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2018 war ein mieses Kinojahr -- besonders für Multiplexe



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Newsmeldung von slashCAM:



Die Kinozahlen für 2018 sind da -- und sie sind nicht gut. Ziemlich schlecht sogar, denn nur 105,4 Mio. Kinokarten wurden in Deutschland verkauft, so wenige wie zuletzt i...

Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
2018 war ein mieses Kinojahr -- besonders für Multiplexe




Antwort von canti:

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass ich mich bei niedrigeren Preisen wesentlich eher ins Kino aufraffen könnte. Bei ~15€ plus Popkorn ist es echt eine recht riskante Sache geworden, ins Kino zu gehen. Dann sitze im Zweifelsfall da, 20 Euro ärmer und ärgerst dich ob des Humbugs, den es da zu sehen gibt.



Antwort von 7River:

Man kann sich auch Tage aussuchen, wo es nicht ganz so teuer ist. Zuletzt habe ich mir „Glass“ angeschaut für 8 Euro. Kann man nichts zu sagen. Kumpel und ich waren sogar allein im Saal.





Antwort von dosaris:


Bei ~15€ plus Popkorn ist es echt eine recht riskante Sache geworden, ins Kino zu gehen. Dann sitze im Zweifelsfall da, 20 Euro ärmer und ärgerst dich ob des Humbugs, den es da zu sehen gibt.

und wenn sie die Preise auf zB 10 € reduzieren würden?
Dann sitzt du im Zweifelsfall da, 15 Euro ärmer und ärgerst dich ob des Humbugs,
den es da zu sehen gibt und der zusätzlichen nervigen Werbung, die sie aus
kalkulatorischen Gründen erhöht hatten.

tja,

wat nu?



Antwort von Drushba:

Kino ist sowas von 20. Jahrhundert, braucht das noch wer? Antikünstlerische Nebenwirkungen: Zwei Vorstellungen pro Abend sind essentiell für den Profit des Kinobetreibers, daher begrenzt das System Kino die Maximallänge der Filme auf 90-120 Minuten. Die Filmförderung verlangt zudem zwanghaft eine "Kinoauswertung", was dazu führt, dass Produzenten die Kinobesitzer stalken müssen, um den Film abgenudelt zu bekommen, da sonst die letzte Förderrate nicht ausgezahlt wird. Davon wird aber meist noch das Gehalt für die Postproleute bedient, die entsprechend Schwierigkeiten bekommen, wenn der Film nicht mindestens zwei Vorstellungen ergattert. Um all dies bedienen zu können, kommt ein hiesiger Kinofilm schon entsprechend behindert zur Welt, weil er sonst die Gremien nicht überzeugt. Zudem müssen Produzenten sich für jeden Filmförderantrag ein "Verwertungskonzept" aus den Fingern saugen, welches genau aufzeigt, warum der Film für "das Kinopublikum" interessant ist. Gibts das noch? Es gibt korrupte Fördergremien, die mit diesem Kriterium viele Newcomer ausschliessen, um den Kuchen unter den Immergleichen aufzuteilen, das ist gewiss. Alles ein Sumpf, der die Entwicklung des Films in Richtung Originalität, variable Länge und Qualität jenseits der 100 Minuten behindert. Weg mit den Kästen! Am besten sprengen und mit Wohnraum bebauen, das brauchen wir dringender als das reaktionäre Technikmuseum "Kino".) In den neugebauten Wohnungen kann dann der neue, bessere, von künstlichen Grenzen und Zwängen befreite Film auf zukunftssicheren Streamingplattformen genossen werden.))



Antwort von carstenkurz:

daher begrenzt das System Kino die Maximallänge der Filme auf 90-120 Minuten.

Ich glaube, bevor Du solche Erfindungen zum Besten gibst, solltest Du erstmal selbst ins Kino gehen. Die durchschnittliche Filmlänge steigt seit Jahren an, Überlänge ist mittlerweile zur Norm geworden. 'Gestalked' werden wir Kinobetreiber nur von no/low budget und Indieproduktionen die keinen professionellen Vertrieb haben und wie Familienzirkusse über die Dörfer tingeln - bei allen maßgeblichen Verleihern müssen wir eher darum betteln, deren Filme spielen zu dürfen.

Es gibt im Übrigen nach wie vor massenweise richtig gute Filme im Kino zu sehen. Das Problem ist, dass der Normalkunde, der nicht routinemäßig ins Kino geht, diese Filme im Werbeoverkill der Mainstream-Blockbuster nicht wahr nimmt.

- Carsten



Antwort von dienstag_01:


daher begrenzt das System Kino die Maximallänge der Filme auf 90-120 Minuten.

Ich glaube, bevor Du solche Erfindungen zum Besten gibst, solltest Du erstmal selbst ins Kino gehen. Die durchschnittliche Filmlänge steigt seit Jahren an, Überlänge ist mittlerweile zur Norm geworden. 'Gestalked' werden wir Kinobetreiber nur von no/low budget und Indieproduktionen die keinen professionellen Vertrieb haben und wie Familienzirkusse über die Dörfer tingeln - bei allen maßgeblichen Verleihern müssen wir eher darum betteln, deren Filme spielen zu dürfen.

Es gibt im Übrigen nach wie vor massenweise richtig gute Filme im Kino zu sehen. Das Problem ist, dass der Normalkunde, der nicht routinemäßig ins Kino geht, diese Filme im Werbeoverkill der Mainstream-Blockbuster nicht wahr nimmt.

- Carsten

Warum müsst ihr bei den Verleihen betteln, weil ihr so ein schlechtes Kino seit? Hab ich bis jetzt nur im Zusammenhang mit geforderten Mindestspieltagen gehört.



Antwort von carstenkurz:

Und inwiefern schließt sich das aus, Mindestspielzeit drei Wochen in allen Vorstellungen im einzigen/größten Saal, und Betteln müssen? Bei uns hat jedenfalls in 60 Jahren noch kein Verleih angerufen, der seinen Film 'loswerden' wollte. 'Stalking' ist was Anderes...

- Carsten



Antwort von breitenkam:

Es gibt ein Auf und ein Ab!

Und es liegt nicht am Budget : der da hat um die+- 750.000 gekostet.
" Nicht meine Schuld" FR 2015
(The Favorite ist etwas gequält, hat seine Momente, und eh bald im ARD)
Und wenn mich True Detective oder Sneakey Pete etz auch im Sofa halten?
Wäre es auch nicht.
In unserem kleinen Caffe-kino ein schöner Film über einen Musiker.. aber weniger
Explosionen und mächtiges Supergemächt.. dass ist dann eh zu Weihnachten als
Bluray unterm Baum oder verwegen im Saugschlauch..oder gar nicht.

Und das schönste KINO war heute hier in Schladming auf der Piste:
8k PANO und eine Piste...... Grüße Karin,und keine KAMERA aber Atomic!



Antwort von dienstag_01:


Und inwiefern schließt sich das aus, Mindestspielzeit drei Wochen in allen Vorstellungen im einzigen/größten Saal, und Betteln müssen? Bei uns hat jedenfalls in 60 Jahren noch kein Verleih angerufen, der seinen Film 'loswerden' wollte. 'Stalking' ist was Anderes...

- Carsten

Wahrscheinlich stimmt eure Telefonnummer nicht ;)



Antwort von MrMeeseeks:

Kann sein weil ich nur wenige male im Jahr ins Kino gehe aber bei mir ist das immer ein kleines Highlight. Die Leute dauernd quatschen und an ihrem Handy rumfummeln müssen aber nicht sein.



Antwort von iasi:

Deutschland war noch nie ein Kinoland - zumindest die Bundesrepublik :)

So sehen die Einspielergebnisse üblicherweise aus:
https://www.boxofficemojo.com/movies/?p ... ourite.htm

Es liegt wohl auch daran, dass es keine echte heimische Filmindustrie mehr gibt - in D herrscht wohl eher Planwirtschaft mit Steuern und Gebühren, die vom Verwaltungsapparat verteilt werden.
Lockt man mit deutschen Themen niemanden ins Kino, bleiben die Leute eben auch bei ausländischen Produktion zuhause.

Multiplex-Erlebnisse sind zudem auch nicht gerade prickelnd. Da geht man also in Berlin ins beste Kino am Platz, um den Blockbuster des Jahres in bester Technik erleben zu können und wird am teuren Futtertrog vorbei ins Sitzgatter geleitet. Die 3D-Brille muss natürlich sein, um den 2D-Film sehen zu können, der nachträglich auf 3D gerechnet wurde. Nach dem Film wird man dann durch Laufgänge hinausgeleitet.

Natürlich erwartet man für sein Geld auch entsprechende Gegenleistung: Für ein 300 Millionen Effektspektakel mit unzähligen teuren Schauspielern auf riesiger Leinwand und zig-Kanal-Beschallung mögen 15€ ja noch angemessen sein. Aber für eine durch meine Gebühren und Steuern finanzierte 3 Mio.Produktion im TV-Tatort-Look im kleinen Saal ...

Aquaman & Co liefen auch in D recht gut - an den Superhelden-Blockbustern liegt es also nicht.
The Favourite kommt auf 0,96 Mio.$, während der Wassermann 23,3 Mio.$ in D einspielte.
https://www.boxofficemojo.com/movies/?p ... ourite.htm
https://www.boxofficemojo.com/movies/?p ... lm0617.htm

Die erfolgreichsten Deutschen:

Der Junge muss an die frische Luft
gestartet in 853 Kinos mit 2.780.095 Besuchern.

Jim Knopf & Lukas, der Lokomotivführer
757 Kinos / 1.821.868 Besucher

Auf Platz 1:

Phantastische Tierwesen - Grindelwalds Verbrechen
700 Kinos / 3.854.241 Besucher

http://www.insidekino.de/DJahr/D2018.htm

dann kommen übrigens:
Die kleine Hexe
100 Dinge
Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken
Der Vorname
Sauerkrautkoma
...
Wow ... das ist Qualitätskino ...



