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ERGO Kurzfilm



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Frage von manuelk:


Hallo Community,

ich nutze dieses Forum schon lange Zeit als stiller, anonymer Mitleser und bin unglaublich dankbar, für das kollektive Wissen der Leute hier!

Das Unterforum zum Zeigen der eigenen Arbeiten kannte ich komischerweise noch gar nicht. Liegt wohl auch daran, dass ich bisher bei der Fotografie zuhause war, aber jetzt zu Film wechseln möchte und ich deshalb eigentlich eher nur über Kameras etc. gelesen habe und nicht film-inhaltlich.

Ich werde in den nächsten Tagen mal ein paar Arbeiten hier präsentieren und hoffe, an Feedback wachsen zu können.

Heute fange ich an mit einem etwas älteren Filmprojekt aus meiner Studienzeit von 2013/14. Ein Kurzfilm namens Ergo.





Antwort von Darth Schneider:

Grundsätzlich gut gemachter Film, wobei einiges für mich eher befremdlich herüber kommt,
Die Motivation der Dame die andere gleich umzubringen und gleich noch aufzuessen, finde ich überhaupt nicht nachvollziehbar und auch nicht besonders originell.
Der Mörderin fehlt für so eine Tat die Motivation und die Dame wirkt für mich auch beinweitem nicht verrückt genug für sooo eine schlimme Tat. ( höchstens zu ungewaschen)
Zum Teil stört mich das übertriebene etwas unnatürlich wirkende Spiel der beiden Schauspielerinnen..(als die dunkelhaarige Frau am Fleisch essen war hätte ich den Film um ein Haar nicht fertig geschaut.)
Es gibt einige schöne Kameraeinstellungen, aber ebensoviele gar nicht so schöne.
Das Licht und die Farben wirken zwar realistisch, und schön kontinuierlich durch den ganzen Film, aber für mich viel zu flau und monoton.
Es ist schön wenn der Pulli der Frau zur Wand des Treppenhaus passt, aber wenn dann alles im Film nur so verwaschen grau, beige und kühl ist, wird es sehr langweilig fürs Auge.
Geschnitten finde ich den Film sehr gut, die Musik und der Ton passen auch.
Die Auswahl der Kostüme und der Sets und Props finde ich schon etwas fragwürdig.
Realistisch ist zwar schon gut, aber ich finde jeder Film sollte doch schon auch einen definierten, ästhetischen, vieleicht auch künstlerischen Look haben, was für mich hier leider ganz fehlt.
Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack, was ich ganz klar sehe, ihr habt euch viel Mühe gegeben.
Gruss Boris
Und danke fürs teilen.



Antwort von 7River:

Ich fand das Schauspiel zu Beginn gar nicht mal so übertrieben. Es musste ja der Verdacht auf die eine Dame gelenkt werden.

Mit den Kameraeinstellungen muss ich meinen Vorredner zustimmen. Musik war stimmig.

Ansonsten solides Filmchen.

Bin auf weitere Filme gespannt.





Antwort von manuelk:

tl;dr
Erster Absatz: Antwort und Frage nach mehr Feedback.
Zweiter Absatz: Zur Entstehung des Projekts.
Dritter Absatz: Zur Technik des Projekts.
Vierter Absatz: Nochmal was zu mir.


Danke euch beiden, vor allem Darth Schneider, für das fundierte Feedback.
Möchtest du die guten Szenen vielleicht benennen und erklären, was daran gut ist und vielleicht im selben Zug auch die besonders schlechten Szenen herausstellen? Das ist bis jetzt schon das beste Feedback, das wir jemals zu diesem Projekt bekommen haben, haha.
Insbesondere die Anmerkungen zum Grading kann ich aus meiner jetzigen Erfahrung total nachvollziehen. Es sieht einfach "natürlich" mit einem Touch "Langeweile" aus. So ein richtiger Look entsteht nicht. Beim Grading haben wir zwar durch kalt/warm Einstellungen versucht, die Stimmungen der beiden Charaktere etwas zu unterstreichen, aber so richtig gefunkt hat das nicht.

Ich möchte ein bisschen mehr über den Film verraten.
Das ganze war ein Projekt der KISD in Köln. Diese ist keine Filmhochschule, sondern bietet den Studiengang "Integrated Design" - in diesem muss man bis zum BA von 10 von 12 Lehrgebieten abdecken, um eine Übersicht über das Arbeitsfeld zu bekommen, mitreden zu können, Erfahrung zu sammeln und zu wissen, wohin man sich später professionalisieren will. Das ist zumindest der hehere Gedanke. Eines der Lehrgebiete ist Audio/Video. Also das Team waren allesamt keine Experten sondern Studierende mit ganz unterschiedlichen Backgrounds. Ich komme z.B. aus dem Grafikdesign (Mediengestalter Digital/Print) und der Fotografie (habe ich mir parallel zur Ausbildung selbstständig angelernt und auch professionalisiert).
In dem Projekt war ich Produktionsleiter, also habe anstatt des kreativen Inputs eher dafür gesorgt, dass alle Leute auf ihren Plätzen, die Locations fertig und alle Materialien vorhanden sind. Naja und den leidigen Kram wie Shotlist und Drehablaufplan musste ich natürlich auch erstellen. Ein paar Einstellungen habe ich auch mitgedreht, da eine der verwendeten Kameras meine eigene war, aber das waren eher Ausnahmen. Ein bisschen hatte ich Mitspracherecht im Colorgrading-Prozess und Schnitt, aber da ich zu dem Zeitpunkt vor 5 Jahren noch überhaupt keine Ahnung von Film hatte, war das eher so "Eindruck auf einen Zuschauer" von meiner Seite.

