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Infoseite // Die Macht der Influenzer für die großen Firmen



Frage von Jan:
Juli 2026

Mir war nicht bewusst, wie sehr Influenzer die Leute heutzutage steuern. Da braucht man gar keine Unsummen für weltweite Werbung ausgeben, einfach bestimmte Influenzer "bitten" einen netten Kameratest zu machen und das sie das Geräte empfehlen sollen. Das Gerät muss gar nicht neu sein.

Ich dachte nicht, dass die Leute so schnell viel Geld ausgeben, aber das ist wohl so. Es geht hier um ein Zoll Kameras, wo ein Laden an einem Tag fünf Stück von einem Canon-Modell für bald jeweils an die 1000€ verkauft hat und alle fünf Kunden sagten, dass sie das wegen dem Influenzer XYZ getan haben. Keine Kamera wurde beraten. Schon eine wilde Zeit, dass es so leicht geht. Das ist sicherlich auch bei anderen Artikeln ähnlich.

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Antwort von cantsin:

Da handelt es sich wohl um die Canon PowerShot G7 X. Die ist, wie zuvor die Fuji X100V (und ihr ebenso permanent ausverkaufter Nachfolger X100VI), extrem von TikTok-Influencern gepusht worden.

Die müssen nicht mal das Kameramodell erwähnen. Wobei die natürlich von den Herstellern bezahlt werden. Bei der G7 X war es wohl dieses Video, das den Hype auslöste:
https://www.tiktok.com/@nitsanraiter/vi ... 3685240071
Verstehe das, wer will...

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Antwort von Jott:

Die gut organisierten Influencer verdienen zu recht sehr viel Geld. So geht Produktwerbung heute.

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Antwort von TomStg:

Die Kohle fließt bei den Influenzern aber nur, weil es zu viele Deppen gibt, die deren „Infos“ Glauben schenken.

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Antwort von dienstag_01:

Früher gabs keine Influencer ;)

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Antwort von Jott:

TomStg hat geschrieben:
Die Kohle fließt bei den Influenzern aber nur, weil es zu viele Deppen gibt, die deren „Infos“ Glauben schenken.
Ist doch bei Werbung im TV das Gleiche? Deppen glauben den Spots, sonst würden dafür keine Unsummen investiert werden.

Das Tolle an "persönlicher" Influencer-Werbung auf Social Media: man kann sich über Algorithmen gezielt anwanzen.
Zu erkennen, dass der begeisterte Typ die Kamera X nur für Geld anpreist, bliebt dem Konsumenten überlassen.

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Antwort von TheBubble:

Jott hat geschrieben:
TomStg hat geschrieben:
Die Kohle fließt bei den Influenzern aber nur, weil es zu viele Deppen gibt, die deren „Infos“ Glauben schenken.
Ist doch bei Werbung im TV das Gleiche? Deppen glauben den Spots, sonst würden dafür keine Unsummen investiert werden.

Das Tolle an "persönlicher" Influencer-Werbung auf Social Media: man kann sich über Algorithmen gezielt anwanzen.
Zu erkennen, dass der begeisterte Typ die Kamera X nur für Geld anpreist, bliebt dem Konsumenten überlassen.
Genau deswegen ist es leider nicht völlig gleich. TV-Werbung war und ist vermutlich noch immer (ich schaue schon länger kein TV mehr) auch sehr auf eine Markenbildung angelegt und nur teilweise zum Pushen eines konkreten Produkts gedacht. Auch wurden gewisse Werbeaussagen in der Vergangenheit schon mal gerichtlich überprüft, man muss als Hersteller/Händler also zu ihnen stehen.

Mit Influenzern ist das einfacher: Man lässt sie mal machen. Und wenn sie blanken Unsinn erzählen, der Hersteller/Händler hält sie sich auf komfortabler Distanz und will damit nichts zu tun haben. Im Gespräch ist man aber und damit ist das Ziel erreicht.

Bei TV-Werbung war im Vergleich immer ziemlich klar, dass auch Promis nur bezahlte Darsteller sind.

Im Vergleich dazu steht ein kumpelhaftes Auftreten, was einen persönlichen Rat suggeriert, wobei ich gar nicht abstreiten will, das es auch Influenzer gibt, die sinnvolle Ratschläge geben und auch einmal davon abraten das Teuerste zu kaufen.

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Antwort von rush:

@Jan: YouTube funktioniert doch eigentlich seit Jahren genau nach diesem Prinzip... Daher wundert mich es ein wenig das du da jetzt so überrascht bist wenn plötzlich ein (vermeintlicher) Hype auch im lokalen Geschäft ankommt.