Antwort von Jott:

Du willst doch antreten, alles besser zu machen?



Antwort von carstenkurz:

Dafür müsste man erstmal in der Lage sein, Fakten von Einbildungen zu trennen. Es gab Zeiten, als in der BRD halb so viele Deutsche zwanzig mal so oft ins Kino gingen als heute. Das zählt aber vermutlich auch nicht als 'Kinoland' sondern hatte sicher 'andere Gründe'...

- Carsten



Antwort von Valentino:

Ach was würden ohne iasi hier im Forum alles für Info verpassen ;-)

Es gibt hier bei uns noch ein recht bekanntes Programmkino, die haben neben zwei Sneaks (Deutsch & Englisch OV) auch noch ein paar andere Angebote, wie z.B. Partner Kino am Sonntagabend für jeweils 5 Euro die Karte. Auch Getränke und das ganze Zeugs ist extrem günstig. Ein Kaffee oder kleines Bier bei knapp 2,50€.

Kehrseite der Medaille, es bekommen dort auch die nicht-studentischen Angestellten ein Stundenlohn, der nur knapp über dem Mindestlohn liegt.
Habe persönlich kein Problem damit auch 10 Euro für einen Film zu zahlen, wenn dafür anständige Löhne gezahlt werden.

Interessant wäre für das 2018 auch mal die Open-Air-Kino Zahlen, da war das Wetter ja so gut wie lange nicht mehr und weil wir bei der WM so früh draußen waren müssen hier die Besucherzahlen doch durch die Decke gehen.



Antwort von Drushba:


Ich glaube, bevor Du solche Erfindungen zum Besten gibst, solltest Du erstmal selbst ins Kino gehen. Die durchschnittliche Filmlänge steigt seit Jahren an, Überlänge ist mittlerweile zur Norm geworden.

https://katapult-magazin.de/de/artikel/ ... ilmlaenge/
Durchschnittliche Filmlänge Deutschland: 92 Minuten

'Gestalked' werden wir Kinobetreiber nur von no/low budget und Indieproduktionen die keinen professionellen Vertrieb haben und wie Familienzirkusse über die Dörfer tingeln -

Interessanterweise werden diese Indiefilmer ansonsten überall sonst als Innovationsmotor betrachtet. Von Kinobesitzern natürlich abgewertet, weil sie den Bereich des üblichen, aber kommerziell einschätzbaren Schmonz verlassen?

Es gibt im Übrigen nach wie vor massenweise richtig gute Filme im Kino zu sehen. Das Problem ist, dass der Normalkunde, der nicht routinemäßig ins Kino geht, diese Filme im Werbeoverkill der Mainstream-Blockbuster nicht wahr nimmt.

- Carsten

Definiere "richtig gut".)

Schau ich mir die FFA-Statistiken der Top 100 Filme an, dann ist vom innovativen, künstlerischen und intellektuellen Standpunkt betrachtet hauptsächlich Schrott darunter:
https://www.ffa.de/download.php?f=71006 ... a&target=0

Das soll ins Kino ziehen?

Es gab über die Filmgeschichte betrachtet immer wieder hochaktuelle Filme, die sich mit Fragen der Gegenwart auseinandersetzten und Kassenschlager wurden. Gerade in Umbruchszeiten wie heute wäre das spannend. Klar schau ich mir gerne SciFi und belanglose Komödien an, aber gerne auch mal etwas, was mich themenmässig abholt. Hand aufs Herz: Welche Themen und Umsetzungen der Top 50 sind denn inhaltlich wie künstlerisch besser als Groschenromane auf Bastei-Lübbe Niveau? Hochaktuelle Filme finden meist keine Mehrheit in den deutschen Filmfördergremien mit festem TV-Redakteursanteil, weil ohnehin jeder der dort auf den Stühlen fest verschraubten Stimmberechtigten andere Bedenken hat. Fazit: Das Mittelmass gewinnt und Constantin räumt mit den Förderungen ab, egal mit was.

Meine Einschätzung: Kino hat sich in guten Jahren den miesen Ruf aufgebaut, an dem es jetzt zugrunde ginge, gäbe es nicht Unsummen von Förderungen für Verleih und Abspiel, Kinomodernisierungen etc.

Kino könnte interessant sein, die Filme sind es meistens aber nicht. Das hängt leider mit dem kinozentrierten Fördersystem inkl. der Referenzförderung für hohe Kino-Zuschauerzahlen zusammen (Kopfgeld für jeden Zuschauer eines Films ab 150000 Zuschauer, welches an den Produzenten ausgezahlt wird). Heimische Filme die sich auf gutem, künstlerischen Niveau und damit ansprechend mit Gegenwartsthemen beschäftigen? In Zukunft nur ohne Kino und Filmfördershit!)



Antwort von iasi:


Du willst doch antreten, alles besser zu machen?

Wohin soll ich treten? ;)

Das Problem sind die eingefahrenen Strukturen. Alle, die in dieser filmischen Planwirtschaft stecken, leben doch ganz gut mit der Misere. Daher schreien sie auch immer nach mehr Filmförderung und (indirekt) höheren TV-Gebühren.

Vielleicht gibt es aber auch noch Leute, die nicht nur no-Budget-Kurzfilme drehen oder eben nicht nur nach dem Produzenten mit seinem Budget rufen wollen.
Vielleicht gibt es ja Leute, die auch mal ein unternehmerisches Risiko eingehen wollen und dabei auch die Qualität und den Anspruch im Auge behalten. Und mit diesen Leuten meine ich alle an einer Filmproduktion beteiligten.

Gibt´s Gage?
Gibt´s Fahrkosten und Unterkunft erstattet?
Gibt´s Catering?
Ich bauche dies und das!
...
Aber niemand stellt die Frage: Woher kommt das Geld dafür?
Denn der Produzent muss es schließlich mitbringen. Er hat schließlich für das Budget zu sorgen.

Das Problem:
Ohne Fördergelder und TV-Beteiligungen (meist aus Gebührentöpfen) bekommt heute kein Produzent mehr dieses Budget zusammen.



Antwort von carstenkurz:

Schau ich mir die FFA-Statistiken der Top 100 Filme an, dann ist vom innovativen, künstlerischen und intellektuellen Standpunkt betrachtet hauptsächlich Schrott darunter:
https://www.ffa.de/download.php?f=71006 ... a&target=0

Äh, ja, und? Liegt das daran, dass es keine 'richtig guten Filme' mehr gibt, oder daran, dass in der Regel nur belangloser Schrott die dicksten Werbebudgets hat um zur Aufmerksamkeit der potentiellen Besucher durchzudringen? Warum macht der lokale McDonalds 1000mal mehr Umsatz als der 'handwerkliche' Burgertruck in der gleichen Strasse? Vermutlich, weil der Burgertruck Mittelmaß in Tatort-Optik herstellt...

Durchschnittliche Filmlänge Deutschland: 92 Minuten

Und, 'Durchschnittliche Filmlänge 92min' sagt genau was aus? Diese Statistik bezieht sich auf in Deutschland produzierte Filme, die ja offenbar keine große Rolle spielen. Seit wann prägen also in Deutschland produzierte zu kurze Filme das 'System Kino' im Sinne zu dünn geschnittener Einheitsware?

Wir zeigen mittlerweile quer durch Mainstream und Arthaus regelmäßig Filme weit über 120min, viele in Richtung 2.5-3h. Davon gabs 'früher' vielleicht einen im Jahr. Es gibt kein 'System Kino', das kurze Filmlängen provoziert, das Gegenteil ist der Fall. Kinobetreiber LIEBEN lange Filme, weil sie mit niedrigen Eintrittspreisen werben, aber bei jedem zweiten Film überproportionale Überlängenaufschläge nehmen und in der Pause die Concession-Umsätze nach oben treiben können.

Ja, wir haben auch Kinderfilme mit 62min...

Seit wann sind Indiefilme per se innovativ? Die einzige Gemeinsamkeit ist 'Indie', deswegen heissen die so...
Und nur zur Klarstellung, hier geht's nicht um internationale 'Indiefilmproduktionen', sondern um 'Niederfischbach von oben', 'Mit dem Rad durch Liechtenstein', etc. Innovativ ist bei denen eben nur, dass sie als Einzige die Kinobetreiber anrufen, um Spielplätze zu finden.

- Carsten



Antwort von Benutzername:

dann soll die deutsche filmindustrie mal bessere filme drehen. immer dieses geheule. ;)



Antwort von 7River:


dann soll die deutsche filmindustrie mal bessere filme drehen. immer dieses geheule. ;)

Jetzt noch mal für die, die nicht alle Beiträge gelesen haben ;-) Es gibt keine deutsche Filmindustrie!



Antwort von Benutzername:



dann soll die deutsche filmindustrie mal bessere filme drehen. immer dieses geheule. ;)

Jetzt noch mal für die, die nicht alle Beiträge gelesen haben ;-) Es gibt keine deutsche Filmindustrie!

ob du es glaubst oder nicht, aber das weiß sogar ich. ;) das problem ist nur, wenn ich schreibe: die deutschen sollen mal bessere filme drehen ... dann klingt das nicht besonders nett, weil ich die deutschen mit dieser aussage denunziere. schreibe ich: die deutsche filmindustrie ... dann meine ich alle, die dort arbeiten und damit ist dann nicht der deutsche ansich gemeint, sondern die deutsche filmindustrie als ganzes. habe also alles richtig gemacht. ;)



Antwort von carstenkurz:

Die Besucherzahlen hierzulande hängen im Übrigen auch nicht maßgeblich von deutschen Produktionen ab, so sehr man die natürlich gerne auch darunter hätte. In den letzten 20-30 Jahren haben auch andere europäische Länder hohe bis sehr hohe Besucherzahlen für die deutschen Kinos generiert. Die Engländer, die Franzosen. Auch deren Filmindustrie hat in 2018 wenig produziert, das hier eingeschlagen hat. Die produzieren also vermutlich auch alle nur zu kurze Filme in Tatort-Optik, gegängelt von TV-Redakteuren an grünen Fördertischen.

