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Infoseite // Glidecam mit SD707 schwer zu balancieren



Frage von Cinema21:9:


Liebe Slaschcamer_innen,
ich brauche Tipps, wie ich meine Glidecam HD 1000 zusammen mit einer Panasonic HDC-SD707 gut justieren kann. Ich habe etliche Anleitungen gelesen und gesehen, doch auch nach stundenlangen probieren, sind die Ergebnisse noch immer wackelig. Derzeit ist die Stange nicht ausgefahren und jeweils eine Gewichtplatte an beiden ausgefahrenen Halterungen montiert.

Ich habe ein Video hergestellt, um das Ausmaß des Wackelns zu demonstrieren.
http://youtu.be/plo9ddZZ5tA?hd=1

Vielleicht könnt ihr mir sagen, ob ich mehr Gewichte montieren oder mit den Schrauben die Kamera feiner positionieren soll, damit es so funktioniert, wie es in einigen YouTube Videos gezeigt wird.

Vielen Dank

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Antwort von pilskopf:

Für mich sieht es so aus als ob du die Stange zu weit unten anfasst. Benutze ausschließlich 2 Finger die unterhalb dieses Gelenks die Stange berühren, und zwar genau unter des Gelenkes so dass die Oberfläche deiner Finger das Gelenk selber Streifen, damit ist gesorgt dass du kaum eigene Fehler einbaust, die steadi muss entwickeln, du nur im Falle von Wind und Unwucht. Anstonsten folgende Regel die sich bewährt hat, die stange zu klein wie nur möglich ausziehen, hol dir aus einem. Baumarkt unterlegscheiben als kleine gewichte, droptime ergoogeln, ich hab sie tatsächlich vergessen, ich stell meine nach Gefühl ein.

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Antwort von TomStg:

@Cinema21:9

Wir unterscheiden die statische und die dynamische Balance.

Bei der statischen Balance beträgt die droptime (dh, die Zeit des Durchschwingens von einer 90-Grad-Auslenkung in die Horizontale bis zum Durchgang in der Vertikalen) ca 2-3 Sekunden. Eine kürzere Zeit ist sinnvoller für statische shots oder Aufnahmen mit horizontalen Schwenks, aber das System ist schwieriger zu balancieren. Eine längere droptime bedeutet ein neutraleres System, das leicht zu Neigen ist aber auch leichter aus der Balance kommt.

Viel schwieriger ist die dynamische Balance. Dabei rotiert das System um die Hochachse - und zwar möglichst ohne eine Taumelbewegung. Das einigermaßen vernünftig hinzubekommen, kostet ne Menge Zeit, macht aber das System erst wirklich stabil im Einsatz.

Noch ein grundsätzlicher Tip: Nimm für steadi-shots möglichst kurze Brennweiten. Damit fällt es weniger auf, wenn die Kamera trotzdem mal wackelt.

Alles, was der Steadi-Operator wissen muss, steht in diesen sehr guten Standard-Werk http://www.amazon.com/Steadicam%C2%AE-O ... 0240811658

Grüsse
Tom

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Antwort von pilskopf:

Ich seh das auch so, wenn man zum Beispiel starke Bewegungen hat dann eignet sich eine Länge droptime eher, die Unwucht macht sich hier kaum bemerkbar aber die steadi Pegeln sich nicht alleine wieder ein, zumindest nur nach einer langen zeit, wenn man kaum Bewegung drin hat dann ist eine kurze droptime besser. Das wichtigste gerade bei so kleinen handsteadis die sehr empfindlich sind ist, dass man selbst kaum an der steadicam machen darf da hier der Mensch der größte fehlerteufel ist, so seh ich das auch bei deinem video, ich seh dort nur menschliche Fehler durch anfassen der steadicam, also unkontrollierbares wollendes stabilisieren durch die Hand, das ist genau der Fehler daran, eine gut eingedellte steadi baucht man nicht nachjustieren, die Hand stabilisiert nur die steadi bei Wind und Unwuchten durch beschleunigen, leichte schrägen lassen sich besser in der Post erledigen wenn man das unbedingt will. Sie lassen sich aber niemals beim drehen ganz beseitigen, nicht bei den kleinen leichten handsteadis.

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Antwort von Bilderspiele:

@ Cinema21:9

Bist du aus Berlin?

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Antwort von Cinema21:9:

Danke für eure guten Beiträge. Ich werde mal viel herum probieren bei der Feinjustierung und das Bewegen bzw. dezent Korrigieren mit den Fingern üben.
Verstehe ich das richtig, dass wenn die Stange kurz ist, ich langsame Bewegungen und wenn sie lang ist, ich schnelle bewegungen stabilisieren kann?
Ist es sinnvoll zusätzlich Gewichte an der Kamerplatte zu befestigen? Die großen Steadycams arbeiten doch auch mit viel Gewicht.


@ Bilderspiele : Ich komme aus Wien.

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Antwort von Bilderspiele:

Wien ist für einen örtlichen Erfahrungsaustausch a bisserl weit.

