Frage von fantasmo:Hallo,
ich hab ein bisschen mit Blenders Videoschnitt-Interface rumprobiert.
Vom Ablauf her ist irgendwie nicht so komfortabel für Videoschnitt...Blenden und Kram muss man mit lauter einzelnen Effektebenen machen, das geht woanders schon bequemer und übersichtlicher. (Aber vielleicht ist das auch alles nur Gewöhnungssache?!)
Aber würdet ihr es von der Endbildqualität als produktionsreif einschätzen? Oder ist da ein "richtiges" Schnittprogramm besser?...auf der anderen Seite will man ja auch professionelle 3D-Animationen rausrendern, also sollte es ja schon ordentlich sein. (Hab noch nicht diverse Vergleichrenderings gemacht, aber auf den ersten Blick hat's ja schon alle möglichen Exportformate).
Antwort von Superapfel:
Ich bin in Bezug auf Blender eine absolute Null, vielleicht verstehe ich deshalb den Zusammenhang nicht ganz.
Für gewöhnlich ist der Workflow der, dass man aus einem 3D-Programm die Animationen in Einzelnen Clips bzw. am sinnvollsten als Einzelbilder herausrendert und dann erst in einem Schnittprogramm zusammenfügt.
Der genaue Ablauf, also die Schnittreihenfolge des fertigen Films wird also normalerweise nicht aus dem 3D-Programm vorgegeben.
Ist eigentlich 1:1 wie beim Realdreh - verschiedene Szenen, verschiedene Einstellungen = verschiedene Dateien.
Oder habe ich dich jetzt grundlegend falsch verstanden?
Antwort von fantasmo:
Nein, ich hab überlegt, dass man (auch ganz ohne 3D-Absichten) NUR Blender für Videoschnitt nutzt...statt sich noch extra andere Programme zu kaufen.
Also in der Ansicht "Video Editing" ist das ja schon so in der Art mit Spuren und Vorschaubildschirm und mit "k" kann man schwupp nen Videoclip durchschneiden (und Videos kann ich mir halt von außen z.B. einfach da reinziehen). Aber ich wollte mal hören, ob andere das evtl. auch so nutzen bzw. empfehlen, statt eben extra Videoschnittsoftware.
Antwort von hben:
Grundsätzlich ist die Qualität von Blender absolut in Ordnung. Kann da keinen unterschied zu richtigen NLEs erkennen, aber es bietet erstens deutlich weniger Funktionen (im Schnittbereich) und zweitens ist es doch viel zu umständlich damit zu schneiden. Wenn da 3d Elemente rein kommen sollen, kann es dann zwar durchaus sinn machen, aber gewöhnlich hat man ja einen Film mit vielen Szenen auch ohne 3D-Elementen. Und wenn man da anfängt, teilweise mit Blender und teilweise mit nem anderen Programm zu schneiden, wird es doch schnell unübersichtlich.
Ich denke es gibt nicht grundlos für die verschiedenen Aufgaben verschiedene Programme. Und auch wenn man mit Blender schneiden kann, ist es dafür nicht wirklich ausgelegt. 3D-Sachen funktionieren damit gut, und dafür wurde es halt auch entwickelt.
Nochmals zur Qualität beim rendering, da werden auf nem Mac die Codecs von Quicktime verwendet, weshalb z.b. wenn FCP installiert ist, auch in ProRes gerendert werden kann.
Antwort von fantasmo:
Ok, vielen Dank für die Meinungen
Nachdem ich nämlich festgestellt hab, das bei Magix bei MPEG partout immer oben links ein roter dünner Streifen dazu kommt und ich manchmal ein Freund von Minimalismus bin, dachte ich, das wäre mal ne Überlegung wert, einfach Blender auch für Schnitt zu nehmen (eben auch weil Magix als extra Schnittprogramm so nen Käse fabriziert (jedoch statt nun gleich Premiere zu kaufen, hat es mir funktions- und renderqualitätmäßig ansonsten gut gefallen).