100L/H), die haben immense Traglasten, sind superstabil. Nicht fancy, nicht modern, aber einfach zu warten und güngstig gebraucht zu bekommen und viel massiver, als alles, was Du heute in der <1000€-System-Klasse an Alubeinen bekommst.

Bzgl. Halbschale - Du brauchst wahrscheinlich nicht einmal zwingend 100mm, weil dein Setup als Solches quasi nichts wiegt und der Vorteil von 100-150mm dann auch hauptsächlich im Wässern bzw. der Maximal-Counterbalance-Last liegt - und Du es so eh schaffst, dass dein Schwerpunkt ohne LWS-Achsen-Höhen-Zwang ziemlich niedrig ist.
Aber halt auch keinen 4kg-auf-Stativplatten-Niveu-Kopf. Jeder FBS6 könnte das auch in 75mm, aber halt noch leicht überplanen was Beine und Kopf angeht, Vibrationen eliminieren (Beine, Fokusring,). Wichtig ist da auch einfach Masse. Vom Stativ. Leicht schwingt leicht. Vielleicht ist das etwas, wo 75mm ausscheiden, weil Du keine so schweren Köpfe und Stative findest, die da geeignet wären.

Und im Idealfall halt auch etwas mehr Stufen, als Sachtler bei den FSB-Köpfen bei der Dämpfung hat. 3 Stufen wie beim FSB6II würden mich da wahnsinnig machen. Das ist immer zu stark oder schwach.
Das ist etwas, wieso ich Sachtler, obwohl quasi Standard, bei den kleinen Köpfen nicht gut finde. Lastgrenzen und Counterbalance-Stufen (wenn auch nicht stufenlos) passen irgendwie, aber 3 Drag Settings machen einen bei 600mm doch verrückt. Und das bei einem ~1500€ Kopf.

Deshalb glaube ich ist es ein wenig ein Paradoxon bzw. ein Spezialfall (wie eh immer...):
Du bräuchtest für das Gewicht einfach ein solides Stativ. Kein 150mm, keinen Gearhead. Ab einem gewissen Level - und das erfüllt Sachtler dann schon irgendwann, wenn auch für 1000€ schwierig wirst Du dann trotzdem noch Probleme mit Vibrationen anderer Natur bekommen.

Vermutlich ist nicht einmal die manuelle Fokussierung über das Objektiv "weich" genug, um mit den AF-Optimierten-Plastik-Fokuselementen sowas wie ruckelfreie Fokusveränderungen hinzubekommen. Selbst wenn das Bajonett entlastet ist, wird bei den Brennweiten und ohne die Verwendung von Autofokus vermutlich in der Mechanik des Objektivs (ich rede noch nicht mal von der Fokuseinheit), selbst in der Lagerung und dem Verschub der Linsen zu viel Spiel für höchstklassige Resultate sein. Mit Objektiv-Stabi geht das dann vermutlich auch wieder, aber deine Probleme liegen tatsächlich nicht nur im Stativ, sondern in der Brennweite, die einen Rattenschwanz an Problemen mit sich zieht, die eine Foto-Ausrüstung nicht stemmen kann, wenn man das Fotofeld (einzelne Einzelbild-Auslöungen mit Scharfstellung im Vorfeld)

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Antwort von Jost:

SamSuffy hat geschrieben:



Hast du keine Angst, dass dir da auf dem Bajonettanschluss met dem schweren Objektiv und ohne zusätzliche Halterung zu viel Gewicht lastet und dieser geschödigt wird?
Nein, BM hat weder die 2.5 noch die Ursa Mini in Richtung Leichtbau optimiert. Und der Mount am Canon-Objektiv ist auch stabil.

Eventuell hilft Dir das:
https://www.ebay.de/itm/184054258343?ch ... gK2QfD_BwE

Normalerweise so:
https://www.filmundtvkamera.de/technik/ ... s7-kamera/

Aber wenn Wind in Regen übergeht, ist an ein schnelles Einpacken nicht mehr zu denken.
Eventuell musst Du anders Riggen, um den Mount zu entlasten. Das bloße Gewicht der Kamera allein sollte eigentlich kein Problem sein.
Denkbar wäre ein U-Winkel für die QR-Platte, um das Objektiv zu überbauen und am Winkel dann das Zubehör befestigen.
Der 509HD hat seitlich Bohrungen, um Magic Arms anbringen zu können.
Bild_2022-04-08_144239245.png

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Antwort von Sammy D:

Dein Objektiv und deine Kamera werden also ausschließlich nur durch ein 3/4-Schraube einer Manfrotto-QR gehalten?
Die Schraube kann man gar nicht so fest anziehen, dass die Kamera auf dem Gummi der QR nicht wackelt.
Bei Foto ist das kein Problem...

Ich persönlich würde ein 15mm-Railsystem verwenden, das Objektiv mit Kamera (und Cage) an mehreren Punkten verbindet und dieses mit mehreren Schrauben am der QR des Stativkopfs befestigen; das funktioniert natürlich nicht mit deinem Head.
Das macht dein Setup zwar erheblich schwerer, aber es kann nichts wackeln.

Beim Stativ selbst sehe ich das Problem, dass der Kopf ebenfalls nur mit einer Schraube an der Mittelsäule fixiert ist. Die dünne Mittelsäule trägt auch zum Wackeln bei, da der Schwerpunkt des Setups sehr weit oben liegt.

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Antwort von Jost:

"Sammy D" hat geschrieben:
Dein Objektiv und deine Kamera werden also ausschließlich nur durch ein 3/4-Schraube einer Manfrotto-QR gehalten?
Die Schraube kann man gar nicht so fest anziehen, dass die Kamera auf dem Gummi der QR nicht wackelt.
Das stimmt!
Die Ursa hat aber in Längsrichtung mehrere Bohrungen, um an ihr die QR-Platte zu befestigen. Ich habe mit zwei Schrauben befestigt. Dann bewegt sich nichts mehr.
Darum hatte ich oben auch geraten, die Stativschelle so aufzurüsten, dass sie sich ebenfalls mit zwei Schrauben an der QR-Plate befestigen lässt.
So - nur als Beispiel: Bild_2022-04-08_160525604.png

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Antwort von andieymi:

Im vorliegenden Fall (speziell die 150-600mm Optik mit Fokusring direkt über der Schelle) & ohne 1/4" Gewinde an der Optik weiter vorn glaube ich auch, dass Rods fast kontraproduktiv sind, weil damit das ganze System nur noch weiter oben am Stativ sitzt, sich der Schwerpunkt erhöht und das ist genau das Gegenteil von dem, was hilft.

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Antwort von SamSuffy:

Nochmals vielen Dank für all die Tips, nun wollte ich euch auf dem Laufenden halten, was es denn nun geworden ist.
Da ich nun noch 500€ oben drauf packen konnte, hatte sich das Feld nochmals erweitert und ich war viel am stöbern und schauen und es sollte Richtung FSB8 mit dem 75/2 Alu und Mittelspinne gehen.
Doch dann stoß ich irgendwie auf Cartoni.
Kannte ich zuvor leider nicht (schäme mich auch ;) ).
Auch im Netz gibt es kaum Reviews zu deren Produkte.
Aber wow, was für eine Geschichte und was für ein sympatisches Unternehmen.
Ich dachte mir dann, hey, wer früher unter dem Namen ARRI seinen Namen auf die Stative drucken und verkaufen durfte und dies noch nicht Mal nötig hat in seiner Unternehmensgeschichte Kund zu tun, der wird schon nicht so Gelump verticken :) Hier kann man sehr stolz darauf sein, noch alles in Eigenregie in Rom zu produzieren.
Kurzum, es wurde ein:

Focus12 mit 100mm Red Lock Alu Stativ mit Mittelspinne
https://www.cartoni.com/de/products/sys ... mid-level/

Leider konnte ich bisher nur kurz drehen um allgemein die Funktionen zu testen.
Bin bisher aber sehr zufrieden, konnte ja auch nur besser werden ;)
Noch etwas Übung benötigt das Schwenken und wie genau ich den Drag des Kopfes Einstellen muss, damit die Schwenks auch ordentlich aussehen und es auch nicht zu diesem leichten Rückschwenk kommt. Da weiß ich nicht ob es in solch einem Fall an zu viel oder zu wenig Wiederstand liegt.

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Antwort von legor:

Das mit dem Rückschwenk kann an der Verwindung des Stativs liegen,wenn auch die verhältnismäßig dünnen unteren Beine ausgefahren werden, bei zu stark eingestelltem Wiederstand kann das bald einmal ein solches Problem darstellen.

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Antwort von MeisterFlow:

Hi, ich möchte gerne den Thread wieder neubeleben.

SamSuffy hat geschrieben:
Kurzum, es wurde ein:

Focus12 mit 100mm Red Lock Alu Stativ mit Mittelspinne
https://www.cartoni.com/de/products/sys ... mid-level/

Leider konnte ich bisher nur kurz drehen um allgemein die Funktionen zu testen.
Bin bisher aber sehr zufrieden, konnte ja auch nur besser werden ;)
Noch etwas Übung benötigt das Schwenken und wie genau ich den Drag des Kopfes Einstellen muss, damit die Schwenks auch ordentlich aussehen und es auch nicht zu diesem leichten Rückschwenk kommt. Da weiß ich nicht ob es in solch einem Fall an zu viel oder zu wenig Wiederstand liegt.


Ich hab eine FX30 full rigged (3-5 kg ca) aber nur bis 100mm. Später ggf. mehr kg, will aber dann nicht gleich wieder was kaufen. Ich habe mir auch das Focus12 (KF12-RLG) angesehen, und wollte einmal nach Erfahrumngen fragen. Bist du zufrieden, oder doch was anders?



Auch falls es wer kennt:
Camgear: Elite 8 / Elite 10
E-Image GH6 / GH8 / GH10
Sachtler System aktiv8 flowtech75 MS (zu teuer :( )

Da ich nur Videos drehen will, weiß ich nicht so genau was ich da nehmen soll? Das Focus 10 (KF10-RLG) oder 12 bzw. deine RLM Version gefallen mir optisch schon und die Firmengeschichte auch :)

Sale gerade: https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... 0-rlm.html
https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... 2-rlg.html
https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... 0-rlm.html
https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... s12-a.html






Danke

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Antwort von Pianist:

Aus meiner Sicht solltest Du vor allem folgendes Detail im Blick haben: Möchtest Du einen Stativkopf haben, wo Du jedesmal die Kamera mit der angeschraubten Keilplatte von hinten reinschieben und festdrehen musst? Dabei müsstest Du im Idealfall immer die gleiche Position erwischen, wenn Du Dir die Balance nicht ruinieren möchtest. Oder ist es nicht vielleicht viel einfacher, schneller und praktischer, eine kurze Keilplatte unter der Kamera zu haben, und einen Schnellverschluss nutzen zu können, wo alles immer an der gleichen Stelle bleibt?