- Carsten



Antwort von Drushba:


Die Besucherzahlen hierzulande hängen im Übrigen auch nicht maßgeblich von deutschen Produktionen ab, so sehr man die natürlich gerne auch darunter hätte.

Mit den gegenwärtigen Förderstrukturen kann meist nur Schmonz produziert werden. Um das zu verstehen lohnt es sich, die langjährigen brancheninternen Debatten zu verfolgen, geführt von Produzenten, die am hiesigen System verzweifeln. Das System Filmförderung mit seinen Erfordernissen Sender- und Verleihbeteiligung ist ein einziges Qualitätsverhinderungsinstrument. Wir kommen weder an den Sendern vorbei, noch möchten Verleiher Minimumgarantien auszahlen, wenn die zu erwartenden Zuschauerzahlen so ungünstig sind. Es gibt Big Player wie die Constantinfamilie, die zu fett im Boot sitzt, als dass sie übergangen werden könnte und diese Player räumen ab. Innovative klein- und mittelgroße Poduzenten haben es verdammt schwer gegen die Sender (und es geht leider nicht ohne sie) und deren Bedenken Stoffe zu entwickeln. Dabei sind die deutschen Nachwuchsfilmer international von Kurzfilm-Festivalerfolgen gekrönt, an den künstlerischen Ideen liegt es nicht. Es ist das Fördersystem, welches für das Mittelmass verantwortlich ist.

In den letzten 20-30 Jahren haben auch andere europäische Länder hohe bis sehr hohe Besucherzahlen für die deutschen Kinos generiert. Die Engländer, die Franzosen. Auch deren Filmindustrie hat in 2018 wenig produziert, das hier eingeschlagen hat. Die produzieren also vermutlich auch alle nur zu kurze Filme in Tatort-Optik, gegängelt von TV-Redakteuren an grünen Fördertischen.

- Carsten

Die Franzosen bzw. deren Produktionsstrukturen haben es meist besser, denn sie werden weitgehend von TV-Redakteuren in Ruhe gelassen. Vielmehr besteht in Frankreich ein gesetzlicher Ankaufzwang für Sender und ein Kofinanzierungszwang der Sender für französische Produktionen. Im Grunde ist das französische System exakt spiegelverkehrt zum deutschen aufgestellt: Die Filmemacher und Produzenten entscheiden gemeinsam, die Sender und Förderungen müssen folgen. Das war lange Jahre ein Schlüsselfaktor für den französischen Erfolg.

Frankreich hat - wie IMHO gesamt Kontinentaleuropa - ein anderes Problem: Genormtes Storytelling. In den letzten Jahren ist auch in Frankreich der Einfluss der dafür verantwortlichen "Drehbuchgurus" gestiegen. Dies lässt sich wunderbar auf Festivals beobachten, wo diese Platzhirsche öffentlich subventioniert ihr Unwesen treiben und damit prahlen, bei welchen Filmen sie verschlimmbessert haben. Die meisten von diesen Ideenzersetzern haben selbst noch nie einen Film gemacht oder ein Drehbuch geschrieben. Meist können sie dafür ein oder mehrere Sachbücher vorweisen, worin exakt beschrieben wird, wie Drehbücher zu schreiben sind. Drehbuchgurus unterrichten jetzt auch an französischen Filmhochschulen wie der Femis, das war bis vor wenigen Jahren undenkbar, da dort immer die Autonomie der Filmemacher galt. In der Folge ähneln sich die europäischen Produktionen bei aller gewollter Unterschiedlichkeit immer mehr.

In den Nullerjahren war dies noch nicht so ausgeprägt und entsprechend besser waren die Filme. Jetzt gleichen sich die Binnenstrukturen der Stories und es wimmelt vor "over-development". In vielen Bundesländern schickt die jeweilige Landesfilmförderung Autoren verpflichtend zu "Developmentworkshops", wo den Filmstoffen erfolgreich die Originalität ausgetrieben wird. Freiwllig würde niemand solche Workshops belegen, wenn es per Subvention nicht vorgeschrieben wäre - auch ein europäisches Phänomen. Für mich ist dies ein entscheidender Grund, warum die rund 1000 jährlichen europäischen Kinoproduktionen im Querschnitt betrachtet so uninteressant sind.

Das Beste wäre: Schafft die Filmförderung ab, europaweit, und lasst endlich Innovation zu. Geld ist genug im Umlauf und vieles würde auch per Crowdfunding entstehen können. Unternehmerisches Risiko würde sich wieder lohnen, weil die künstlerischen Entscheidungen allein beim Filmhersteller lägen und weitaus weniger Unterbegabte mitreden dürften. Es gäbe dann jährlich vielleicht nur 250 statt 1000 europäische Kinoproduktionen, aber mit Sicherheit bessere und originellere.

Und wenn die Kinos dann ohne Subvention und nur vom Interesse der Zuschauer getragen bestehen können, nehme ich alles weiter oben Gesagte zurück.)



Antwort von dienstag_01:



Die Besucherzahlen hierzulande hängen im Übrigen auch nicht maßgeblich von deutschen Produktionen ab, so sehr man die natürlich gerne auch darunter hätte.

Mit den gegenwärtigen Förderstrukturen kann meist nur Schmonz produziert werden. Um das zu verstehen lohnt es sich, die langjährigen brancheninternen Debatten zu verfolgen, geführt von Produzenten, die am hiesigen System verzweifeln. Das System Filmförderung mit seinen Erfordernissen Sender- und Verleihbeteiligung ist ein einziges Qualitätsverhinderungsinstrument. Wir kommen weder an den Sendern vorbei, noch möchten Verleiher Minimumgarantien auszahlen, wenn die zu erwartenden Zuschauerzahlen so ungünstig sind. Es gibt Big Player wie die Constantinfamilie, die zu fett im Boot sitzt, als dass sie übergangen werden könnte und diese Player räumen ab. Innovative klein- und mittelgroße Poduzenten haben es verdammt schwer gegen die Sender (und es geht leider nicht ohne sie) und deren Bedenken Stoffe zu entwickeln. Dabei sind die deutschen Nachwuchsfilmer international von Kurzfilm-Festivalerfolgen gekrönt, an den künstlerischen Ideen liegt es nicht. Es ist das Fördersystem, welches für das Mittelmass verantwortlich ist.

In den letzten 20-30 Jahren haben auch andere europäische Länder hohe bis sehr hohe Besucherzahlen für die deutschen Kinos generiert. Die Engländer, die Franzosen. Auch deren Filmindustrie hat in 2018 wenig produziert, das hier eingeschlagen hat. Die produzieren also vermutlich auch alle nur zu kurze Filme in Tatort-Optik, gegängelt von TV-Redakteuren an grünen Fördertischen.

- Carsten

Die Franzosen bzw. deren Produktionsstrukturen haben es meist besser, denn sie werden weitgehend von TV-Redakteuren in Ruhe gelassen. Vielmehr besteht in Frankreich ein gesetzlicher Ankaufzwang für Sender und ein Kofinanzierungszwang der Sender für französische Produktionen. Im Grunde ist das französische System exakt spiegelverkehrt zum deutschen aufgestellt: Die Filmemacher und Produzenten entscheiden gemeinsam, die Sender und Förderungen müssen folgen. Das war lange Jahre ein Schlüsselfaktor für den französischen Erfolg.

Frankreich hat - wie IMHO gesamt Kontinentaleuropa - ein anderes Problem: Genormtes Storytelling. In den letzten Jahren ist auch in Frankreich der Einfluss der dafür verantwortlichen "Drehbuchgurus" gestiegen. Dies lässt sich wunderbar auf Festivals beobachten, wo diese Platzhirsche öffentlich subventioniert ihr Unwesen treiben und damit prahlen, bei welchen Filmen sie verschlimmbessert haben. Die meisten von diesen Ideenzersetzern haben selbst noch nie einen Film gemacht oder ein Drehbuch geschrieben. Meist können sie dafür ein oder mehrere Sachbücher vorweisen, worin exakt beschrieben wird, wie Drehbücher zu schreiben sind. Drehbuchgurus unterrichten jetzt auch an französischen Filmhochschulen wie der Femis, das war bis vor wenigen Jahren undenkbar, da dort immer die Autonomie der Filmemacher galt. In der Folge ähneln sich die europäischen Produktionen bei aller gewollter Unterschiedlichkeit immer mehr.

In den Nullerjahren war dies noch nicht so ausgeprägt und entsprechend besser waren die Filme. Jetzt gleichen sich die Binnenstrukturen der Stories und es wimmelt vor "over-development". In vielen Bundesländern schickt die jeweilige Landesfilmförderung Autoren verpflichtend zu "Developmentworkshops", wo den Filmstoffen erfolgreich die Originalität ausgetrieben wird. Freiwllig würde niemand solche Workshops belegen, wenn es per Subvention nicht vorgeschrieben wäre - auch ein europäisches Phänomen. Für mich ist dies ein entscheidender Grund, warum die rund 1000 jährlichen europäischen Kinoproduktionen im Querschnitt betrachtet so uninteressant sind.

Das Beste wäre: Schafft die Filmförderung ab, europaweit, und lasst endlich Innovation zu. Geld ist genug im Umlauf und vieles würde auch per Crowdfunding entstehen können. Unternehmerisches Risiko würde sich wieder lohnen, weil die künstlerischen Entscheidungen allein beim Filmhersteller lägen und weitaus weniger Unterbegabte mitreden dürften. Es gäbe dann jährlich vielleicht nur 250 statt 1000 europäische Kinoproduktionen, aber mit Sicherheit bessere und originellere.

