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Kalkulation von Animation



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Frage von 1pjladd2:


Ein Kunde verlangt nach einem Angebot für 2 Animationen, die er im Rahmen einer Präsentation live abspielen möchte.
Da wäre einmal ein klassisches Erklärvideo (Hände schieben Objekte und Zettel mit Text auf einem weißem Tisch hin und her) sowie ein Background-Loop mit Schlagwörtern zu erstellen.

Da ich mein Haupteinkommen über Kamera- und Schnittjobs einhole, bin ich im Aspekt der Kostenkalkulation für Animationen und Motion Graphics eher unerfahren.
Ich habe bis jetzt einige kleinere Projekte realisiert. Dabei rechnete ich mit Tagessätzen von je 200€ ab. Wahrscheinlich viel zu wenig verglichen mit kaufmännisch erfahrenen Kollegen.

Nun stellt sich mir die Frage, welcher der Standard-Tagessatz für die Erstellung von Motion Graphics ist.
Ich bin bei Weitem kein Anfänger und arbeite nun schon seit mehr als 10 Jahren mit After Effects.

Ich finde es zudem schwierig, nach Tagen abzurechnen. Da eine Animation ein sehr individuelles Produkt ist, welches in einem ständig dynamischen Prozess entsteht.
Viele Entscheidungen zur Umsetzung und Gestaltung entstehen ja erst, wenn man sich bereits mitten im Entstehungsprozess befindet.

Daher fand ich dieses Seminarvideo ganz interessant:
https://youtu.be/RKXZ7t_RiOE?t=11m30s

Wie gestaltet ihr eure Preise? Wie argumentiert ihr diese dem Kunden gegenüber?
Oftmals hat der Kunde auch keine genauen Vorstellungen von dem, was er am Ende haben möchte. Wie kommuniziert ihr eure Ideen? Schickt ihr Beispielvideos rum?
Nutzt ihr Templates oder baut ihr alles von Grund auf selber auf?

Ich wäre für Ideen, Erfahrungsberichte und Tipps sehr dankbar!



Antwort von rainermann:

200,- Tagessatz (wenn man nicht als Assistent arbeitet) finde ich viel zu tief angesetzt. Hier gehen die Meinungen ja oft stark auseinander, aber ich denke, da sind sich die meisten einig, 200,- haut denen richtig rein, die davon leben (müssen). Hinzu kommt: was soll denn dann z.B. ein Kamera- oder Tonassistent verdienen, wenn man die 200,- als Basis nimmt? 50,- / Tag pauschal? Muss ja irgendwie im Verhältnis stehen...
Zur Frage der Kalkulation/Animation: ich hab auch öfters mal Sachen, die ich nicht richtig einschätzen kann und gehe dann im Zweifel einfach von meinem Tagessatz (ab 750,- inkl. Technik und bei wirklich einfachen, übersichtlichen Sachen auch mal 650,-) aus, so dass ich unterm Strich immer auf ein gewisses Minimum komme.



Antwort von Peppermintpost:

also zum einen, wenn du seit 10 jahren AE machst und 200 berechnest, dann läuft da was richtig falsch.
zum anderen kannst du in der postproduktion wenn du halbwegs seriös kalkulieren willst nicht eine freelancer
gage als endpreis nehmen weil du einfach mehr leistest als ein freelancer.

dann ist es natürlich eine wichtige frage, wer ist dein kunde? also wenn ich ein angebot für Dr Oetker schreibe, dann steht da ein anderer preis drauf als für die lokale pizzeria. das ist nicht nur dem geschuldet das die mehr geld haben, sondern natürlich auch das die vollkommen unterschiedliche ansprüche haben, auch wenn beide am ende des tages nur pizza verkaufen wollen.

bei der lokalen pizzeria stelle ich eine pizza in die nähe von einem fenster das ich ein bissel licht habe, drücke auf den auslöser und drehe dann im photoshop ein bissel kontrast ins bild. bei Dr Öetker brauche ich ein studio, einen food stylisten, ein 7,5 tonner voll mit licht und kamera gerödel und in der post sitzen bei mir dann 5 produkt manager auf dem schoss die über jedes einzelne rucola blatt eine halbe stunde diskutieren. also kostet der pizzeria am ende jedes bild 50€ und Dr. Oetker zahlt 50.000€ für eine pizza. Die bilder sehen am ende aber auch anders aus.

