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Fairlight Audio minderwertig?



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Frage von klusterdegenerierung:


Hallo Freunde der gepflegten Musik! :-)

Vorbei sind ja die Zeiten der Mixtapes, aber trotzdem wollte ich mir mal wieder ein paar Mixe fürs Auto basteln.
Nun habe ich miich dazu entschieden dies via Resolve statt in Audition zu realisieren,
weil ich Audition nicht mag und weil es so schön easy ist die einzelnen Tracks verschachtelt übereinander zu legen,
um so schon ohne großes weiteres zutun eine coole fade in fade out Situation zu haben.

Klappte auch alles pimi, doch nachdem Export in wav, hört sich im Auto nun alles ziemlich komprimiert an.
In den originalen höre ich sonst auch die hinteren Speaker und alles ist räumlich fett und knackig,
jetzt aber ist es ziemlich frontspeakerlastig mit viel weniger Dynamik als im original!

Es nervt richtig, wie ein billiger Klingelsound und man hat nichtmal Lust ein Stück zu ende zu hören.
Habt ihr eine Idee was da falsch gelaufen sein könnte, oder ist das mit Resolve keine gute Idee und man muß sowas in Audition realisieren?

Danke! :-)



Antwort von mash_gh4:


Habt ihr eine Idee was da falsch gelaufen sein könnte, oder ist das mit Resolve keine gute Idee und man muß sowas in Audition realisieren?

es muss ja nicht unbedingt audition sein, aber im ardour, das ja auch ziemlich gute filmvertonungsfeatures bietet, fühle ich mich persönlich auch deutlich wohler und zuverlässiger aufgehoben als im fairlight. wobei das natürlich auch sehr stark eine geschmacks- und gewöhnungsfrage ist. viele werden reaper oder irgendwas anderes noch viel besser finden.

fairlight in der momentanen form zeichnet sich wirklich hauptsächlich dadurch aus, dass es natürlich tatsächlich ganz praktisch ist, sich den roundtrip zu ersparen bzw. parallel an video und sound arbeiten zu können, aber so richtig aufregend gut und vorbildlich finde ich es nicht.



Antwort von Bergspetzl:

sorry fürs thread kapern, aber folgende frage zu fairlight:

kann ich mir die video schnittspur auch (als referenz) anzeigen lassen??

ich kann zwar das videobild als preview laufen lassen, aber das ist ganz schön analog, darauf hin zu arbeiten und zu justieren. ich kann dann nur auf gehör arbeiten. es ist unbestritten 1000x schneller wenn ich die videotimeline auch sehe. dann sehe ich wo was hinlegen muss oder timen will auf anhieb. oder muss ich für jede änderung in den edit tab? ich möchte video gar nicht mehr ändern, aber die clips einfach sehen. derweil sehe ich nur die audio clips und das referenzbild.





Antwort von klusterdegenerierung:

Fairlight ist ja tatsächlich auch nur für das bearbeiten der existierenden Tonspuren gedacht.
Wenn Du natürlich Tracks austauschen möchtest und diese an eine bestimmte stelle müßen, muß man natürlich in den Edit mode,
aber mal Hand auf Herz, was ist am Editmode denn anders, ausser das dort noch die Videospur angezeigt wird, die Du in Fairlight vermisst,
kommt sich doch gleich, bis auf den Namen? ;-)



Antwort von mash_gh4:


kann ich mir die video schnittspur auch (als referenz) anzeigen lassen??

das geht im resolve 15b ziemlich gut. neben der einblendung der generellen platzierung von video clips in der spuranzeige, kann man nun auch eine anzeige der einzelbilder direkt vor und nach der aktuellen cursorposition und entsprechende exakte waveforms einblenden, um z.b. per klappe manuell zu synchronsieren...

was halt deutlich mehr nervt, sind all die sachen die nicht ganz so aufregend spektakulär mit jeder neuen version hinzukommen, aber eben einfach unabdingbar sind, wenn man mit so einem programm ernsthaft arbeiten will.

ein ganz einfach bsp. für solche mängel ist die tatsache, dass fairlight wenn ich mich nicht völlig irre, noch immer keine rücksicht auf den nulldurchgang beim scheiden nimmt. deshalb knackts dann auch gerne ziemlich unangenehm an den betreffenden stellen. so etwas ist bei spielzeug für amateure leider ganz normal, aber in einer software für ensthaftere zwecke natürlich eine absolute inakzeptabler schwäche.

oder ein anderes problem -- mit dem ich mich erst unlängst herumärgern musste:
wenn du mit multicam-gruppen arbeitest -- also einem mehr video-spezifischen workflow --, und dortige audiospuren mischen willst, stößt du unweigerlich gleich auf mehre probleme.

normalerweise kann man im resolve mit dem umsetzten der clip-attribute ziemlich einfach festlegen, das die audiospuren einer kamera nicht als stereo-paar aufzufassen sind, sondern zwei verschiedenen mikrofonen zuzuordnen sind. ohne eine solche korrekten trennung der kanäle, kann man die entsprechenden quellen ja kaum vernünftig aussteuern und mischen. resolve erlaubt aber in muticam bündeln nur einen starr festgelegten typus von audio zuordnung. ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich immer nur stereo ist od. sich vielmehr auf irgendeine übergeordnete einstellung bezieht, jedenfalls werden die clipattribute in diesem arbeitsmodus völlig ignoriert und selbst ein externes umrechnen der files, so das tatsächlich nur mehre monspuren darin zu finden sind (und auch als solche behandelt werden, wenn sie in eine gewöhnlich timeline zieht), werden im multicam mode ignoriert und wieder stillschweigend und unabänderlich zu einem stereo paar zusammengelegt. diese einschränkungen wiederholen sich dann auch im fairlight, wo man im falle von multicam groups keine zusätzlichen buse oder submixes definieren kann, so dass letztlich überhaupt keinen vernünftigen weg offen steht, entsprechenden audio-bereinigungen im vorfeld durchzuführen und effizient in eine multicam auswahl im schnitt zu übernehmen.

