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3 Videotutorials: Protagonisten u. Schauspieler vor der Kamera - wie führen?



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Newsmeldung von slashCAM:



Das Arbeiten mit Schauspielern und Protagonisten vor der Kamera hält viele Fallstricke bereit. Wie erhält man die beste Performance von seinen Schauspielern im szenischen...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
3 Videotutorials: Protagonisten u. Schauspieler vor der Kamera - wie führen?




Antwort von Peppermintpost:

Hey Rob,

schöner beitrag und nette video auswahl. jim jarmusch (ich bin ein grosser fan) sind nette geschichten, inhaltlich ist er natürlich sehr nah an dem was cronberg sagt. ich finde cronenbergs zusammenfassung von schauspielführung sehr auf den punkt.

zum einen das er sagt regie ist abhängig von der person die regie macht, es muss zum eigenen charakter passen, wenn ich mal cronenberg, scott und kubrick in der art ihrer schauspielführung vergleiche, dann sind die 3 maximal weit auseinander. dennoch kann man natürlich nicht sagen das einer besser ist als der andere. daher finde ich die aussage "wenn du als regiseur meinst etwas machen zu müssen mit dem du dich nicht wohl fühlst, dann ist das auch nicht der weg wie du regie führen solltest" absolut richtig und wichtig. Kubrick zum beispiel ist ja bekannt dafür seine schauspieler immer bis an den rand des meltdowns zu treiben. wenn das für Kubrick funktioniert ist es ja gut, es sollte aber nicht zum zwingend erforderlichen standart erklärt werden. es gibt verschiedene wege zum ziel.

was der ober hammer bei seinem interview ist ist der satz das man seiner crew auch die möglichkeit geben muss gut zu sein. den satz sollte man mal 95% der deutschen regisseure auf die stirn eingravieren und das ist natürlich nicht nur für schauspieler richtig sondern für alle gewerke beim film.

das letzte video ist auch klasse. ich mag zwar tips der generellen art wie von Cronenberg grundsätzlich lieber, aber als ganz praktische anwendungen sind die dinge die ersagt natürlich super nützlich.

einen satz ich weiss jetzt nicht wer ihn gesagt hat den ich auch sehr gut fand war den schauspielern am set einen "save space" zu schaffen in dem sie sich selbst ausprobieren können. das hat neben der schauspielerischen performance natürlich den vorteil das man die schauspieler auch nach dem dreh immer wieder anrufen und für neue projekte einbinden kann wenn sie sich wohl gefühlt haben.

insagesammt ein guter beitrag, thx Rob



Antwort von rob:

Hi Peppemintpost,

Danke für dein positives Feedback.

Ja der "save room" auf den du dich beziehst stammt von Cronenberg. Er weist darauf hin, dass es Aufgabe des Regisseurs sei, den Zeitdruck der Produktion nicht an die Schauspieler weiterzugeben, sondern Ihnen stattdessen Räume zum Experimentieren zu öffnen ...

Interessant in dem Zusammenhang ist aber auch der Hinweis, trotzdem offen mit den Schauspielern über Restriktionen zu sprechen nach dem Motto: Wir können diese Szene nicht am Fenster drehen, weil wir nicht die Zeit haben, das Licht umzubauen.

Ich glaube ich habe vor kurzem von Christopher Nolan eine ähnliche Aussage gehört, dass sich Offenheit bei Schauspielern eher auszahle, weil sie häufig Ausflüchte der Regie "spürten"...

Viele Grüße

Rob





Antwort von Peppermintpost:

ja ich glaube diese idee das man den schauspielern immer irgend einen scheiss erzählen muss ist ein stück weit dem umstand geschuldet das man die oft nicht als teil der crew empfindet.
wenn ein beleuchter fragen würde "sollen wir das fenster noch beleuchten?" würde man sofort ohne zu zögern sagen "alter, guck mal auf die uhr, gehts noch?" oder halt zumindest "schöne idee machen wir dann beim nächsten film" ;-)
ein schauspieler wird aber oft als das wertfollte element am set wahr genommen das man wie ein reh bloss nicht erschrecken darf.

ich glaube an der situation sind aber beide seiten schuld.

ich kann dazu mal 2 anekdoten erzählen.

ich hab vor einiger zeit mal ein interview mit Uwe Boll geführt wo wir so ein bissel von hölzchen auf stöckchen gekommen sind und er sagt dann das er nach drehschluss natürlich viel lieber mit seinem kameraman ein bier trinken geht als mit einem seiner schauspieler, wobei das nicht daran liegt das er seine schauspieler nicht mag.
das was er beschreibt ist genau teil des problems. schauspieler sind irgendwie nicht teil der crew. das ist eine eigene gruppe menschen die auch irgendwie dazu gehören aber die man im idealfall lieber vermeiden würde. dabei ist doch gerade der kameraman zu dem zeitpunkt total uninteressant. der war mit bei der location besichtigung, mit dem hat man vorher die szenen aufgelöst wie man sie haben möchte, zum zeitpunkt des drehs läuft der kameraman doch total auf autopilot. alles was da zu sagen war sollte doch schon tage/wochen vorher gesagt worden sein. auf der anderen seite abends mit einem oder mehreren schauspielern etwas zu trinken und nochmal zu sagen "hey wie du die szene interpretiert hast war der hammer" oder "ich glaube du hast deinen charakter noch nicht 100% fest genagelt, der ist ehr so und so...." das würde doch viel mehr bringen.

auf der anderen seite sind die schauspieler natürlich selbst auch oft schuld daran das sie so wahrgenommen werden. ich war mal am set mit Dennis Hopper. der typ hat den ganzen lieben langen tag in seinem trailer gesessen und ist nur immer mal für genau die 10min raus gekommen wo die kamera dann tatsächlich lief. das führt natürlich auch nicht zwingend dazu eine engere bindung zum regisseur zu schaffen. ich kann verstehen das ein schauspieler natürlich nicht den lieben langen tag von jedem am set zugetextet werden möchte wie toll man ihn doch findet. aber sowas könnte man natürlich auch schon direkt am ersten drehtag in einem crew briefing sicherstellen.

fakt ist aber, hier in deutschland stellt sich kaum jemand die frage wie man mit schauspielern sinnvoll umgeht. gefühlt spielen immer noch 50% der regisseure den schauspielen die szene selber vor. was das bewirken soll hab ich in 20 jahren film nicht verstanden. diese "allmacht" der regisseure die einfach für alles verantwortlich sind von der farbe an der wand, über kamera bis zum schauspieler ist einfach total daneben. genau das ist in amerika auch grundlegend anders. genau deswegen beschäftigen die sich auch viel mehr mit ihren schauspielern, weil es halt dort 90% des jobs ist und nicht wie hier 10% wenn man glück hat.




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