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Infoseite // Notebook als Ersatz für Videomischer bei Liveübertragung?



Frage von MyKey0815:


Ich möchte mich an dieser Stelle darüber informieren, ob folgendes Szenarie grundsätzlich möglich ist und ob jemand schon Erfahrungen damit gesammelt hat und entsprechende Software kennt:

Ich möchte auf einer kleineren Veranstalltung einen Beamer ansteuern. Vor dem Bühnenbereich sollen 3 Kameras (Camcorder aus dem Consumerbereich) aufgestellt werden, die verschiedene Perspektiven ermöglichen. Im Technikbereich soll ein Notebook die Bilder der 3 Kameras sowie ein weiteres Notebook mit Powerpoint als "Eingangssignal" nutzen können. Das Notebook soll alle 4 Quellen (3 Kamerabilder und die PowerPoints), ein Vorschaubild und auch das aktuelle Beamerbild anzeigen - also ein ganz "normaler 4 Kanal Videomischer".

Um alle Bildquellen zum Technikbereich zu übertragen, wäre eine LAN-Verbindung denkbar (Camcorder würden dann per Firewire oder USB an ein Notebook am jeweiligen Standort angeschlossen)

Ich würde gerne von Euch wissen, ob so was schon mal realisiert wurde und was man dabei beachten sollte bzw. wie und wo man die "Mischer-Software" herbekommt.

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Antwort von carstenkurz:

Es gibt ein paar Softwaresysteme für diese Produktionsweisen, die sind aber nicht ganz billig und haben natürlich auch ein paar systematische Probleme - paralleler Anschluss mehrerer Videoquellen, Durchsatz, etc.
Und sie kosten.

Auf dem Mac gibts z.B. das sehr komfortable BoinxTV

http://www.boinx.com/boinxtv/overview/

Für Windows hier mal schauen:

http://www.suh-edv.eu/

Deren Livemixer ist ganz potent. Aber auch nicht umsonst. Mal anrufen.


Ich glaube nicht, dass der Ansatz mit vorgeschalteten Notebooks und Streaming funktionieren wird.

Sowas macht man auch heute noch mit einem popligen Edirol oder Datavideomischer und analogem Video. FireWire über längere Strecken geht zwar heute auch schon bezahlbar, verursacht aber am Mischer deutlich höhere Kosten und ist den Aufwand qualitativ oft nicht wert. Sooo schlecht ist FBAS/S-Video aus einer guten Kamera nicht.
Dafür ist so eine Lösung deutlich betriebssicherer. Bei so einer Streaming Lösung kann dir eine einzige hakelnde Komponente den ganzen Betrieb zerhageln. Und die Bildqualität wird durch die benötigten Echtzeitcodecs auch nicht besser als mit analogem Video.

Über welche Strecken musst Du denn die Kameras da verkabeln?

- Carsten

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Antwort von newsart:

Wir machen ähnliches häufiger und nutzen dabei die SONY Anycast. Problem bei allen anderen mir bekannten Notebook-Lösungen: Wenn Du wieder ein Live-Bild via Beamer an der Bühne ausgibst, fallen Verzögerungen durch die Software-Mischung (Delay) auf. Auch die Anycast hat ein delay, welches aber sehr gerin (wenige ms) ist.

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Antwort von Subbrmoh:

9 Jahre später: Es geht mit OBS: https://obsproject.com/

Aber es geht nicht für alles. Ich verwende ein Avermedia Mini Interface, um das HDMI aus meiner GH5 in den Rechner zu bekommen. Dabei entsteht schon am HDMI-Output der Kamera Latenz. Bis das Video verarbeitet ist, habe ich etwa 250ms Versatz, was OBS beim Audio dann entsprechend eingestellt wieder kompensiert. Für Streaming, das OBS gleich mit erledigt, ist das aber irrelevant.

