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Infoseite // Lavalier-Mikrofon für 1,3 Volt Stromversorgung?



Frage von beiti:


Mein Yamaka Pocketrak C24 kann am Mikrofon-Eingang eine Stromversorgung von 1,3 Volt ausgeben (siehe Ausschnitt aus der Bedienungsanleitung).

Kennt jemand ein Lavalier-Mikrofon, das sich direkt und ohne weiteres Speisemodul daran betreiben lässt?

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Antwort von carstenkurz:

Das ist ganz schön knapp. Hast Du mal gemessen, was da tatsächlich rauskommt? Offensichtlich reicht das Ding zur Mic-Versorgung nur seine ungeregelte Batteriespannung raus. Das kann mit bestimmten Zellen also maximal 1.6 Volt sein. Bei Verwendung mit Akkus ggfs. deutlich weniger, wobei vermutlich auch er Pocketrak selbst nicht bis runter auf 1-1.1 Volt laufen wird.


Die meisten Electrets arbeiten zwar noch bei dieser Spannung, aber sie verzerren sehr schnell. Da man für Electrets mit extrem niedrigen Stömen auskommt, würde ich mir ernsthaft überlegen, eines mit externer Speisung zu nehmen. Die dafür nötigen Knopfzellen tragen doch kaum auf, sind oft in kleinen Inline-Gehäuse.

Brauchst Du das für Aufnahmen 'am Mann', also Lavalier am Kragen und Recorder in der Tasche? Also überwiegend Sprache, und kurze Kabel?

- Carsten

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Antwort von beiti:

Ich dachte, die Kombination aus Pocketrak und Lavalier-Mikro ist ein eleganter und leichter Ersatz für ein Funkmikro-Set.
Wenn ich die Speisung in einem separaten Batteriegehäuse habe, ist das Verkabeln schon wieder ein bisschen umständlicher.

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Antwort von beiti:

Ich habe jetzt mal nachgemessen: Es sind 2,05 Volt (reproduzierbar, aber nicht unter Last). Dabei spielt es keine Rolle, ob ich eine alte Batterie mit 1,42 Volt oder eine ganz neue mit 1,56 Volt einlege.
Das finde ich ein wenig kurios. Offenbar wird die Spannung also intern erhöht. Dann frage ich mich, warum dann nicht gleich auf 5 oder 9 Volt erhöht wird.

Welche Spannung geben denn andere kompakte Recorder aus, z. B. Zoom H1/H2 oder die kleineren Tascam-Modelle? Könnte man an deren Eingängen ein Lavalier-Mikrofon einwandfrei betreiben?

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Antwort von carstenkurz:

Also mit zwei Volt kann man zumindest üblichen Dialog über normale Elektrets schon hinkriegen, das dürfte nicht ganz so kritisch sein.

Die Spannung dürfte die interne Arbeitsspannung des Rekorders sein, das ist durchaus üblich, und eine höhere Spannung würde einen zusätzlichen Konverter dafür bedingen. Ne Zeitlang waren da 3.3 Volt üblichen, aber bei solchen extrem stromsparenden Geräten sind mittlerweile auch deutlich weniger verbreitet, und vermutlich läuft das auch nochmal über ne Schutzdiode, die ein bißchen Spannung kostet.

Ich würde es einfach mal ausprobieren. Ich denke, bei anderen Rekordern wird das auch nur maximal bei 3.3-5 Volt liegen.

- Carsten

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Antwort von beiti:

Bisher habe ich nur das Hama LM-09 getestet, und das rauscht leider ganz grausam. Außerdem macht das zusätzliche Batteriegehäuse die Anwendung etwas umständlicher.

Ich werde jetzt mal das Pronomic LA-30 EA ausprobieren, das angeblich an Spannungen zwischen 1,5 und 10 Volt funktioniert. Nur der niedrige Preis
macht mich etwas stutzig.

Passende Qualitätsmikrofone sind nicht ganz so einfach zu finden. Die Modelle von AKG oder Shure haben Spezialstecker. Von Sennheiser gibt es welche mit Klinkenstecker, aber das sind dann 3-polige Klinkenstecker mit Spezialbelegung (Tonsignal und Spannung getrennt). Der Pocketrak C24 gibt hingegen eine Gleichspannung auf dieselben Kontakte, auf denen auch das Tonsignal erwartet wird.

