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Kriterien für Bildqualität bei capture?



Noch was unklar? Dann in unserem Forum nachfragen!


Frage von Peter Sorge:


Hallo NG,

es wäre schön, wenn ich hier geholfen werden könnte. Ich will dem
allgemeinen Rat folgen und alte VHS-Kameraaufnahmen von den Kindern
digitalisieren.

Mir ist klar, dass ich die Qualität des Originals nicht verbessern
kann, aber alle bisherigen Versuche haben eine so schlechte
Bildqualität gebracht, dass es sich so nicht lohnt. Das VHS-Bild ist
allemal noch besser. Woran könnte das liegen?

1. Die Kette ist

- Standard-VHS-Recorder
- Scartadapter (;voll bestückt)
- SVideo-Kabel
- PCMCIA.-TV karte (;Medion)

Software scheint keine Rolle zu spielen, immer das gleiche Ergebnis
(;MS MovieMaker, Cyperlink Power Director, Virtual Dub).

2. Verschieden Ratschläge (;und oft auch das direkte Gegenargument)
habe ich gehört.
Vergoldete Kabelstecker? Bevor ich das alles kaufe, wäre es schön,
wenn mir jemand bestätigen könnte, dass das bei ihm eine sichtbare
Verbesserung gebracht hat.

3. Video Enhancer?

4. Recorder mit DVD und VHS in einem. Kurze Übertragungswege. Wieviel
bringt das?

5. Dann gibt es ja wohl noch aufwendigere Hardware, von der ich nicht
viel weiß (;Canopus?). Es wird sich wohl kaum lohnen, für 10 Kassetten
ein paar Hunderter rauszuhauen, und das für einen einmaligen Zweck.

Die kommerziellen Services, die das Überspielen anbieten (;zB.
Saublödmarkt), was benutzen die? Da ich das nur ein Mal brauche, wäre
das eine Möglichkeit, vorausgesetzt, dass sie die Qualität bringen.

Danke für jede mitgeteilte Erfahrung.

Peter Sorge






Antwort von Günter Hackel:

Peter Sorge schrieb:

> Mir ist klar, dass ich die Qualität des Originals nicht verbessern
> kann, aber alle bisherigen Versuche haben eine so schlechte
> Bildqualität gebracht, dass es sich so nicht lohnt. Das VHS-Bild ist
> allemal noch besser. Woran könnte das liegen?

Naja, die Aufnahme auf dem Band kannst Du nicht verbessern, aber
immerhin das, was von dem Recorder runterkommt und da gibt es durchaus
Erfolge. Ich spiele z.B. Videos mit einem meiner S-VHS Recorder ab und
auch wenn ich dort DNR und TBC eingeschaltet habe, wird das Bild noch
ruhigern und klarer wenn ich meinen Elro-Videolimiter dazwischenschalte.
Das digitalisieren mache ich mit einem DV-Camcorder (;Sony PC110) und
zeichne die Filme zum bearbeiten als DV-AVIDV-AVI im Glossar erklärt über den Firewire-Input am
Rechner auf.

> Vergoldete Kabelstecker?
Nein, das bringt nichts.

> 3. Video Enhancer?
das ist das, was ich ich auch benutze. (;VL300)
>
> 5. Dann gibt es ja wohl noch aufwendigere Hardware, von der ich nicht
> viel weiß (;Canopus?). Es wird sich wohl kaum lohnen, für 10 Kassetten
> ein paar Hunderter rauszuhauen, und das für einen einmaligen Zweck.

Probiere es mal mit einem Camcorder als A/D Wandler, Du wirst begeistert
sein. Vielleicht kannst Du Dir irgendwo einen leihen?
gh
--
-------------------- http://www.cyborgs.de --------------------
Biete: Synthesizer - Module: Formant Pro (;MSS 2000)
mehr dazu auf der Website unter "Flohmarkt"
------- Iiihmäils an: lutz ad cyborgs punkt de ----------




Antwort von Volker Schauff:

Peter Sorge schrieb:

> Mir ist klar, dass ich die Qualität des Originals nicht verbessern
> kann, aber alle bisherigen Versuche haben eine so schlechte
> Bildqualität gebracht, dass es sich so nicht lohnt. Das VHS-Bild ist
> allemal noch besser. Woran könnte das liegen?