Und wenn die Kinos dann ohne Subvention und nur vom Interesse der Zuschauer getragen bestehen können, nehme ich alles weiter oben Gesagte zurück.)

Deine Gedanken sind ja nicht uninteressant. Darf man eigentlich fragen, was dich zu solchen Urteilen legitimiert?



Antwort von Drushba:


Deine Gedanken sind ja nicht uninteressant. Darf man eigentlich fragen, was dich zu solchen Urteilen legitimiert?

Das hat mir niemand erlaubt, daher bin ich auch in keinster Weise zu obigen Aussagen legitimiert.) Würde ich dies unter Klarnamen auf einer Berlinaleveranstaltung äussern, könnte ich hinterher das Metier wechseln.)



Antwort von dienstag_01:



Deine Gedanken sind ja nicht uninteressant. Darf man eigentlich fragen, was dich zu solchen Urteilen legitimiert?

Das hat mir niemand erlaubt, daher bin ich auch in keinster Weise zu obigen Aussagen legitimiert.) Bin halt von dem Schmonz auch betroffen, wie fast alle hier die irgendwie mit Film leben.

Ah, du bist also einer dieser berühmten Filmförderungssystemänderungsgurus, ganz im Sinne deiner "Drehbuchgurus", ohne Ahnung von der Materie ;)



Antwort von Drushba:



Das hat mir niemand erlaubt, daher bin ich auch in keinster Weise zu obigen Aussagen legitimiert.) Bin halt von dem Schmonz auch betroffen, wie fast alle hier die irgendwie mit Film leben.

Ah, du bist also einer dieser berühmten Filmförderungssystemänderungsgurus, ganz im Sinne deiner "Drehbuchgurus", ohne Ahnung von der Materie ;)

Wäre gerne einer unter diesen "vielen", leider steh ich mit meiner Meinung ziemlich einsam da. Vielleicht hab ich auch einfach zu wenig Ahnung und muss noch ordentlich was dazulernen.



Antwort von Rick SSon:

Drushba hat Recht.

Kino is lame und die Förderungsanstalten inzestuös, baut da lieber nen Park, oder Wohnungen hin.

In den Schulen verschwindet auch die Kreise, mit eurem 90er Jahre überteuerten Kinoshizzle wo ich mir noch krankmachende, überteuerte Snackscheissw reinpfeifen soll könnt ihr euch irgendwo einmauern 💾 :D



Antwort von Alf_300:

Macht anständige Fuile, dann gibts solche Probleme nicht



Antwort von Darth Schneider:

Ich denke es ist doch naheliegend, das hat weniger mit derWM oder auch nicht mit dem heissen Wetter zu tun sondern doch eher damit das man jeden zweiten Film ja schon während dieser im Kino Premiere hat schon im Internet finden, herunterladen und schauen kann.
Dazu kommen natürlich Netflix und Co. Wenn man Streifen schon zwei Monate später schon im Tv schauen kann, warum dann noch ins Kino ?
Dazu kommt das heute halt auch mehr Filme produziert werden als die Leute überhaupt im Kino schauen können....
Der Markt ist gesättigt.
Ich denke das sind ganz klar die Hauptgründe warum immer weniger Leute ins Kino gehen.
Ich denke es werden jedes Jahr weniger Leute ins Kino gehen.
Spielberg und Lucas haben schon vor 20 Jahren voraus gesagt das das Kino langsam aber sicher in dieser Form sterben wird....
Jeder kann sich heute für relativ günstiges Geld einen 2 Meter 4K Tv ins Wohnzimmer stellen.....früher kostete das so viel wie ein Kleinwagen, heute ab 2000 €. Für ein Tausender gibts schon 165cm...
Warum dann noch gross ins Kino ?
Gruss Boris



Antwort von Alf_300:

Die Kids gehen heutzutage zum Schmusen auch nicht mehr ins Kino ;-((



Antwort von klusterdegenerierung:

Ich denke das die Seele fehlt!
Es geht nur noch darum sich visuell zu übertrumpfen und dabei geht die Story ein Stück weit flöten.

Wenn ich diverse Portale oder Warenhäuser nach einem Film absuche, lande ich zwangsläufig immer bei einem zwischen 1985-2000.
Soll nicht heißen das es zur Zeit nix gutes gibt, Interstellar hat mich umgehauen und einige andere auch,
aber vielleicht ist es das nicht perfekte, das nicht alles drehen können wie man es möchte und muß deswegen andere Wege gehen, Heute kann man alles visualisieren.

Mein liebstes Beispiel ist der Tatort & Aktenzeichen XY, während man früher eine Tat angedeutet hat und nur das Ausmaß im Nachgang gezeigt hat, wird Heute der Fokus darauf gelegt, wie dem Opfer in 8K der Schädel eingetreten wird.

In Krimis hat das nichts mehr mit Spannung zu tun, denn Spannung entsteht viel durch Phantasie,
aber die braucht man ja nicht mehr, die nimmt einem der Film ja auch schon ab.

Warum scheitert man ausgerechnet in der technisch perfekten Welt an einen Film wie "Zurück in die Zukunft", das bekommt man doch Heute nicht mehr auf die Reihe.



Antwort von 7River:

Früher war nicht alles besser, auch wenn einige der besten Filme in der Vergangenheit gemacht wurden.

Die Zeit ist im Wandel.

Siehe auch Gaststätten. Bei uns gab es mal vor 30 Jahren über 40 Stück im Ort, wenn mich nicht alles täuscht. Und wie viele sind heute davon noch übrig. Ein gutes Dutzend vielleicht.

Die meisten Stammkunden haben sicherlich das Zeitliche gesegnet.

Eine Kneipe in der Stadt da treffen sich Fußball-Begeisterte, weil die Sky und viele Bildschirme in der Lokalität installiert haben. Gerade wenn Bundesliga ist, ist der Laden brechenvoll.

Aber ich denke auch mal, dass die vielen Raubkopien den Kinos zu schaffen macht. Wer geht denn schon ins Kino, wenn er Zuhause einen Film in guter Qualität auf der Couch sehen kann? Und auch noch umsonst?



Antwort von cantsin:

Früher war der Unterschied von Kino und Heimkino:
35mm-Breitwandprojektion + Dolby Surround versus VHS (mit ungefähr 320p-Realauflösung) letterboxed oder Pan & Scan auf einem 67cm-Röhrenmonitor.

Heute ist der Qualitätsunterschied zwischen Kino und Heimkino, bis auf die Bildgröße, für Laien nicht mehr sichtbar.

Gleichzeitig hat sich der Preis einer Kinokarte inflationsbereinigt (!) von den 80er/90er Jahren bis heute verdoppelt.

Und ein ganzes Segment des anspruchsvolleren Genrekinos ist seit "Sopranos", "Breaking Bad" etc. in die Fernsehserie abgewandert (übrigens nicht nur metaphorisch, sondern im Wortsinn, wenn man sich ansieht, welche Regisseure und Schauspieler heute Serien drehen).

Die drei Faktoren zusammengerechnet sagen eigentlich alles...



Antwort von Alf_300:

Das Heimkino kanns eigentlich auch nicht sein,denn mit den Kinos schliessen die Videotheken
und die Absatzzahlen bei DVD und Blu Ray gehen zurrück.



Antwort von 7River:

Um mal Bekannte zu zitieren: Weißt Du, wie lange ich nicht mehr im Kino oder einer Videothek war? Ich lade mir die Filme runter oder stream...



Antwort von klusterdegenerierung:

Das mit dem streamen mag sicherlich stimmen, aber mal im Ernst, wer streamt sich denn einen scheiß Film???

Wollen wir uns doch nix vor machen, klar ist das Kino nicht mehr so weit weg wie die eigenen 4 Wände, aber ich zb. bin der absolute Kinoasket, ich kaufe mir lieber die DVD als das ich mir das gequatsche & gemampfe des Nachbars reinziehe.

Mein letztes wirklich großes Kino Erlebnis war Total Recall mit unsern Arni, da kam ich wie auf Droge wieder raus, weil mich die Bilder so geflashed haben, obwohl das heute eher B-Movie wäre.

Meine Kinder gehen viel ins Kino und manchesmal denk ich mir, für den Preis hätte man sich auch die anderen Kids mit Verpflegung und netten Fernsehnachmittag nach Hause holen können.

Weiß nicht ob die Preise wirklich so sein müßen, aber das ist für so manche Familie eine echte herrausforderung, da muß man sich nicht wundern, das man das nicht jedes Wochenende macht.



Antwort von 7River:


Mein letztes wirklich großes Kino Erlebnis war Total Recall mit unsern Arni, da kam ich wie auf Droge wieder raus, weil mich die Bilder so geflashed haben, obwohl das heute eher B-Movie wäre.

Kein „Terminator 2“, kein „Schindlers Liste“, kein „Jurassic Park“, kein „JFK - Tatort Dallas“, kein „Avatar“...



Antwort von Darth Schneider:

Total Recal war dann aber ein sehr guter B Movie, mir hat der so gut gefallen das ich ihn gleich drei mal im Kino geschaut habe.....Terminator 2, sicher 8 mal...von Star Wars, Blade Runner und Indiana Jones fange ich gar nicht an, schon fast zu viele Male im Kino gesehen.
Gruss Boris



Antwort von Funless:

Wie kommt ihr denn auf den Quatsch, dass Verhoevens Total Recall ein B-Movie wäre? Weder war er es damals (1990) als er rauskam, noch ist er es 29 Jahre später (heute).

Ich für meinen Teil finde, dass cantsin es ganz gut auf den Punkt gebracht hat.