Bei Deinen verlinkten Cartoni-Stativen ist es wie bei Sachtler, Du hast da teilweise die eine und teilweise die andere Variante. Ich würde immer für die Lösung mit Schnellverschluss plädieren.

Also ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du Deine FX 30 nicht so weit aufgerüstet hast, dass Du da eine Basisplatte hast, die in eine VCT-14-Stativplatte geschnappt wird. Dann wäre das ja Deine Schnellwechsel-Verbindung, so dass der Nachteil der einfacheren Lösung darunter keine Rolle spielt (außer wenn Du beim Transport die Platte immer abnehmen möchtest, dann wäre es wieder relevant).

Matthias

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Antwort von MeisterFlow:

Hallo Matthias,

also ich hab mir das so gedacht:
Schnellspann Plate drauf, (kann auch extra sein); und falls ich es lösen will soll das Schnell gehen. Aber ich kenne mich da nicht so aus, was besser ist. Besser wäre natürluch schnell verschluss :).

Du meinst diese Variante:
https://www.marcotec-shop.de/de/cartoni ... 0-rlm.html#
?

So wie ich das verstehe haben alle 10er so einen Verschluss und die 12 einen anderen? (Bei Cartoni)


Bezüglich Platte von der Sony; das höchste der Gefühle wird glaube ich eine Acra Swiss platte, oder so.
Meins schaut ca so aus: https://www.youtube.com/watch?v=YgYyOPnhjVc


Bezüglich der Hersteller; Cartoni, Sachtler, CamGear, die sind dann alle ziemlich gleich? Alle haben einen 100er, bzw 80er. Und die Köpfe schauen ziemlich gleich aus.

Danke

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Antwort von Pianist:

Die bessere Schnellwechselmöglichkeit ist dann die mit dem 12er Kopf. Der 10er hat eben die Lösung, wo man was von hinten oder vorne reinschieben muss. So würdest Du die Keilplatte, die mit dem 12er Kopf geliefert wird, unter Deine Kamera schrauben und hast sie ganz schnell auf dem Stativ und wieder runter.

Was jetzt so ganz allgemein die Hersteller bzw. Marken angeht: Da habe ich aktuell keine Ahnung. Mein Sachtler-Kopf aus dem Jahre 1997 ist heute noch in Topform. Aber Sachtler von damals hat praktisch nichts mehr mit Sachtler heute zu tun.

Wenn es aber für Dich wichtig ist, schnell zwischen Dreibein, Einbein und Gimbal zu wechseln, würde ich ohnehin über eine andere Lösung nachdenken, da käme dann dieses Schnellwechsel-System von Utebit in Frage, oder wie das heißt. Bei allen anderen Systemen ist das Problem, dass man manchmal keinen Platz hat, die Schraube mit dem kleinen Griffstück überhaupt unter der Kamera oder über dem Stativ zu bewegen, weil alles so breit ist, dass da kein Platz ist. Ich arbeite daher teilweise mit Adaptierungen, wo zusätzliche Sachtler-Aufnahmen und Sachtler-Keilplatten mitspielen. Vielleicht gibt es sowas vom Cartoni-System ja auch.

Diese Fragen rund um den Stativkopf und die Verbindung zwischen Stativkopf und Kamera sind aus meiner Sicht extrem wichtig, weil sie entscheidenden Einfluss auf das Arbeitstempo haben.

Matthias

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Antwort von MeisterFlow:

Hallo,

ich verstehe, leider ist die 12er 500/600€ mehr :(.
Und ob ich 12 KG für so eine Sony brauche? ich glaube ich könnte auch mit 8Kg auskommen...

Ich habe leider nichts gefunden, kann man die 10er umbauen in eine 12er?

--> Das Schnellwechsel-System von Utebit wäre auch eine überlegung.

--> Also sind alle neuen System nur ok? Altes Besser?

"Ich arbeite daher teilweise mit Adaptierungen, wo zusätzliche Sachtler-Aufnahmen und Sachtler-Keilplatten mitspielen. Vielleicht gibt es sowas vom Cartoni-System ja auch."

Ok, das muss ich schauen.

Und Das CamGear ELite 8/10? Haben ja auch den gleichen verschluss, oder?

Danke :)

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Antwort von pillepalle:

@ Meisterflow

Ich bin mit dem Focus10 glücklich :) Würde aber heute vermutlich eher das Focus12 nehmen, wegen der Eurostyle Schnellwechselplatte, denn der Preis und das Gewicht ist beim 12er nicht viel höher. Die Platte vom 10er ist cartonispezifisch, also etwas anders als bei Manfrotto und Sachtler. Das hatte ich damals nicht auf dem Schirm. Beim 8er verwenden sie wiedrum eine Manfrottoplatte als Schnellwechselsystem. Sind aber alles Toploader und nichts zum einfädeln. Tendenziell ist es schon besser das Stativ etwas überdimensioniert zu nehmen. Also am besten nur die Hälfte als Zuladung vom aktuellen Maximalgewicht des Stativs zu nehmen. Außerdem nutzt man Stative Jahrzehnte und die Kamera wechselt man deutlich öfter als das Stativ. Auch wenn man sich mal eine größere Kamera leiht ist es praktisch nicht gleich auch ein Stativ dazu leihen zu müssen.

VG

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Antwort von andieymi:

pillepalle hat geschrieben:
Ich bin mit dem Focus10 glücklich :) Würde aber heute vermutlich eher das Focus12 nehmen, wegen der Eurostyle Schnellwechselplatte, denn der Preis und das Gewicht ist beim 12er nicht viel höher.
Würde ich als Besitzer vom 10er auch unterschreiben. Glücklich, für den Preis Spitze aber heute würde ich den 12er nehmen.

Und trotzdem weiß ich seit neulich, es geht eine völlig abgespeckte Venice + AXSM mit Sucher, leichten PL-Optiken, Bildfunk, Akku und ohne wirklich Baseplate (Motoren von oben) auch ohne Probleme mit dem 10er. Sieht komisch aus, aber von der reinen Traglast kann das Ding schon was, wenn man den Schwerpunkt im Auge hat und niedrig genug baut. Ist nicht so gedacht und ich würds auch nicht immer so machen, aber der Focus 10 kann mehr als man ihm auf den ersten Blick zutraut.

Es sind einfach mehr die Extremsituationen (lang & hoch) weswegen ich mittlerweile auch für Komodo und Konsorten eher den 12er nehmen würde.

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Antwort von Pianist:

Es ist vollkommen egal, was das Stativ kostet. Das ist der Schlüssel zu sauberen Aufnahmen, und man nutzt es, wie schon gerade gelesen, über Jahrzehnte. Ist ja bei mir auch so. 1997 für ungefähr 8.000 DM gekauft, also heute 4.000 EUR. Vor zwei Jahren für 2.000 EUR neue Beine gekauft. Macht also insgesamt 6.000 EUR. Das teile ich jetzt mal durch 25 Jahre, macht 240 EUR pro Jahr. Lass es an 100 Tagen pro Jahr in Nutzung sein, macht 2,40 EUR pro Nutzungstag. Und die Nutzung geht sicher noch 10 bis 15 Jahre weiter, dann ist der Betrag pro Jahr oder Tag noch geringer.

Matthias

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Antwort von TomStg:

… und besonders für lange Brennweiten kann das Stativ nicht zu schwer und nicht zu groß sein.
Natürlich gilt Qualität auch für den Schwenkkopf, der sich beim Schwenken und Bremsen bei -20 Grad genauso verhält wie bei +40 Grad. Solche Mechanik kostet eben. Aber Stativ und Kopf sind besonders langlebige Investitionen - vorausgesetzt, dass es kein Billigkram ist.

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Antwort von Pianist:

Und wenn man die beiden Grundregeln beherzigt, nämlich beim Transport beide Dämpfungen auf null stellt und regelmäßig alle Dämpfungsstufen durchschaltet.

Matthias

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Antwort von TomStg:

… und die Kältetauglichkeit des Schwenkkopfs mal durch Lagerung für einen Tag im Tiefkühlschrank ausprobiert hat.

… und nicht darauf vertraut, dass Carbon-Stative auch bei -30Grad ohne Versprödung halten.

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Antwort von rush:

Pianist hat geschrieben:
Und wenn man die beiden Grundregeln beherzigt, nämlich beim Transport beide Dämpfungen auf null stellt und regelmäßig alle Dämpfungsstufen durchschaltet.

Matthias
Genau dazu schreibt Sachtler bei neueren Köpfen jedoch etwas anderes, wurde hier auch schonmal diskutiert.

Beispiel vom Handbuch des FSB8:

"Einstellungen während des Transports:
das Wichtigste ist, beide Bremsen - horizontal und vertikal - zu lösen.
Gewichtsausgleich und Dämpfungen sollten jeweils auf maximaler Stufe eingestellt sein."

Quelle:
https://www.sachtler.com/media/6356/070 ... manual.pdf
(Seite 20)

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Antwort von Pianist:

Ja, darüber sprachen wir hier schon mal. Auch beim Ace steht dieser Hinweis. Meine Aussage gilt für die großen Köpfe, also Video 18/20/25.

Wobei das ja heute auch anders als früher sein kann. Aber wenn mir ein auf Sachtler spezialisierter Wartungsmensch sowas mit auf den Weg gibt, glaube ich ihm das. Er hat mir gezeigt, wie bestimmte Teile aussehen, wenn man das langjährig nicht beherzigt.

Matthias

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Antwort von MeisterFlow:

Vielen Dank alle.

Was wäre den als vergleich zum Cartoni annehmbar? CamGear oder die ACE Serie von Sachtler?

https://www.marcotec-shop.com/en/carton ... 2-rlm.html
--> Das kostet dann 1600€ was jetzt auch nicht wenig ist. Das 10er wäre ca. 1100€ https://www.marcotec-shop.com/en/carton ... 0-rlm.html

Zusagen kann ich dann u.a. das:
https://teltec.de/tilta-ta-bsp-15-b.html
oder
https://smallrig.com.de/products/smallr ... clamp-1674
auf das 12 Drauf machen, und dann verschieben? Oder brauche ich noch extra Zeug :).

