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D800 - Rauschen/Banding bei ISO 100?



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Frage von Ledge:


Hallo,

ich mach hauptsächlich Fotos, für Video leih ich die Nikon D800 weil meine DSLR nicht filmen kann. Viel Erfahrung hab ich nicht, deshalb mag das Problem auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen sein (zB Unterbelichtung), jedenfalls hab ich beim letzten Dreh hohes Rauschen und vertikales Banding in dunklen Bereichen festgestellt. Hier zwei Clips zur Veranschaulichung:

http://we.tl/udtJi0rG83

Picture Profile: Portrait (Scharfzeichnung, Kontrast, Farbsättigung ganz runter)

Ist das ein bekanntes Problem des Codecs oder hab ich was verbockt?
Ist es möglich das in Premiere zu beheben?

Vielen Dank im Voraus!

Frohe Weihnachten :)



Antwort von WoWu:

Ich kann die Muster leider nicht sehen, weil man sich da erstmal gleich wieder Cookies einfängt und das ist denkbar schlecht.
Daher leider keine Muster.

Aber kann ich dem Titel entnehmen, dass Du bei ISO 100 gearbeitet hast ?
Dann ist das nämlich (mal vermutet) alles selbst verschuldet.
Finger weg von ISO 100.



Antwort von Anne Nerven:

Finger weg von ISO 100.Hui, warum?








Antwort von WoWu:

Weil ISO 100 einem Elektron=1EV entspricht und um benutzt werden zu können, nicht ohne kräftige Verstärkung (incl. Rauschen) auskommt und von den Herstellern die Verstärkung dadurch wieder (künstlich) weggedrückt wird, dass das GammaGamma im Glossar erklärt ins schwarz korrigiert wird und Du Dir dann bildschöne ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt einfängst.
Ausserdem hast Du in den oberen und unteren ISO Bereichen nur etwa 1/4 der Dynamik. Da wird dann schnell mal aus einem 14Bit sensor ein 12 BitBit im Glossar erklärt Teil.



Antwort von Anne Nerven:

Ich dachte immer, ISO 100 sei bei DSLRs die Einstellung, bei der kein Gain zum Einsatz kommt und die Bilder dementsprechend sauber sind. Welche ISO-Alternative hat der geneigte DSLR-Filmer? Bei meiner 550D steigt das Rauschen proportional zur Höhe des ISO-Wertes.



Antwort von WoWu:

Das ist ein sehr langes Thema ... das häng ziemlich von Deinem Sensor ab und davon, wie der Hersteller quantisiert.
Am besten ermittelst Du mal die Empfindlichkeit der Kamera, wenn Du eine Graukarte und einen Belichtungsmesser hast.
Aber bei den meisten Kameras bist Du so um die 500 gut bedient.
Das mit der 0dB Verstärkung ist ein Irrglaube. Ich hatte hier neulich mal ein paar Zeichnungen zu dem Thema gepostet, die ein paar Dinge aufzeigen. Aber bei ISO 100 bist Du immer im Dark current noise Deines Sensors und musst verstärken ... und dann kommt es nur noch darauf an, wie die DC und FW werte des Sensors liegen. daraus ergibt sich dann, wie gut bzw. schlecht das Bild aussieht.
Die Hersteller versuchen dann das mit einem HistogrammHistogramm im Glossar erklärt shift wegzubügeln, dabei verlierst Du aber Werte gerade da, wo sowieso wenig sind und hast dann schönstes Banding.



Antwort von Ledge:

Hallo Wolfgang,

danke für deine Antwort. Ich hab leider nicht viel Ahnung von der Technik, es wundert mich nur, dass mittlere ISO für Video besser geeignet sind als für Foto. Ich mein ich würd nie ein Foto mit höheren ISO machen als nötig, warum zählt das nicht für Video?



Antwort von WoWu:

Das zählt vom Ansatz her auch für Photos mit Sensortechneik, nicht für Film !
Insofern hast Du völlig Recht, aber eben nicht für die Sensortechnik.
Es gibt aber noch einen weiteren Unterschied auch zwischen E-Photo und Video denn in einer E-Kamera greifen die unterschiedlichsten Mechanismen und Algorithmen, das Bild zu beeinflussen, Rauschen zu beseitigen und es hinterher noch zu speichern.
Bei Photos kommt es auf die Zeit dabei nicht an. Ein Rechner kann sich bei einem Foto (fast) beliebig viel Zeit nehmen, alle Pixels in einer beliebigen Tiefe zu errechnen und auch die Filegrösse ist eigentlich nicht das Problem bei einem Foto.
Im Video muss aber das gesamte Bild in 20 bzw. 40 ms nicht nur komplett bearbeitet sein, auch die Codierung und das Filemanagement muss erledigt sein.
Daher sin alle Prozesse auf ein Minimum reduziert.
Es gibt noch einen weiteren Unterschied. Eine DSLR erwärmt sich Huber einen Zeitraum von rd. 3 Std. auf eine Temperatur, von rd 40 Grad, bei einem Start von rd. 20 Grad. Pro 7 Grad halbiert sich der Störabstand sodass eine warme Kamera deutlich mehr rauscht, worauf der Hersteller zusätzlich eingehen muss und es zu kompensieren hat.
Anders beim Foto, wo die Kamera nach wenigen Sekunden in ein Rauschminimum fällt und dies, wenn man nicht wirklich langsam ist, auch für sein Foto nutzen kann.
Aber das sind natürlich noch nicht alle Unterschiede.
Es ist ein ganzes Kapitel das alles um die ISO Einstellung beschreibt.
Kurz gefasst ermittelt der Hersteller in seiner Kamera einen "Sweei spot", der den besten Kompromiss aus Störabstand und Farbwiedergabe sowie ein Minimum anderer Bildartefakte darstellt. Der liegt meistens so um die 500.
Das ist der Punkt, den die Kameras früher als 0dB dargestellt haben, wobei der Unterschied zwischen Gain und ISO natürlich noch darin liegt, dass bei ISO zusätzlich das GammaGamma im Glossar erklärt korrigiert wird, was Dir dann das Banding produziert.



