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Infoseite // Barry Jenkins: Filmmaterial-Rassismus beseitigt durch Arri Alexa



Frage von cantsin:


Barry Jenkins, Regisseur des Oscar-prämierten "Moonlight", über den Unterschied von Film und Digital, wenn schwarze Darsteller vor der Kamera stehen:

https://believermag.com/an-interview-wi ... y-jenkins/
"BJ: When I first got into film school, I was way behind the curve because I’m a little bit older than I seem. We shot everything on film when I was in film school. So you had to really learn how to expose an image, and that image went off to the lab, and it was like magic. It came back and you couldn’t see it on set, what it was. So I had to learn these techniques of how to expose skin on film. And both my films in film school featured people of color. I made one short film called Little Brown Boy that featured a protagonist very similar to Chiron in Moonlight. Then the other—I don’t know how the fuck this happened—is about an Arab American couple washing American flags in a post-9/11 South. And a lot of things in this country are systemically fucked-up. And the history of camera emotion, 35 mm emotion, is racist. It just is. It was marketed and calibrated to sell to suburban white families. And so 35 mm film was never intended to accurately reflect or replicate darker skin tones. So I learned all this shit on film because I kept making things and being like, Why does this look so bad? And there’s this cinematographer who used to work with Spike Lee named Malik Sayeed, who shot a film called Belly. And Belly is the most gorgeously shot film. Moonlight’s cool. Belly, the cinematography is crazy. I mean just insane. And then there was a film called City of God with this Brazilian DP, César Charlone. And I remember listening to the commentary on City of God. There’s a scene where the actors are up in a tree. very dark film, like dark in tone and also very dark skins. And they shot it… I thought it was day-for-night, but it wasn’t. And I was like, How are they getting people who are darker than me to reflect, literally, moonlight? And César talks about taking—I mean, hey, this is Brazil, so they had to do what they had to do—like, literally taking cooking oil and just rubbing it all over the skin of the actors so it would literally catch the light and reflect it. And I was like, Oh, that’s a dope concept. And so typically when you make a film, you have a makeup department, and the makeup department uses what? Powder. They just put powder over everybody. But you don’t put powder on black skin. So I told my makeup person, I said, "Hey, this is a no-powder show. We need jojoba oil and shea butter."

MJ: Yes!

BJ: And so everybody in Moonlight is just wearing oil. And then the other part of it, too, which is really cool: I feel like so many things that happened with Moonlight just timing. I’m just a very lucky and privileged person, because there’s this camera called the ARRI Alexa. And the Alexa is made in Germany. And we used these lenses called Hogg lenses that are also made in Germany. All the technical, like, lenses and glass in Moonlight come from Germany, which is a very strange thing. But this camera is digital, so it doesn’t abide by the rules of the systemically racist 35 mm emotion. Because of that, you can put a very dark subject next to a very bright subject. And this thing has so much latitude that, when you get in post, you can reach down into the shadow and you can pull it up however you want, and you can take that brightness and you can put it down how you want. So now you can calibrate it to whatever you want to calibrate it to. I think, had this movie been made in 2012, at the budget that it was, there’s no way it would look the way it did."
Das Thema ist altbekannt. Schon in den 70ern boykottierten Godard und andere Filmemacher Kodak, weil deren Filmmaterial für weiße Hauttöne optimiert war (mit dem weißen Model "Shirley" als Referenzbild) und schwarze Darsteller tatsächlich mit Öl geschminkt wurden, um in den Schatten mehr Zeichnung zu erzielen. Dazu gibt es auch wissenschaftliche Literatur.

Auch dass digitale Kameras mehr Zeichnung/Dynamik in den Schatten haben als Film, ist unbestritten.

Aber AFAIK verbreitet Jenkins hier ein bisschen urbane Mythen, denn modernes Filmmaterial (wie Kodak Vision) sollte hinsichtlich der Hauttöne flexibler sein. Auch Kodak ersetzte Shirley irgendwann durch ein Referenzbild mit einem weißen, schwarzen und südostasiatischen Modell.

Andererseits: Dass bei "City of Gods" - also 2002 - und bei "Moonlight" immer noch mit Fettschminke gearbeitet wurde und die Regel galt (immer noch gilt?), schwarze Darsteller nicht zu pudern, erstaunt dann doch.

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Antwort von Frank Glencairn:

Und was hat das jetzt mit dem angeblichen "Rassismus" zu tun?

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Antwort von TomWI:

Doch wohl eher eine Frage von Belichtungsspielraum und Gradation des damals verfügbaren Filmmaterials...

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Antwort von PowerMac:

Danke für den link.

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Antwort von pillepalle:

Eigentlich sind dunkele Hauttöne überhaupt nicht schwerer zu belichten als weiße. Man belichtet sie nur etwas anders und auch früher glänzten die nicht alle Farbigen wie Speckschwarten. Sowas kann man mal als Effekt machen, aber das Farbige vor der Kamera mit Fett statt mit Puder behandelt werden, ist die große Ausnahme. Ich fand es schon zu Filmzeiten immer einfacher mit Farbigen zu arbeiten, weil deren Haut viel mehr Licht vertrug, was meist in Kombination mit anderen Elementen im Bild sogar besser funktionierte, als bei Hellhäutigen. Es stimmt schon das es viele Tricks gibt, um Dinge vor der Kamera anders wirken zu lassen, als sie tatsächlich aussehen, aber die Mondscheint/Fett Kombination scheint mir eher die große Ausnahme zu sein.

