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Black Magic Pocket Cinema Camera Colour Grading Test



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Frage von Crytek09:


Hi,

bin grad ein bischen am graden oder versuch es jedenfalls :) Ich finde allerdings das der Qualitätsverlust enorm ist. Auf Vimeo siehts bischen besser aus aber trotzdem finde ich das echt Heftig. Es kommt irgendwie zu unscharfen Artifakten/Bildfehlern was meint ihr ? Um die beste Quali zu sehen, könnt ihr ruhig die original Datei von Vimeo runterladen.



https://vimeo.com/groups/experiment/videos/122337048

Gruß

SkyCinema



Antwort von Axel:

Hi,

bin grad ein bischen am graden oder versuch es jedenfalls :) Ich finde allerdings das der Qualitätsverlust enorm ist.

Habe mir auch gerade mal "Reunited" von dir angeguckt. Schöner Film, aber vom Grading her sieht's aus wie 16mm Film (altes Material). Kann so Absicht sein, ich find's alles immer noch sehr flau. Das ist eine Falle, in die alle BM-User anfangs tappen. Man meint irrigerweise, das flache Bild sei irgendwie edler als das von normalen DSLRs. Wie gesagt, kann man so sehen, aber ich seh's nicht so.

Raw in Resolve gegradet? Nun gut, irgendwelche Unschärfeartefakte, von denen du schreibst, sehe ich nicht prominent, aber in Raw sind ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt sowieso deutlicher (Moire). Aber weniger bei solchen Naturaufnahmen. Da hättest du mehr rausholen können, wesentlich mehr.

Was zeichnet das Bild der Pocket besonders aus? Dass man mehr Dynamik herauskitzeln kann. Und Farben etwas mehr in der Post beeinflussen. Punkt, mehr Vorteile sind nicht. Ich würde ein Bild anstreben, wie man es mit einer stinknormalen DSLR auch machen würde, bloß, dass ich mehr Zeichnung in hellen Partien habe (dunkle Partien muss man aus tieferen Mitten mit einer Kurve generieren, bekanntlich rauscht die Pocket in echten Tiefen eher überdurchschnittlich, darum, zumal in Raw: ETTR!).

Es gibt Motive, die mit Raw gewinnen, aber es sind die Ausnahmen. ProResProRes im Glossar erklärt ist der der Pocket gemäßere CodecCodec im Glossar erklärt (meine Meinung). Das Tiefenrauschen ist geglättet, die Auflösung besser (Artefakte sind ein Anzeichen für verringerte Auflösung).

Kürzlich gab's einen Trailer, mit BMCC und BMPCC (Flugaufnahmen) gefilmt. Derselbe Sensor, mit marginal unterschiedlicher Auflösung:

zum Bild http://static1.squarespace.com/static/5 ... G_4962.jpg
zum Bild http://static1.squarespace.com/static/5 ... G_0014.JPG
Das hätte auch mit einer guten DSLR gemacht sein können. Was Farben angeht. Die Dynamik bei der Aufnahme war natürlich deutlich besser. In Wirklichkeit ist das Bild so in der Post entstanden. Mit starken Kontrasten und kräftigen Farben. Man kann das nicht einfach so "aufnehmen". Die dunklen Stellen würden mit einer DSLR völlig vermatschen und mit BM Kameras rauschen wie Hulle. Das ist ETTR und day-for-night. Es heißt cinema camera, und in diesem Sinne ist sie zu benutzen. Mit dem Vorsatz, sehr stark in das aufgenommene Bild einzugreifen. Deswegen finde ich auch am Ende des Tages LUTs, die das "BMD_Film" - Bild komplett auf DSLR-Niveau normalisieren können, so banane. Immerhin, sie zeigen einmal auf, wie viel starke (Farb- und Helligkeits-) Kontraste in dem Bild stecken, und dafür sind sie nützlich.



Antwort von Crytek09:

Ich bin zur Zeit noch am testen also auch mit Prores oder Raw. Bei Reunited hatte ich teilweise noch absolut keine Ahnung vom graden xD. Hab da einfach drauf los gegradet. Wir hatten da ziemlich schlechtes Wetter, sehr schlechte Lichtverhältnisse manche meinen das wenn ich mit Prores dort gedreht hätte ich gar keine brauchbare Aufnahme hingekriegt hätte :). Ich muss schon sagen mit Raw hat man einfach extrem viel Freiheiten in der Post mir raten immer alle wenn der Speicherplatzt reicht immer in Raw drehen. Allerdings habe ich ganz andere Probleme. Ich hab extreme Schwierigkeiten mit meinen Tiffen Vari NDs und Hoya IR Cut Filtern das Bild richtig zu belichten. Meist sind die Highlights so ausgebrannt das ich sie kaum zurückholen kann. Und wenn ich die Midtones laut HistogrammHistogramm im Glossar erklärt perfekt habe und auf meinem TV Logic dann sind die Highlights jenseits von Gut und Böse. Ich muss einfach mehr praktizieren oder mal mit einem los gehen der sich mit den Dingern richtig auskennt.) Der Trailer sieht ja mal richtig gut aus !





Antwort von cantsin:

Ich bin zur Zeit noch am testen also auch mit Prores oder Raw. Bei Reunited hatte ich teilweise noch absolut keine Ahnung vom graden xD. Hab da einfach drauf los gegradet.
Ich würde immer mit einem LUT - in diesem Fall Blackmagics eigenen "Blackmagic Cinema Camera to Rec709 V2" - als Ausgangsbasis arbeiten.