Vielen dank

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Antwort von Frank Glencairn:

TomStg hat geschrieben:
… und besonders für lange Brennweiten kann das Stativ nicht zu schwer und nicht zu groß sein.
Natürlich gilt Qualität auch für den Schwenkkopf, der sich beim Schwenken und Bremsen bei -20 Grad genauso verhält wie bei +40 Grad. Solche Mechanik kostet eben. Aber Stativ und Kopf sind besonders langlebige Investitionen - vorausgesetzt, dass es kein Billigkram ist.
Das stimmt, mein großes Vinten (Kopf allein 10 Kilo) ist aus den 90er Jahren, wurde bisher 2 mal überholt und tut bis heute seinen Dienst wie am ersten Tag, und das mit Kameras bis zu 25 Kilo. Wenn man sowas einigermaßen pfleglich behandelt, hält das länger als alles andere.

Ich neige deshalb dazu solche Sachen lieber in der Oberklasse gebraucht zu kaufen, als neu ein paar Stufen drunter.
Das VInten hätte damals neu gut 8000 Öcken gekostet, ich hab's vor 15 Jahren für 800,- gebraucht gekauft - dafür hätte ich neu nicht mal ansatzweise was vergleichbares bekommen.

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Antwort von andieymi:

MeisterFlow hat geschrieben:
Vielen Dank alle.

Was wäre den als vergleich zum Cartoni annehmbar? CamGear oder die ACE Serie von Sachtler?

https://www.marcotec-shop.com/en/carton ... 2-rlm.html
--> Das kostet dann 1600€ was jetzt auch nicht wenig ist. Das 10er wäre ca. 1100€ https://www.marcotec-shop.com/en/carton ... 0-rlm.html

Zusagen kann ich dann u.a. das:
https://teltec.de/tilta-ta-bsp-15-b.html
oder
https://smallrig.com.de/products/smallr ... clamp-1674
auf das 12 Drauf machen, und dann verschieben? Oder brauche ich noch extra Zeug :).

Vielen dank
Du hast einen kleinen Verschiebeweg (+/-5cm) mit dem Kopf selbst.

Für weitere Wege brauchst du in der Regel ein Dovetail / Schwalbenschwanzplatte. Da gibt es einen Standard (Arri) und etlich weitere: Tilta kocht da ein eigenes süppchen (Da bräuchtest Du zu der Baseplate aber noch ein Tilta-Dovetail: https://tilta.com/shop/10-lightweight-d ... te-tt-c16/), es geht aucht mit Manfrotto 501er ganz gut, die gibt's auch in Länger, z.B. mit so einem System: https://www.smallrig.com/smallrig-manfr ... 2887B.html mit entsprechender langer 501er Platte).
Das alles ginge auch mit Arca, aber irgendwie findet man deutlich weniger lange Arca-Platten weil die doch am verbreitetsten für Fotokameras sind, wo sich das meiste eher in einem kleinen Verstellbereich abspielt, häufig sogar eher quer verbaut.

Für dein Setup ist Arri/Tilta-Dovetail aber vmtl überdimensioniert, das würde mit einer langen 501er Quick Release auch gut funktionieren, oder Du probierst mal, ob Du nicht sogar mit den 5cm vom Kopf auskommst.

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Antwort von SamSuffy:

Sorry für die späte Antwort, ich "musste" eine Woche in den Urlaub ;)

Bin sehr zufrieden mit dem Focus12.

Nur aber ich eine Kleinigkeit, die mich ab und an Nerven kostet (unbegründet??) und das meine ich wirklich so, da habe ich Teils Angstschweiß auf der Stirn.

Nicht nur dass das Stativ mit dem Kopf einiges wiegt (soll ja aber auch so sein bei Teleaufnahmen) und daher schweißtreibend sein kann, sondern mir ist es tatsächlich schon passiert, dass sich beim kurzen Umsetzen des Ganzen auf der Schulter die "Europlatte" aus dem Schnellverschluss gelöst hatte und mir mein ganzes Rig aus Schulterhöhe zu Boden ging. Zum Glück war nur die Gegenlichtblende des 600er kaputt (hat aber auch einige Euros gekostet :( ), der Rest war nur mit Erde der Wiese bedeckt. Wäre auf Teer evtl. schlimmer gewesen...
Hatte dann festegestellt, dass eine Befestigung der Bodenplatte das vollständige Einrasten der Schnellwechselplatte vermutlich behindert hat und diese deshalb aus der nicht ganz geschlossenen Halterung rutschen konnte.

Doch seitdem habe ich immer ein mulmiges Gefühl wenn ich mal schnell umsetzen muss und traue mich nicht mehr vollends das Ganze auf die Schulter zu packen auch wenn die Halterung wahrscheinlich hält :(
Mir wäre es da doch lieber, ich könnte dies fest fixieren um mich nicht auf den "Schnapper" verlassen zu müssen.

Zudem sei gesagt, dass es sehr schwer ist, an die Eurostyle Platte ran zu kommen. Habe genau Zwei Verkäufer davon gefunden welche beide im Ausland sitzen und nicht ganz wenig Geld dafür sehen wollen.
Wenn da jemand einen Tip dafür hat, immer her damit.

Ansonsten komme ich im Extremen mit 600mm + 1,4 Converter und APS-C crop auf 1260mm Brennweite und das sehr stabil :)

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Antwort von Pianist:

SamSuffy hat geschrieben:
Hatte dann festegestellt, dass eine Befestigung der Bodenplatte das vollständige Einrasten der Schnellwechselplatte vermutlich behindert hat und diese deshalb aus der nicht ganz geschlossenen Halterung rutschen konnte.
Kannst Du das etwas genauer beschreiben? Ich kann mir das jetzt nicht ganz genau vorstellen. Mit Sachtler ist mir sowas nie passiert, allerdings vermeide ich es generell, das Stativ samt Kamera zu tragen. Manche bezeichnen das auch als absolute Unart. Ich sehe es bei anderen aber öfter. Und damit meine ich nicht gerade kleine Kameras...

Matthias

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Antwort von TomStg:

SamSuffy hat geschrieben:
Preis zusammen sollte am besten nicht über die 1000€ Marke gehen außer ihr sagt, dass ich es damit schonmal vergessen kann ;)
Wenn Du etwa vom 5fachen der 1.000 € ausgehst, kommst Du in den Bereich, den man für Stativ einschl. Schwenkkopf mindestens ausgibt, um Brennweiten um 1.200mm sauber filmen und schwenken zu können.

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Antwort von SamSuffy:

Pianist hat geschrieben:
Kannst Du das etwas genauer beschreiben? Ich kann mir das jetzt nicht ganz genau vorstellen. Mit Sachtler ist mir sowas nie passiert, allerdings vermeide ich es generell, das Stativ samt Kamera zu tragen. Manche bezeichnen das auch als absolute Unart. Ich sehe es bei anderen aber öfter. Und damit meine ich nicht gerade kleine Kameras...
Ja, versuche seither auch immer das Ganze getrennt zu versetzen, ist aber manchmal aus Zeitgründen suboptimal, da ansonsten das Motiv wieder weg ist (da wirds einem im Winter bei der Eisvogeljagd nicht kalt ;) ).

Der Verschluss der Schnellwechselplatte ist ja eine auf Feder gespannte Arretierung die man vor dem einrasten der Platte spannt und die durch einen Druckknopf ausgelöst wird und zuschnallt. Nun ist es so, dass die Aufnahme des Kopfes ja recht breit ist, zumindest breiter als die SmallRig Bodenplatte die ich habe. An dieser Bodenplatte sind von Hand einstellbare Schrauben um die Rods an der Bodenplatte zu fixieren. Eine dieser Hebel der Schrauben war nicht soweit angezogen, dass er mit dem Boden der Bodenplatte eben war. War nur 2-3mm und ist mir nicht aufgefallen.
Also wie immer die Arretierung gespannt, das Rig eingesetzt bis es zuschnallte und ich bin davon ausgegangeben dass nun alles richtig fest ist (warum auch nicht).
Durch den Hebel der Schraube aber war ja die Platte nicht volkommen richtig eingerastet bzw. nicht komplett versenkt, dass trifft es wahrscheinlich besser und somit war die Halterung auch nicht komplett geschlossen und konnte wieder herausrutschen. Während dem Filmen hatte ich nichts bemerkt, alles wie gewohnt, da war kein Wackeln zwischen Rig und Kopf bemerkbar, da auch nicht vorhanden. Doch als nun beim Transportieren die ganzen Kilos nicht mehr nach unten drückten löste sich die Verbindung von Platte und Kopf :(

Ich hoffe es ist nun etwas Licht ins Dunkle gekommen?

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Antwort von Pianist:

TomStg hat geschrieben:
Wenn Du etwa vom 5fachen der 1.000 € ausgehst, kommst Du in den Bereich, den man für Stativ einschl. Schwenkkopf mindestens ausgibt, um Brennweiten um 1.200mm sauber filmen und schwenken zu können.
Ja, so ist es. Ich hatte mal die Aufgabe, auf der Terrasse der Verkehrsleitung auf dem Flughafen Tegel startende und landende Flugzeuge zu filmen. Also es sind nicht die Flugzeuge auf der Terrasse gestartet und gelandet, sondern ich stand dort, und die Maschinen waren schon da, wo sie hingehören. Also was ich nur sagen wollte: 120 mm Brennweite bei 2/3-Zoll bringt ungefähr den Bildwinkel wie 600 mm Kleinbild-Vollformat. Extender reingeschwenkt - und wir sind bei Deinen 1.200 Millimetern. Umgerechnet. Und das hat wackelfrei funktioniert. Es lohnt sich schon, ein Video 18 oder dergleichen zu haben, also aus der Klasse mit 100mm-Kugelschale.
SamSuffy hat geschrieben:
Ich hoffe es ist nun etwas Licht ins Dunkle gekommen?
Ja, jetzt verstanden, so in etwa hatte ich das auch vermutet. Aber sicher, dass das zwei bis drei Millimeter waren, die die Schraube rausgeschaut hat? Dann wäre es wohl nicht zur Schnappung gekommen. Vermutlich ist ein halber Millimeter da viel gefährlicher. Ich würde die beiden Schrauben, mit denen Du die Stativ-Keilplatte an der nächsten Platte (ob das nun direkt eine Basisplatte ist oder erst mal eine VCT14 oder dergleichen) befestigst, wirklich mit Sicherungslack versehen, sonst musst Du die alle zwei Wochen nachziehen.

Matthias

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Antwort von iasi:

TomStg hat geschrieben:
SamSuffy hat geschrieben:
Preis zusammen sollte am besten nicht über die 1000€ Marke gehen außer ihr sagt, dass ich es damit schonmal vergessen kann ;)
Wenn Du etwa vom 5fachen der 1.000 € ausgehst, kommst Du in den Bereich, den man für Stativ einschl. Schwenkkopf mindestens ausgibt, um Brennweiten um 1.200mm sauber filmen und schwenken zu können.
Recht pauschal gesagt.

