L-Mount: Sigma 85mm F1.4 DG DN Art und 20mm DG DN
Die Pyxis 12K wird von Blackmagic in drei Mount-Varianten angeboten: Mit PL-Mount, EF-Mount sowie L-Mount. Wir hatten die L-Mount Version bei uns zum Test, was uns die Nutzung vom Sigma 85mm F1.4 DG DN Art sowie dem Sigma 20mm DG DN Contemporary erlaubt hat.

Das 85er Sigma kam bei den meisten Shots bei unserem Pyxis 12K Test zum Einsatz. Das 20er hatten wir vor allem bei unseren handgehaltenen Shots montiert bei denen wir u.a. auch die Gyrostabilisierung der Pyxis 12K getestet haben.
Das Sigma 85mm F1.4 DG DN Art überzeugte bei unseren Aufnahmen mit der Pyxis 12K mit einer hohen Auflösung auch bei offener Blende und seinem angenehm gleichmäßigen Bokeh-Rendering im Hintergrund (11 Blendenlamellen). In unseren Augen eine sehr gute Option – insbesondere für hochauflösendes Material wie das von der Pyxis 12K und hier vor allem für PortraitShots mit maximalem „Pop“.

Dank de-clickbarer Blende lässt sich die Belichtung beim 85er Sigma sehr fein justieren. Perfekt abgestimmt hat Sigma hier den Fokusring, der angenehm breit gebaut ist und für uns mit dem genau richtigen Dämpfungsgrad für manuelles Fokussieren versehen ist.
Dank robuster Metallausführung dürfte das Sigma 85mm F1.4 DG DN Art zudem auch rauere Einsätze problemlos meistern.
Was wir gerne kameraseitig im Verbund mit dem Sigma 85mm F1.4 DG DN Art sehen würden, wäre eine Option, den lineraren Fokusweg beim manuellen Fokus (by Wire) freizuschalten. Hier dürfte jedoch in erster Linie Blackmagic gefragt sein.
Gyrostabilisierung
Die Gyrostabilisierung klar die beste Stabilisierungsmethode, wenn man zwischen den Standards in Resolve „Perspective“, „Similarity“, „Translation“ und Kamera Gyro-Daten die Wahl hat. Der Kamera Gyro erzielt in unseren Augen nicht nur die natürlichste Stabilisierung, sondern kommt auch mit schwierigen Bildelementen wie feinen vertikalen Linien bei unserem Praxistest mit Caro am besten klar.

Im Verbund mit dem herausragenden Stabilisierungstool von Resolve ergibt sich hier eine bemerkenswert gute Stabilisierungsfunktion. Die Stabilisierungsleistung ist umso höher einzuschätzen, als bei der Pyxis 12K weder eine Sensorstabilisierung noch ein Objektiv mit OIS zum Einsatz kam. Für Cine-Setups mit manuellen Objektiven ist dies eine hervorragende Option - zumal sie auch kein weiteres Zubehör benötigt somdern einfach in der Postproduktion in Resolve quasi bei Bedarf dazugeschaltet werden kann. Sehr coole Sache und ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Blackmagic-Kameras im Verbund mit Resolve.
Die Anpassung der Stärke der Stabilisierung in der Postproduktion in DaVinci Resolve ist stets von der jeweiligen Aufnahme und dem zu erzielenden Effekt abhängig.

Bei unseren Testaufnahmen mit Caro empfanden wir eine mittlere Stärke (0.6 von 1) auf dem „strength“ Slider als besten Kompromiss zwischen Stabilisierung und natürlicher Kamerabewegung. Wenn also insbesondere handgehaltener, natürlicher Look gewünscht wird, spielt das Gyro-System unserer Meinung nach seine volle Stärke aus – wenn hingegen eher ein Gimbal-ähnlicher Look bei größtmöglicher Stabilisierung benötigt wird, stellen IBIS/OIS Systeme von aktuellen DSLMs diesen eher her.
Andererseits lässt sich die für eine 12K Kamera recht kompakte Pyxis 12K auch problemlos auf einen Gimbal packen, wenn eine entsprechende Stabilisierung gewünscht wird. Wir hatten die Pyxis bereits hier im Gimbalsetup getestet und gute Erfahrungen mit der Kombination Pyxis und DJI RS3 Pro gemacht.



