Antwort von rush:

Auch die Dynamik sackt bei low ISO ein wenig ein... Daher konnte man bei vielen Nikons erst bei Iso200 starten und ISO 100 war teils nur kompliziert zu erreichen - aber eben nicht ohne Grund.



Antwort von Ledge:

OK das klingt plausibel. Na super - hätte man wissen müssen. Hoffentlich krieg ich das mit der Luma Kurve irgendwie gerettet!



Antwort von funkytown:

Ich filme regelmäßig mit der D800 und hatte noch nie Probleme mit ISO 100. Grundsätzlich hat WoWu nicht unrecht, allerdings ist das von Kamera zu Kamera sehr unterschiedlich. Bei der D800 gibt aber anscheinend keinen "Sweet Spot". Siehe hier: http://photo.vanderkolk.info/photo-niko ... t-spot.php

@WoWu: Wie kommst Du auf ISO 500 als beste Einstellung? Link?

Ich habe mir Deine Aufnahmen angeguckt. Ehrlich gesagt, kann ich da kein Rauschen und Banding entdecken. Kannst Du mal einen Screenshot machen oder den TimecodeTimecode im Glossar erklärt angeben, wo das Problem auftaucht?

Zu Deinen Profil-Einstellungen: Ich würde ein Flaat-Profil nutzen, dann kannst Du im optimalen Fall 11 Blendenstufen nutzen. Gerade bei Deinem Dreh (Musikvideo) mit viel Schwarz/Weiss Kontrasten kommt Dir das zu gute. Achte nur darauf, dass Du nichts überbelichtest (Clipping). Profile kannst Du hier runterladen: http://www.similaar.com/foto/flaat-pict ... index.html

Zum Rauschen: Gerade bei Musikvideos kann ja ein Filmkorn auch ein Stilmittel sein. Wenn Dich das also stört, kannst Du es zu Deinem Vorteil nutzen ;)



Antwort von WoWu:

Wie kommst Du auf ISO 500 als beste Einstellung?
Das ist bei jeder Kamera verschieden, aber um die 500 liegt es bei den meisten Kameras. Das ist (ganz grob) der Punkt, an dem der Abstand zu den einzelnen Rauscharten (Sensor/Verstärkerweg) sein Maximum hat und die Bildbeeinträchtigung (von beiden Sorten) noch am geringsten ist.
In einem andern Thread hatte ich das Diagramm auch beigestellt.








Antwort von Ledge:

Danke funkytown! Hier zwei Frames:

http://cedricletsch.com/1.jpg
http://cedricletsch.com/2.jpg

Besonders der zweite Still sieht auf meinem kalibrierten Eizo Monitor fürchterlich aus - das hat nichts mit organischem Filmkorn zu tun ;)

Die Flaat-Profile kenn ich, weil die Kamera aber geliehen ist hab ich mich dagegen entschieden. Stattdessen bin ich dem ShashCAM D5200 Workshop gefolgt: https://www.slashcam.de/artikel/Werbung ... o-Go-.html



Antwort von molch:

Die Flaat Profile sind in meinen Augen nicht wirklich hilfreich, da die wichtigen Wertebereiche durch die flache Kurve unnötig abgeflacht werden und man beim grading (Gerade bei den Codecs der Nikon Kameras) am Ende mit Banding zu kämpfen hat.
Besser ist es, sich selbst ein Profil anzufertigen, welches auf die jeweiligen Anforderungen des Drehs zugeschnitten ist.
Bei deinem Dreh musst du dafür sorgen, dass du die dunklen Bildteile aus dem kritischen Schattenbereich herausbekommst, bei dem der CodecCodec im Glossar erklärt Quantisierungsfehler produziert ( die ganzen Banding effekte auf dem Boden und im Hintergrund sind ein Beispiel. Das Ganze wird natürlich genährt durch das Rauschen, das Wolfgang ja ausführlichst erläutert). Zudem musst du den Hautönen einen großen Bereich zuordnen. Dafür hast du anscheinend in den Lichtern keine feinen Verläufe, sondern nur die scharf abgegrenzten Spitzlichter.
Die Profilkurve würde also wahrscheinlich die Schatten aufhellen und zusammen mit den Mitten strecken und dafür die Lichter etwas komprimieren...



Antwort von Ledge:

Es ist schon gewollt, dass der Vorhang im Hintergrund absäuft. Halt nur nicht so :/




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