Du bekommst auch ein stabiles Stativ mit 100mm-Kugelkopf für unter 1000€.

Es kommt dann aber eben auch darauf an, was du draufschraubst. Eine 2/3 Zoll-Kamera mit 120mm-Objektiv bewirkt einen anderen Hebel, als ein 1200mm-Rohr fürs Vollformat.

Ich denke da immer an die Titelsequenz von "The Last of the Mohican", bei dem man die Schwierigkeit eines Panoramaschwenks mit langer Brennweite erkennen kann.

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Antwort von Jörg:

Recht pauschal gesagt.Es kommt dann aber eben auch darauf an, was du draufschraubst. Eine 2/3 Zoll-Kamera mit 120mm-Objektiv bewirkt einen anderen Hebel, als ein 1200mm-Rohr fürs Vollformat. naja, genau d a s wurde gesagt...
Ne actioncam kann auch auf nem 5.-€ Stativ stehen

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Antwort von iasi:

Jörg hat geschrieben:
Recht pauschal gesagt.Es kommt dann aber eben auch darauf an, was du draufschraubst. Eine 2/3 Zoll-Kamera mit 120mm-Objektiv bewirkt einen anderen Hebel, als ein 1200mm-Rohr fürs Vollformat. naja, genau d a s wurde gesagt...
Ne actioncam kann auch auf nem 5.-€ Stativ stehen
Ist das so?

Warum?

Eine Alexa 65 braucht dann also ein 50.000€ Stativ?

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Eine Alexa 65 braucht dann also ein 50.000€ Stativ?
Na ja, der Industriestandart im Cinebereich, der O'Connor 2575 kostet schon 20.000 € ... also nur der Fluidkopf ohne Stativ :)

VG

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Antwort von Jörg:

mann iasi, da schreibt jemand, für lange Brennweiten, und genau danach fragt der TO!!! ,
benötigt man Stative die deutlich über 1000.-€ kosten würden.
Und du plapperst artig, nöö, kann man auch mit 1000€ hinbekommen.
Um danach die Einschränkung zu machen, das man dann natürlich keine Objektive mit >1000+ mm
Brennweite verwenden sollte...
Phhh

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Antwort von andieymi:

iasi hat geschrieben:
Eine Alexa 65 braucht dann also ein 50.000€ Stativ?
pillepalle hat geschrieben:
Na ja, der Industriestandart im Cinebereich, der O'Connor 2575 kostet schon 20.000 € ... also nur der Fluidkopf ohne Stativ :)
Zurecht, oder selbst bei S35 Alexen, mit Alura 45-250 und Angenieux 12x zahlt sich das auch aus.

Man muss aber auch sagen, dass auch da die Miniaturisierung durch Mini & Mini LF eingesetzt hat, eine Alexa Mini mit Festbrennweiten bringt man ohne Probleme auf einem 1040 unter und landet auf einmal nur mehr bei 8-9K für den Kopf. Gibt's sogar mit 100er Flowtech.

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Eine Alexa 65 braucht dann also ein 50.000€ Stativ?
Na ja, der Industriestandart im Cinebereich, der O'Connor 2575 kostet schon 20.000 € ... also nur der Fluidkopf ohne Stativ :)

VG
max Traglast: 60,5kg
netto 13.000€
Fluid Head ONLY

Die Beinchen für den 150mm-Kopf liegen dann bei 1000-3000€.

Das Nette ist heute doch aber gerade, dass man auch mit einer Alexa65 doch Mühe haben wird, 60kg zusammen zu bekommen. :)

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Antwort von Pianist:

Nun sind ja offenbar Sachtler und O'Connor unter einem gemeinsamen Dach vereint. Was hat das denn für einen Einfluss auf die Produkte? Wird man da weiterhin vollkommen unterschiedliche Stativköpfe entwickeln? Die Flowtech-Beine scheinen ja bis auf die roten Teile vollkommen identisch zu sein.

Matthias

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
max Traglast: 60,5kg
netto 13.000€
Fluid Head ONLY

Die Beinchen für den 150mm-Kopf liegen dann bei 1000-3000€.

Das Nette ist heute doch aber gerade, dass man auch mit einer Alexa65 doch Mühe haben wird, 60kg zusammen zu bekommen. :)
Ohne alles... mit dem Grundzubehör (Euro Style Quick Release, Schwenkarm, Schwenkarm Verlängerung, Mitchell Base & Befestigung, 150mm Ball Base & Befestigung) kommst Du auf 18.500,- Netto ;) Und dann kommt noch das Stativ dazu. Man packt auf einen 60kg Kopf in der Regel auch keine 60 Kilo Kamerapaket. Bei der Alexa 65, oder einer IMAX Kamera nimmt man sicher so ein Kaliber.

@ Pianist

Ja auch, aber ich glaube Vinten hat doch das Folwtech in einer anderen Farbe. O'Connor macht Cinema-Kram, die nutzen eigentlich keine 100mm Kugeln. Eher eine Flatbase wie den Mitchelmount.

VG

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Antwort von Darth Schneider:

@Pille
Wobei man doch aber auch mit einer schweren Kamera, wie eine Arri, Franks Weg gehen könnte und sich ein 18 000€ Stativ, gebraucht (womöglich mit etwas Glück) für 2/3000€ zulegen könnte.
Theoretisch.
Diese teuren Stative halten doch eigentlich ewig wenn man sie etwas pflegt und hegt…
Oder ?
Gruss Boris

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Antwort von Frank Glencairn:

pillepalle hat geschrieben:


Ja auch, aber ich glaube Vinten hat doch das Folwtech in einer anderen Farbe. O'Connor macht Cinema-Kram, die nutzen eigentlich keine 100mm Kugeln. Eher eine Flatbase wie den Mitchelmount.
O'Connor hat ebenfalls das Flowtech und auch 100er Kugeln - kommt ja sowieso alles mittlerweile von der selben Firma, nur halt mit anderen Aufklebern.
image_2023-02-28_004503173.png

image_2023-02-28_004555792.png

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Antwort von pillepalle:

@ Frank

Ja, aber die 100er Kugel ist im Cinebereich eben eher unüblich. Die letzten Jahre haben sie mit kleiner werdenden Kameras auch kleinere Köpfe heraus gebracht und seitdem fast alle zu Vivendum gehören (Manfrotto, Sachtler, Vinten, O'Connor, Gitzo) haben sie auch einige Produkte die sie Markenübergreifend teilen. Wie eben das Flowtech.

VG

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Antwort von Pianist:

Naja, derzeit sind es schon noch verschiedene Entwicklungen und nicht nur unterschiedliche Aufkleber. Und da Sachtler eben ein großer Name ist, könnte es langfristig sogar sinnvoll sein, zwei getrennte Produktlinien zu haben und nur die Beine zu kollektivieren.

Matthias

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Antwort von pillepalle:

@ Pianist

Ja, natürlich machen die weiterhin eigene Entwicklungen bei den verschiedenen Marken. Sind ja im Wesentlichen auch verschiedene Märkte. Sachtler eher Broadcast und O'Connor eher Cine. Aber natürlich gibt es da mittlerweile auch Schnittmengen.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

pillepalle hat geschrieben:

Ja, aber die 100er Kugel ist im Cinebereich eben eher unüblich.
Stimmt schon, wobei 150er sieht man schon öfter mal.

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Antwort von Frank Glencairn:

Pianist hat geschrieben:
Naja, derzeit sind es schon noch verschiedene Entwicklungen und nicht nur unterschiedliche Aufkleber.
Das Fowtech ist identisch, und ein paar andere Sachen auch.
Die Köpfe natürlich nicht (jedenfalls noch nicht).

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Antwort von Pianist:

Ja, genau das schrieb ich... :-)

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Antwort von Darth Schneider:

Nicht ganz uninteressante Frage für wahrscheinlich auch nicht für wenige Film/Video Creators, ganz am Rande:

Und welche Marke/Stative/StativKöpfe, mit ebenfalls sehr gutem Schwenk/Neige verhalten, für (nicht nur) 100mm minus und plus, Brennweiten.
Würdet ihr erfahrenen Profis jetzt für viel, viel leichtere Kameras wie (dslms, Z-Cams Canons, zb C70, Panasonic S5s/Shs und Sonys A (was auch immer) und Blackmagic Pockets in Betracht ziehen ???
Gruss Boris

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Antwort von Pianist:

Bin ich zu konservativ, wenn ich sage: Payload um 100 Prozent überdimensionieren?

Wenn mein Video 18 plus aus dem Jahre 1997 den Geist aufgeben sollte, weiß ich nicht, ob ich ihn gegen einen Aktiv 10t ersetze, oder lieber doch einen 12t oder gar 14t nehmen sollte, obwohl meine Kameras leichter geworden sind.

Matthias

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Antwort von iasi:

Ich musste an diese Köpfe denken: :)
zum Bild
https://cms-assets.theasc.com/Ben-Hur-P ... 1957-1.jpg
https://theasc.com/articles/flashback-ben-hur-1959

Darauf würde auch eine Alexa65 witzig aussehen.

Kleine Kameras brauchen keine Stative mehr, die schwere Brocken tragen können.

Bei den Stativen gibt es auch eine Entwicklung.

Wenn der Kopf 60kg und die Beine 140kg tragen können, stellt sich schon die Frage, ob eine Kamera mit 3kg so etwas braucht.

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Antwort von Pianist:

Schon klar. Aber setzt man heute eine 8-Kilo-Kamera auf einen 12-, 14- oder 16-Kilo-Kopf?

Matthias

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Antwort von iasi:

Pianist hat geschrieben:
Schon klar. Aber setzt man heute eine 8-Kilo-Kamera auf einen 12-, 14- oder 16-Kilo-Kopf?

Matthias
Selbst eine Alexa65 bringt gerade mal 10,5kg auf die Waage.

Eine Alexa mit 8kg gehört ja mittlerweile schon zu den schweren Kameras. Eine Red Raptor kommt auf knapp 2kg. Eine Ursa 12k auf knapp 3kg.

Klar geht man natürlich nicht ans Limit und rechnet natürlich auch das Zubehör und Objektiv hinzu.
Aber 60kg-Traglast müssen es dann doch nicht sein.