Wir hatten da ziemlich schlechtes Wetter, sehr schlechte Lichtverhältnisse manche meinen das wenn ich mit Prores dort gedreht hätte ich gar keine brauchbare Aufnahme hingekriegt hätte :).
Du musst bei ProResProRes im Glossar erklärt nur darauf achten, dass der WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt auf der korrekten Kelvin-Temperatur steht. Messen kann man die Lichttemperatur das ggfs. mit einer iPhone-App wie 'Light Meter'.

Ich hab extreme Schwierigkeiten mit meinen Tiffen Vari NDs und Hoya IR Cut Filtern das Bild richtig zu belichten. Meist sind die Highlights so ausgebrannt das ich sie kaum zurück holen kann.
Belichte Blackmagic-Kameras bei der Cinema log- bzw. Raw-Aufzeichnung nicht mittig nach HistogrammHistogramm im Glossar erklärt, sondern nach Zebra auf dem kameraeigenen Display. Maximal belichten, ohne dass die Highlights clippen (es sei denn, als Kompromiss, weil Du Schatten hochziehen willst).



Antwort von Crytek09:

Hab ich auch schon versucht irgendwie krieg ich das nicht hin mit dem belichten bei den Black Magics. Also das sind wirklich geile Dinger muss ich ja wohl sagen aber sie haben auch viele nervige Nachteile. Mit meiner GH4 sitzt fast jede Szene die ich drehe. Ich bin schon am überlegen die wieder zu verkaufen. Das nächste Projekt für ''Aktion Mensch'' werde ich versuchen mal auf beiden parallel zu drehen und mich dann entscheiden.



Antwort von TaoTao:

In dem obigen Video an der Stelle 1:31...ist das wirklich mit einer blackmagic camera gedreht worden *__*..it's...it's...soooo beeeeeeeautiful *___*



Antwort von sottofellini:

Zweifellos schöne Gradings. Mich selbst verwirren aber krass unterschiedliche Farbstiche in aneinandergereihten Szenen zutiefst.Sie lenken mich schon fast von der Handlung ab, obwohl es ja anerkannte Mode ist, in jeder Szene einen anderen Farbkübel drüber zu giessen, provokativ gesagt.
Vor allem eine warmtönige Innenaufnahme, die von einer blauen Nachtszene abgelöst wird.



Antwort von TaoTao:

vielleicht liegts ja an der Tatsache dass es innen meist warm ist und die Nacht draußen kalt G_G



Antwort von cantsin:

Hab ich auch schon versucht irgendwie krieg ich das nicht hin mit dem belichten bei den Black Magics
Tu einfach das folgende:
- Vergiss erst einmal alles, was Du Dir beim Belichten mit DSLR, GH4 etc. angewöhnt hast.
- Arbeite nicht mit externen Displays und Histogrammen, sondern stell das Kamera-interne Zebra auf 90% (und Verschluss auf 180 Grad bzw. bei Kunstlicht und 24p, 172.5 Grad) und orientiere Dich daran.
- Belichte bis zum Anschlag, aber so, dass das Zebra nicht anspringt.
- Beim Colorgrading in Resolve, korrigiere die Belichtung (mit Hilfe des Waveform-Monitors und bei eingeschaltetem Blackmagic Cinema Log-nach-Rec709 LUT am Ende der Korrekturkette)
(a) bei ProRes: Mit Lift (Absenken oder Anheben der Schatten so, dass die dunkelsten Stellen auf der Nulllinie des Waveform-Monitors liegen), Gain (Absenken oder Anheben der Highlights so, dass die hellsten Stellen gerade an die 100%-Linie gehen), GammaGamma im Glossar erklärt (Absenken oder Anheben der Mitten so, dass es optisch gut aussieht und die Mitten im gestrichelten Teil des Waveform-Monitors liegen).
(b) bei Raw: noch einfacher durch die Regler im "Raw"-Tab, mit denen sich die Belichtung direkt heben oder absenken lässt, anschliessend Lift/Gamma/Gain-Korrektur.



Antwort von Crytek09:

Hab ich auch schon versucht irgendwie krieg ich das nicht hin mit dem belichten bei den Black Magics
Tu einfach das folgende:
- Vergiss erst einmal alles, was Du Dir beim Belichten mit DSLR, GH4 etc. angewöhnt hast.
- Arbeite nicht mit externen Displays und Histogrammen, sondern stell das Kamera-interne Zebra auf 90% (und Verschluss auf 180 Grad bzw. bei Kunstlicht und 24p, 172.5 Grad) und orientiere Dich daran.
- Belichte bis zum Anschlag, aber so, dass das Zebra nicht anspringt.
- Beim Colorgrading in Resolve, korrigiere die Belichtung (mit Hilfe des Waveform-Monitors und bei eingeschaltetem Blackmagic Cinema Log-nach-Rec709 LUT am Ende der Korrekturkette)
(a) bei ProRes: Mit Lift (Absenken oder Anheben der Schatten so, dass die dunkelsten Stellen auf der Nulllinie des Waveform-Monitors liegen), Gain (Absenken oder Anheben der Highlights so, dass die hellsten Stellen gerade an die 100%-Linie gehen), GammaGamma im Glossar erklärt (Absenken oder Anheben der Mitten so, dass es optisch gut aussieht und die Mitten im gestrichelten Teil des Waveform-Monitors liegen).
(b) bei Raw: noch einfacher durch die Regler im "Raw"-Tab, mit denen sich die Belichtung direkt heben oder absenken lässt, anschliessend Lift/Gamma/Gain-Korrektur.