Bis zum Anfang bis Mitte der 2000‘er ging die Bevölkerung ins Kino um einfach nur Filme zu konsumieren, eben auch wegen fehlender Alternativen im TV oder Internet. Das war der USP des Kinos, dieser fiel mit der Zeit immer mehr weg.

Somit ist aus meiner Sicht Kino mittlerweile und gezwungenermaßen zu dem mutiert, was es damals zum Beginn des Bewegtbilds war: Eine Jahrmarktsattraktion, eine Eventveranstaltung mit Brimborium und Tataa und dementsprechenden Preisen. Nur zieht das halt nicht so viele Menschen ins Kino.



Antwort von iasi:

Da 2017 ja noch OK war und die Unterschiede zu früheren Zeiten gar nicht so groß sind, ist die Antwort auf die Frage nach dem Rückgang 2018 gar nicht so einfach zu beantworten.
https://de.statista.com/statistik/daten ... seit-1993/

Übrigens war früher auch nicht alles besser.
Kinokrisen hatte wir auch früher schon.

Es lag eben auch an den heimischen Produktionen.
Es fehlte letztes Jahr eben der durchschlagende deutsche Erfolgsschrott ...
https://www.rollingstone.de/das-sind-di ... d-1536701/
Man muss doch nur sehen, welche Filme die Deutschen ins Kino locken.

...
4 Der Schuh des Manitu (2001) 11.721.146
...
18 Fack ju Göhte 2 (2015) 7.731.352
19 Fack ju Göhte (2013) 7.412.499
20 Honig im Kopf (2014) 7.280.026
...
26 Sieben Zwerge (2004) 6.773.582
...

Die BRDeutschen waren ja noch nie eine Kinovolk.



Antwort von klusterdegenerierung:



Mein letztes wirklich großes Kino Erlebnis war Total Recall mit unsern Arni, da kam ich wie auf Droge wieder raus, weil mich die Bilder so geflashed haben, obwohl das heute eher B-Movie wäre.

Kein „Terminator 2“, kein „Schindlers Liste“, kein „Jurassic Park“, kein „JFK - Tatort Dallas“, kein „Avatar“...

Im TV :-)
Ich brauche nicht zwingend eine große Fläche um einen guten Film zu vertsehen, bzw gut zu finden. ;-)



Antwort von klusterdegenerierung:


18 Fack ju Göhte 2 (2015) 7.731.352
19 Fack ju Göhte (2013) 7.412.499

Für mich der Totalausfall, wie kann man sich sowas antun.



Antwort von kmw:

Je älter ich werde, desto mehr überlege ich ob ich ins Kino gehe. Ist mir die grosse Leinwand, der bessere Ton ect es wert, mich zu Popcorn-Natcho mampfende Zuschauern zu setzen die ratschen und mit ihren Handys spielen?
Immer wieder heisst die Antwort dann "nein".



Antwort von cantsin:


4 Der Schuh des Manitu (2001) 11.721.146
...
18 Fack ju Göhte 2 (2015) 7.731.352
19 Fack ju Göhte (2013) 7.412.499
20 Honig im Kopf (2014) 7.280.026
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26 Sieben Zwerge (2004) 6.773.582
...

Die BRDeutschen waren ja noch nie eine Kinovolk.

In den 90er Jahren waren es Katja Riemann-Beziehungskomödien, in den 80ern Gottschalk/Krüger-Supernasen-Filme, in den 70ern Bud Spencer & Terence Hill...

Deutschland ist eigentlich ein TV-Land. Was im Kino als einheimische Produktion funktioniert, sind eigentlich aufgeblasene Fernsehfilme.



Antwort von carstenkurz:

Die Engländer hatten 2018 ein Rekordjahr im Kino, und zwar in Folge. Mit den gleichen Filmen, dem gleichen heissen Sommer, der gleichen Fußball WM (in der sie sogar noch weiter gekommen sind als wir), den gleichen Streaming-Diensten.

Da kann jeder seine Theorien gerne mal dran abarbeiten...

https://www.launchingfilms.com/research ... admissions

Und in den 80ern hatten die schonmal Rückgänge, bei denen man hierzulande Schnappatmung bekäme wie man sie zum letzten Mal Anfang der 60er Jahre hatte.

Ich habe mir mal spaßeshalber die Filmliste 1989 für Deutschland rausgesucht, in dem Jahr gab es in Deutschland schonmal so einen Rückgang auf etwa die gleichen Besucherzahlen. Ich habe in der Liste sehr lange suchen müssen, bis ich überhaupt einen Film gefunden habe, an den ich mich erinnern konnte. Und ich war damals als Student in Köln sehr viel in Kinos und kann mich im Allgemeinen durchaus auch an Filme erinnern, in denen ich nicht persönlich war, die mir aber eben noch in Erinnerung sind.
Ja, wenn man sie komplett durchsucht, findet man auch ein paar unbestrittene Blockbuster und anspruchsvollere Filme, aber in der Übersicht ist man doch arg erschrocken...

- Carsten



Antwort von Drushba:



Die BRDeutschen waren ja noch nie eine Kinovolk.

in den 70ern Bud Spencer & Terence Hill...

Nichts gegen Bud Spencer und Terrence Hill bitte!!!)



Antwort von carstenkurz:


Je älter ich werde, desto mehr überlege ich ob ich ins Kino gehe. Ist mir die grosse Leinwand, der bessere Ton ect es wert, mich zu Popcorn-Natcho mampfende Zuschauern zu setzen die ratschen und mit ihren Handys spielen?
Immer wieder heisst die Antwort dann "nein".

Die gleiche Aussage kannst Du über zahlreiche andere Dinge, Tätigkeiten und Gewohnheiten machen, denen Du früher öfter als heute nachgegangen bist. Sagt das was über diese Tätigkeiten aus, oder über dich?
Irgendwann sitzt man im Stuhl am Fenster und wartet auf das Ende, so ist das halt.

- Carsten



Antwort von cantsin:


Die Engländer hatten 2018 ein Rekordjahr im Kino, und zwar in Folge. Mit den gleichen Filmen, dem gleichen heissen Sommer, der gleichen Fußball WM (in der sie sogar noch weiter gekommen sind als wir), den gleichen Streaming-Diensten.

Da kann jeder seine Theorien gerne mal dran abarbeiten...

Eine ganz einfache: In Großbritannien ist die Sprach- und Kulturbarriere zu den USA kleiner und gehört Hollywood selbstverständlicher zur eigenen Kultur.

Zeigt sich daran, dass in den britischen Box-Office-Top Ten von 2018 kein einziger einheimischer Film steht, während es in Deutschland gute Kinojahre praktisch nur mit mindestens einem einheimischen Topseller gibt (oder zumindest einem kontinentaleuropäischen Hit wie "Ziemlich beste Freunde"/"Intouchables").



Antwort von klusterdegenerierung:


Die Engländer hatten 2018 ein Rekordjahr im Kino, und zwar in Folge. Mit den gleichen Filmen, dem gleichen heissen Sommer, der gleichen Fußball WM (in der sie sogar noch weiter gekommen sind als wir), den gleichen Streaming-Diensten.

Da kann jeder seine Theorien gerne mal dran abarbeiten...

https://www.launchingfilms.com/research ... admissions

Und in den 80ern hatten die schonmal Rückgänge, bei denen man hierzulande Schnappatmung bekäme wie man sie zum letzten Mal Anfang der 60er Jahre hatte.

Ich habe mir mal spaßeshalber die Filmliste 1989 für Deutschland rausgesucht, in dem Jahr gab es in Deutschland schonmal so einen Rückgang auf etwa die gleichen Besucherzahlen. Ich habe in der Liste sehr lange suchen müssen, bis ich überhaupt einen Film gefunden habe, an den ich mich erinnern konnte. Und ich war damals als Student in Köln sehr viel in Kinos und kann mich im Allgemeinen durchaus auch an Filme erinnern, in denen ich nicht persönlich war, die mir aber noch in Erinnerung sind.
Ja, wenn man sie komplett durchsucht, findet man auch ein paar unbestrittene Blockbuster und anspruchsvollere Filme, aber in der Übersicht ist man doch arg erschrocken...

- Carsten

Qantität muß ja nicht parallel Qualität sein.
Früher dauerte eine Produktion ja in der Regel auch länger.

Auf jeden Fall fand ich den Manta Manta oder den Männer WG Film mit Til Schweiger um Längen besser als sein fünfter "seht mal her meine Kinder spielen jetzt auch in meinen Filmen mit" Produktionen.

Und wo wir schon dabei sind, Heute schaue ich mir auch wieder so eine Kamelle an,
nämlich Cronenbergs "eXistenZ", schon lange nicht mehr gesehen, hat mich aber beeindruckt. :-)



Antwort von carstenkurz:


Eine ganz einfache: In Großbritannien ist die Sprach- und Kulturbarriere zu den USA kleiner und gehört Hollywood selbstverständlicher zur eigenen Kultur.

Und das war 1984 noch anders, als in England weniger als ein Drittel der heutigen Besucher ins Kino zogen?

- Carsten



Antwort von dustdancer:



Die Engländer hatten 2018 ein Rekordjahr im Kino, und zwar in Folge. Mit den gleichen Filmen, dem gleichen heissen Sommer, der gleichen Fußball WM (in der sie sogar noch weiter gekommen sind als wir), den gleichen Streaming-Diensten.

Da kann jeder seine Theorien gerne mal dran abarbeiten...

Eine ganz einfache: In Großbritannien ist die Sprach- und Kulturbarriere zu den USA kleiner und gehört Hollywood selbstverständlicher zur eigenen Kultur.

Zeigt sich daran, dass in den britischen Box-Office-Top Ten von 2018 kein einziger einheimischer Film steht, während es in Deutschland gute Kinojahre praktisch nur mit mindestens einem einheimischen Topseller gibt (oder zumindest einem kontinentaleuropäischen Hit wie "Ziemlich beste Freunde"/"Intouchables").