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Antwort von pillepalle:

@ iasi

Schau mal was für tolle Stativ-Köpfe Leute benutzen die tatsächlich auch filmen. Alles total winzig heutzutage :)


zum Bild











zum Bild


VG

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
@ iasi

Schau mal was für tolle Stativ-Köpfe Leute benutzen die tatsächlich auch filmen. Alles total winzig heutzutage :)


zum Bild











zum Bild


VG
Ja - heute filmen ja auch noch so viele mit 35mm.

Interessant auch, dass du denkst, nur in Hollywood wird gefilmt - und dann auch nur Star Wars & Co.

Wenn das Zeug eh im Studio herumsteht, packt ein Deakins eben auch seine Alexa Minis auf ein Dolly mit solch einem Kopf - immerhin gibt"s dazu dann auch einen bequemen Sitz. :)

https://www.cinematography.world/movie- ... -of-light/

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Antwort von pillepalle:

iasi hat geschrieben:
Ja - heute filmen ja auch noch so viele mit 35mm.

Interessant auch, dass du denkst, nur in Hollywood wird gefilmt - und dann auch nur Star Wars & Co.
Nee, aber das waren ein paar Beispiele aus aktuellen Filmen die ich auf die Schnelle gefunden habe. Und nicht nur in Hollywood benutzen die vernünftiges Material. Auch bei vielen sog. Indie-Produktionen. Das Du als Leichtmatrose, mit der Kamera im Hanschuhfach, unterwegs bist ist mir schon klar. Trotzdem sind dicke Köpfe auch heute noch an den meisten Sets Standard, denn auch eine Alexa ist mit Zubehör und dicker Optik nicht mehr ganz so winzig. Die Beispiele habe ich ja nur angeführt, weil Du meintest es reiche ein Tausend Euro Stativ für was stabiles. Stabil für die Kamera im Handschuhfach, aber eben nicht für die meisten Kinokameras.

VG

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Antwort von andieymi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Nicht ganz uninteressante Frage für wahrscheinlich auch nicht für wenige Film/Video Creators, ganz am Rande:

Und welche Marke/Stative/StativKöpfe, mit ebenfalls sehr gutem Schwenk/Neige verhalten, für (nicht nur) 100mm minus und plus, Brennweiten.
Würdet ihr erfahrenen Profis jetzt für viel, viel leichtere Kameras wie (dslms, Z-Cams Canons, zb C70, Panasonic S5s/Shs und Sonys A (was auch immer) und Blackmagic Pockets in Betracht ziehen ???
Gruss Boris
Alles was wirklich getetesteterweise (oder genau auf die Specs schauen, da aber v.a. auch auf die Schwerpunkthöhe) mit quasi keiner Counterbalance auskommt. Nicht alle Stative, die vernünftig wären zum Schwenken kommen überhaupt mit so geringen Lasten (z.B. Pocket mit MFT-Festbrennweite klar).

Ich hab z.B. das FSB6 schon länger nicht mehr in der Hand gehabt, aber wo das FSB4 wirklich mit quasi 0kg funktioniert, tut es das FSB6 schon nicht mehr, wenn der Schwerpunkt nicht mindestens 5cm über Platte liegt. Eine betriebsbereite Pocket wiegt jetzt nur knapp über 800g (ohne Objektiv), z.B. mit dem Panasonic 15mm 1.7 könnte das schon knapp werden.

FSB4:

zum Bild


FSB6:

zum Bild


Schau Dir mal das FSB4 an.

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Antwort von iasi:

pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Ja - heute filmen ja auch noch so viele mit 35mm.

Interessant auch, dass du denkst, nur in Hollywood wird gefilmt - und dann auch nur Star Wars & Co.
Nee, aber das waren ein paar Beispiele aus aktuellen Filmen die ich auf die Schnelle gefunden habe. Und nicht nur in Hollywood benutzen die vernünftiges Material. Auch bei vielen sog. Indie-Produktionen. Das Du als Leichtmatrose, mit der Kamera im Hanschuhfach, unterwegs bist ist mir schon klar. Trotzdem sind dicke Köpfe auch heute noch an den meisten Sets Standard, denn auch eine Alexa ist mit Zubehör und dicker Optik nicht mehr ganz so winzig. Die Beispiele habe ich ja nur angeführt, weil Du meintest es reiche ein Tausend Euro Stativ für was stabiles. Stabil für die Kamera im Handschuhfach, aber eben nicht für die meisten Kinokameras.

VG
Und scheinst nicht daran zu denken, das Menschen Gewohnheitstiere sind und dass diese dicken Teile zudem reichlich herumstehen.
Das bedeutet aber nicht, dass es notwendig ist, diese Dinger in Zeiten von Kameras, die nicht mal das Gewicht eines Filmmagazins haben, auch heute noch nutzen.

Eine Canon R5C wiegt gerade mal 680g und liefert dennoch annähernd die Bildqualität einer solchen Kamera:


zum Bild


Man muss ja nicht nach der Lemming-Methode arbeiten. :)

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Antwort von Bluboy:

Du sagst es, - Eine Canon R5C wiegt gerade mal 680g und liefert dennoch annähernd die Bildqualität .....

Da müßen die Filmemacher ein gut sichtbares Zeichen setzen, sonst werden sie vom Inhalt ihrer Filme und ihrer Austüsrumg mit Amateuren verwechselt.

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Antwort von iasi:

Bluboy hat geschrieben:
Du sagst es, - Eine Canon R5C wiegt gerade mal 680g und liefert dennoch annähernd die Bildqualität .....

Da müßen die Filmemacher ein gut sichtbares Zeichen setzen, sonst werden sie vom Inhalt ihrer Filme und ihrer Austüsrumg mit Amateuren verwechselt.
Ja - das machen sie durch die Bildgestaltung.

Letztlich liefern digitale Kameras heute ein technisch besseres Bild, als das, was bei der Projektion von Filmmaterial am Ende auf der Leinwand enden konnte.

All die Verkabelungen und Gerätchen, mit denen man heute Kameras wie einen Weihnachtsbaum schmückt, sind zwar nette Helferlein, aber eigentlich für das Bild nicht wirklich nötig.

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Antwort von Pianist:

iasi hat geschrieben:
All die Verkabelungen und Gerätchen, mit denen man heute Kameras wie einen Weihnachtsbaum schmückt, sind zwar nette Helferlein, aber eigentlich für das Bild nicht wirklich nötig.
Ja, früher war da eine Kamera, vorne war ein Objektiv dran, und fertig...

Da erinnere ich mich gerade an ein Foto einer Red one, was hier mal jemand vor vielen Jahren gezeigt hat, wo die Kamera offenbar so verbastelt werden musste, dass man sie vor lauter Kabeln und angebauten Geräten fast nicht mehr gesehen hat.

Matthias

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Antwort von pillepalle:

Pianist hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
All die Verkabelungen und Gerätchen, mit denen man heute Kameras wie einen Weihnachtsbaum schmückt, sind zwar nette Helferlein, aber eigentlich für das Bild nicht wirklich nötig.
Ja, früher war da eine Kamera, vorne war ein Objektiv dran, und fertig...

Da erinnere ich mich gerade an ein Foto einer Red one, was hier mal jemand vor vielen Jahren gezeigt hat, wo die Kamera offenbar so verbastelt werden musste, dass man sie vor lauter Kabeln und angebauten Geräten fast nicht mehr gesehen hat.

Matthias
Ja, für Dullis Freizeitvideo reicht heutzutage eine nachkte Kamera, aber mit den meisten Cinecams macht man ohne Zubehör eben gar nichts. Die laufen in der Regel noch nicht mal, bzw. lassen sich gar nicht bedienen, wenn man die nicht riggt. Bildqualität ist eben nur ein Aspekt einer Kamera. Nicht weniger wichtig sind professionelle Features, Ports, Ergonomie, Zuverläßigkeit und Service usw... Und ab einem gewissen Budget spart man auch nicht mehr an der Kamera, am Zubehör, oder am Stativ bzw. Kamera Support. Und jemand der mit äquivalenten 1000 Millimetern filmen möchte, wird eben auch irgendwann merken das man mit sich einem preiswerten Stativ das Leben unnötig schwer machen kann.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

Naja - Funkschärfe, Cinetape, Monitore, Timecode, Audio/Video Funke etc, das braucht halt alles Strom, Rigging und entsprechende Anschlußkabel.

Für die hier immer wieder als Beispiel zitierte no budget One-Man-Show mit vollautomatischer Wollmilchsau-Kamera, die zu Fuß auf einsame Berge steigen muß mag das nicht relevant sein, bei ner normalen Produktion halt schon.

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Antwort von rob:

Kommt immer auf den Einsatz an:
Wenn es um möglichst leichte Setups bsp.für One-Man Bands oder Wildlife geht, kann es durchaus Sinn machen, ein eher minimales Setup zu wählen und mit den Traglasten knapper zu kalkulieren.

Ansonsten würde ich bei der Stativ- und Kopfwahl eigentlich fast immer zu mindestens 1-2 Größen "Overload" tendieren, weil man damit viel flexibler ist und ein zu großes Stativsystem weit weniger nervt als ein zu kleines ...

Viele Grüße

Rob/
slashCAM

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Antwort von Pianist:

Wobei "Wildlife" da sicher besonders anspruchsvoll ist, weil man gerade dort ja vermutlich die besonders langen Brennweiten und daher die besonders guten Stative braucht, aber eben auch mobil sein muss.

Ich finde jedenfalls ein Video 18 mit 100mm-Kugelschale total in Ordnung, wohingegen mir ein Video 25 mit 150mm-Kugelschale wirklich zu schwer wäre.

Was mir gerade mal einfällt: Hat jemand Erfahrung mit den relativ neuen "Aktiv"-Köpfen von Sachtler? Oder mit der Markenaufschrift Sachtler, muss man ja wohl sagen. Im Stativbetrieb ist der Mechanismus des Festklemmens in der Kugelschale sicher prima. Aber die werben ja ausdrücklich mit der schnellen Wechselbarkeit auf einen Slider, und zeigen dann immer den Manfrotto Magic Carpet. Dafür gibt es dann einen Adapter, wo der Slider auf das Stativ und der Kopf auf den Slider kommt. Zentrales Verbindungsstück ist eine 3/8-Schraube. Nun frage ich mich: Wie groß ist das Risiko, dass es im Laufe der Jahre zu irgendwelchen ungewollten Verdrehungsbewegungen kommt, entweder an dieser Schraube, oder dort, wo die Kugel auf den Zapfen gepresst wird? Man will ja mit dem Fluidkopf schwenken, und da keine Zufallsdrehbewegungen haben, weil andere Teile in Drehbewegung geraten.