Klar kann man die Qualität verbessern. Das Zauberwort heißt Filtern. Im
Grunde ist das zwar auch nur eine Signalverfälschung, aber eine die das
ganze subjektiv ansehnlicher macht. Geht gratis mit Virtual Dub.

> 1. Die Kette ist
>
> - Standard-VHS-Recorder
> - Scartadapter (;voll bestückt)
> - SVideo-Kabel
> - PCMCIA.-TV karte (;Medion)

Bemängelst du zufällig flaue Farben und eigenartige Schachbrettmuster?
S-Video Kabel sind zwar gut wenn man einen passenden Ausgang hat, hat
man den aber nicht wird das Bild schlechter. VHS-Rekorder haben keine
S-Video Ausgänge. Das heißt das Composite-SignalComposite-Signal im Glossar erklärt liegt auf der Y-Leitung
des Kabels. In der Regel ist das Bild dann S/W. Es kann aber auch ein
Effekt wie der gerade beschriebene (;Muster und flaue Farben) auftreten.

> Software scheint keine Rolle zu spielen, immer das gleiche Ergebnis
> (;MS MovieMaker, Cyperlink Power Director, Virtual Dub).

Die können die Qualität indirekt beeinflussen. Zumindest beim Moviemaker
weiß ich nicht was da rauskommt. Evtl. gar MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt in Echtzeit?
Unkomprimierte AVIs wären da besser.

> 2. Verschieden Ratschläge (;und oft auch das direkte Gegenargument)
> habe ich gehört.
> Vergoldete Kabelstecker? Bevor ich das alles kaufe, wäre es schön,
> wenn mir jemand bestätigen könnte, dass das bei ihm eine sichtbare
> Verbesserung gebracht hat.

Bringt nix. Gute Kabel können messbare (;ob die auch sichtbar sind sei
dahin gestellt) Unterschiede ausmachen. Gut heißt nicht automatisch
teuer. Oehlbach ist zwar teuer, aber oftmals als schlecht verschrien und
hat sich diesen schlechten Ruf gerade in den 90ern mit Klingeldraht in
angeblichen Highend-Kabeln tapfer erarbeitet. Deutlich preiswerter aber
um Welten besser ist Sommer Cable. Trotzdem würdest du den Unterschied
zum Baumarkt-Kabelset mit deinem Equipment vermutlich nicht sehen.

> 3. Video Enhancer?

Nicht zwingend nötig. Wenn die Synchronsignale einmal total aus dem
Tritt geraten sind hilft eh nur noch ein Timebase Corrector. Eine
Situation in der ein Video Enhancer helfen würde (;verschliffene aber
noch halbwegs im Takt liegende Sync-Signale) gibt es nahezu nie.

Von den zwei großen Anbietern, Elro und Eicke&Bemmerer, würde ich
höchstens letzteren noch einen Hauch von Sinn zuschreiben. Während der
Elro nur eine halbgare Schärfeanhebung anbietet und ansonsten der
Bildqualität weder nützt noch schadet, und als einzigen Nutzwert nur ein
paar illegale Schweinereien bietet, die man zwar nicht mehr explizit
bewirbt aber immer noch als Metatags und versteckte Keywords auf der
Webseite eingebettet hat, bietet der Profiko 2099 von Eicke&Bemmerer
immerhin noch einen Hush-Denoiser für den Ton (;nicht in jeder Variante,
daher Vorsicht beim Gebrauchtkauf, die neuen haben alle den Hush) sowie
einen Chroma Shift, der den leichten Versatz der Farbe gegenüber der
Helligkeit, der bei VHS systematisch bedingt zwangsweise auftritt,
ausgleicht. Leider hat man sich bei der neuen Variante mit Hush dazu
entschieden, den Chroma Shift in wenigen Stufen in zwei Richtungen
anzubieten, während der alte mehr Schritte entgegen der Richtung des
üblichen VHS-Shifts anbietet. Die Schärfeanhebung finde ich nicht
sonderlich spektakulär, das können Vdub-Filter besser. Der Chromashift
ist aber garnicht übel, da man in Vdub später zwar shiften kann, aber
nicht mehr vernünftig (;es geht evtl. Farbe verloren in schwarzen
Flächen, analog kann man shiften wie man lustig ist).