die info die wir von dir gerade haben ist - ich soll ne pizza photografieren und ich nehme 200 am tag wie soll ich das kalkulieren?

was auch immer du da für eine antwort bekommst sie wird nicht stimmen weil wir einfach garnichts über die rahmen bedingungen wissen.

da ist es sinnvoller den kunden zu fragen wieviel er denn ausgeben möchte. was ich auch tatsächlich sehr oft mache wenn ich etwas nicht genau einschätzen kann. weil Dr. Oetker nicht sagen wird 1000€ pro pizza, die wissen selbst wie es dann am ende aussieht und das sie bilder für die tonne produzieren und die pizzeria wird dir nicht sagen 5000 pro pizza weil sie wissen das sie danach konkurs sind.





Antwort von rainermann:

Vollste Zustimmung, gute Antwort!



Antwort von Peppermintpost:


Vollste Zustimmung, gute Antwort!

vielen dank. deine antwort war aber auch richtig, die war nur halt von der pragmatischen seite aus gesehen, was ja auch sehr hilfreich ist.



Antwort von 1pjladd2:

Da gehe ich mit.

Jedoch weiß ich selber nicht, welches Budget der Endkunde zur Verfügung hat. Da ich diesen Auftrag über eine Live-Produktionsfirma erhalten habe, die die besagte Präsi live betreuen.

Im Gespräch mit dieser Produktionsfirma kam nur zum Vorschein, dass ein bestimmtes Budget nicht überschritten werden sollte. Und auch als ich jetzt mein, aus meiner Sicht (und aus eurer Sicht erst recht) viel zu geringes Kostenangebot rübergeschickt habe, wurde noch am Preis runtergedrückt. Alles wohl aus Angst, den Endkunden zu sehr abzuschrecken oder gar an einen anderen Dienstleister zu verlieren.

Der Endkunde ist übrigens ein großer Player in der Automobilindustrie. So viel sei gesagt.

PS: Mich hätte halt noch interessiert, ob es hier im Forum auch Motion-Grafiker gibt, die sich halt mit der Preisgestaltung in genau diesem Sektor auskennen.



Antwort von Jott:

Wenn's schon kein Geld gibt, dann selbstverständlich fertige Templates nehmen. Gibt's für Typoanimationen und auch Erklärfilmchen mit Händen, die Zeug rumschieben.



Antwort von Peppermintpost:

also ich arbeite schon sehr lange für die automobil industrie und auch für diverse marken. also was live event zeugs angeht, das ist preislich normalerweise in der gleichen preisliega wie corporate zeugs (also jetzt nur auf die post bezogen) und das liegt wenn wir über tagessätze reden bei ca dem 5-6fachen von dem was du so kalkulierst. tv werbung ist dann natürlich nochmal deutlich teurer, aber davon sprechen wir ja gerade nicht.

wenn dir die produktionsfirma sagt das 200 am tag zu viel sind, dann lösch deren telephonnummern und verbrenn deren visitenkarten. mit so einer firma würde ich mich keine 5sec beschäftigen. das ist zeitverschwendung.



Antwort von rainermann:


Wenn's schon kein Geld gibt, dann selbstverständlich fertige Templates nehmen. Gibt's für Typoanimationen und auch Erklärfilmchen mit Händen, die Zeug rumschieben.

auch ne Möglichkeit - und schon wird aus dem schlechten Tagessatz ein guter Stundensatz.

Ich dreh meist für Mittelständler mit begrenztem Budget und ab und zu rutscht bei Sympathie auch mal ein Musikvideo rein, bei dem alle Bandmitglieder ihr Erspartes zusammenlegen. Aber selbst bei letzteren wird nicht um 50,- oder 100,- Euro hin und her lamentiert, da sie wissen, dass sie eh viel zu wenig bezahlen.




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