Zur Technik: Gedreht haben wir mit insgesamt 3x 5D Mark III in FullHDFullHD im Glossar erklärt, ein paar anderen Canon APSCs und einer GoPro aber letztendlich blieben nur die 5DIII Clips drin. In dieser Zeit (2013) war für uns alle FF Canon mit Cinelike Farbprofil der geile Scheiß und wir wollten unbedingt mit diesen Kameras drehen. Vielleicht war das ja vor 5 Jahren tatsächlich das beste, was es gab - ich war absolut nicht in dem Thema. Selbst fotografisch kannte ich nur Canon und Nikon und wusste nur, dass APSC keine echten Kameras sind. Ich bin mittlerweile mFT-Fotograf und Besitzer einer GH5 und verstehe, dass es auf weit mehr als nur Sensorgröße und Farbprofil ankommt, aber damals war die 5DIII schon total mega profi und so ;-)
Unser Lichtmann hatte schon ein wenig Ahnung davon, was er tut und auch Kontakte zu verschiedenen Leihhäusern, sodass wir mit aufgestelltem Kunstlicht arbeiten konnten. Auch unser Ton-Mann hatte bereits in seinem Metier Erfahrung und war für Angel und Tonabnahme mit einem externen Recorder zuständig (weiß nicht, was das für einer war. Damals habe ich zum ersten mal sowas gesehen. Sah in etwa so aus wie mein Tascam DR-70D - also auch zum Umhängen.
Musik haben wir extern produzieren lassen, sozusagen vom Freund eines Freundes. Und die Schauspielerinnen waren tatsächlich sogar echte Schauspieler aus dem deutschen Fernsehen. Ich möchte dazu erwähnen, dass das gesamte Team und auch die Schauspieler umsonst gearbeitet haben (hatten insgesamt 2 Drehtage mit den Damen und 1 halben Drehtag mit dem Herren) und durch ihr professionelles Arbeiten auch das ganze Team professionalisiert haben. Dafür sind wir immer noch sehr dankbar.

Zurück zum Thema. Wie gesagt komme ich aus der Fotografie, aber nach 10 Jahren Selbstständigkeit und Hobby bin ich jetzt etwas übersättigt. Insbesondere Instagram hat mir durch die Flut an immer gleichen Bildern mit unterschiedlich übertriebenen Effekten den Spaß an der Fotografie genommen. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich der Welt fotografisch nichts mehr hinzufügen und fotografisch keine neuen Geschichten mehr erzählen kann. Ich habe dann angefangen als Foto-Trainer für verschiedene Plattformen und Marken zu arbeiten, und das macht mir auch mega Spaß mein Wissen weiter zu geben. Kreativtechnisch bin ich nun aber nach jahrelangem "Ja Filmen müsste ich auch mal lernen aber das kostet so viel Zeit" endgültig von Foto zu Video gewechselt. Daher auch jetzt die GH5. Ich habe jetzt wieder das Gefühl neu anzufangen und viel lernen zu können. Sozusagen der leere Eimer, der darauf wartet gefüllt zu werden. Fühlt sich gut an und ich lerne gerade richtig richtig viel - auch und insbesondere durch dieses Forum! Das macht Spaß :-)



Antwort von 3Dvideos:

Für ein erstes Video ist der Kurzfilm beeindruckend. Er erzählt vorwiegend in Bildern die Geschichte einer äußerst ungewöhnlichen Beziehung. Was Schauspiel und Bildgestaltung anbelangt, gibt es noch Luft nach oben. Das weckt Erwartungen an weitere Videos.

Mal ein Vergleich: Zuletzt durch den Papstfilm bin ich auf Wim Wenders aufmerksam geworden. Cineastisch hat mich sein 3D-Film Pina begeistert. Und ich habe mir auch weitere Werke aus seinem qualitativ schwankenden Repertoire angeschaut. Vor kurzem erst habe ich von ihm Everything Will Be Fine gesehen. Zunächst zur Geschichte: Ein Literat verarbeitet über zwei Filmstunden lang einen zufälligen Autounfall mit Todesfolge eines Kindes. Die Geschichte erstreckt sich über ein Jahrzehnt. Das fällt vor allem durch Einblendungen auf: Vier Jahre später. Hauptdarsteller James Franco verändert sich kaum, äußerlich kaum und innerlich kaum. Die Nebendarstellerinnen sehen alle ähnlich aus. Die Bildgestaltung wirkt kontrastarm: dunkle Haare vor dunkler Wand. Bereits ein Kinoplakat zeigt diese auffallende Schwäche des ganzen Films. Ansonsten mäandert der Film durch die Biografie des Hauptdarstellers. Vor dem Happy End bin ich wieder aufgewacht. Die letzten Minuten waren durchaus spannend. Im Vergleich mit dem Film des Altmeisters kann sich der Kurzfilm allemal sehen lassen.



Antwort von speven stielberg:

Also mir hat's - für ein Erstlingswerk - gut gefallen. Auch die Schauspieler find ich - für Laien - absolut okay. Und die Kritik, warum die Dame nicht gegessen werden sollte, versteh ich auch nicht. Das ist quasi die Szene, die den Film "würzt".

Einziger Kritikpunkt von mir: die Szene mit dem Postboten an der Tür ist gänzlich unstimmig. Erstens sind Pralinenschachtel IMMER auch noch in einer Folie eingeschweißt und zweitens wird niemand - auch der dümmste Pketbote nicht - im Stehen, mit einem weiteren Paket in der Hand, am helllichten Tag, in der Öffentlichkeit, vor einer Haustüre Pralinen klauen.

Edit: Etwas Hammer fand ich die Anzahl der Menschen, die an dem Filmchen beteiligt waren ... :-)




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