> 4. Recorder mit DVD und VHS in einem. Kurze Übertragungswege. Wieviel
> bringt das?

Ich würd sagen nicht viel. VHS ist heute nur noch ein unangenehmes
Anhängsel und Bestandspflege. Jeder Billigrekorder von damals dürfte
mehr bringen als das was man sich heute neu teuer erkauft.

Wenn ein neuer Rekorder dann der S-VHS von JVC (;guter Rekorder, leider
ohne jede Zusatzfunktion wie Timebase Corrector da das letzte Modell im
Programm, wie gesagt unangenehmes Anhängsel zur Bestandspflege), oder
ein gebrauchter mit Timebase Corrector (;da gibts ganz viele von JVC die
man nahezu alle bedenkenlos kaufen kann, leider aber nur noch
gebrauchte, oder ältere Panasonics - vorsicht vor den neueren NV-HS930
und NV-SV120/121, das war ziemlicher Müll, der HS930 war noch
erträglich, der SV121 schlechter als jeder Aldi-Schrott)

> 5. Dann gibt es ja wohl noch aufwendigere Hardware, von der ich nicht
> viel weiß (;Canopus?). Es wird sich wohl kaum lohnen, für 10 Kassetten
> ein paar Hunderter rauszuhauen, und das für einen einmaligen Zweck.

Ein DV-Wandler ist schon was feines. Und mit den kleinen
Canopus-Wandlern (;ADVC-55 oder 110 - für "nur rein" reicht der 55)
kriegst du richtig gute Geräte. Der ADVC-300 taugt nix, der Timebase
Corrector ist, als würdest du ein Placebo-Medikament mit Nebenwirkungen
schlucken: Wirkungslos wo er helfen soll, an anderen Stellen werden
wahllos Bildinhalte zerstört. Gleiches gilt übrigens für den Edirol
VMC-1 der auf dem gleichen Panasonic Timebase Corrector Chip basiert wie
der ADVC-300.

> Die kommerziellen Services, die das Überspielen anbieten (;zB.
> Saublödmarkt), was benutzen die? Da ich das nur ein Mal brauche, wäre
> das eine Möglichkeit, vorausgesetzt, dass sie die Qualität bringen.

Solche Services sprießen im Moment aus dem Boden wie Pilze. Ich-AGs
begründet auf preiswerte VHS-DVD-Kombigeräte. Oder schwarz nebenher,
denn wenn du dich bei Ebay so umguckst haben die meisten nicht mal ein
Impressum und eine Steuernummer auf der Seite stehen. Dafür redet man
sich den eigenen Schrott schön (;der Einsatz eines DVD-Rekorders wird mit
"Vermeidung von Umrechnungsfehlern durch Computer Hard- und Software",
"bessere Qualität durch direkten Weg" oder "Diskretion da nichts
zwischengespeichert wird" begründet), und scheinbar gibts sogar Leute,
die das glauben. Und was die "professionelle Hardware" sein soll, die da
zum Einsatz kommt, traut sich niemand so recht zu sagen. Die halten
vermutlich Blackmagic Design für einen Anbieter von Voodoo-Artikeln und
Gothic-Kleidung.

Nachbearbeitung darfst du dort nicht erwarten, und wenn doch sind die
erkennbaren Tendenzen gravierende Verschlimmbesserungen (;ein
"farbkorrigiertes" Beispielbild eines Ebay-Anbieters kommentierte ein
Freund in einer ICQ-Sitzung mal mit "Am TV genau richtig, am PC-Monitor
zu dunkel" - jemand sollte besagtem Anbieter mal sagen, daß PC und TV
andere Farbräume und Farbdarstellungen haben und eine Korrektur am PC
ohne Hilfsmittel wie einem TV-Gerät zur Begutachtung oder einem
Waveform-Monitor nichts bringt).