das ist jetzt natürlich ein etwas komplizierterer sonderfall, mit dem nicht unbedingt täglich konfrontiert ist, trotzdem ist er vielleicht nicht ganz untypisch für dieses generelle problem, dass sich viele der wunderbare komplizierten möglichkeiten in fairlight und resolve immer dann, wenn man sie wirklich brauchen würde, plötzlich als völlig unbrauchbar od. nur sehr eingeschänkt funktionsfähig erweisen. das nervt leider wirklich sehr und erschüttert das vertrauen jedes mal wieder so grundsätzlich, dass man irgendwann wirklich nicht mehr damit arbeiten will, sondern gleich von vornherein zu besseren mitteln greift.



Antwort von dienstag_01:

ein ganz einfach bsp. für solche mängel ist die tatsache, dass fairlight wenn ich mich nicht völlig irre, noch immer keine rücksicht auf den nulldurchgang beim scheiden nimmt. deshalb knackts dann auch gerne ziemlich unangenehm an den betreffenden stellen. so etwas ist bei spielzeug für amateure leider ganz normal, aber in einer software für ensthaftere zwecke natürlich eine absolute inakzeptabler schwäche.
Avid macht das auch so. Premiere, ich denke auch.



Antwort von klusterdegenerierung:

Was ich noch vermisse, oder noch nicht endeckt habe,
ist die Möglichkeit der synchronisation von Audiotracks oder Clips mit Audio und dem Hauptclip, wie es in Pr eigentlich ganz gut geht.

Cooler wäre natürlich die integration von PluralEyes :-)



Antwort von mash_gh4:


Was ich noch vermisse, oder noch nicht endeckt habe,
ist die Möglichkeit der synchronisation von Audiotracks oder Clips mit Audio und dem Hauptclip, wie es in Pr eigentlich ganz gut geht.

Cooler wäre natürlich die integration von PluralEyes :-)

dises feature gibt's schon sehr lange im resolve -- lange bevor fairlight zugekauft wurde --, nur hat's in wahrheit leider nie brauchbar funktioniert...



Antwort von caiman:

auf welchem Wege sind denn die Audio files in das Progamm gekommen?
Wav, mpg3, importiert, recordet?
weniger Dynamic, das bedeutet sie sind komprimiert und lauter?



Antwort von Starshine Pictures:

Ich kenne aber das selbe Problem auch von Premiere. Die Tonqualität leidet massiv. Songs die ich beispielsweise bei Musicbed downloade klingen im Original um einiges besser als dann im fertigen Video, egal ob die originale Datei als Wave oder mp3 vorliegt. Es klingt deutlich flacher und kaum gestaffelt.



Antwort von klusterdegenerierung:


auf welchem Wege sind denn die Audio files in das Progamm gekommen?
Wav, mpg3, importiert, recordet?
weniger Dynamic, das bedeutet sie sind komprimiert und lauter?

Also ich hatte jetzt einen Mix aus diversen Itunes, Amazon und anderen Käufen, die im Auto so von USB super klingen.
Nachdem Mix in Resolve und als wav ausgegeben klingen sie hlat flacher, aber besonders irgendwie anstrengend nervig,
so wie kompimiert, auch der Stereowide Effect ist schläpper, als wenn das ganze auf viel weniger BitBit im Glossar erklärt und hoher kompression läuft.



Antwort von caiman:

Was auf jeden Fall passiert, ist eine erneute Wandlung eines schon Datenreduzierten Formates.



Antwort von handiro:

Die Vorlagen werden schon bis zum letzten bit komprimiert sein und beim genauen hinsehen nur noch aus rechteckigen Wellenformen bestehen. Schau doch mal ob beim rendernrendern im Glossar erklärt nicht irgendwo "normalize" ein Häkchen hat oder ob schon im default mode ein fetter Limiter im Masterbus hockt. Ansonsten kann ich Harrison Mixbus empfehlen, gibts ab und zu zum Sonderpreis für 19 Ocken und klingt unfassbar gut.



Antwort von mash_gh4:

Ansonsten kann ich Harrison Mixbus empfehlen, gibts ab und zu zum Sonderpreis für 19 Ocken und klingt unfassbar gut.

das ist im wesentlich nur die kommerziell unterstützte variante des oben schon genannten open source software "ardour", die man unter linux frei bekommt und unter windows und mac os relativ billig erstehen kann. ich finde es auch eine ganz ungewöhnlich gute und sauber programmierte anwendung, die u.a. auch das abmischen von video- u. filmton ganz wunderbar unterstützt.

zum Bild http://manual.ardour.org/images/a3_videotimeline.png

der programmierer, dem wir diese kostbarkeit zu verdanken haben (paul davis), ist seit jahrzehnten ein ausgesprochen engagierter einzelkämpfer, der die ganze linux-audio szenerie seit ihren anfängen begleitet und massiv mitgeprägt hat.



Antwort von klusterdegenerierung:

Erinnert mich an die Anfäge von Sonic Soundforge, nur moderner! ;-)



Antwort von handiro:

Auf jeden Fall klingt in der App (Mixbus) gebounctes Audio, also der Stereo Mix, völlig anders als alle anderen die ich kenne (und das sind viele). Probiers mal aus.




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update am 25.September 2018 - 18:00
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