Danke für die Tipps, werde das ganze mal ausprobieren :)



Antwort von Axel:

In dem obigen Video an der Stelle 1:31...ist das wirklich mit einer blackmagic camera gedreht worden *__*..it's...it's...soooo beeeeeeeautiful *___*

Möglicherweise wurde der Mond sogar reingecompt, vielleicht die Wolken auch. Der Filmemacher ist graduierter Schöner Künstler, der macht keine "Aufnahmen", der komponiert Bilder. Könnte man (und hat er zuvor, siehe Vimeo-Kanal) auch mit normalen DSLRs machen, bei BM-Kameras ist es nur noch einen Tick naheliegender. Er hat auch nicht nur gegradet, sondern zuvor ausgeleuchtet, immerhin u.a. mit 3 HMI-Lampen, siehe hier. Das ist weniger eine Frage der Technik, eher eine der Haltung. Rigoros faken, das ist "cinema"!

Danke für die Tipps, werde das ganze mal ausprobieren :)

Und hoffentlich hast du von "Reunited" noch das Raw-Original auf Platte. Sieht nämlich danach aus, als könntest du in ein, zwei Stunden daraus etwas echt Spannendes graden. Du hast so aufgenommen, dass Raw Sinn macht. Also ran!



Antwort von Crytek09:

Hab ich auch schon versucht irgendwie krieg ich das nicht hin mit dem belichten bei den Black Magics
Tu einfach das folgende:
- Vergiss erst einmal alles, was Du Dir beim Belichten mit DSLR, GH4 etc. angewöhnt hast.
- Arbeite nicht mit externen Displays und Histogrammen, sondern stell das Kamera-interne Zebra auf 90% (und Verschluss auf 180 Grad bzw. bei Kunstlicht und 24p, 172.5 Grad) und orientiere Dich daran.
- Belichte bis zum Anschlag, aber so, dass das Zebra nicht anspringt.
- Beim Colorgrading in Resolve, korrigiere die Belichtung (mit Hilfe des Waveform-Monitors und bei eingeschaltetem Blackmagic Cinema Log-nach-Rec709 LUT am Ende der Korrekturkette)
(a) bei ProRes: Mit Lift (Absenken oder Anheben der Schatten so, dass die dunkelsten Stellen auf der Nulllinie des Waveform-Monitors liegen), Gain (Absenken oder Anheben der Highlights so, dass die hellsten Stellen gerade an die 100%-Linie gehen), GammaGamma im Glossar erklärt (Absenken oder Anheben der Mitten so, dass es optisch gut aussieht und die Mitten im gestrichelten Teil des Waveform-Monitors liegen).
(b) bei Raw: noch einfacher durch die Regler im "Raw"-Tab, mit denen sich die Belichtung direkt heben oder absenken lässt, anschliessend Lift/Gamma/Gain-Korrektur.

Danke für die Tipps, werde das ganze mal ausprobieren :)

Nochmal ne Frage. Sollte man dabei den Displaymode auf Film oder Video schalten ?

@Axel: Leider habe ich das Rohmaterial nicht mehr, ärgere mich heute auch ziemlich darüber.



Antwort von cantsin:


Nochmal ne Frage. Sollte man dabei den Displaymode auf Film oder Video schalten ?
Displaymode auf Video, Aufnahmemodus auf Film. Verwende das Kameradisplay trotzdem nur als Orientierung fürs Framing, das (sehr zuverlässige) Focus PeakingPeaking im Glossar erklärt und die Überbelichtungszebras. Wenn das Bild im Display überbelichtet aussieht, die Zebras aber dennoch nicht anspringen, trotzdem so aufnehmen.

(Das Prinzip nennt sich ETTR/"Expose to the Right", und die Blackmagic-Kameras sind im Film-Log-Modus darauf ausgelegt. Mehr dazu hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Exposing_to_the_right)



Antwort von Paralkar:

Bei Prores oder DNXHD würd ich nicht unbedingt in ETTR belichten, da ist die Gamma-kurve ja schon festgelegt.

Bei 10 bit Prores kann das nach hinten losgehen, bei Raw kannst die Zebras auch auf 99% stellen und solang die nicht anspringen, kannst du mit dem 12 bit wieder alles an Infos reinziehen im Grading



Antwort von Axel:

Bei Prores oder DNXHD würd ich nicht unbedingt in ETTR belichten, da ist die Gamma-kurve ja schon festgelegt.

Das hätte ich vor einigen Wochen unterschrieben. Mittlerweile nicht mehr. ETTR hat Allgemeingültigkeit.

Bei 10 bit Prores kann das nach hinten losgehen, bei Raw kannst die Zebras auch auf 99% stellen und solang die nicht anspringen, kannst du mit dem 12 bit wieder alles an Infos reinziehen im Grading

Denn: Es ist völlig wurscht, ob 12bit, 10bit oder 8bit. Die Gammakurve, von der du sprichst, wird vom jeweiligen Profil (gleichgültig ob ProResProRes im Glossar erklärt oder AVCHD) nicht auf den absoluten Blendenumfang der Szene, sondern auf das angewendet, was tatsächlich aufgenommen wurde. Der Blendenumfang ist nur mit ETTR der optimale, je nach Kamera-Verarbeitung wird er unterschiedlich quantisiert. Aber fast alle modernen Videokameras erreichen 11 Blenden und mehr. Die relativen Tiefen haben mit den typischen Kurven so eine Art Fade-In, die Höhen ein Fade-out (soft roll-off, wie wir Deutschen gerne sagen). Es ist ziemlich leicht, mit einem tendenziell unterbelichteten Bild Hauttönen in einem fadenscheinigen CodecCodec im Glossar erklärt zu wenig Werte zu gönnen, mit ETTR ist es praktisch unmöglich. Ins Rollen brachte den Gedanken dieser EOSHD-Thread.