Versuche einfach folgendes:
- Bringe dein Anschlussproblem in Ordnung (;ein Cinch Kabel für
Composite-Video sollte schon helfen, s.o.) sodaß die Qualität des
kopierten Videos dem Original entspricht. Beachte dabei: Durch die viel
schärfere Darstellung wirkt das ganze am PC noch etwas verrauschter als
am TV, und der komische Störstreifen da unten ist bei VHS normal und
verschwindet am Fernseher im Overscan, sprich unter dem Plastikrahmen.
- Nehm das Video auf und spiel ein wenig mit Virtual Dub und ein paar
Third-Party Filtern rum, insbesondere temporale Rauschfilter, bis das
Bild so ist wie du es dir vorstellst.
- Bringe das ganze mit Power Director (;müsste MPEG2-Encoder und
DVD-Authoring beides mitbringen) auf DVD.

Wenn du noch Investitionen tätigen willst wäre am sinnvollsten:
1: Ein guter Videorekorder, z.B. ein JVC mit Timebase Corrector (;gegen
wabernde Bildränder) und Rauschreduzierung (;ca. 70 bis 150 Euro
gebraucht bei Ebay, Wiederverkaufswert wenn du ihn nach getaner Arbeit
wieder verkaufen willst etwa identisch)
2: (;weniger wichtig): eine andere Authoring-Software, wie z.B. Sony
DVD-Architect Studio, die eine bessere Bildqualität (;weniger
Kompressionsartefakte - also diese Klötzchen - durch besseren Encoder)
und mehr Möglichkeiten beim Menü bietet (;50 Euro) oder das
Schnitt/Authoring-Paket Vegas Moviestudio DVD Platinum (;ca. 100 Euro,
nur dann nötig wenn du auch noch schneiden willst oder falls beim
alleinstehenden DVD-Architect irgendwas wichtiges, wie der AC3-Encoder,
fehlt - leider geht das auf www.sonymediasoftware.com nicht so ganz aus
den Beschreibungen hervor)

--
Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502)
www.cavalry-command.de - Über Saber Rider und andere 80er Jahre Serien
foren.cavalry-command.de - Forum für Spät70er - Früh-90er TV-Nostalgiker
www.dark-realms.de - Für Fantasy/Mittelalter und alles mögliche Kreative






Antwort von Martin Hillebrand:

Hallo Peter.

Peter Sorge schrieb:
> 1. Die Kette ist
>
> - Standard-VHS-Recorder
> - Scartadapter (;voll bestückt)
> - SVideo-Kabel
> - PCMCIA.-TV karte (;Medion)
>
> Software scheint keine Rolle zu spielen, immer das gleiche Ergebnis
> (;MS MovieMaker, Cyperlink Power Director, Virtual Dub).

Du hast mit das Wichtigste vergessen: Mit welchem CoDec (;Zielformat)
werden denn die Filme abgespeichert? Du solltest tunlichst vermeiden, in
einem stark komprimierenden FormatFormat im Glossar erklärt wie DivXDivX im Glossar erklärt, Xvid oder MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt direkt ab
zu speichern. Das sind Endformate, die ganz am Ende der
Verarbeitungskette stehen.

Du solltest mit einem MJPEGMJPEG im Glossar erklärt oder anderem LosslessLossless im Glossar erklärt CoDec wie HuffYuf
speichern. Das braucht zwar enormen Plattenplatz, ist aber für die
Weiterverarbeitung viel besser.

Wenn das "Rohformat" erst mal auf Platte liegt, dann kannst Du in aller
Ruhe beispielsweise einen Filter, wie einen *sanften* Weichzeichner
(;sehr zu empfehlen bei altem VHS) drüber laufen lassen.