Matthias

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Antwort von rob:

Der Aktiv Mechanismus selbst ist sehr robust gebaut - wir haben zwar keine Langezeiterfahungen damit aber Sachtler hat das System recht lange entwickelt (hatte einige Prototypen in der Hand).

Der Mehrpreis gegenüber dem Standard-System lohnt sich in meinen Augen vor allem, wenn du entweder viele Low-Level-Shots hast oder regelmäßig mit Slidern arbeitest. Das Hin und Her vom Stativ auf Slider geht mit dem Aktiv-System viel schneller und einfacher.

Wenn du Slider und extremes Low-Level nur selten benötigst, würde ich mir den Mehrpreis hingegen sparen.

VIele Grüße

Rob/
slashCAM

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Antwort von pillepalle:

@ Pianist

Ja, 18kg reichen für Wildlife sicher meistens. Hab' eben mal nach Paolo Sodi gegoogelt, der selbst mit einer A7SIII einen Focus22 Kopf verwendet :)









Normalerweise ist der natürlich oft mit größeren Kameras unterwegs und da macht der Kopf natürlich mehr Sinn. Wie hier mit zwei FX9 und Fuji Zooms (eins für Fullframe und eins für S35). In dem Video redet er zwar hauptsächlich über die Videofunke, aber bei den zwei FX9 mit denen er den Uhu filmt braucht er die Kopfgröße auch definitiv.

https://youtu.be/HcaWr1bPoFI&t=1m12s

Ja, schnell und interessant ist das neue Sachtler System sicher. Man hängt dann eben nur in dem System fest. Braucht also immer spezielles Zubehör, wenn man den Kopf mal auf einem 'normalen' Stativ befestigen möchte.

VG

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Antwort von Pianist:

Was ist denn ein "normales Stativ"? :-)

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Antwort von rob:

Ich hab Paolo vor kurzem getroffen.
Er ist seit einiger Zeit auch mit der Venice unterwegs. Der Cartoni Focus 22 entspricht bei den 150er Köpfen in etwa dem Sachtler Video 25 Plus, wobei letzterer bei gleichem Gewicht noch etwas mehr Traglast verkraftet. Die größeren Cartoni-Köpfe machen aber auch einen guten Eindruck. Hab mir die aber nur auf Messen angeschaut und ausprobiert ...
pillepalle hat geschrieben:
@ Pianist

Ja, 18kg reichen für Wildlife sicher meistens. Hab' eben mal nach Paolo Sodi gegoogelt, der selbst mit einer A7SIII einen Focus22 Kopf verwendet :)









Normalerweise ist der natürlich oft mit größeren Kameras unterwegs und da macht der Kopf natürlich mehr Sinn. Wie hier mit zwei FX9 und Fuji Zooms (eins für Fullframe und eins für S35). In dem Video redet er zwar hauptsächlich über die Videofunke, aber bei den zwei FX9 mit denen er den Uhu filmt braucht er die Kopfgröße auch definitiv.

https://youtu.be/HcaWr1bPoFI&t=1m12s

Ja, schnell und interessant ist das neue Sachtler System sicher. Man hängt dann eben nur in dem System fest. Braucht also immer spezielles Zubehör, wenn man den Kopf mal auf einem 'normalen' Stativ befestigen möchte.

VG


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Antwort von pillepalle:

Bei den renomierten Herstellern geht's ja eigentlich nur darum das richtige für die eigenen Anwendungen zu finden. Oft auch einfach Geschmacksfragen, stufenloserer Drag/Counterbalance gegenüber Stufen, welche Mountoptionen, wie wichtig ist Gewicht oder Geschwindigkeit, usw... Man zahlt zwar mehr als bei No-Name Produkten, kauft aber immer gut funktionierende Systeme und keinen Murks. Und wenn mal was ist, freut man sich über guten Service.

VG

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Antwort von iasi:

Pianist hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
All die Verkabelungen und Gerätchen, mit denen man heute Kameras wie einen Weihnachtsbaum schmückt, sind zwar nette Helferlein, aber eigentlich für das Bild nicht wirklich nötig.
Ja, früher war da eine Kamera, vorne war ein Objektiv dran, und fertig...

Da erinnere ich mich gerade an ein Foto einer Red one, was hier mal jemand vor vielen Jahren gezeigt hat, wo die Kamera offenbar so verbastelt werden musste, dass man sie vor lauter Kabeln und angebauten Geräten fast nicht mehr gesehen hat.

Matthias
Ich dachte da eher an 35mm-Kameras als es auch noch keine Videoausspiegelung gab.

Es ist doch eine Entwicklung zu erkennen, dass all die Anbauten mehr und mehr ins Innere der Kamera verlagert werden.
Irgendwann funkt ein R5C-Nachfolger wie die DJI 4D das Bild und lässt auch via Funk einen internen ND-Filter ansteuern ect.

Dass jemand sein 150mm-Stativ auch für kleine Kameras nutzt, da er es eh rumstehen hat, bedeutet doch nicht, dass es wirklich dringend nötig wäre.

Ich denke mir bei vielen Gerätschaften:
Nett - aber braucht"s das wirklich in dieser Ausführung?

Es geht hier zudem (um mal dran zu erinnern) um eine S1 an einem Sigma 150-600m Sport.
Da treten die Schwingungen dann an der Schaukel mit der Aufhängung an der Stativplatte auf.
Ein oben schon genannter Manfrotto 509HD hält die Kombination auch schon recht stabil. Da braucht es keinen 150mm-Kopf.

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Antwort von Darth Schneider:

@iasi
Natürlich brauchen nicht alle Filmer einen 150mm Kopf und auch gar kein 10 000/5000 € Stativ, auch nicht mal zwingend ein Vinten oder ein Sachtler.
Nicht alle verdienen ihren Lebensunterhalt damit..;)

Ich denke das steht doch auch gar nicht zur Debatte, auch Manfrotto (und andere günstige Hersteller) bauen tolle Stative.

Und also ich schaffe durchaus auch saubere Schwenks mit der Pocket, 100mm Brennweite und dem 250€ Siuri.
Nicht das ich das billig Stativ besonders oder toll finde, aber es macht auch seinen Job, zumindest bis ca. 3Kg Nutzlast…;)
Gruss Boris

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Antwort von Pianist:

rob hat geschrieben:
Der Mehrpreis gegenüber dem Standard-System lohnt sich in meinen Augen vor allem, wenn du entweder viele Low-Level-Shots hast oder regelmäßig mit Slidern arbeitest. Das Hin und Her vom Stativ auf Slider geht mit dem Aktiv-System viel schneller und einfacher.
Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich dazu neige, mein Baby-Stativ mit 100mm-Kugelschale öfter mal zuhause zu vergessen. Wenn dann die Schienenfräse an mir vorbeifährt, dann würde ich gerne aus der Froschperspektive mitschwenken. Das wäre mit dem neuen Kopf in Verbindung mit den bereits bei mir vorhandenen Flohteck-Beinen kein Problem und das Babystativ darf zuhause im Regal bleiben.

Ich habe mir vor Jahren mal einen billigen Slider gekauft, den ich in einer langen Tasche habe, wo dann auch zwei leichte Stative drin sind. Leichte Konstruktion nur für die kleine Kamera. Aber benutzt habe ich ihn äußerst selten. Mit diesem Schnellwechsel-Mechanismus könnte ich mir vorstellen, deutlich häufiger mal einen Slider einzusetzen. Also den Magic Carpet pro. Soweit ich weiß, soll man sich bei Montage auf nur einem Stativ auf 60 cm beschränken. Keine Ahnung, ob das punktuell mal ein Gewinn wäre. Ich denke da an Situationen, wo man mit einem Gimbal im Nahbereich nicht präzise genug führen könnte, weil sich kleinste Abstandsänderungen schon auswirken.

Aber ich bin echt nicht davon überzeugt, dass die Klemmung auf dem Zapfen dauerhaft hält, und da kein unerwünschtes Mitdrehen passiert.

Matthias

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Antwort von MeisterFlow:

Sozusagen kann ich das Cartoni 12 gar nicht verwenden wenn meine Kamera leicht ist?

FX30 700g
Lense max 800g (220g - 525g eher)
Small Rig stuff - ggf 800g
Atomos 500g

Und was ist wenn ich nur die Kamera und ein 220 g lense will? Ca 1kg ? Geht das dann noch?

Danke

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Antwort von pillepalle:

@ MeisterFlow

Doch kannst Du schon nutzen. Die FX30 mit Ninja und ein bisschen Gebamsel sollte reichen. 1kg ist zu wenig, aber ab 2kg sollte das funktionieren. hängt ja auch immer davon ab wie hoch der Schwerpunkt liegt. Kannst sie ja ggf. auch künstlich beschweren, indem Du ein Gewicht dranklemmst oder schraubst. Mountingpoints sollten genug vorhanden sein. Ich hab' ja den 10er und da ist 1kg auch zu wenig. Bringt Dir also wenig es eine Nummer kleiner zu nehmen. Von den Specs sind der 10er und der 12er sehr ähnlich. Ich glaube der 12er ist einfach der bessere Kopf von beiden.

VG

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Antwort von MeisterFlow:

Vielen Dank :)

Dann werde ich wohl die teure Pille schlucken müssen :(…

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Antwort von pillepalle:

Für das was er bietet ist er eigentlich recht günstig. Bei Macrotech kostet der Kopf gerade unter 1000,-€. Und wenn Du im Netz kaufst, kannst Du ihn auch eine Woche ausprobieren und ggf. zurücksenden, falls Du meinst er wäre doch nichts.

VG

PS: Und schau Dir mal auf youtube an wie man eine Counterbalance richtig einstellt. Kameraschwerpunkt mitteln, dann Counterbalance einstellen (ohne Dämpfung) und dann erst die Dämpung einstellen.

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Antwort von MeisterFlow:

Danke für den Tip;

Das meinst du von Cartoni?

Vielleicht nochmal die Frage, weil ich es nicht ganz verstanden habe. Das 12er hat Euro Style Quick Release. Also könnte ich mein Rig mit Smalltig/Tilta mittels extra Stück drauf machen?

„Für dein Setup ist Arri/Tilta-Dovetail aber vmtl überdimensioniert, das würde mit einer langen 501er Quick Release auch gut funktionieren, oder Du probierst mal, ob Du nicht sogar mit den 5cm vom Kopf auskommst.“

Und das kann ich unten dran schrauben und fertig? Also die 5cm bewege ich mit den Tilta Ding?

Angenommen, ich bestelle das 12er, und habe das Tilta Zuhause, bzw. Das SmallRig, könnte ich ohne etwas zu kaufen die drauf machen oder muss ich noch was kaufen? Das habe ich nicht ganz verstanden.