Die damaligen X100 Hypes, Marktverknappung und ähnliches kommen doch nicht von ungefähr - nur Mal als Beispiel.

Eher haben die Einzelhändler es doch verpennt eigene Kanäle aufzubauen um gewisse Kaufanreize und Mehrwert für den Kunden zu schaffen - diesen "Job" übernehmen nun halt seit vielen Jahren die Influencer auf Insta, YouTube und Co.
Is'n lukratives Geschäft für Unternehmen - über nahezu alle Branchen hinweg.
Kostet verhältnismäßig wenig und landet laut Keksen auf den entsprechenden Endgeräten zielgerichtet dort wo man es als Unternehmen gern hätte.

Habe einen guten Bekannten der ständig für Mode und Accessoires angefragt wird - das ist 'n Business welches längst in der Gesellschaft angekommen ist und für Unternehmen zudem unglaublich lukrativ ist da man für kleines Geld in zielgruppenpassenden Wohn,- und Kinderzimmern landet

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Antwort von iasi:

Was früher die Fachzeitschaften waren, sind heute die youtube-Kanäle.

Man geht doch nicht unbedarft in ein Fotogeschäft und lässt sich dort "beraten".

Influenzer befriedigen das Informationsbedürfnis, wie damals die "Tester" in ihren Zeitschriftenartikeln.

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Antwort von Jan:

iasi hat geschrieben:
Was früher die Fachzeitschaften waren, sind heute die youtube-Kanäle.

Man geht doch nicht unbedarft in ein Fotogeschäft und lässt sich dort "beraten".

Influenzer befriedigen das Informationsbedürfnis, wie damals die "Tester" in ihren Zeitschriftenartikeln.

Da gibt es nur einen Unterschied, viele Influenzer erzählen irgendeinen Mist und haben nicht selten gar keine Ahnung von der Materie und preisen bestimmte Kameras groß an, was auch gute Handys schon lange können, nicht selten sogar besser und die hat man eh schon daheim. Die bekommen es aber hin, dass die Zielgruppe 1000€ für eine alte ein Zoll Kamera bezahlt und tun so, als wenn da irgendetwas ganz besonderes möglich ist. Ich arbeite nicht mehr mit ein Zoll Kameras, ich würde erst recht keine 1000€ dafür ausgeben. Die besten Handys sind meist schon weiter. Das ist schon lange her, wo ich mit meiner RX die Handys abgehangen habe und der Profilbildmaker vieler Bekannter war.

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Antwort von iasi:

Jan hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Was früher die Fachzeitschaften waren, sind heute die youtube-Kanäle.

Man geht doch nicht unbedarft in ein Fotogeschäft und lässt sich dort "beraten".

Influenzer befriedigen das Informationsbedürfnis, wie damals die "Tester" in ihren Zeitschriftenartikeln.

Da gibt es nur einen Unterschied, viele Influenzer erzählen irgendeinen Mist und haben nicht selten gar keine Ahnung von der Materie und preisen bestimmte Kameras groß an, was auch gute Handys schon lange können, nicht selten sogar besser und die hat man eh schon daheim. Die bekommen es aber hin, dass die Zielgruppe 1000€ für eine alte ein Zoll Kamera bezahlt und tun so, als wenn da irgendetwas ganz besonderes möglich ist. Ich arbeite nicht mehr mit ein Zoll Kameras, ich würde erst recht keine 1000€ dafür ausgeben. Die besten Handys sind meist schon weiter. Das ist schon lange her, wo ich mit meiner RX die Handys abgehangen habe und der Profilbildmaker vieler Bekannter war.
Ich erinnere mich daran, einen Kollegen vor der Zeit der Influenzer zum MM begleitet zu haben: Der Fachberater versuchte meinem Kollegen ein altes Modell aufzuschwatzen. Ich hatte mir das "Beratungsgespräch" angesehen und -gehört, um ihm dann anschließend ein neues Modell für den gleichen Preis zu empfehlen. :)

Es gab früher auch so manchen "Tester", der sich von den Influenzern, die du beschreibst, nicht so sehr unterschieden.

Die Handys sind mittlerweile schon ziemlich weit und können so manche Kamera ersetzen. Wobei dies meist nur für die Hauptkamera gilt, die dann (ebenfalls) meist eine extreme WW-Linse davor haben.
So mancher meiner Bekannten macht dann mit diesem WW im Hochformat ein Gruppenfoto mit reichlich Boden und Himmel aber nur winzigen Personen. :) Da hilft dann auch der ein Zoll Sensor der Smartphone-Hauptkamera nichts mehr.

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