Die Video Enhancer sind dann sinnvoll, wenn das Band arg ausgenudelt ist
und die Timing Informationen im Signal schon arg gelitten haben. Man
erkennt das dann an extrem vielen gedroppten Frames, obwohl sich der
Rechner eigentlich langweilt und genug Zeit zum Verarbeiten hätte.

> 2. Verschieden Ratschläge (;und oft auch das direkte Gegenargument)
> habe ich gehört.
> Vergoldete Kabelstecker?

Quark. Ordentlich Kabel sind wichtig, keine Frage, aber ab einem
gewissen Level sind "vergoldete Kabelstecker" einfach nur Voodoo.
Genausogut könntest Du eine Hasenpfote auf den VCR legen...

> 3. Video Enhancer?

Ist, wie geschrieben, dann gut, wenn das Band schon arg abgenudelt ist
und die Timinginformation schon sehr gelitten hat. Ist das nicht der
Fall, kann man die weiteren Filter alle per Software machen. Das geht
zwar langsamer, aber man kann in der Regel mehr Einstellungen treffen.

> 4. Recorder mit DVD und VHS in einem. Kurze Übertragungswege. Wieviel
> bringt das?

Naja. Ist halt eine 1:1 Kopie des VHS Tapes ohne wenn und aber. Man hat
keinerlei Korrekturmöglichkeiten. Außerdem ist das Gerät recht teuer -
für den einmaligen Zweck - ob sich das lohnt?

> 5. Dann gibt es ja wohl noch aufwendigere Hardware, von der ich nicht
> viel weiß (;Canopus?). Es wird sich wohl kaum lohnen, für 10 Kassetten
> ein paar Hunderter rauszuhauen, und das für einen einmaligen Zweck.

Ich kenne das Gerät nicht. Aber die Frage würde ich mir auch stellen.

Was Du auch noch machen kannst: Wenn Du (;oder jemand im Bekanntenkreis)
eine digitale Videokamera hat (;bspw. MiniDV), die einen analogen Eingang
hat, dann kann man die auch als "Digitalisierer" verwenden - und das
funktioniert echt gut.

Die Kette sieht dann so aus: VCR-->Digicam-->PC.
Die Verbindung DigiCam-->PC wird über FirewireFirewire im Glossar erklärt hergestellt. Solltest Du
keinen FW Anschluß am PC haben: Die Karte kostet <20,- EUR im Sauladen.

Auf dem PC hast Du dann DV-AVIDV-AVI im Glossar erklärt, welches sich sehr schön mit der gängigen
Videobearbeitung verarbeiten läßt. Da sind auch die Workflows Richtung
DVD recht ordentlich abgebildet.

Ansonsten brauchst Du halt folgendes:
VCR-->PC über Deine Karte, einen ordentlichen CoDec (;HuffYuv, PicVideo)
als Zwischenformat, dann einen Lauf mit einem *sanften* WeichzeichnerWeichzeichner im Glossar erklärt,
damit das Bild ein wenig geglättet wird (;und sich der Anschließende MPEG
Encoder nicht am Material verschluckt) und einen MPEGMPEG im Glossar erklärt Encoder, wie bspw.
TMPGEnc oder den Canopus Encoder, wenn Du bspw. MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt für DVDs haben
willst. Willst Du "nur" DivXDivX im Glossar erklärt, dann nimm lieber gleich Xvid, ist Open
Source und liefert gerüchtehalber die besseren Ergebnisse als DivX.

Last not least brauchst Du noch ein Tool fürs DVD Authoring - das kann
TMPGDVD Author sein, Pinnacle Studio oder Vergleichbare. Nero hat da
auch noch eine "Hau-Ruck" Lösung im Paket.

Fraglich aber, ob DivXDivX im Glossar erklärt, XVid (;oder auch WMV) in mehr als zwei Jahren
noch irgend eine Kiste abspielen mag. DVD ist zwar aufwändiger zu
Produzieren, aber man kann wegen der Marktdurchdringung davon ausgehen,
dass die auch noch in fünf Jahren ordentlich abgespielt werden können.

Weitere Informationen und Tutorials findest Du unter
http://www.doom9.org (;inklusive von Downloads von Tools).