VG

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Antwort von -paleface-:

Heutzutage ist ja eh keiner mehr im Film weiß sondern Orange ;-)

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Antwort von Frank Glencairn:

Orange is the new black :D

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Antwort von pillepalle:

@ paleface

Das ist ja wieder ein anderes Thema :) Es geht meist ja auch nicht darum möglichst realistische Bilder zu machen, sondern möglichst schöne, oder interessante. Film ist genaugenommen immer nur eine Abstraktion der Wirklichkeit.

VG

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Antwort von Frank B.:

Kann Physik rassistisch sein?

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Antwort von Frank Glencairn:

Natürlich nicht, das ist reines Virtue Signaling

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Antwort von Darth Schneider:

Dunkelhäutige Menschen haben einfach eine viel bessere, gleichmässigere Haut, vielfach ganz ohne Flecken, da braucht es weniger oder gar kein Make Up, diese Erfahrung habe ich auch auf der Bühne gemacht. Schwarze Tänzer und Tänzerinnen müssen sich gar nicht oder nur ganz wenig schminken.
Aber wegen der dunklen Farbe müssen die dann beim Film vieleicht ein wenig anders ausgeleuchtet werden ?
Mit Rassismus hat das nix zu tun, eher ganz einfach mit verschiedenen Farben und mit Licht.
Gruss Boris

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Antwort von Frank B.:

Dann sollte man auch solche Begriffe hier nicht verwenden.

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Antwort von Darth Schneider:

Was hab ich wieder so schlimmes geschrieben ?
Gruss Boris

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Antwort von Frank B.:

Nicht du. Es steht in der Überschrift zu diesem Thread. Frank ist gleich oben in Beitrag 2 drauf eingegangen.

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Antwort von cantsin:

"Frank B." hat geschrieben:
Nicht du. Es steht in der Überschrift zu diesem Thread.
Wer lesen kann, sieht und weiss, dass es sich um ein Zitat bzw. eine zitierte Aussage handelt. Dazu kann sich jeder ja seine eigene Meinung bilden.

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Antwort von Frank B.:

Ist doch egal, obs ein Zitat ist.

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Antwort von cantsin:

"Frank B." hat geschrieben:
Ist doch egal, obs ein Zitat ist.
Nein. Du interpretierst Meinungsfreiheit nur in eine Richtung. Und es gibt hier nur die faktische Aussage, dass ein Regisseur dies gesagt hat.

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Antwort von klusterdegenerierung:

"Darth Schneider" hat geschrieben:
Dunkelhäutige Menschen haben einfach eine viel bessere, gleichmässigere Haut, vielfach ganz ohne Flecken,
Sind Dir bei weißen Menschen schon mal Flecken untergekommen, die heller sind als die Haut,
ausser wenn sie eine Pigmentstörung haben etc?

Flecken wie Wunden oder Muttermale etc. sind dunkel,
die fallen bei dunkelhäutigen nun mal weniger auf, aber mit besserer Haut hat das nix zu tun!

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Antwort von Frank B.:

cantsin hat geschrieben:
"Frank B." hat geschrieben:
Ist doch egal, obs ein Zitat ist.
Nein. Du interpretierst Meinungsfreiheit nur in eine Richtung. Und es gibt hier nur die faktische Aussage, dass ein Regisseur dies gesagt hat.
Wenn der Regisseur das gesagt hat, dann hat er es gesagt. Das hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Ich bin sehr für die Meinungsfreiheit. Aber sie schützt nur die Möglichkeit, alles frei sagen zu können. Sie schützt aber nicht vor Kritik an dem Gesagten, im Gegenteil. Mir wird der Rassismusbegriff inzwischen zu inflationär gebraucht.

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Antwort von Darth Schneider:

An Kluster
Schau doch mal genau hin, die dunklen Leute haben viel bessere, straffere Haut, man sieht am Körper jeden Muskel jede Sehne, sogar die dicken schwarze Leute sehen schöner aus, auch wegen der Haut und weil sie vielfach von Natur aus mehr Muskulatur haben....
im Gesicht das mit den Flecken stimmt schon, aber sie haben vielfach einfach eine schönere Haut, schau dir die alten an, die sehen viel gesünder aus wie wir weissen Leute.
Gruss Boris

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Antwort von Frank B.:

@Boris
Wenn du in deinem Beitrag Schwarz und Weiß tauschen würdest, würdest du hier einen Shitstorm ernten.

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Antwort von Darth Schneider:

Ja aber warum sollte ich das denn tun ?
Es ist ja nicht so....Viele schwarze Leute haben dafür Plattfüsse, die Männer haben wiederum längere Zipfel und das ist nicht rassistisch gemeint...Eher eine Laune der Natur.
Gruss Boris

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Antwort von Frank B.:

So ist es wohl. Vor allem haben dunkelhäutige Menschen dunklere Haut als hellhäutige. Und Männer sind besser im Fußball als Frauen.

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