Formate
Aufgezeichnet wird in AVCHD mit 24 Mbps und 1920 x 1080 Pixel (interlaced) auf Memory Stick PRO DuoTM oder SD-Karten. Die Kamera selbst besitzt nur ein Label für SDHC und die aktuellen Pressemitteilungen nennen nur Karten bis 32 GB, was nicht für eine SDXC-Kompatibilität spricht. Vereinzelte, frühere Pressemitteilungen führten jedoch auch SDXC-Unterstützung an. Hier muss man wohl den endgültigen Verkaufsstart abwarten, wobei sich bei anderen Herstellern (z.B. Canon) SDXC sogar nachträglich durch ein Firmware-Update freischalten ließ.
Trotz der Interlaced-Aufzeichnung wird der Sensor mit 25 progressiven Vollbildern ausgelesen. Dies hat einerseits den Vorteil, dass der Videostrom als AVCHD codiert werden kann und direkt im Schnitt nutzbar ist. Schließlich unterstützt das AVCHD-Format FullHD nur mit 1080i. Eine beschleunigter Schnitt (z.B mit der Adobe Mercury Engine) ist somit direkt möglich. Umgekehrt kann man sich durch die unkorrekte Einbettung bzw. Bezeichnung des Streams in der Nachberarbeitung auch Probleme einhandeln, wenn das Schnittprogramm dies nicht richtig (um)interpretieren kann.
Audio
Im Audiobereich will Sony mit der VG10 offensichtlich Maßstäbe setzen: Aus vier futuristisch anmutenden Mikrofonkapseln wird ein Stereo-Klangbild errechnet. Akustischen Differenzen werden dabei durch die akustische Verzögerung besser erkannt, wodurch die Kamera versucht, störende Nebengeräusche digital herauszufiltern. Subjektiv klingt das Mikrofon der Sony denn auch tatsächlich sehr gut und auf jeden Fall Klassen besser, als alles, was man bisher im DSLR-Bereich vorfand. Externe Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer sind als Mini-Klinken ebenfalls vorhanden. Unser Modell bot jedoch keine Möglichkeit, den Ton manuell auszusteuern, geschweige denn einen Pegel anzuzeigen. Für eine 2.000 Euro Kamera fast unvorstellbar. Hier hätte Sony einen echten Vorteil gegenüber DSLRs herausarbeiten können, doch ohne manuelle Kontrolle ist die Audio-Sektion eher ein Spielzeug für Atmo-Aufnahmen geworden.




