Auf jeden Fall hilft mehr Gewicht. Das Gewicht muss du dabei nicht extra ausfahren. Es sein denn, dein Gerät taumelt in einer schnellen Drehung.
Wichtig ist der kleine Finger. Der stabilisiert die horizontale Lage. Ohne den geht gar nichts. Also Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger leicht auf dem Post in der Höhe des Schwerpunktes auflegen, Daumen leicht dagegen und den kleinen Finger ausstrecken und etwas weiter unten zum Stabilisieren der Lage aufsetzen. Das alles ohne viel Kraft, also ganz sanft. Nur wenn du eine schnelle Bewegung fliegst, dann musst du eventuell abrupt eine Bewegung oser Drehung mit Kraft zum Stoppen bringen. Statt den Winkel der Kamera aufwendig und zitternd zu korrigieren, kannst du auch mit der Haltehand die Höhe korrigieren ohne dabei den Winkel zu ändern. Das geht leichter.

Aber macht das Teil erstmal schwerer. Das bringt Ruhe ins System.
Mein System wiegt über 8 kg und ist statisch und dynamisch ausbalanziert. Und trotzdem sind Wackelfahrten kein Problem. Man muss ganz ruhig werden. Dann werden die Fahrten auch ruhiger. Und bei Wind erst mal nicht üben. Das ist wirlich sehr schwer.

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Antwort von Tiefflieger:

Ich habe hier ein Beispiel für eine SD 707 Stabilisierung gefunden.
Ist das in etwa die erreichbare Qualität?
Steadycam
Glidecam

Hier ein Beispiel der normalen eingebauten Bildstabilisierung von zwei aktuellen Kameras.
Sony CX730 und Panasonic X900 (ohne speziell Lauftechnik wie mir scheint)


Gruss Tiefflieger

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Antwort von Bilderspiele:

Ich habe hier ein Beispiel für eine SD 707 Stabilisierung gefunden.
Ist das in etwa die erreichbare Qualität?
Steadycam
Glidecam
...
Gruss Tiefflieger Das "Steadycam" Filmchen ist ungefähr auf dem aktuellen Niveau des Threadstarters. Die Glidecam Aufnahme ist ok. Es wurde aber auch Zeitlupe verwendet. Sehr langsame Fahrten, bei denen nicht der Horizont verkantet, sind sonst schwierig.

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Antwort von Tiefflieger:

Ich habe hier noch Professionelle Steadycam und zwei Produkte für Camcorder ab 250 Gramm.

ARD-Beitrag vom 22.9.2007
(leider nicht abspielbar mit iPhone)

Gruss Tiefflieger

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Antwort von Bilderspiele:

Ich habe hier noch Professionelle Steadycam und zwei Produkte für Camcorder ab 250 Gramm (um 600 EUR).

ARD-Beitrag vom 22.9.2007
... re=related

Gruss Tiefflieger Es heisst Steadicam mit "i".
Ansonsten konnte der letzte Film bei mir auf dem iPhone nicht geladen werden.

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Antwort von Cinema21:9:

@ Bilderspiele :
Wie hast du dein System genau mit weiteren Gewichten versehen ?
Hast du eigene Videos davon auf Youtube ? Es wäre interessant zu sehen, was man alles aus so einer Glidecam rausholen kann.
Denn die meisten Videos auf Youtube haben Macken und immer irgendwo einen Wackler. (wie mein Video)
;)

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Antwort von Bilderspiele:

Zur Zeit bin ich nicht sehr aktiv mit meinem Steadi. Mit einem Bekannten wollten wir Aufnahmen von seinem Doppeldecker machen. Bisher gab es aber nur ein Treffen und ich habe ihn aufgenommen, wie er sein Flugzeug in der Halle verstaut:



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Antwort von Cinema21:9:

@ Bilderspiele :
Wie kann ich weiter Gewichte anbringen, damit es auch in Richtung 8 Kilo geht und wie deines aussieht?
Deine Aufnahmen sind übrigens sehr schön.

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Antwort von pilskopf:

8 Kilo? Lol, bring dein System mal so auf 1,2 Kilo, wirst also oben etwas Gewicht hinzufügen müssen, dann solltest du mit deinem System schon recht fein drehen können, erklärt wurde es dir ja, du müsst halt wissen, die steadi muss ausbalancieren, nicht du, du müsst nur korrigieren und ganz sanft der steadi unterstützend wirken.

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Antwort von pilskopf:






Hier siehst du mal meine Technik, heute mal wieder nach ganz langer Zeit hervorgeholt und mit meinem neuen 12mm neu eingestellt. Pendelzeit also Droptime so 2,5 Sekunden. Die Schlitten fahr ich immer ganz ein wie du siehst, damit kann man dann schneller drehen, je mehr du die ausfährst umso langsamer wird das Ganze, als immer gleichen Abstand nehm ich eine kleine Münze, somit garantiere ich die immer gleichen Abstände wenn ich die Steadi zusammen baue, so muss ich nur wenig neu mit den Rädchen einstellen und das wars. Zur Ausrichtung der Steadi hab ich so ne kleine Wasserwaage wie du siehst und die kleinen Gegengewichte dienen halt dazu dass ich ja eine feste Mittelstange benutze und deswegen nur über die Gewichte die Droptime einstelle. Mit den mitgeschickten festen Gewichten geht das ja schlecht.

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