Ein bischen Recherche sollte man schon betreiben, bevor man postfaktische Behauptungen raushaut. Sowohl Darkest Hour, Bohemian Rhapsody, Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald als auch Mamma Mia! Here We Go Again sind in u.a. GB Produziert worden. Darkest Hour sogar komplett...
4/10. Aber stimmt, deine Analyse ist so inhaltlich sehr nahe an deinen mathematischen Kenntnissen dran.
https://www.boxofficemojo.com/intl/uk/? ... ESC&p=.htm



Antwort von carstenkurz:


Auf jeden Fall fand ich den Manta Manta oder den Männer WG Film mit Til Schweiger um Längen besser als sein fünfter "seht mal her meine Kinder spielen jetzt auch in meinen Filmen mit" Produktionen.

Dass man Schrott wie Manta Manta besser fand und besser erinnert, liegt nicht daran, dass er besser war, sondern daran, dass unser Hirn damals noch überwiegend aus weissen Flecken bestand. Was sich da früh einbrennt, bleibt auch. Und später ist eben nicht mehr soviel Platz für Neues, bzw. Sensationen dringen nicht mehr so tief. Nach dem zweitausendsten VFX Blockbuster haben sich Partikelsysteme oder Laserschwerter abgenutzt. Nun ist das Kino ja nicht per se von nörgelnden 'früher-war-alles-besser' Frührentnern abhängig. Glücklicherweise wachsen ja weiterhin Menschen mit weissen Flecken im Gehirn nach. Aber diese Freiflächen werden halt auch von von viel mehr anderen Aufmerksamkeits-Konkurrenten beschrieben.

Wenn man sich überlegt, wieviel mehr Freizeitmöglichkeiten es heute gibt, hat sich Kino seine 100+ Millionen Besucher seit den 60ern erstaunlich gut erhalten. Im Unterschied z.B. zu Kegelbahnen...

- Carsten



Antwort von klusterdegenerierung:

Sehe ich eben nicht so, das ist genau so dumpf wie "früher war alles besser" selbst.
Manta Manta ist um einiges besser als FJG!



Antwort von carstenkurz:

Ich glaube, die sind beide auf ziemlich ähnlichem Niveau, und das meine ich nicht vor dem Hintergrund meines persönlichen Geschmacks, sondern basierend auf der Erwartung und dem Umgang des Publikums damit. Da habe ich als der, der vor und nach dem Kinobesuch in die Gesichter der Besucher guckt halt einen recht unmittelbaren Eindruck von.
Und den ersten FJG muss man auch deutlich unterscheiden von den beiden Sequels, die wirklich sehr schwach, müde konstruiert und seicht wurden. Das waren reine Geldmaschinen. Man kann froh sein, dass die schon nach dem Dritten Schluss gemacht haben.

Haben wir die gezeigt? Klar, haben wir. Es gibt Filme, die mehr weh tun.

- Carsten



Antwort von cantsin:


Ein bischen Recherche sollte man schon betreiben, bevor man postfaktische Behauptungen raushaut. Sowohl Darkest Hour, Bohemian Rhapsody, Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald als auch Mamma Mia! Here We Go Again sind in u.a. GB Produziert worden. Darkest Hour sogar komplett...

Ich bezog mich auf diese Top Ten:
https://inews.co.uk/culture/film/most-p ... e-figures/

Da steht Darkest Hour nicht drin, beim Rest hatte Hollywood überall seine Finger drin. Insofern bestätigt Dein (im Troll-Sound verfasster) Kommentar ja nur die These, dass es eine gemeinsame anglo-amerikanische Kinokultur gibt.

EDIT: Insofern Danke für Deine Korrektur. Was äusserlich wie eine Reihe reiner Hollywood-Produktionen aussieht, entpuppt sich dann doch als großer Anteil englischer Koproduktionen. Und das könnte ja genau den Kinoboom in den UK erklären. In früheren Jahrzehnten gab es (bis auf James Bond) sicher weniger Big Budget-Koproduktionen zwischen Großbritannien und Hollywood.

Aber stimmt, deine Analyse ist so inhaltlich sehr nahe an deinen mathematischen Kenntnissen dran.

Worauf beziehst Du dich bitte hiermit?



Antwort von Funless:



Die BRDeutschen waren ja noch nie eine Kinovolk.

in den 70ern Bud Spencer & Terence Hill...

Nichts gegen Bud Spencer und Terrence Hill bitte!!!)

Boahh ... geh‘ mir bloß weg mit den beiden! Schon als Kind in den späten 70‘er und frühen 80‘er konnte ich dem Blödsinn nix abgewinnen.



Antwort von klusterdegenerierung:


Ich glaube, die sind beide auf ziemlich ähnlichem Niveau, und das meine ich nicht vor dem Hintergrund meines persönlichen Geschmacks, sondern basierend auf der Erwartung und dem Umgang des Publikums damit. Da habe ich als der, der vor und nach dem Kinobesuch in die Gesichter der Besucher guckt halt einen recht unmittelbaren Eindruck von.
Und den ersten FJG muss man auch deutlich unterscheiden von den beiden Sequels, die wirklich sehr schwach, müde konstruiert und seicht wurden.

Haben wir die gezeigt? Klar, haben wir. Es gibt Filme, die mehr weh tun.

- Carsten

Nein, damals waren die Sprüche harmloser und irgendwie noch ein bisschen "süß", heute werden Geschlechtsorgane, das Alter und ein sexueller Akt negativ konjungiert als Begrüßung oder Beleidigung benutzt und etabliert, das war damals nicht nur zu Recht verpönt, sondern gehörte nicht auf die Leinwand.

Heute wo die Kinder die Eltern erziehen, lächeln die konsumschwangeren Eltern noch darüber und wissen nicht was daraus wird.
Ich fand mit Recht den Spruch wehred den anfängen immer schon sehr merkenswert, stattdessen merkt man sich nun das Resultat aus dem sich nicht gemerkt haben!



Antwort von carstenkurz:

Und die Sprüche aus 'Manta, Manta' hätte man in den 50ern nicht im Kino bringen dürfen.
Ja, da liegen eben eben jeweils 30 Jahre dazwischen, in denen wir und andere älter geworden sind.
Sowas gilt eben leider und glücklicherweise nicht absolut. 'Wehret den Anfängen' konsequent durchgezogen, säßen wir heute noch in Höhlen.

Die ganze Frage Niveau vs. Erfolg ist für das Kinoergebnis doch ziemlich irrelevant. Story und Umsetzung müssen für das Publikum ein gegenwärtig in erster Linie emotional, in zweiter Linie intellektuell lohnendes Ergebnis bringen, dann gehen die vor die Tür und geben Geld aus.

Kino ist heute inflationsbereinigt auch nicht teurer als früher, Verhältnis durchschnittlicher Stundenlohn/Ticketpreis ist ziemlich konstant.

- Carsten



Antwort von dustdancer:



Ein bischen Recherche sollte man schon betreiben, bevor man postfaktische Behauptungen raushaut. Sowohl Darkest Hour, Bohemian Rhapsody, Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald als auch Mamma Mia! Here We Go Again sind in u.a. GB Produziert worden. Darkest Hour sogar komplett...

Ich bezog mich auf diese Top Ten:
https://inews.co.uk/culture/film/most-p ... e-figures/

Da steht Darkest Hour nicht drin, beim Rest hatte Hollywood überall seine Finger drin. Insofern bestätigt Dein (im Troll-Sound verfasster) Kommentar ja nur die These, dass es eine gemeinsame anglo-amerikanische Kinokultur gibt.

EDIT: Insofern Danke für Deine Korrektur. Was äusserlich wie eine Reihe reiner Hollywood-Produktionen aussieht, entpuppt sich dann doch als großer Anteil englischer Koproduktionen. Und das könnte ja genau den Kinoboom in den UK erklären. In früheren Jahrzehnten gab es (bis auf James Bond) sicher weniger Big Budget-Koproduktionen zwischen Großbritannien und Hollywood.

Aber stimmt, deine Analyse ist so inhaltlich sehr nahe an deinen mathematischen Kenntnissen dran.

Worauf beziehst Du dich bitte hiermit?

Sorry, deine Analysen sind einfach nicht gut und ziemlich aus den Fingern gesogen. Auch die Rechercheschwächen mit den britischen Produktionen sind halt nicht wirklich gut gelaufen. Wie wäre es, deine falsch aufgestellte These nicht zu verteidigen und den neuen Wissensgewinn mit einfließen zu lassen? Einfach mal schreiben, dass man da wohl einen Fehler gemacht hat und eine neue These zur Überprüfung in den Raum schmeißen.
Aber ist vielleicht auch zuviel verlangt, das ich zum einen davon ausgehe, dass man vorm Schreiben seine Behauptungen auf Faktenlage überprüft und wenn man dabei fehlerhaft gearbeitet hat, was jedem mal passieren kann, seine geäußerte These überprüft.
Und ich beziehe mich darauf, dass deine Aussage, es gibt keine britsche Produktion in den Top Ten mathematisch genauso falsch ist, wie die These die du aufwirfst.

Hast du denn wenigsten deine neue These, In früheren Jahrzehnten gab es (bis auf James Bond) sicher weniger Big Budget-Koproduktionen zwischen Großbritannien und Hollywood, auf Fakten überprüft oder geht es mal wieder den postfaktischen Weg? Die Frage war rhetorisch gemeint...
https://www.imdb.com/search/title?count ... f_=adv_nxt



Antwort von cantsin:

Deine IMDB-Liste ist in der Tat gutes Datenmaterial, denn finden sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht ansatzweise soviele Big Budget-Koproduktionen zwischen GB und Hollywood wie heute.