Gruß
Martin.

--
Die SAT FAQ von Gerd Schweizer - alles für den Sat Empfang
http://www.gerdschweizer.homepage.t-online.de/faqsat.htm




Antwort von Martin Kolberg:

"Peter Sorge" schrieb
>
> Mir ist klar, dass ich die Qualität des Originals nicht verbessern kann,
> aber alle bisherigen Versuche haben eine so schlechte Bildqualität
> gebracht, dass es sich so nicht lohnt. Das VHS-Bild ist allemal noch
> besser. Woran könnte das liegen?

Frage:

Wie ist die Bildqualität im Programm "Dscaler" oder "amcap.exe"
(;Das sind nützliche Tools zum VHS- Video- schauen am PC, auch
Aufnahme)

Hier mußt Du die Bildqualität optimieren:

- Brummschleifen eliminieren (;Antennenkabel ziehen)
- Anschlußkabel richtig wählen
- Eingang des PC richtig konfigureieren

Wenn die Qualität jetzt 100 % OK ist, mußt Du "nur noch"
das richtige Recording- Programm wählen, uind richtig
konfigurieren.

> 1. Die Kette ist
>
> - Standard-VHS-Recorder
> - Scartadapter (;voll bestückt)
> - SVideo-Kabel
> - PCMCIA.-TV karte (;Medion)

Aber bitte nur Scart oder Video- Kabel!

> Software scheint keine Rolle zu spielen, immer das gleiche Ergebnis

Bitte beschreibe das Ergebnis

> 4. Recorder mit DVD und VHS in einem. Kurze Übertragungswege. Wieviel
> bringt das?

Viel Zeitersparnis...





Antwort von Volker Schauff:

Martin Hillebrand schrieb:

> Wenn das "Rohformat" erst mal auf Platte liegt, dann kannst Du in aller
> Ruhe beispielsweise einen Filter, wie einen *sanften* Weichzeichner
> (;sehr zu empfehlen bei altem VHS) drüber laufen lassen.

Wieso sanfter Weichzeichner? Temporale Filter (;auch 3D-Filter genannt)
über Zeit bringen doch viel mehr, ohne das Bild unscharf zu machen.

Wer sich an Avisynth drantraut: Convolution3D ist richtig genial, weil
er in langsamen Szenen verlustfrei über Zeit, in schnellen Szenen wo
dies zu Schlieren führen würde, aber Unschärfen nicht so auffallen, aber
auf räumliche Filterung (;Weichzeichner) umschaltet.

Da Avisynth aber recht kompliziert ist: Die verschiedene Temporal
Smoother für Virtual Dub erzielen auch richtig gute Ergebnisse.

>> 3. Video Enhancer?
>
> Ist, wie geschrieben, dann gut, wenn das Band schon arg abgenudelt ist
> und die Timinginformation schon sehr gelitten hat. Ist das nicht der
> Fall, kann man die weiteren Filter alle per Software machen. Das geht
> zwar langsamer, aber man kann in der Regel mehr Einstellungen treffen.

Nein. Lass es dir noch einmal erklären.

Video Enhancer bringen dann was, wenn zwar das Sync-Signal in keinster
Weise mehr definiert rüberkommt (;verschliffene Kanten) aber noch
halbwegs im Takt ist. Ein sehr seltenes Szenario, da durch Ausleiern des
Bandes oder mehrfaches Kopieren das Signal total aus dem regulären Takt
gerät. Wenn tatsächlich eine TV-Karte noch mit einem Band erster
Generation Framedrops verursacht, dann ist sie schon sehr alt und/oder
sehr schlecht. Ich hatte zumindest zu meiner Zeit vor DV und SDISDI im Glossar erklärt mit
Capture-Karten (;Fast AV-Master, Pinnacle DC50) keinen einzigen Framedrop
- damals noch ohne TBC und ohne Video Enhancer und mit irgendeinem
Gammel-Videorekorder.

