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Infoseite // Actioncam oder doch Sony AX53 oder AX100?



Frage von mischmaster:


Hi,

ich filmte die letzten Jahre mit einer Gopro Hero 4 Silver.
Ich mache eigentlich keine Extrem Sportarten, sondern hab die GoPro nur wegen ihrer Größe geschätzt. Mittlerweile bin ich aber was Schnitt und Nachbearbeitung angeht ziemlich fortgeschritten und habe deswegen auch höhere Anspüche an die Kamera. Denn Color Correction mit Looks in Resolve ist bei GoPro Aufnahmen (selbst im proTune Modus) nicht wirklich machbar. Ich hab jede Menge Artefakte und Klötzchen im Bild, sobald ich da mal ein bisschen mehr an den Reglern drehen.

Deswegen muß jetzt was neues her.

Ich dachte bei Actioncams an Hero 5, Sony X3000 und DJI Osmo+.
Bei Camcordern an Sony AX53 oder Sony AX100.

Wie gesagt, es geht mehr um Urlaubs/Freizeit Filme, aber in hoher Qualität (nicht sowas, was wir von unseren Eltern kenne ;))

Da ich noch nie einen Camcorder hatte, bin ich mir nicht sicher, ob die Bildqualität so viel besser, als mit einer neuen Action Cam ist. Die Sensoren sind ja teilweise gleich groß.

Ich hatte die GoPro4 mal mit einem Feiyu Gimbal im Betrieb. Die Bilder waren schon Hammer steady!!!

Deswegen meine Fragen:

Ist die Bildqualität wirklich so viel besser?

Den 1" Sensor der AX 100 hätte ich schon verdammt gerne, aber die hat ja leider kein BOSS. Was überwiegt mehr? 1" Sensor oder BOSS? Habe habe nicht vor mit Stativ zu filmen.

Kann man BOSS mit eine DJI Osmo+ Stabilisierung vergleichen?

Bei der AX 53 geht BOSS vollständig ja nicht bei 4K. Ich lese immer wieder, daß selbst in 4K gefilmte Videos auf 1080 runtergerechnet viel besser aussehen, als in 1080 gefilmte Videos. Ist die fehlende aktive Stabilisierung in 4K verschmerzbar?

Wie groß ist der Qualitätsunterschied zwischen den Sensoren von AX53 und AX100? Deutlich weniger Rauschen im Dunkeln?


Vielen Dank für eure Tips,

Michi

Space


Antwort von Roland Schulz:

Ich habe u.A. zwei Sony X1000 Actioncams, eine AX53, eine PXW-X70 und aktuell eine a6300 als Videokameras. Zudem gibt's ne DJI Phantom 3 Pro und nen Zhiyun Crane Gimbal, den ich mit der a6300 verwende.

Die Bildqualität der AX53 würde ich etwas besser als die einer GoPro4 egalwas bewerten, da der GoPro/Ambarella H.264 Codec suboptimal implementiert ist. Vom Rauschen und der Lichtstärke tut sich aber wohl nicht so viel. Die X70 ist in Bezug auf Rauschen und Lichtstärke etwas und in Bezug auf Auflösung deutlich überlegen, da hier ein hochauflösenderer 1" Sensor mit Oversampling am Werk ist. Die AX100 ist ähnlich, hat aber keine einstellbaren Bildprofile, schärft deutlich zu stark nach was auf modernen TVs zum Flimmern bei Bewegungen neigen kann. Der Kontrast ist ähnlich wie bei der AX53 zu stark abgestimmt, kann nicht verändert werden und schränkt den Dynamikumfang ein.
Die a6300 mit 18-105 4.0 OSS macht eigentlich (fast) ALLES viel besser, braucht aber ruhige Szenen, da das Rolling Shutter Verhalten merklich schlechter als bei den anderen Kameras ist.