Ich habe seither etliche Tests mit meiner D3300 (H.264) gemacht, die vorzüglich automatisch belichtet. Ergebnis: Egal ob Standard, Neutral, Portrait (Haut!) oder Landschaft - die automatische Belichtung fährt immer ETTR, und zwar bis zum Anschlag, kein konservatives 90% oder so.

Man sieht es bloß nicht als überbelichtet, weil die Kamera intern korrigiert, was die Pocket nicht tut (nicht nur fixer ShutterShutter im Glossar erklärt, was man bei der Nikon natürlich auch einstellt, sondern auch fixe Empfindlichkeit, in Raw bekanntlich eine reine Frage der Vorschau, da der Sensor immer Iso 800 hat).

Genau so verfährt übrigens auch die Blendenautomatik der Pocket. Verrauschte Tiefen? Braucht kein Mensch. Dynamik kriegt man, wenn man nur Nutzsignale einfängt.

Werden denn nicht mit ETTR bei 8-bit des öfteren Hauttöne unbrauchbar? Antwort: Schon, aber es liegt dann nicht an der Belichtung, sondern an der Beleuchtung und ist dasselbe Problem in 10- oder 12bit. Und wird nicht besser, wenn man den Rauschbereich mit aufnimmt. Das allgemein gültige Prinzip ist, alle wichtigen Motivbereiche in dem Blendenumfang zu haben, den die Kamera beherrscht:

Man beleuchtet ein bisschen anders mit ProResProRes im Glossar erklärt und nochmal ein bisschen anders mit Raw. Helle und kontrastreiche Bilder sind angesagt. Für die stark gammakorrigierten Codecs ist dagegen ein gleichmäßig helles Bild ohne zu große Kontraste optimal.



Antwort von Crytek09:


Nochmal ne Frage. Sollte man dabei den Displaymode auf Film oder Video schalten ?
Displaymode auf Video, Aufnahmemodus auf Film. Verwende das Kameradisplay trotzdem nur als Orientierung fürs Framing, das (sehr zuverlässige) Focus PeakingPeaking im Glossar erklärt und die Überbelichtungszebras. Wenn das Bild im Display überbelichtet aussieht, die Zebras aber dennoch nicht anspringen, trotzdem so aufnehmen.

(Das Prinzip nennt sich ETTR/"Expose to the Right", und die Blackmagic-Kameras sind im Film-Log-Modus darauf ausgelegt. Mehr dazu hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Exposing_to_the_right)

Thx, habe das mal getestet. Ich habe die Zebras auf 90% stehen funktioniert ganz gut muss ich sagen allerdings krieg ich trotzdem nicht die Skintones hin. Sie sind halt wie weiß, ich kann in Davinci schrauben wie ich will. Denke die Skintones sehen bei den meisten Kurzfilmen auch so gut aus weil die einzelnen Szenen halt perfekt ausgeleuchtet sind leider bin ich absolut kein Lichttechniker :D



Antwort von Axel:

Thx, habe das mal getestet. Ich habe die Zebras auf 90% stehen funktioniert ganz gut muss ich sagen allerdings krieg ich trotzdem nicht die Skintones hin. Sie sind halt wie weiß, ich kann in Davinci schrauben wie ich will. Denke die Skintones sehen bei den meisten Kurzfilmen auch so gut aus weil die einzelnen Szenen halt perfekt ausgeleuchtet sind leider bin ich absolut kein Lichttechniker :D

... und ich bin absolut kein Colorist, habe mich aber seinerzeit umfassend in Apples Color eingearbeitet und vor einem dreiviertel Jahr in Resolve. Ich kann nicht wirklich gut graden, aber gut genug, um zu erkennen, dass in deinen Shots alles steckt, was man braucht, um jedes beliebige Bild daraus extrahieren zu können. Das sieht man den Aufnahmen einfach an.

In Raw ist es dem Unbedarftesten (mir) nicht möglich, in mehr als 5% der Aufnahmen die Hauttöne zu verpfuschen. Glaub mir.

Vorschlag: Poste ein DNG von dir als Attachment. Dann grade ich es in Resolve, mit und ohne LUT, mit und ohne Camera Raw, und mache Screenshots von meinen Arbeitsschritten. Das alles ist überhaupt kein Hexenwerk, aber in Bezug auf Grading scheint bei dir irgendwie der Groschen zu klemmen.



Antwort von cantsin:


Thx, habe das mal getestet. Ich habe die Zebras auf 90% stehen funktioniert ganz gut muss ich sagen allerdings krieg ich trotzdem nicht die Skintones hin. Sie sind halt wie weiß, ich kann in Davinci schrauben wie ich will.
Das klingt so, als ob Du probiert hättest, Film Log direkt, ohne LUT, zu graden - oder hattest Du doch einen LUT drauf?

Ansonsten schliesse ich mich bei Axel an. Poste hier doch mal bitte Beispielframes und gib uns ein DNG (lässt sich temporär gut in Google Drive oder Dropbox hochladen).