Video Enhancer bringen dann nix, wenn Frames verloren gehen, weil diese
nicht erkannt werden, weil die Syncs aus dem Takt geraten sind. Außer,
sie bauen die Syncs in einem festen Takt neu auf. Dann betoniert man
aber Zeitfehler fest im Bild ein, und zwar so, daß TBCs daran nix mehr
retten können. Allerdings ist das das häufigere Szenario, wenn Bänder
ausgeleiert sind oder mehrfache Kopiergeneration haben. Hier hilft nur
noch ein Timebase Corrector, günstig zu haben z.B. von Datavideo (;wie
jeder TBC sehr unscheinbar, Signal rein, Singal raus, keine
Einstellmöglichkeiten, bei guten Bändern keine Verbesserung sichtbar,
bei schlechten kann man aber nur noch staunen was der da raus zaubert).

Die einzige sinnvolle Funktion ist der Chroma Shift vom Profiko 2099,
der einen nicht zu unterschätzenden Schärfegewinn bedeutet, wenn
Helligkeit und Farbe endlich wieder deckungsgleich liegen. Dessen
Schärferegler... na ja man kann ihn mal ausprobieren. Die Schärfefilter
von Vdub find ich besser, auch wenn sie recht lang rechnen. Bei den
neueren ist zudem der Hush-Denoiser für den Ton interessant.
Sync-Signale werden vom Profiko nicht angetastet, heißt der verbessert
da nix, verschlechtert aber auch nix, und tut auch nix illegales.

>> 4. Recorder mit DVD und VHS in einem. Kurze Übertragungswege. Wieviel
>> bringt das?
>
> Naja. Ist halt eine 1:1 Kopie des VHS Tapes ohne wenn und aber. Man hat
> keinerlei Korrekturmöglichkeiten. Außerdem ist das Gerät recht teuer -
> für den einmaligen Zweck - ob sich das lohnt?

Da muss ich dir recht geben. Interessant wäre höchstens ein guter
DVD-Rekorder (;z.B. Pioneer) standalone ohne VHS, und dann bei Ebay einen
sehr guten gebrauchten S-VHS mit TBC und Denoiser (;z.B. JVC HR-S 8xxx
und HR-S9xxx-Serie zu kaufen, damit zu überspielen und dann, in der
Regel ohne Wertverlust wieder zu verkaufen.

Und einen DVD- oder DVD-HDD-Rekorder kann man später ja immer noch
gebrauchen.

>> 5. Dann gibt es ja wohl noch aufwendigere Hardware, von der ich nicht
>> viel weiß (;Canopus?). Es wird sich wohl kaum lohnen, für 10 Kassetten
>> ein paar Hunderter rauszuhauen, und das für einen einmaligen Zweck.
>
> Ich kenne das Gerät nicht. Aber die Frage würde ich mir auch stellen.

Dann lies meine Antwort von gestern ;-)

--
Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502)
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Antwort von Wolfgang Hauser:

Volker Schauff schrieb:

>um Welten besser ist Sommer Cable. Trotzdem würdest du den Unterschied=

>zum Baumarkt-Kabelset mit deinem Equipment vermutlich nicht sehen.

Das SCART-Kabel kann durchaus ein Schwachpunkt sein. Wenn voll
beschaltet, ist da wahrscheinlich nichts verdrillt oder geschirmt und
schon gar nicht 75 Ohm Impedanz zu erwarten. Bei etwas längeren
Exemplaren geht das durchaus deutlich auf die Signalqualität.




Antwort von Peter Sorge:

Hallo zusammen,
erst mal vielen Dank für die vielen Infos, die ich erstmal verdauen
musste. Ich kann erst jetzt wieder darauf eingehen.
Ich will eigentlich nur einmalig etwa 10 VHS-Kassetten mit
Kameraaufnahmen konservieren, und dann ist Schluss. Deshalb werde ich
erst mal versuchen, ohne die große technische und finanzielle Variante
auszukommen.
Inzwischen geht beim Capturen gar nichts mehr. Irgendwas ist wohl
kaputt, ich habe die TV-Karte im Verdacht, weil das Bild weiß bleibt.
Vorher gab es schon starke Schwankungen in der Bildqualität.
Ich will es jetzt erst mal mit der DV-Camera als Recorder versuchen.
Meine eigene konnte das nicht, aber jetzt habe ich eine in der Familie
ausgeliehen, die das kann, Sony TRV22E.
Das Überspielen auf DV klappt im Prinzip. Aber warum kommt das Bild in
schwarzweiß, wenn ich das S-Video-Kabel nehme? Mit CompositeComposite im Glossar erklärt kommt
Farbe, aber es heißt doch immer, bei S-Video ist die Qualität besser?
Ist da noch was einzustellen, was ich nicht weiß?
Gruß von ps





Antwort von Volker Schauff:

Peter Sorge schrieb:

> Das Überspielen auf DV klappt im Prinzip. Aber warum kommt das Bild in
> schwarzweiß, wenn ich das S-Video-Kabel nehme? Mit CompositeComposite im Glossar erklärt kommt
> Farbe, aber es heißt doch immer, bei S-Video ist die Qualität besser?
> Ist da noch was einzustellen, was ich nicht weiß?

Aber die alten Postings gelesen hast du? Dann wäre dir vielleicht
aufgefallen, daß ich am 15.1.07 als Antwort auf dein erstes Posting u.A.
zum Thema Störungen schrieb:

.....
Bemängelst du zufällig flaue Farben und eigenartige Schachbrettmuster?
S-Video Kabel sind zwar gut wenn man einen passenden Ausgang hat, hat
man den aber nicht wird das Bild schlechter. VHS-Rekorder haben keine
S-Video Ausgänge. Das heißt das Composite-SignalComposite-Signal im Glossar erklärt liegt auf der Y-Leitung
des Kabels. In der Regel ist das Bild dann S/W. Es kann aber auch ein
Effekt wie der gerade beschriebene (;Muster und flaue Farben) auftreten.
.....

Fazit: Du hast keinen S-Video Ausgang, also funktioniert S-Video auch nicht.

Für VHS brauchst du auch nicht zwangsweise S-Video. Das hat zwar
vielerlei Vorteile, bei so einem vermatschten Bild wie VHS merkst du
davon aber nix.

--
Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502)
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Antwort von Peter Sorge:

Ok, danke. Da war so viel Information, dass ich offenbar nicht alles
gleich behalten habe. Werde mich bessern, hoffe ich.


"Volker Schauff" schrieb im
Newsbeitrag
> Peter Sorge schrieb:
>
>> Das Überspielen auf DV klappt im Prinzip. Aber warum kommt das Bild
>> in
>> schwarzweiß, wenn ich das S-Video-Kabel nehme? Mit CompositeComposite im Glossar erklärt kommt
>> Farbe, aber es heißt doch immer, bei S-Video ist die Qualität
>> besser?
>> Ist da noch was einzustellen, was ich nicht weiß?
>
> Aber die alten Postings gelesen hast du? Dann wäre dir vielleicht
> aufgefallen, daß ich am 15.1.07 als Antwort auf dein erstes Posting
> u.A. zum Thema Störungen schrieb:
>
> .....
> Bemängelst du zufällig flaue Farben und eigenartige
> Schachbrettmuster? S-Video Kabel sind zwar gut wenn man einen
> passenden Ausgang hat, hat man den aber nicht wird das Bild
> schlechter. VHS-Rekorder haben keine S-Video Ausgänge. Das heißt das
> Composite-SignalComposite-Signal im Glossar erklärt liegt auf der Y-Leitung des Kabels. In der Regel
> ist das Bild dann S/W. Es kann aber auch ein Effekt wie der gerade
> beschriebene (;Muster und flaue Farben) auftreten.
> .....
>
> Fazit: Du hast keinen S-Video Ausgang, also funktioniert S-Video
> auch nicht.
>
> Für VHS brauchst du auch nicht zwangsweise S-Video. Das hat zwar
> vielerlei Vorteile, bei so einem vermatschten Bild wie VHS merkst du
> davon aber nix.
>
> --
> Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502)
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