Es gibt dafür auch eine Erklärung:
https://www.theguardian.com/film/2017/j ... eaks-pound

"The British film production boom, including the Han Solo spin-off from Star Wars and a live action remake of Disney’s Dumbo, is helping boost services industry growth as other sectors flag.

The ONS figures show that since 2014 the economic value of the UK’s film, TV and music industries has grown 72.4%, compared with just 8.5% across the European Union.

This boom is being fuelled by Hollywood studios increasingly choosing to shoot big-budget films in the UK, attracted by significant government tax breaks, as well as access to top-class on- and off-screen talent and studio facilities."

Mit anderen Worten, in GB hat man Industriepolitik zugunsten von Big Budget-Film(ko)produktionen gemacht, und das schlägt sich dann letztlich auch in den Besucherzahlen nieder (wenn britische Stoffe wie "Fantastic Beasts" verfilmt oder britische Schauspieler gecastet werden).



Antwort von dustdancer:


Deine IMDB-Liste ist in der Tat gutes Datenmaterial, denn finden sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht ansatzweise soviele Big Budget-Koproduktionen zwischen GB und Hollywood wie heute.

Es gibt dafür auch eine Erklärung:
https://www.theguardian.com/film/2017/j ... eaks-pound

"The British film production boom, including the Han Solo spin-off from Star Wars and a live action remake of Disney’s Dumbo, is helping boost services industry growth as other sectors flag.

The ONS figures show that since 2014 the economic value of the UK’s film, TV and music industries has grown 72.4%, compared with just 8.5% across the European Union.

This boom is being fuelled by Hollywood studios increasingly choosing to shoot big-budget films in the UK, attracted by significant government tax breaks, as well as access to top-class on- and off-screen talent and studio facilities."

Mit anderen Worten, in GB hat man Industriepolitik zugunsten von Big Budget-Film(ko)produktionen gemacht, und das schlägt sich dann letztlich auch in den Besucherzahlen nieder (wenn britische Stoffe wie "Fantastic Beasts" verfilmt oder britische Schauspieler gecastet werden).

Sorry, langsam disqualifizierst du dich selbst als ernstzunehmender Diskussionspartner. Schau Dir die Anzahl der Big Budget um 2018, 2010, 2000, etc an, keine großen Unterschiede in der Anzahl. Ich mutmaße, dass wenn man jetzt auch noch eine Bereinigung der Zahlen durchführen würden, das sich der Unterschied bei weiten noch minimaler Darstellen wird. Das geht so schön weiter. Wollen wir jetzt postfaktisch bleiben oder genehmt sich der Herr die Fakten zu berücksichtigen?



Antwort von roki100:

Angeblich hat Vodafone deswegen im Jahr 2018 k i n o x . t o gesperrt. Die Menschen lassen sich doch so nicht ins kino zwingen.

Ich hoffe 2019 endet schlechter für kino und zwingt sie alle die preise runter zu senken. Früher kostete Eintrittskarte 5-8 DM bei uns. Einfach unverschämt das man heute 7-10 Euro (Popkorn und Cola fast nochmal so viel) bezahlen muss... DM hat sich doch nicht ins Euro verdoppelt. Früher hat der Kollege 2000 DM verdient und war nicht arm damit, heute ca. 1200 Euro und ist arm....es ist alles Doppel oder dreifach so teuer und die unterschiedliche Kinopreise ist nur ein Beleg.



Antwort von kmw:



Je älter ich werde, desto mehr überlege ich ob ich ins Kino gehe. Ist mir die grosse Leinwand, der bessere Ton ect es wert, mich zu Popcorn-Natcho mampfende Zuschauern zu setzen die ratschen und mit ihren Handys spielen?
Immer wieder heisst die Antwort dann "nein".

Die gleiche Aussage kannst Du über zahlreiche andere Dinge, Tätigkeiten und Gewohnheiten machen, denen Du früher öfter als heute nachgegangen bist. Sagt das was über diese Tätigkeiten aus, oder über dich?
Irgendwann sitzt man im Stuhl am Fenster und wartest auf das Ende, so ist das halt.

- Carsten

Könnte ich... aber ich machte die Aussage nur in Bezug zum Kino. ;-)
Die Auswahl den interessanten, lustigen oder spannenden Film zu sehen ist mit den heutigen Möglichkeiten wie Netflix ect doch sehr erweitert. Und da spielt/blendet keiner mit seinem Handy vor mir.



Antwort von carstenkurz:

Ich hoffe 2019 endet schlechter für kino und zwingt sie alle die preise runter zu senken. Früher kostete Eintrittskarte 5-8 DM bei uns. Einfach unverschämt das man heute 7-10 Euro (Popkorn und Cola fast nochmal so viel) bezahlen muss... DM hat sich doch nicht ins Euro verdoppelt. Früher hat der Kollege 2000 DM verdient und war nicht arm damit, heute ca. 1200 Euro und ist arm....es ist alles Doppel oder dreifach so teuer und die unterschiedliche Kinopreise ist nur ein Beleg.

Du solltest vielleicht mal deine Vergleiche mit der Realität abgleichen, dann würdest Du merken, dass es heute einen Mindestlohn gibt, der deine Kalkulation schonmal grundsätzlich als unfundiert offen legt.
Natürlich kann man dem teuersten Kino in der teuersten Lage den niedrigsten Lohn gegenüberstellen. Das funktioniert auch prima mit Mieten, Autos, oder Currywurst. Bei uns wie bei den mittelständischen Kollegen, die von ihrem Betrieb leben, Großstadtlage/Stadtteilkinos, geht das Popcorn für 1,50-4€ über die Theke. Wer ins Kettenmultiplex oder die Astor-Lounge geht, der will dahin. Wüsste auch nicht, was einen dazu zwingt, einen Film zusammen mit einem Eimer Popcorn und einem Liter Cola zu konsumieren, gibts in der Schule oder im Gottesdienst ja auch nicht.

Wenn 'alles Doppel oder dreifach so teuer ist', auf welcher Kalkulationsgrundlage könnte denn ausgerechnet Kino dann preiswerter sein? Indem Personalkosten, Mieten, Eis, Popcorn und CocaCola aus öffentlichen Geldern gesponsort werden?

Der durchschnittliche Kino-Ticketpreis nach offiziellen Statistiken (und die sind über die branchenspezifischen Statistik- und Kontrollmechanismen sehr belastbar) liegt übrigens unter dem gegenwärtigen Mindestlohn.

- Carsten



Antwort von roki100:

Du solltest vielleicht mal deine Vergleiche mit der Realität abgleichen, dann würdest Du merken, dass es heute einen Mindestlohn gibt, der deine Kalkulation schonmal grundsätzlich als unfundiert offen legt.
Mindestlohn ändert nichts daran. Die Realität ist schlimmer als der ständige Selbstlob der Politiker darüber was die alles besser bewegt und geschafft haben.

Fakt ist, viele Menschen (u.a Eltern die mit Kinder ins Kino möchten) können sich Kino nicht leisten und das war früher anders.
Fakt ist, früher musste ein Kopf in der Familie arbeiten und es war genug auch für urlaub. Heute müssen beide arbeiten, damit 4 Personen (Mutter, Vater und zwei Kinder) wenigstens einmal im Jahr, urlaub machen können.

Kino ist das kleinste Problem. Es gibt hier bei uns Kinotag, immer dienstags und da sind mehr Menschen dabei als wie sonst. Das liegt wohl an dem günstigem Preis (um nur paar euros weniger) und nicht daran, weil es Kinotag heißt. Kinotag heißt verständlich: "kommt bitte, es ist günstiger, sonst stirbt das Kino".

Die müssen mit Preise auf jeden Fall runter, sonst wird es schlimmer.

Hier ein Interessanter Artikel:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bon ... 61569.html

"Die Preise für einen Kinobesuch in Deutschland steigen seit Jahren an. Eine Auswertung der Eintrittspreise, die die Bundesanstalt für Filmförderung (FFA) veröffentlicht, zeigt einen durchschnittlichen Anstieg der Eintrittspreise in den vergangenen zehn Jahren um 43 Prozent. Kostete ein Ticket 2007 im Schnitt 6,04 Euro, waren es 2017 bereits 8,63 Euro. 2002 kostete der Eintritt noch 5,86 Euro, was im Vergleich zu heute einen Preisanstieg um 47 Prozent bedeutet."

Die preise steigen und somit werden die Besucher weniger. Dazu kommt die technologische Weiterentwicklung in der Digitale Welt, nämlich Netflix&Co. als Bonus dazu.

Und wenn man noch weiter zurückgeht, also noch zu DM Zeiten und das dann in Euro umrechnet, dann sind das um ca. 90-120% mehr. Es ist egal ob sich die Technik mit der Zeit verbessert hat. Der Unterhaltungseffekt(?) unterscheidet sich nicht, außer 3D (was zusätzlich noch mehr kostet) - was auch keine Rechtfertigung ist für den unverschämten gestiegenen Preis.



Antwort von cantsin:


Sorry, langsam disqualifizierst du dich selbst als ernstzunehmender Diskussionspartner. Schau Dir die Anzahl der Big Budget um 2018, 2010, 2000, etc an, keine großen Unterschiede in der Anzahl. Ich mutmaße, dass wenn man jetzt auch noch eine Bereinigung der Zahlen durchführen würden, das sich der Unterschied bei weiten noch minimaler Darstellen wird. Das geht so schön weiter. Wollen wir jetzt postfaktisch bleiben oder genehmt sich der Herr die Fakten zu berücksichtigen?