Für die gegradeten Beispielframes: Du kannst aus Resolve direkt TIFFs exportieren (vorher den Exportbereich auf wenige Frames begrenzen), dann mit einem Programm Deiner Wahl noch JPEG wandeln und hier hochladen.



Antwort von CameraRick:


Für die gegradeten Beispielframes: Du kannst aus Resolve direkt TIFFs exportieren (vorher den Exportbereich auf wenige Frames begrenzen), dann mit einem Programm Deiner Wahl noch JPEG wandeln und hier hochladen.
Du kannst auch, viel einfacher, einfach einen Still machen (Rechtsklick in den Viewer -> Grab Still), und diesen dann Exportieren (Rechtsklick->Export). Sowohl als Tiff, als auch als JPEG, oder was immer Du willst.
Gibt dazu noch eine DRX aus, das ist die Datei wo das Grading drin gespeichert ist. Sprich wenn andere den Still+DRX wieder ins DaVinci importieren, können sie die Korrektur auch einfach übernehmen.

Das klingt doch in diesem Fall ganz brauchbar, um was zu überprüfen und zu zeigen :)



Antwort von Crytek09:

Alles klar werde morgen mal einfach ein kompletten Raw-Clip hochladen, (bin zur Zeit auf Nachtschicht). Werde den Dropbox-Link dann hier posten kann sich ja jeder der will mal dran versuchen :)



Antwort von andieymi:


Gibt dazu noch eine DRX aus, das ist die Datei wo das Grading drin gespeichert ist. Sprich wenn andere den Still+DRX wieder ins DaVinci importieren, können sie die Korrektur auch einfach übernehmen.

Ich kanns grade nicht probieren - aber gibt Resolve dann die ungegradetete TIFF aus, wo das Grading nur in der DRX ist, oder schon die "komplette"?



Antwort von CameraRick:

Ich kanns grade nicht probieren - aber gibt Resolve dann die ungegradetete TIFF aus, wo das Grading nur in der DRX ist, oder schon die "komplette"?
Der Still ist dann schon gegradet. Das ist ja quasi genau das Thumbnail, was Du unter "Stills" siehst; die DRX ist dann dazu da um es wieder anwenden zu können.
Nun kann man natürlich auch einfach das Grading ausschalten und einen Still machen und ihn dann so abspeichern. Vorteil ist dass Du es direkt aus dem Material ziehst und nicht groß eine Range einstellen musst. Bei einem Still kann man ja auch gern einfach eine DPX nehmen, dann ist auch gesichert dass nicht zu viel verloren geht und man kann es sehr gut zippen.



Antwort von Crytek09:

Hier mal ein Link mit ein paar DNGs, einfach runterladen und mit Davinci öffnen :)

https://www.dropbox.com/sh/j8hdqwsihz0r ... S9wQa?dl=0



Antwort von Axel:

Hi, hab's gesehen und noch rasch downgeloadet, bevor ich aus dem Haus musste. DNGs öffnen sich bei mir standardmäßig mit AdobeCameraRaw, und so, wie's war, d.h. "wie Aufnahme" sahen die Bilder schon viel besser aus als deine gegradeten.



Antwort von Crytek09:

Hi, hab's gesehen und noch rasch downgeloadet, bevor ich aus dem Haus musste. DNGs öffnen sich bei mir standardmäßig mit AdobeCameraRaw, und so, wie's war, d.h. "wie Aufnahme" sahen die Bilder schon viel besser aus als deine gegradeten.

Also gradest du gar nicht mit Davinci in BMD Film ? Camera Raw habe ich auch, guck gleich mal ob ich damit was brauchbares hinkriege :)



Antwort von Axel:

Doch, ich grade schon mit Resolve. Hatte nur zu wenig Zeit und bin jetzt mit Smartphone unterwegs. Auf die Schnelle sah's halt schon sehr gut aus.



Antwort von cantsin:

Eben mal schnell in Resolve gegradet - obwohl man da eigentlich nicht von Grading sprechen kann, denn die Bilder waren eigentlich perfekt aufgenommen und sahen out of the box gut aus.

Hier der "Workflow":
1.) Importiert
2.) "Blackmagic Cinema Camera Film to Rec709 V2"-LUT aufs ganze Material
3.) WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt bei den beiden Landschaften wärmer auf 6140K / Tint 31.6 (ggfs. unnötig, da sie jetzt vielleicht zu herbstlich aussehen).
4.) Minimale Korrekturen von Lift/Gamma/Gain

Das war's.

Bei Deinem Beispielvideo ist klar, dass Du versucht hast, Cinema Log zu graden und im gleichen Farbraum zu lassen. Wahrscheinlich war Dir das Konzept Log-vs.-Rec709-Farbraum, und der Gebrauch von LUTs zum Übersetzen von einem Farbraum in den anderen noch nicht bekannt?



Antwort von Crytek09:

Alles klar werde ich mir morgen mal genauer anschauen, habe das ganze We Nachtschicht bahh :)



Antwort von cantsin:

Und hier zum Spass noch eine etwas gestyltere Variante. (Auch nicht sonderlich aufwändig erstellt.)



Antwort von Crytek09:

Hab mir das ganze jetzt mal genauer angeschaut, so kriege ich das auch schnell hin. Ich finde allerdings das es nicht wirklich nach Film aussieht sondern nach Video. Aber vielleicht ist das auch alles Geschmackssache ich werde Montag/Dienstag wenn ich endlich mal Wochenende habe :D mich nochmal an das Material machen und das ganze neu graden.