Der BOSS der AX53 ist dem OSS der anderen Kameras klar überlegen, korrigiert aber Drehbewegungen ebenfalls nicht optisch. Hier kann ein auf dem Hosengürtel aufgesetztes Einbeistativ WUNDER bewirken, damit gelingen brauchbar ruhige Aufnahmen!!! Ansonsten ist aber ein Gimbal wie der Crane nochmal deutlich überlegen, allerdings auch unhandlich und unpraktisch, passt nicht wie ne AX53 mal eben in die Tasche zurück und das Einbein an nen Gürtel...

Bzgl. späterem Grading würde ich neben der X70 (nicht AX100) nur die a6300 empfehlen, die anderen versauen das Bild durch die kontraststarken Optimierungen teilweise schon zu stark, wobei der Codec selbst klar besser als der einer GoPro ist.

Einen Nachteil der jetzt vielleicht interessant gewordenen a6300 darf man aber nicht wie viele andere Berichte verheimlichen - der Sucher und Bildschirm wird in 4k auf Standardhelligkeit reduziert, in der Sonne sieht man so zumindest auf dem Display nicht mehr viel. Das ist eine bewusste Einschränkung von Sony die auch bei anderen Alphas zu finden ist und keinen weiteren Sinn hat als den User zu schickanieren!

Space


Antwort von mischmaster:

Danke schon mal für die ausführliche Hilfe.

Also ich finde, daß wacklige Aufnahmen einem unscharfen Foto gleich kommen... nämlich unbrauchbar, also löschen...

Daß die AX53 nicht an ein Gimbal herankommt, sehe ich auch so, aber handlich soll es schon noch irgendwie sein.

Ich dachte mir, daß die AX53 mit den 100mbit doch besser zum nachbearbeiten sein müsste, als ne GoPro4.
Und zwecks Rauschen macht die GoPro ja schon bei Dämmerung total schlapp. In Innenräumen überhaupt nicht zu gebrauchen...

Also denkst du, wenn ich deutlich bessere Qualität haben will, nur der 1" Sensor Sinn macht?

Bzw was meinst du zu 4K auf 1080 runtergerechnet. SIeht das wirklich besser aus. Denn wenn nicht, dann würde ja auch eine CX900 gehen...

Michi

Space


Antwort von Roland Schulz:

...wenn Du deutlich bessere Low Light Qualität haben willst macht erst eine a6300 wieder Sinn ;-)!!! Ne, da kommt erst die nächst größere Kelle!!

4K auf 1080 macht schon Sinn, definitiv eine Bereicherung gegenüber ner CX900 die ähnliches wie ne X70 in FHD liefert.

Die a6300 ist im übrigen in FHD ziemlich schlapp, da sind falle anderen Kameras hier merklich besser in Bezug auf Auflösung!

Space


Antwort von mischmaster:

Ok, ne a6300 is halt auch deutlich teurer und ohne ein fettes Gimal wirds da übel wackeln. Also nix, was man mal schnell zum Familienurlaub zum Strand mitnehmen will und kann.

Mir gehts gar nicht so um low light. Aber ich was die GoPro bei bedecktem Himmel abliefert, rauscht und pixelt ja wild vor sich hin.

Im Schnittprogramm tuen mir da echt die Augen weh...

Hmmm... jetzt weiß aber immer noch nicht was ich kaufen soll.
Ich hatte gehofft, daß ihr sagen werdet, daß die Ax53 auf jeden Fall sichtbar bessere Aufnahmen liefert.

1" zu haben aber kein Stabilisator is ja auch mau. Da bringt das tollste Bild nix, wenn verwackelt ist...

Ich dachte mittlerweile schon an ne Blackmagic Pocket. Die Bilder sehen sehr geil aus, aber auch kein Stabi...