Danke

Edit., die mittelspinne ist die gute, oder?

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Antwort von pillepalle:

Ja, so wie in dem Video. Der erste Schritt (den Kopf erstmal in die Waage zu bringen) wurde da weggelassen, aber das sollte man vorher immer noch machen.

Die Eurostyle Plate ist eine kleine Platte mit Zollschaube die herausspringt. Sie sitzt aber auf einer größeren Platte, die Du beim 12er noch je 5 Zentimeter vor und zurückschieben kannst, um den Kameraschwerpunkt zu mitteln. Hier in dem Video siehst Du das

https://www.youtube.com/shorts/KwZuA50jZjI

Prinzipiell kannst Du Dein Tilta bzw. Smallrig Equipment direkt darauf schrauben. Kommt auch immer darauf an was Du sonst noch für Kamerasupports nutzt. Ich habe an jeder Kamera ehrlich gesagt mehrere Kameraplatten, weil ich sie dann unterschiedlich nutzen kann und bei Bedarf auch zusätzliche Verstellwege habe. Also z.B. eine Manfrotto 501 Platte an meiner Kamerabase,die dann in einer Manfrotto Halterung sitzt, die auf einer Cartoni Platte sitzt. So kann ich, je nachdem welchen Verschluß ich öffne, entweder auf Cartoni bleiben, oder zu Mandfrotto wechseln.

VG

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Antwort von MeisterFlow:

Ich verstehe
Vielen Dank :)

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Antwort von SamSuffy:

pillepalle hat geschrieben:
Also z.B. eine Manfrotto 501 Platte an meiner Kamerabase,die dann in einer Manfrotto Halterung sitzt, die auf einer Cartoni Platte sitzt. So kann ich, je nachdem welchen Verschluß ich öffne, entweder auf Cartoni bleiben, oder zu Mandfrotto wechseln.
Habe mich auch schonmal gefragt, ob ich so vorgehen soll, aus dem Grund, da die ich anscheinend zu dumm bin, eine Eurostyle Platte (Cartoni AH859) zum Kauf zu finden die am Ende nicht um die 80-90€ kostet (Vorschläge?).
Bringt mir dies aber nicht eventuell Instabilität ?

Würde nämlich gerne auch bei Regen filmen können ohne die Platte vom Rig zu entfernen.

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Antwort von Darth Schneider:

Frage am Rande:
Kennt jemand das Combo Teil da unten, beziehungsweise den Stativ Hersteller ?

https://www.toneart-shop.de/libec-s8-tr ... lider.html

Klar, wird sicher niemals an ein Sachtler herankommen, aber die Stative sind ja auch viel, viel günstiger.
Ich persönlich mag das Slider/Stativ Combo Konzept.

Und die Libec Stativ Köpfe an sich sehen schon ziemlich hochwertig aus.
Und 5Kg Traglast würde mir für die S5/Pocket denke ich, locker genügen.
Gruss Boris

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Antwort von andieymi:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Frage am Rande:
Kennt jemand das Combo Teil da unten, beziehungsweise den Stativ Hersteller ?
Ich kenne Libec, hab eine Nachbau-Sachtler-Bodenspinne von denen und die ist schwer ok. Hat irgendwie 100€ gekostet statt den 500€ die Sachtler für 100er Spinenn will, nach ein paar Jahren Einsatz immer noch gut.

Kann also leider nichts zu den Stativen sagen, nur da das ohnehin ein quasi Universalstativthread wird:
So nett die Lösung wirkt, ich habe noch keine Sliderlösung gesehen, die ohne Abstützen mit einem einzelnen, mittigen Montagepunkt stabil auskommt, außer sie kommt von GFM, Movietech etc., passt auf Eurozapfen und kostet 3000€ aufwärts, nur für den Slider, nicht für das Stativ, das es trägt.

Der Sliderweg ist zwar kurz, aber ich würd's testen wenn möglich. Bis dahin glaube ich, ehrlich gesagt reichts andere Lösungen zu kennen und Libec kann kaum das Rad neu erfinden in der Preiskalsse.
Bei der Auslage, mit hohem Kopf drauf, mit Schnellwechselplatte (es ist immer noch ein Slider) inzwischen noch höher und am Ende soll doch mal irgend ein 1.4er oder Zoom an die Pocket... bei sowas einfach mal die Herstellerangabe (gerade wenn es nicht O'Connor, Sachtler, Vinten, Ronford etc. ist) durch 2 Teilen und dann immer noch testen. Kann funktionieren, aber ich wäre skeptisch.

Zumindest ohne so Stützsysteme, die für Slide immer mal wieder wo auftauchen:
https://www.slashcam.de/news/single/Kon ... 12111.html
(der Link ist nur zum Veranschaulichen, die Dinger gibt's überall immer wieder mal von diversen Herstellern, das Prinzip immer gleich).

Das hat jetzt nicht unbedingt mit Stativ mehr zu tun, aber Da du ja offensichtlich eigentlich einen Slider suchst: Es gibt für das Geld nichts besseres als einen Dana Dolly. Das Ding ist wie für die Apokalypse gebaut, der trägt auch eine Alexa (und umso stabiler eine Pocket), die Trägheit kommt durch das Eigengewicht von allein und der kostet im kleinsten Set (Universal Kit, NICHT das Rental Kit) irgendwie um die 800€, nimmt dafür dann stinknormale, günstigste Speedrails, für die man in der Konfiguration sogar mit kleinen Wandstärken für ganz wenig Geld (2x 2m - 40€?) auskommt und das Ding passt auf jede Applebox oder wenn höher Lichtstativ, mit kleiner Kamera gehen vmtl auch 20er C-Stands, oder was man halt so on Location hat (Stühle, Kommode + AppleBox, etc.).

Ich hab mit kleinen bis großen Kameras über die Jahre zu viel mit verschiedenen Slider-Lösungen (auch in der Preisklasse Slider allein für 500€) experimentiert und im Endeffekt bereue ich am meisten, die 800€ nicht vor 5 Jahren schon ausgegeben zu haben.

Ich weiß, das summiert sich und in Summe ist die Lösung von Libec vmtl bei der Hälfte als ein Dana Dolly mit drumherum. Aber ich würde dem Libec auf Auslage auch keine Pocket anvertrauen und mir dann ruhige Fahrten erwarten. So gut ich die Spinne von denen finde.

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Antwort von Darth Schneider:

@Andie
Danke
Gut ich hatte jetzt auch nicht daran gedacht das Stativ immer mit dem Slider zu benutzen, sondern vor allem als normales Stativ. Ich finde es nur ne nette Beigabe, für zwischendurch.
Den Slider ist ja nicht fix dort montiert, den kann man weg nehmen.

Und glaubst du jetzt wirklich das der Slider mit meiner 4K Pocket nicht klarkommt ?
Zusammen mit dem Oly, sogar im Cage wiegt die nur mal ein wenig mehr wie 2Kg…

Der Stativkopf sieht jedenfalls auf den Fotos mehr als robust genug aus für so kleine Kameras.

Und die Spinne, ist nicht der Kopf, aber nun gut, ich werde mal eins ausprobieren müssen, oder Rewiews suchen..;)
Gruss Boris

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Antwort von pillepalle:

Der Slider kommt mit dem Gewicht schon klar, aber er darf am Ende der Fahrt eben auch nicht nachgeben. Ich bin da auch eher konservativ. Das Stativ mag ok sein, aber der Slider sieht ziemlich labberig aus. Vielleicht eher was für den Betrieb mit 2 Stativen, oder am Boden.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

andieymi hat geschrieben:

So nett die Lösung wirkt, ich habe noch keine Sliderlösung gesehen, die ohne Abstützen mit einem einzelnen, mittigen Montagepunkt stabil auskommt, außer sie kommt von GFM, Movietech etc., passt auf Eurozapfen und kostet 3000€ aufwärts, nur für den Slider, nicht für das Stativ, das es trägt.
Vor 10-15 Jahren gabs mal ein-zwei Hersteller die Slider mit gegenläufigen Ausgleichsgewichten gemacht haben - eine Lösung die so naheliegend ist, daß man sich wundert warum Slider nicht grundsätzlich alle so gebaut sind.

Aber der Trend zu immer leichteren, kleineren Kameras im Low Effort Bereich und an den preissensitiven Märkten hat leider dazu geführt, daß es kaum noch was außerhalb der Eurozapfen Liga für "ausgewachsene" Kameras gibt.

Ich hab deshalb - obwohl hier 3-4 Stativ-Slider rum liegen - auch schon seit Jahren einen Leiterdolly (ähnlich wie der Dana) im Einsatz. Ne 2 Meter Aluleiter ist billig, am Set extrem universal einsetzbar, und halt auch viel einfacher zu handhaben als irgendwelche Steckschienen Lösungen.

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Antwort von andieymi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Vor 10-15 Jahren gabs mal ein-zwei Hersteller die Slider mit gegenläufigen Ausgleichsgewichten gemacht haben - eine Lösung die so naheliegend ist, daß man sich wundert warum Slider nicht grundsätzlich alle so gebaut sind.
Meinst Du Edelkrone? Ich fand das Konzept auch immer interessant, aber die praxistauglichkeit hat dann eigentlich auch nicht dazu geführt, dass sich das wirklich durchgesetzt hat....
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Aber der Trend zu immer leichteren, kleineren Kameras im Low Effort Bereich und an den preissensitiven Märkten hat leider dazu geführt, daß es kaum noch was außerhalb der Eurozapfen Liga für "ausgewachsene" Kameras gibt.

Ich hab deshalb - obwohl hier 3-4 Stativ-Slider rum liegen - auch schon seit Jahren einen Leiterdolly (ähnlich wie der Dana) im Einsatz. Ne 2 Meter Aluleiter ist billig, am Set extrem universal einsetzbar, und halt auch viel einfacher zu handhaben als irgendwelche Steckschienen Lösungen.
Ja, ich wollte eigentlich auch nicht mehr sagen... man bekommt für recht kleines Geld massive Lösungen, die alle Kameras die man zukünftig vielleicht verwenden wollen würde, von groß bis klein tragen und das sind Systeme für die Ewigkeit. Wenn man einmal in eine Equipmentliga kommt, wo die Dinge einfach mit jedem System funktionieren, egal ob da jetzt ein 17mm MFT oder ein 70-200mm Canon dranhängt, oder eine Pocket dahinter oder eine Mini LF am Kopf, dann passt das mal. Leider sind viele Herstellerangaben so eng gefasst (oder halt durch 2 teilbar), dass man sich dann erst Recht wieder nach 2-3 Jahren nach dem nächsten "gerade passenden" Krempel umschaut.

