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Test : Log und RAW - Codec-Qualität von Blackmagic, Panasonic und Sony

von Mo, 28.Oktober 2019 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Systematisch Fehler provozieren...
  Sony Alpha A7III
  Panasonic S1H
  Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
  Fazit



Panasonic S1H



Bei Panasonics Long GOP-Aufzeichnung sieht man (wie auch bei der internen Sony Aufnahme) immer wieder größere zusammenhängende Flächen die mit dem GOP-Wechsel "umschalten". Das sorgt für einen unnatürlichen Bewegtbildeindruck. Bei Panasonics interner Intraframe-Kompression (also 4:2:2 Intra in 4K) ist dieses Phänomen nicht zu sehen. Dafür erzeugt das Rauschen immer wieder sichtbare Makroblöcke die als schnelles, grobes Rastermuster im Frametakt das Bild überschwemmen. Wie es aussieht, scheint auch bei Panasonic das Signal erst noch mindestens durch den Denoiser im Encoder zu gehen, bevor die externe Ausgabe erfolgt. Auf jeden Fall gibt es auch hier im HDMI-Signal mehr Makroblöcke als Rauschen zu sehen. Verhindern lässt sich das kaum, denn wir hatten Schärfe und Noise Reduction im Menü für diese Aufnahmen schon weitestmöglich heruntergeregelt.



Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K



Wie es dagegen auch gehen kann, zeigt Blackmagic, in unserem Beispiel mit der Pocket Cinema Camera 4K. Makroblöcke sucht man hier selbst bei der 12:1 Kompression oder ProRES LT vergebens. Einzig die JPEG-Säume intensivieren sich in beiden Formaten mit zunehmender Kompression.

Im Gegensatz du den DSLM-Modellen A7III und S1R wird bei den Blackmagic-Kameras das Sensor-Rauschen relativ ungefiltert sichtbar. Dies dürfte allerdings den meisten Anwendern lieber sein als Makroblöcke. Ebenfalls überraschte uns dann, dass bei unserer Codecquälerei die künstliche Nachschärfung bei Blackmagic am deutlichsten zutage trat, während sich Panasonic und Sony hier in den Log-Modi unüblich dezent zurückhalten. Und seltsamerweise erlaubt Blackmagic gerade bei den BRAW-Debayering-Einstellungen auch (noch?) kein Einstellen der Schärfe in der Postproduktion.



Fazit



Welch schlimm-schöne Erkenntnis: Jeder der Testteilnehmer zeigte seine Schwächen und wir müssen keinen perfekten Codec küren. Ein klarer Sieger wäre ja auch langweilig gewesen. Deutlicher Verlierer ist jedoch der interne Sony 8 Bit Codec der Alpha 7 III. Was hier an Kompressionsartefakten an die Oberfläche kommt ist definitiv nicht mehr Stand der Technik. Hoffen wir, dass Sony mit der nächsten Alpha-Generation (und dem erwarteten Schritt nach HEVC) wieder etwas zulegt.

Für uns bedeuten diese Ergebnisse, dass wir wohl noch etwas tiefer graben müssen, um herauszufinden, ob unsere Annahmen stimmen, dass bei Sony und Panasonic das Signal noch vor der HDMI-Ausgabe durch das Encoding/Decoding geschleift wird. Ideen um das herauszufinden haben wir schon, alleine die Zeit dafür müssen wir mal wieder finden…

Einleitung / Systematisch Fehler provozieren... / Sony Alpha A7III


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Panasonic S1H / Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K / Fazit
  

[193 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
wolfgang    21:38 am 7.11.2019
Instant HDR? Na wenn damit HLG gemeint ist, dann ist das ja noch insofern richtig als man die HLG Aufnahme gleich ungegraded und direkt aus der Kamera auf HLG fähigen Displays...weiterlesen
klusterdegenerierung    21:09 am 7.11.2019
Verstehe echt nicht was ihr wollt? Türlich verkacke ich 8Bit mit einer Handycam oder a6000 ohne log, da fehlen halt ein paar Werte im Rec. Schau mal hier zb. der Bach, der ist im...weiterlesen
srone    20:47 am 7.11.2019
dann hast du es halt, aufgrund konserativer belichtungseinstellungen, nie geschafft 8bit fehlzubelichten? erstaunlich, du hast wohl das 6-bit dr...weiterlesen
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