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Antwort von Skeptiker:

Ein kleiner Beitrag:

Ich habe am Mic-Eingang folgende Spannung mit aktivierter Plug-in Power gemessen:

Olympus LS-5: 2.98 Volt
Zoom H4n: 2.86 Volt

Gruss
Skeptiker

P.S.:
Damit man was messen kann, müssen die Recorder in Aufnahmebereitschaft stehen.

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Antwort von beiti:

Olympus LS-5: 2.98 Volt
Zoom H4n: 2.86 Volt Danke! Das ist schon mal ein Anhaltspunkt.

Wenn man einen "großen" Recorder wie den Zoom H4n verwendet, könnte man natürlich auch über XLR einen Speiseadapter verwenden.
Ich hatte aber gehofft, das Ganze mit einem kleinen, leichten Gerät umsetzen zu können.

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Antwort von Skeptiker:

Wenn man einen "großen" Recorder wie den Zoom H4n verwendet, könnte man natürlich auch über XLR einen Speiseadapter verwenden. Bei aktivierter Phantomspeisung sind allerdings die Batterien ziemlich schnell leer.
Man kann sie aber auf 24 V reduzieren.

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Antwort von carstenkurz:

Bisher habe ich nur das Hama LM-09 getestet, und das rauscht leider ganz grausam.
Ja, gute Elektret-Kapseln sind leider schwer zu finden. Die einzige 'sichere' Hausnummer, die ich da kenne sind eben die professionellen Lavaliers oder die OKM II. Aber eben nicht billig. Notfalls muss man da ein paar durchprobieren.

- Carsten

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Antwort von carstenkurz:

Da war doch noch was:

http://www.ohrwurmaudio.de/o_beispiel.html

Die sind auch ziemlich rauscharm. Ist zwar ein Stereoset, aber niemand zwingt einen zu Stereo. Dafür deutlich bezahlbarer als OKM.


- Carsten

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Antwort von beiti:

Die Kopf-Mikrofone als Ansteckmikrofone zu missbrauchen, erscheint mir ziemlich umständlich. Sind ja immer zwei Stück, die in einen gemeinsamen Stereo-Stecker zusammengeführt werden. Beim Ohrwurm kommen noch die Bügel hinzu. Da wäre einige Bastelarbeit nötig, bevor man vernünftig damit arbeiten könnte.

Das Pronomic-Mikrofon ist heute angekommen. Ist eher schlechter als mein vorhandenes Hama (rauscht noch etwas mehr, hat einen geringeren Ausgangspegel und klingt für mein Empfinden etwas dumpfer). Hier ein Direktvergleich.

Allerdings weiß ich nicht genau, wieviel Rauschen vom PreAmp des Recorders kommt und wieviel vom Mikro selber. Leider habe ich außer dem Yamaha C24 derzeit kein Gerät, das eine Mikrofon-Kleinspannung ausgibt.

Außerdem bin ich nicht sicher, was ich von einem Lavalier überhaupt erwarten darf.

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Antwort von carstenkurz:

Vor Bastelarbeit darf man keine Angst haben. Dafür kriegt man zwei Lavaliers fürs gleiche Geld. Die OKMs sind ohne mechanische Bastelarbeiten natürlich etwas dezenter.

Wenn man irgendwas haben will, das out of the box tauglich ist, muss man da wohl etwas mehr Geld investieren.

Normalerweise sind auch schlechte Lavaliers nicht so kritisch beim Pegel bzw. Rauschen, weil sie eben direkt besprochen werden. Nur darf man sie eben auch nicht mit anderen Mikros aus größeren Distanzen vergleichen.

Gibt wenig Lavaliers, die derartig viel Pegel liefern wie das Rode. Aber das kostet eben auch.

Bei bezahlbaren Mikros muss man halt Testen bzw. Glück haben. Es gibt etliche Lavalier-Tests bei YouTube und man sieht dort, dass auch günstige Mikros ziemlich rauschfrei sein können - was aber weniger an den Eigenschaften der Kapseln liegt sondern eben an den speziellen Umständen, unter denen Lavaliers eingesetzt werden.

- Carsten

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