Ich glaube Pianist(?) hat auf Stative bezogen ja auch was ähnliches gesagt: Stative kauft man für 50% der Berufslaufbahn, nicht für 3 Jahre. Ich hoffe, das sinngemäß wiedergegeben zu haben, ich habe versucht das gleiche für Slider zu machen.

@Darth Schneider:
Auch auf deine Frage nach Stativ-Kopf einzugehen. Wenn Dir Sachtler zu teuer ist, was legitim ist finde ich - gerade ab 100mm sind die Preise z.B. für Flowtech wirklich frech, schau Dich mal bei Cartoni um. Ich hab mir gerade noch mal die Preise für Camgear angeschaut, die sind für das was sie kosten auf keinen Fall besser und bei Cartoni hast Du einen europäischen Hersteller, der noch nicht mal zu ologopolfördernden Konstrukten wie Vitec (Videndum, oder wie heißen sie jetzt?) gehört, einen deutschsprachigen Kundendienst hat und die Stative als Familienunternehmen in Rom baut.

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Antwort von Frank Glencairn:

andieymi hat geschrieben:

Meinst Du Edelkrone? Ich fand das Konzept auch immer interessant, aber die praxistauglichkeit hat dann eigentlich auch nicht dazu geführt, dass sich das wirklich durchgesetzt hat....
Ich glaub nicht daß Edelkrone sowas jemals hatte - kann mich aber auch täuschen.

Das was ich meinte hieß Dollycrane. 16 Kilo kannste da drauf packen - die Inder (Proaim) bauen das mittlerweile nach.
Das Ding bestand aus 2 IGES Schienen und zwei Dollies die genläufig darauf fahren.
Kostet so um die 5000,- was für den Materialaufwand IMHO extrem steil ist.
Proaim macht's für weniger als die Hälfte, da heißt er Cambird.






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Antwort von andieymi:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ich glaub nicht daß Edelkrone sowas jemals hatte - kann mich aber auch täuschen.

Das was ich meinte hieß Dollycrane. 16 Kilo kannste da drauf packen - die Inder (Proaim) bauen das mittlerweile nach.
Das Ding bestand aus 2 IGES Schienen und zwei Dollies die genläufig darauf fahren.
Kostet so um die 5000,- was für den Materialaufwand IMHO extrem steil ist.
Proaim macht's für weniger als die Hälfte, da heißt er Cambird.
Ja stimmt, bei Edelkrone war das ja nur der Slider an sich der Gefahren ist, nicht die Gewichte...

Ist im Prinzip wie bei jedem Super Techno, fährt der vorn raus, fahren die Gewichte nach hinten. Kannte ich noch nicht das Ding, aber ich versteh, dass die sich das Konzept zahlen lassen. Ich würds auch nicht ausgeben, weil man einfach für deutlich weniger, deutlich flexiblere Systeme bekommt. Vermutlich geht das Ding auch irgendwie underslung/inverted, aber ich weiß nicht - ich seh's echt oft nicht als Ziel jetzt für meine Slider-Base eine einzige zentrale Mittelplatform zu haben (außer die fährt zusätzlich die Bäse mit Hydrauliksäule auf 2 Achsen, a la Magnum + Jib, dann geht's nicht anders und hat andere Vorteile - aber das macht das Zentralstativ ja gerade nicht...), sonst find ich die Flexibilität von einer Doppel-Speedrail-Schiene die man überall draufbauen, im Gelände legen/unterbauen, mit / ohne Stativen einfach genial simpel. Selbst allein würde ich lieber die Dana Dolly Schiene mit 2 Lowboys versetzen als das Cambird-Ding glaub ich.

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Antwort von MeisterFlow:

pillepalle hat geschrieben:
Ja, so wie in dem Video. Der erste Schritt (den Kopf erstmal in die Waage zu bringen) wurde da weggelassen, aber das sollte man vorher immer noch machen.

Die Eurostyle Plate ist eine kleine Platte mit Zollschaube die herausspringt. Sie sitzt aber auf einer größeren Platte, die Du beim 12er noch je 5 Zentimeter vor und zurückschieben kannst, um den Kameraschwerpunkt zu mitteln. Hier in dem Video siehst Du das

https://www.youtube.com/shorts/KwZuA50jZjI

Prinzipiell kannst Du Dein Tilta bzw. Smallrig Equipment direkt darauf schrauben. Kommt auch immer darauf an was Du sonst noch für Kamerasupports nutzt. Ich habe an jeder Kamera ehrlich gesagt mehrere Kameraplatten, weil ich sie dann unterschiedlich nutzen kann und bei Bedarf auch zusätzliche Verstellwege habe. Also z.B. eine Manfrotto 501 Platte an meiner Kamerabase,die dann in einer Manfrotto Halterung sitzt, die auf einer Cartoni Platte sitzt. So kann ich, je nachdem welchen Verschluß ich öffne, entweder auf Cartoni bleiben, oder zu Mandfrotto wechseln.

VG
Hallo,
Ggf dumme Frage, hast du das Stativ mit Bodenspinne ode Mittelspinne?
Oder ist das reine Geschmacksache?

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Antwort von pillepalle:

@ MeisterFlow

Ich habe eins mit Mittelspinne. Finde ich persönlich besser/praktischer (muss mich da weniger Bücken um dranzukommen), aber das ist Geschmackssache. Ich glaube Bodenspinnen findet man häufiger im Studio bzw. bei ebenen Untergründen. Im Gelände kann sie da eher mal im Weg sein. Die SDS-Spinnen bei Cartoni sind super, aber auch nicht billig wenn man die einzeln kauft (knapp 400,-€). Die sind aber auch bei den günstigen Red-Lock Beinen dabei.

Beim Stativ hatte ich mich auch für die günstigeren Alu-Beine mit je 2 Verschlüssen entschieden (Red-Lock System). Die sind etwas schwerer (3kg) aber super solide (tragen locker 50-60kg). Etwas leichteres und flexibleres aus Carbon (bis 25kg) hatte ich schon bei meinem anderen Videostativ und so ergänzen die sich ganz gut. Außerdem verbiegt Alu bei zu hoher Belastung, Carbon bricht. Mit Carbonbeinen sollte man also tendenziell etwas vorsichtiger umgehen, bzw. einen Neoprenschutz drum machen, wenn man es z.B. einfach zum anderen Equipment werfen möchte. Man sollte auch nichts feste dran klammern. Die etwas bequemeren/besseren Smart-Stop-Modelle gibt's bei Cartoni in Alu oder in Carbon. Die tragen ähnlich viel, haben aber nur einen Verschluß um beide Beinsegmente zu öffnen. Dafür zahlt man dann auch einen ordentlichen Aufpreis.

VG

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Antwort von andieymi:

Bodenspinne ist im Zweifelsfall deutlich stabiler, wenn wir von hohen Lasten reden, aber um die geht's hier nicht. Wenn's wirklich um reine Flexibiität geht ist sicher Mittelspinne immer zu bevorzugen, aber in Wirklichkeit und ab 4 Händen am Set: Bodenspinne hat Vorteile in der Stabilität, wenn man Wirklich im Gelände unterwegs ist, helfen die Spikes dann mehr als eine Mittelspinne. Im felsigen Gelände würde ich wieder der Mittelspinne den Vorzug geben, ist also alles echt Anwendungsfallrelevant.
pillepalle hat geschrieben:
Beim Stativ hatte ich mich auch für die günstigeren Alu-Beine mit je 2 Verschlüssen entschieden (Red-Lock System). Die sind etwas schwerer (3kg) aber super solide (tragen locker 50-60kg). Etwas leichteres und flexibleres aus Carbon (bis 25kg) hatte ich schon bei meinem anderen Videostativ und so ergänzen die sich ganz gut.
Ich muss - auch als Focus 10 und Red Lock Besitzer sagen, dass ich die Red-Lock-Alu noch am Schwächsten von dem ganzen Cartoni-Zeug finde. Ich mag die Köpfe, aber das Red-Lock-Alu ist vgl mit Sachtler oder Konsorten wirklich nicht auf 50-60kg ausgelegt. Ich hab noch die alten Sachtler Alufüße, die wirklich mit 70kg angegeben sind und alles tragen, aber verglichen damit sind die Red Lock einfach - ich kann es nicht anders sagen: "wackelig". Auf das Sachtler das mit 70kg angegeben ist, setz ich mich mit 100 auch drauf, das würden die Cartoni Red Lock einfach nicht überleben. Ist einfach Gefühlssache, das beschreibt man nicht, aber ich würde die sinnvolle Grenze der Red Lock wirklich bei den 10kg mit denen der Kopf angegegeben ist sehen - oder halt bei 5-7kg dann realistisch, weniger bei 50-60kg.

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Antwort von pillepalle:

Empfehlen würde ich 50 kg auch nicht 😅, aber laut CartonI tragen sie sogar 60kg. Aber 10 Kilo halte ich doch für etwas konservativ. Ich persönlich würde vielleicht ab 25kg auf etwas stabileres wechseln. Gibt ja auch genug Schwerlaststative von denen. Für den Preis finde ich die Beine jedenfalls super.

VG

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Antwort von SamSuffy:

Bin auch zufireden, habe aber in der Preisklasse keinen anderen Vergleich.
Nervig ist aber, dass mir ab und an die Mittelspinne aus der Halterung gesprungen ist.
Ist dies euch mit eurem Red Lock auch schon passiert?

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Antwort von pillepalle:

Nö...

VG

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Antwort von andieymi:

pillepalle hat geschrieben:
Empfehlen würde ich 50 kg auch nicht 😅, aber laut CartonI tragen sie sogar 60kg. Aber 10 Kilo halte ich doch für etwas konservativ. Ich persönlich würde vielleicht ab 25kg auf etwas stabileres wechseln. Gibt ja auch genug Schwerlaststative von denen. Für den Preis finde ich die Beine jedenfalls super.
Kann ich so nachvollziehen. Ich bemängle auch gar nichts am Preis und der Quali, die man dafür kriegt. Aber 60kg ist halt Oberklasse.
Als ich da neulich die Venice in Minimalkonfiguration drauf hatte, hab ich dann lieber die Sachtler genommen. Aber da war Einhandbedienung auch nicht wirklich notwendig...
SamSuffy hat geschrieben:
Nervig ist aber, dass mir ab und an die Mittelspinne aus der Halterung gesprungen ist.
Ist dies euch mit eurem Red Lock auch schon passiert?
Gar nicht, finde das System recht gut gelungen und super schnell zu bedienen. Rausgesprungen noch nie. Was hast Du für Beine?

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