Okay, aus Gründen der Redlichkeit:

Die Datenbank von Box Office Mojo geht für Großbritannien zurück bis ins Jahr 2002 und listet dafür die folgende Top Ten:

1 - The Lord of the Rings: The Two Towers - ,914,687
2 - Harry Potter and the Chamber of Secrets - ,104,108
3 - Die Another Day - ,182,873
4 - Star Wars: Episode II - Attack of the Clones - ,762,764
5 - Spider-Man - ,780,340
6 - Austin Powers in Goldmember - ,241,826
7 - Ocean's Eleven - ,757,096
8 - Men in Black II - ,571,702
9 - Scooby-Doo - ,495,591
10 - Minority Report - ,388,860

Von diesen Filmen sind Nr. 2 und Nr. 3 amerikanisch-britische Produktionen, der Rest ist in Hollywood ohne britische Beteiligung produziert. Zusammen kommen 2+3 auf ein Box Office von .286.981, inflationsbereinigt aufs Jahr 2018 (laut Inflationsrechner der Bank of England): .370.994.

Die britischen Top Ten im Jahr 2018 sind, wieder laut Box Office Mojo:

1 - Avengers: Infinity War - ,640,433
2 - Mamma Mia: Here We Go Again! - ,232,348
3 - Incredibles 2 - ,183,149
4 - Black Panther - ,631,008
5 - Bohemian Rhapsody - ,956,136
6 - Jurassic World: Fallen Kingdom - ,724,774
7 - Mary Poppins Returns - ,628,681
8 - Peter Rabbit - ,031,318
9 - Deadpool 2 - ,625,880
10 - Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald - ,457,241

(Übrigens taucht "Darkest Hour" auch darin nicht in den Top 10 auf - soviel nur zu Deinen Vorwürfen von Postfaktizität und mathematischer Unkenntnis...)

Von diesen Filmen sind Nr. 2, Nr. 5, Nr. 8 und Nr. 10 britische Koproduktionen, mit einem gesamten Box Office von .677.043.

Die Anzahl der britisch koproduzierten Top 10-Filme hat sich also im Vergleich von 2002 und 2018 verdoppelt, die Einspielergebnisse sind inflationsbereinigt aber nur leicht gestiegen. (Aber auch nicht gefallen wie in Deutschland.)

Für aussagekräftigere Schlussfolgerungen müsste man allerdings eine komplettere Statistik für die letzten 20-30 Jahre erstellen.



Antwort von Darth Schneider:

Ich mag es den Briten gönnen, auch wenn Mama Mia 2 leider ein ziemlich übler Film war, und nix aber auch gar nix von der Atmosphäre und des Charms des ersten Teils hatte. Das finde ich wirklich schade.
Gruss Boris



Antwort von ChillClip:

Bin mittlerweile einfach übersättigt, so dass meine Leidenschaft fürs Filme gucken stark abgenommen hat, bei dem Überangebot.
Gehe heutzutage nur noch sehr selten ins Kino und komme meistens recht unbeeindruckt wieder raus. Man hat halt alles schon so oft gesehen.
Und wenn mir mal ein Film gut gefallen hat, habe ich trotzdem kaum das Bedürfnis, ihn ein zweites Mal anzusehen (nichtmal dann später zuhause, wohingegen ich es früher dann kaum erwarten konnte, bis die DVD draußen war).
Bin Film (und Serien) schlichtweg überdrüssig geworden ...

Was die Laufzeiten anbelangt, würde ich mir eher wieder kürzere Filme wünschen. Irgendwie hat es sich eingebürgert, zu viele Filme auf Überlänge zu strecken, wobei die wenigsten darurch bereichtert werden. Vor allem auch, weil innerrhalb der Genre jeder Film nach demselben Strickmuster daher kommt. Drehbuch nach Baukastensystem und bewährten Inhalten = langweilig.



Antwort von domain:

Die allgemeine Übersättigung an Bildern ist wirklich abtörndend. Mittlerweile schaue ich mir nicht mal mehr eigene Bilder und Videos an ;-)
Wirklich wichtig sind m.E. nur mehr direkt ins Hirn eingebrannte Bilder und Szenen von außergewöhnlicher Bedeutung und die sind unmittelbar abrufbar und tauchen auch in meinen Träumen immer wieder in div. Variationen auf, allerdings in meist in herausfordernder Art, die aber meist zu bewältigen ist, andernfalls wache ich auf.
Diese intern ablaufenden Filme bzw. Tagträume sind ja viel variantenreicher als das Original und voller Überraschungen ;-)



Antwort von Alf_300:

Am Wochenende hatte ich
Predator - Upgrade (2018)
und
Schrecken vom Amazonas (1954)
zur Auswahl

ratet mal wer das Rennen machte



Antwort von 7River:

Schrecken des Amazonas?

Mal ein Filmtipp: "Die Erfindung der Wahrheit". Es gibt doch noch spannende Filme.



Antwort von carstenkurz:

Aus solchen Meldungen über deutliche Zuschauerrückgänge etablieren sich ja gleich Bilder von leeren Sälen und vom Efeu zurückeroberten Multiplexarchitekturen. 2015 war übrigens das letzte Rekordjahr fürs Kino in DE, da lautete der Tenor noch genau konträr.

Nun ja, für viele Kinoverweigerer, die ihre durchaus stereotypen Meinungen in Foren und Kommentaren kund tun, wären leere Säle ja offenbar wieder verführerisch, weil sie dann selbst ungestört in Chipstüten wühlen und mit dem Handy spielen könnten.

Aber nur weil es einen Besucherrückgang gibt, ist das Kino noch lange nicht tot. Das eine sind die wirtschaftlichen Umstände einer Branche, das andere ist, dass Kinosäle weiterhin brechend voll sein können, wenn nur der richtige Film läuft. Die Majors sind natürlich deprimiert, wenn ihre kalkulierten x-Aufgüsse implodieren.

Die Wahrnehmung, die die Leute ins Kino treibt, entzieht sich halt weiterhin den üblichen planbaren Kategorien. Die Hollywood-Majors sind sicher regelmäßig erstaunt bis erbost, dass in anderen Ländern low-budget Quasselfilme mehr Umsatz machen als ihre >300Mio Blockbuster, die zum gleichen Zeitpunkt laufen.
Regelmäßig ist der Erfolg solcher Filme nicht vorhersehbar, viele europäische Erfolgsproduktionen der letzten Jahre kamen über Nacht und haben sich mangels maßgeblicher Werbebudgets durch reine Mundpropaganda und nicht-organisierte Effekte in den sozialen Netzen etabliert.

Wie ich schon mehrfach sagte, es gibt reichlich aufregende Ware im Kino. Die geht nur in der Wahrnehmung der Leute unter, zum einen wegen der Werbebudgets der BigBoys für ihre Mainstream-Ware, die teilweise in den gleichen Größenordnungen liegen wie die Produktionsbudgets, zum anderen wegen der allgegenwärtigen Reizüberflutung.

edit: Wir haben gerade eine Email-Anfrage bekommen, wann wir denn 'Bohemian Rhapsody' spielen würden, den würde sie unheimlich gerne sehen. Tja, den haben wir gerade abgesetzt, nachdem wir ihn rauf und runter gespielt haben. Webseite, Flyer, Plakate, Newsletter, Facebook...gestartet Ende Oktober...

- Carsten



Antwort von Jörg:

Wir haben "Astrid" in einem Szenekino gesehen, der Besuch war erstaunlich groß,
das Kino hat einen großen Besucherstamm, der Betreiber ist zufrieden.
Kein Wunder, solche Filme, wie auch "Gundermann" werden von den Majors ja geschnitten.



Antwort von carstenkurz:

Das ist genau der Witz. Die mittelständischen Kinos brauchen Besucherrekorde genau so wenig für den wirtschaftlichen Erfolg wie die örtliche Eisdiele, die Currybude oder Eckkneipe. 'Ausverkauft' ist ein nice-to-have, aber kein Muss für den Fortbestand. 'Astrid' ist im Moment nichtmal unter den Top30, schon 'uralt', aber die Leute rennen einem die Bude ein. Und über sowas wie 'Der Junge muss an die frische Luft' oder 'Gundermann' bekommen amerikanische Studiobosse Hautausschlag beim Gucken. Kümmert das das Publikum auch nur im geringsten?

- Carsten



Antwort von Jörg:

Kümmert das das Publikum auch nur im geringsten?

absolut nicht, ist ein ganz feiner Film.



Antwort von klusterdegenerierung:

2



Antwort von Starshine Pictures:

„Der Junge muss an die frische Luft“ muss ich auch noch anschauen. Hoffentlich muss der arme Junge nicht den ganzen Film alleine schultern. „Gundermann“ hat mich auch sehr überrascht.



Antwort von Jörg:

„Der Junge muss an die frische Luft“ muss ich auch noch anschauen.

nicht meine Welt, aber meine Frau hat den mit ner Freundin gesehen, waren hell begeistert.



Antwort von iasi:


Die Majors sind natürlich deprimiert, wenn ihre kalkulierten x-Aufgüsse implodieren.

Die Wahrnehmung, die die Leute ins Kino treibt, entzieht sich halt weiterhin den üblichen planbaren Kategorien. Die Hollywood-Majors sind sicher regelmäßig erstaunt bis erbost, dass in anderen Ländern low-budget Quasselfilme mehr Umsatz machen als ihre >300Mio Blockbuster, die zum gleichen Zeitpunkt laufen.

- Carsten

Deutschland nehmen die Hollywood-Majors nebenbei auch mit. Ein wirklich großer Markt ist es aber eben nicht für sie.

Der Rückgang der Besucherzahlen liegt eher an den fehlenden deutschen Besuchermagneten.

Ihre >300Mio Blockbuster spielen ihr Geld nun mal auch wieder ein, erhöhen das Eigenkapital und ermöglichen eben weitere >300Mio Blockbuster sowie auch kleinere >30Mio Filmchen, von denen man in D nur noch träumen kann.

Übrigens:
Honig im Kopf und Head Full of Honey ... der deutsche Kinogänger und die Qualität deutscher Filme ...




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