OBS kann auch gut als Ersatz für einen Bildmischer dienen, mit eben mehreren solchen (oder ähnlichen Interfaces). Die Anforderungen an die Grafikleistung des PCs oder Mac sind bei FullHD dann aber entsprechend deftig. Mein Laptop von 2013 reicht dafür nicht aus aber mit neuen Geräten sollte es auch in FullHD gehen. Von Vorteil ist, dass auch das Einspielen von Videos oder Bildern und Bauchbinden, ja sogar Chroma Key möglich sind. Im Bereich Audio können VSTs eingebunden werden, die besser zu handhaben sind als der mitgelieferte Kompressor.

Je nach Kraftverhältnis CPU vs. GPU ist es sinnvoll, das H264-Encoding durch OBS in der GPU machen zu lassen. Meist schlechtere Qualität aber keine CPU-Auslastung. Aber Vorsicht: Auch das Bildmischen macht OBS in der GPU, hier drohen dann Engpässe.

Sicherlich keine Lösung für alles, aber in dem Moment, in dem ich diesen Beitrag schreibe, ist Corona-Krise und alle wollen streamen und keiner hat viel Geld – da muss man auch mal improvisieren!

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Antwort von TomStg:

Subbrmoh hat geschrieben:
Sicherlich keine Lösung für alles, aber in dem Moment, in dem ich diesen Beitrag schreibe, ist Corona-Krise und alle wollen streamen und keiner hat viel Geld – da muss man auch mal improvisieren!
Na ja, 340 Euro ohne das og genannte Gewürge auf dem Laptop sollte es kosten dürfen:
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/atemmini

Und falls es nur eine Kamera sein soll/darf, geht das inzwischen auch völlig ohne Laptop direkt aus vielen aktuellen Kameras, zB mit Sony Z90, NX80

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Antwort von Subbrmoh:

TomStg hat geschrieben:
Na ja, 340 Euro ohne das og genannte Gewürge auf dem Laptop sollte es kosten dürfen:
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/atemmini
Ja, ich weiß. Ich hab's bestellt und dann storniert. Die Lieferzeit des Gerätes beträgt derzeit 5 bis 10 Wochen. Nützt als JETZT gar nix.

Nur den Roland V-1HD könnte man derzeit zeitnah bekommen, für fast 1200€.

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Antwort von Frank Glencairn:

carstenkurz hat geschrieben:
Bei so einer Streaming Lösung kann dir eine einzige hakelnde Komponente den ganzen Betrieb zerhageln.
.. was fatalerweise bei BlackMagic ausgerechnet bei der Neuvorstellung von Streaminghardware mit schöner Regelmäßigkeit passiert :D

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Antwort von TomStg:

Mit dem Blackmagic Webpresenter für zwei Kameras gehts reibungslos für 550 Euro in 1-2 Wochen:
https://www.blackmagicdesign.com/de/pr ... /techspecs

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Antwort von srone:

wobei die eine sdi und die andere hdmi sein muss...:-(

lg

srone

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, und da jetzt noch für 99,- das Teranex Mini Smart Panel dazu und du hast sogar einen einfachen Mischer.

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Antwort von Frank Glencairn:

srone hat geschrieben:
wobei die eine sdi und die andere hdmi sein muss...:-(

Irgendein billiger Adapter dazwischen und fertig.

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Antwort von Subbrmoh:

Der WebPresenter liefert über USB zwar schön UVC, aber nur in 720p – das kann dann auch ein älterer Laptop. Meinjanur.

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Antwort von TomStg:

Subbrmoh hat geschrieben:
Der WebPresenter liefert über USB zwar schön UVC, aber nur in 720p – das kann dann auch ein älterer Laptop. Meinjanur.
Nur ohne Mischerfunktion und ohne zusätzlichen externen Audioeingang.
Mehr als 720p ist beim Live-Streaming eh besonders hakelig.

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Antwort von Subbrmoh:

TomStg hat geschrieben:
Mehr als 720p ist beim Live-Streaming eh besonders hakelig.
YouTube beschwert sich, wenn man mit weniger als 1080p streamt. Und das ist ja auch nicht so das Problem. Außerdem ist es cool, wenn dir die Fans deiner Band ein Foto schicken, auf dem dein Live-Stream auf einer großen Beamer-Leinwand läuft. :-D (Echt live is ja nimmer.)

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