Antwort von cantsin:

Hab mir das ganze jetzt mal genauer angeschaut, so kriege ich das auch schnell hin. Ich finde allerdings das es nicht wirklich nach Film aussieht sondern nach Video.
Zu kontrastreich? Hier noch ein anderes Grading, das den Look von Negativfilm imitiert.



Antwort von TheMaschineOne:

Sorry wenn ich zwischengrätsche aber wo finde ich denn die blackmagic cinema camera to rec709 v2 LUT ?
Mein Pocket kommt erst in ein paar Tagen und probiere mich auch im Graden.Der Thread hilft mir enorm! Vielen Dank!



Antwort von Crytek09:

Hab mir das ganze jetzt mal genauer angeschaut, so kriege ich das auch schnell hin. Ich finde allerdings das es nicht wirklich nach Film aussieht sondern nach Video.
Zu kontrastreich? Hier noch ein anderes Grading, das den Look von Negativfilm imitiert.

Ja genauso was möchte ich haben, das sieht schon sehr gut aus. Ich benutzte grade den m31 Lut von Osiris und versuche ähnliches hinzukriegen. Gibt es irgendein gutes Tutorial wie man mit Luts umgehen sollte ?

so einen Look finde genial ^^



Antwort von cantsin:

Sorry wenn ich zwischengrätsche aber wo finde ich denn die blackmagic cinema camera to rec709 v2 LUT ?

Die ist fester Bestandteil von Resolve (und als Datei im LUT-Ordner innerhalb des Resolve-Systemordners zu finden).

Anwendung: Im "Color"-Tab eine Korrekturnode erstellen, rechtsklicken, im Kontextmenü "3D LUT" ins Unterverzeichnis "LUT" gehen und darin "Blackmagic Cinema Camera Film to Rec709 v2" auswählen. Der Farbraum des Raw-Materials muss dabei im "Camera Raw" Tab-Menü unten links auf "BMD Film" stehen.

Ich würde den LUT immer auf die letzte Korrekturnode setzen und davor (also noch im Log-Farbraum) alle Farb- und Belichtungskorrekturen vornehmen. Alternativ kann man auch eine Timeline-Korrekturnode erstellen und dann den LUT einmal pauschal auf die gesamte TimelineTimeline im Glossar erklärt anwenden.



Antwort von cantsin:

Ja genauso was möchte ich haben, das sieht schon sehr gut aus. Ich benutzte grade den m31 Lut von Osiris und versuche ähnliches hinzukriegen. Gibt es irgendein gutes Tutorial wie man mit Luts umgehen sollte ?
LUTs ("Lookup-Tables") sind schlicht Farbwertübersetzungstabellen und eigentlich dafür gedacht, um Material von einem Farbraum in einen anderen zu konvertieren, also z.B. von diversen herstellereigenen Log-Formaten in standardisierte Farbräume wie sRGB, Rec709, P3 (für DCP) oder aktuell Rec2020. Man kann sie auch zur Feinkalibrierung z.B. von Monitoren verwenden bzw. Kalibrierung der Farbdarstellung zwischen verschiedenen Geräten verwenden.

Bei all diesen Übersetzungsprozessen ist es eigentlich der Job der LUT, die Farbübersetzung farbgetreu und ohne Tonwertverschiebungen zu erledigen. Daneben kann man LUTs aber auch zum Grading/Styling gebrauchen bzw. missbrauchen. Genauso, wie man in der Audiowelt einen EqualizerEqualizer im Glossar erklärt (a) dazu verwenden kann, den Frequenzgang einer Aufnahme zu linearisieren/Verzerrungen auszugleichen oder aber (b) den Frequenzgang bewusst zu verzerren, z.B. durch Betonung der Bässe, um einen anderen Sound zu erzielen.

Eine LUT leistet nicht mehr als ein einmal eingestellter EqualizerEqualizer im Glossar erklärt - sie funktioniert als pauschal draufgeklatscher Filter, der Farbwerte nach immergleichem Rezept verschiebt, egal, wo sie im Bild stehen. Differenzierte Gradings, wie sie mit Resolve möglich sind, z.B. durchs Maskieren und unterschiedliche Korrigieren verschiedener Bildteile, gehen mit LUTs nicht; auch nicht Effekte wie Vignetten, Blurs etc..

Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Grading-LUTs für Filmsimulation und Looks - dazu gehört auch Osiris (die ich persönlich eine absolute Vimeo-Pest und Geschmacksverirrung finde, so, wie z.B. in den 90ern bestimmte Photoshop-Effektfilter wie Kai's Power Tools - SCNR). Sehr brauchbar in dieser Hinsicht ist das VisionColor Impulz-Paket, weil es sowohl Kamera- als auch Printfilm simuliert, und das ganze auf Basis von echten Filmscans und ohne übertrieben auf die Farbtube zu drücken. Im Netz schwirren ausserdem noch etwas "graue" LUT-Pakete herum, bei denen jemand die für Foto-Rawkonverter gemachten, ebenfalls sehr guten analogen Filmsimulationsfilter von DxO und VSCO in LUTs umgewandelt hat.

In allen diesen Fällen ist der normale Workflow:
(1) Konvertieren des Film Log-Materials nach Rec709 mit Blackmagics LUT
(2) Anwenden einer "Styling"-LUT wie Osiris, VisionColor etc. auf so gewandelte Material. (Vision Color ImpulZ bringt allerdings eigene LUTs für Blackmagic Pocket-Material schon ab Werk mit.)