Michi

Space


Antwort von bArtMan:

Bei meinen Wanderfilmen filme ich mit einer CX900. Dabei hatte ich oft ein Einbeinstativ von Velbon. Bei schweren Touren, wo ich Wanderstöcke nutze, lasse ich das Einbein weg. Dann habe ich mir eine PJ420 mit BOSS dazugekauft. Ich dachte, mit der kann ich generell aus der Hand filmen. Der BOSS brachte mir outdoor absolut keinen Vorteil. Weder bei Szenen, bei denen ich mich bewege, noch wenn ich ruhig aus der Hand filmte. Dazu hatte die PJ420 noch ein Schärfeproblem. 60 % der Aufnahmen waren Müll.

Nach diesem Fiasko bin ich wieder mit der CX900 unterwegs. Mittlerweile lasse ich auch das Einbeinstativ weg. Wenn ich durch den Sucher filme, habe ich automatisch eine ruhige Körperhaltung. Auch bei anstrengenden Touren halte ich die Cam ruhig. Ich mache allerdings viel Sport und habe dadurch eine gute Kondition.

Eigentlich will ich seit 2 Jahren auf die X70 upgraden. Aber die CX900 hat eine so gute Qualität, dass ich das nicht als notwendig ansehe. Klar kann man von 4K auf 1080 wahrscheinlich noch etwas rausholen. Aber dann kann man auch nicht in 50p aufnehmen.

Space


Antwort von mischmaster:

Hmmm... ich glaube ich komme nicht umhin sowohl die AX53 und die CX900 oder AX100 mal zu bestellen und ausgiebig zu testen.

Kannst du einen Vergleich zu GoPro Aufnahmen ziehen?
Weil die sind im Moment meine einige Referenz mit der ich vergleichen kann.

Obwohl ich allein schon wegen dem Ton gerne nen Camcorder hätte...

Michi

Space


Antwort von bArtMan:

Leider nein aber zu den HD-Aufnahmen der DJI Phantom 3 (mit ND8). Die CX900 hat deutlich mehr Reserven in der Bearbeitung. Wenn man die ND-Filter nutzt, was sehr einfach ist und etwas unterbelichtet (-0.5 EV), dann kann man in der NLE das Bild noch gut formen. Die Tiefen muss man kaum noch absenken und kann helle Bereiche je nach Bildstimmung hochziehen. Überbelichtungen sind mit den Einstellungen kaum vorhanden.

Vor allem der Ton ist wirklich gut. Für Atmos braucht man keinen extra Recorder oder Mic. Mit manueller Aussteuerung und vernünftiger Pegelung ist der Ton sauber.

Space


Antwort von mischmaster:

Hi,

ok dann besteht ja noch Hoffung wegen der Nachbearbeitung.
Ich schneide jetzt gerade wieder nen riesen Film mit Davinci Resolve und wenn ich da die Tiefen nur ein bisschen mehr hoch ziehen will, dann wird alles matschig und man merkt, daß die GoPro da überhaupt keine Zeichnung mehr aufgenommen hat. Kannste echt alles vergessen, trotz ProTune etc...

Space



Space


Antwort von mischmaster:

Hi,

also ich konnte mich immer noch nicht entscheiden. Ich habe mir jetzt mal Test Videos von einer DJI Osmo schicken lassen und die ein bisschen bearbeitet. Es verhält sich genauso, wie bei meiner GoPro. Sobald man da ein bisschen an den Reglern dreht, kommen ganz üble Artifakte zu Tage.
Ich hab die Effekte einfach drauf geklatscht, also bitte nicht diskutieren, ob das jetz gut aussieht, oder nicht. Der erste Clip ist jeweils unberbeitet. Bei zweiten einmal bissl color grading und eimal ein Magic Bullet Look.
h.264 50 Mbit.
Ich würde nur gerne wissen, wo die Artefakte herkommen und wie ich die vermeide.

Liegt es einfach daran, daß die kleinen Kameras nur 4:2:0 in 8 bit können und so ein Material einfach nicht gemacht ist, um damit halbwegs professionel zu arbeiten?

Wir des bei einer AX 53 besser?

Hier der Link:



Vielen Dank

Space


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