Antwort von cantsin:


so einen Look finde genial ^^
Bin weder Colorist, noch Beleuchter, daher ist meine Aussage mit Vorsicht zu geniessen: Wenn Du mal Deine obige Porträtaufnahme mit einem ähnlichen Motiv aus dem Film vergleichst, dann fürchte ich, dass man auch mit den besten Resolve-Kenntnisse das nicht hinkriegt - einfach weil das Licht bei Deiner Aufnahme vergleichsweise zu schlecht war: Das Gesicht Deines Protagonisten ist zu zwei Dritteln durch die Schirmmütze verschattet, die Landschaft ist im grauen Winter und nicht im grünen Sommer. Bei dem französischen Film wurden von zwei Seiten Licht bzw. Reflektoren gesetzt, um das Gesicht aufzuhellen (siehe die Schatten auf dem Hemd). Beim Produktionsdesign wurde auf Komplementär-Farbkonstrate geachtet: Im Bild ist alles grün (inkl. der oliven Uniformjacke und dem leichten Farbstich des weissen Hemds) bis auf den orangenen Hautton des Gesichts und die violetten Blüten im unscharfen Vordergrund. Dein Darsteller trägt dazu noch Kamera-unvorteilhafte Kleidung (schwarze Textilien, die nie richtig schwarz sind und ausserdem farbige Moirémuster erzeugen). Bei Dir steht der Darsteller mittig; bei der Bildkomposition des französischen Films wurde die "Rule of Thirds" berücksichtig, mit dem Darsteller im linken Drittel des Bilds und Blickrichtung in die offenen zwei andere Drittel.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Kamera ist nur ein kleiner, oft masslos überschätzter Faktor des "Kinolooks"...



Antwort von Crytek09:


so einen Look finde genial ^^
Bin weder Colorist, noch Beleuchter, daher ist meine Aussage mit Vorsicht zu geniessen: Wenn Du mal Deine obige Porträtaufnahme mit einem ähnlichen Motiv aus dem Film vergleichst, dann fürchte ich, dass man auch mit den besten Resolve-Kenntnisse das nicht hinkriegt - einfach weil das Licht bei Deiner Aufnahme vergleichsweise zu schlecht war: Das Gesicht Deines Protagonisten ist zu zwei Dritteln durch die Schirmmütze verschattet, die Landschaft ist im grauen Winter und nicht im grünen Sommer. Bei dem französischen Film wurden von zwei Seiten Licht bzw. Reflektoren gesetzt, um das Gesicht aufzuhellen (siehe die Schatten auf dem Hemd). Beim Produktionsdesign wurde auf Komplementär-Farbkonstrate geachtet: Im Bild ist alles grün (inkl. der oliven Uniformjacke und dem leichten Farbstich des weissen Hemds) bis auf den orangenen Hautton des Gesichts und die violetten Blüten im unscharfen Vordergrund. Dein Darsteller trägt dazu noch Kamera-unvorteilhafte Kleidung (schwarze Textilien, die nie richtig schwarz sind und ausserdem farbige Moirémuster erzeugen). Bei Dir steht der Darsteller mittig; bei der Bildkomposition des französischen Films wurde die "Rule of Thirds" berücksichtig, mit dem Darsteller im linken Drittel des Bilds und Blickrichtung in die offenen zwei andere Drittel.

Langer Rede kurzer Sinn: Die Kamera ist nur ein kleiner, oft masslos überschätzter Faktor des "Kinolooks"...

Danke für die Infos mit den Luts super Sache, ich muss gestehen das ich mich damit noch nicht richtig auseinandergesetz hatte aber ich habe es jetzt verstanden. Das mit dem Licht ist ganz klar das es ohne Lichttechniker nicht geht :) Dennoch habe ich schon ein paar Kurzfilme gesehen wo auch nur mit dem vorhanden Licht super Aufnahmen im Kinolook entstanden sind. Mein erster richtiger Kurzfilm der diesen Sommer gedreht wird, werde ich mir auch defintiv Leute die sich mit Licht auskennen mit ins Boot holen :) Nochmals vielen Dank !



Antwort von Crytek09:

Hab jetzt nochmal ein bischen nach deinen Tipps gegradet, ist noch nicht Perfekt aber sieht schon mal besser aus als vorher finde ich.

https://vimeo.com/groups/colorgrading/videos/122978546



Antwort von Axel:

@Crytek09:
Du hast es raus. Dein Grading finde ich sogar einen Tick runder als das von cantsin, die Hautfarben etwas natürlicher und trotzdem das Licht etwas wärmer. Ich hatte zwischenzeitlich, wie versprochen, eine eigene Version gepostet, das Posting aber wieder gelöscht, weil das Ergebnis doch eher etwas schlechter war als cantsins. Wobei, wie gesagt, ich ja kein Colorist bin. Aber auch ich bin von etwas wärmerem Licht ausgegangen, da Sonnenstand und generelle Anmutung für mich "später Winter-Nachmittag" suggerierten.

Sehr gut finde ich deinen Schwenk. Ich hasse 90% aller Panoramaschwenks, weil die meisten Leute nicht gescheit schwenken können, aber gut gemacht finde ich Schwenks eigentlich super. Sehr unaufgeregter, aber nicht langweiliger "Test". Unspektakuläre, aber schöne Aufnahmen, gefällt mir sehr gut.

Das mit dem Licht ist ganz klar das es ohne Lichttechniker nicht geht :) Dennoch habe ich schon ein paar Kurzfilme gesehen wo auch nur mit dem vorhanden Licht super Aufnahmen im Kinolook entstanden sind. Mein erster richtiger Kurzfilm der diesen Sommer gedreht wird, werde ich mir auch defintiv Leute die sich mit Licht auskennen mit ins Boot holen :)

In der Situation würde ich Aufheller benutzen. Genauer gesagt einen großen Reflektor wie sowas. Gibt's auch in noch größer. Den muss natürlich jemand hochhalten, und zwar so, dass die Sonne auf das Gesicht (dessen Schattenseite) zurückreflektiert wird. Gegenüber einer starren Reflektionsfläche (auch beliebt: Styroporplatten) bieten diese runden Dinger den Vorteil, dass man sie konkav gebogen halten kann und so das reflektierte Licht zusätzlich bündelt. Gegenüber LED-Aufhellern bieten sie den großen Vorteil, dass automatisch die Lichtfarbe stimmt (vorausgesetzt, man verwendet silber oder weiß) und die Lichtintensität. Diese ist einerseits automatisch etwas geringer als die direkte Sonne, aber ausreichend, um die Schatten hinreichend zu mildern. Außerdem, klar, lassen sie sich besser transportieren und sind billiger in der Anschaffung. Fast mein gesamtes LED-Licht habe ich zwischenzeitlich wieder verkauft. Bei DSLR fiel es mir nicht auf, aber bei guter Farbtiefe fällt das schlechte Farbspektrum (zumindest meiner älteren Lampen) sofort in's Auge.



Antwort von Stephan82:

Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass zum Filmlook nicht nur Licht und Grading gehört, sondern auch Bildkomposition, Kameraführung und Schnitt. Das sind drei ganz wichtige Faktoren, die sehr oft vernachlässigt werden.

Habe anfangs auch gedacht: "Ach, ich stell mal ne Cam auf ein Stativ und lege dann Filmconvert übers Videomaterial und es sieht geil aus". Habe mich dann gewundert, warum es so langweilig wirkt. Antwort: Keine Kamerabewegung! Finde, dass "filmische" Kamerabewegungen (Slider-Shots, Dolly-Shots, Stabilisierte Slow-Motion, sanfte Schwenks etc.) einen Großteil des Looks ausmachen. Es gibt etliche Methoden gewünschte Stimmungen oder Emotionen für eine Szene durch richtige Kameraführung und -Position herzustellen und zu verstärken. Da gibt es viel zu lernen. Mache ich auch gerade ;)

Hier mal ein paar Bsp. :











Antwort von Crytek09:

@Crytek09:
Du hast es raus. Dein Grading finde ich sogar einen Tick runder als das von cantsin, die Hautfarben etwas natürlicher und trotzdem das Licht etwas wärmer. Ich hatte zwischenzeitlich, wie versprochen, eine eigene Version gepostet, das Posting aber wieder gelöscht, weil das Ergebnis doch eher etwas schlechter war als cantsins. Wobei, wie gesagt, ich ja kein Colorist bin. Aber auch ich bin von etwas wärmerem Licht ausgegangen, da Sonnenstand und generelle Anmutung für mich "später Winter-Nachmittag" suggerierten.

Sehr gut finde ich deinen Schwenk. Ich hasse 90% aller Panoramaschwenks, weil die meisten Leute nicht gescheit schwenken können, aber gut gemacht finde ich Schwenks eigentlich super. Sehr unaufgeregter, aber nicht langweiliger "Test". Unspektakuläre, aber schöne Aufnahmen, gefällt mir sehr gut.

Das mit dem Licht ist ganz klar das es ohne Lichttechniker nicht geht :) Dennoch habe ich schon ein paar Kurzfilme gesehen wo auch nur mit dem vorhanden Licht super Aufnahmen im Kinolook entstanden sind. Mein erster richtiger Kurzfilm der diesen Sommer gedreht wird, werde ich mir auch defintiv Leute die sich mit Licht auskennen mit ins Boot holen :)

In der Situation würde ich Aufheller benutzen. Genauer gesagt einen großen Reflektor wie sowas. Gibt's auch in noch größer. Den muss natürlich jemand hochhalten, und zwar so, dass die Sonne auf das Gesicht (dessen Schattenseite) zurückreflektiert wird. Gegenüber einer starren Reflektionsfläche (auch beliebt: Styroporplatten) bieten diese runden Dinger den Vorteil, dass man sie konkav gebogen halten kann und so das reflektierte Licht zusätzlich bündelt. Gegenüber LED-Aufhellern bieten sie den großen Vorteil, dass automatisch die Lichtfarbe stimmt (vorausgesetzt, man verwendet silber oder weiß) und die Lichtintensität. Diese ist einerseits automatisch etwas geringer als die direkte Sonne, aber ausreichend, um die Schatten hinreichend zu mildern. Außerdem, klar, lassen sie sich besser transportieren und sind billiger in der Anschaffung. Fast mein gesamtes LED-Licht habe ich zwischenzeitlich wieder verkauft. Bei DSLR fiel es mir nicht auf, aber bei guter Farbtiefe fällt das schlechte Farbspektrum (zumindest meiner älteren Lampen) sofort in's Auge.

Danke, ich habe ein paar Reflektoren von Quenox aber die waren noch nie im Einsatz. Werde die demnächst aber mal testen. Für das nächste Projekt werde ich mir aber trotzdem professionelle Hilfe dazu holen, was muss das muss :)

@Stephan82

Da hast du völlig Recht das gehört natürlich auch dazu. Es muss einfach alles passen. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem noch der Ton, allgemein die ganze Tongestaltung muss stimmen.




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