Leica hat es vorgemacht mit seinen wie es scheint sehr erfolgreichen Kooperationen mit chinesischen Smartphone-Herstellern wie Xiaomi - diesem Beispiel folgt nun auch ARRI und geht eine strategische Technikpartnerschaft mit Honor ein. Die Marke (eine Ausgründung von Huawei) ist hierzulande weniger bekannt; die Geräte wurden bisher hauptsächlich in Asien verkauft, neben Smartphones auch Tablets und Notebooks.
Im Rahmen der auf dem MWC in Barcelona bekanntgegebenen Partnerschaft soll ARRIs langjährige Erfahrung bei der Entwicklung von Kinokameras in die mobile Imaging-Architektur von Honor einfließen.

"Consumer-Smartphones sind heute bereits zu einem ernstzunehmenden Werkzeug im professionellen Filmgeschäft geworden und werden weltweit bei Blockbustern eingesetzt. Deshalb glauben wir, dass es an der Zeit ist, diese Welten noch näher zusammenzubringen. Zum ersten Mal überhaupt werden Kernelemente der ARRI Image Science direkt in ein Consumer-Gerät integriert." (David Bermbach, Geschäftsführer bei ARRI)
Aufgrund der kleinen Sensoren, hochintegrierten SoCs, räumlichen Einschränkungen bei der Optik und den Bandbreitenlimits sind bei Smartphones die Voraussetzungen für die Bildaufnahme fundamental andere, als bei ARRIs eigenen Kameras. Daher wird es darum gehen, die dort genutzten Prinzipien auf kompakte, mobile Systeme zu übertragen:
"Unser Ziel ist es, eine echte Kinoästhetik in die Smartphone-Fotografie zu bringen – natürliche Farben, sanfte Glanzlichter und eine Tiefenwirkung, die dem authentischen Erlebnis einer Geschichte entspricht. Kreative sollten nahtlos von der mobilen Aufnahme zum professionellen Postproduktions-Workflow übergehen können." (Dr. Benedikt von Lindeiner, Vice President bei ARRI)
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Sieht man sich den "verspielten" Werbeclip für das besagte Gimbal-Smartphone an, scheinen hier schon zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinanderzutreffen. Welche Rolle ARRIs professionelles Know-how neben den von Honor genutzten KI-Funktionen haben könnte, vor allem für die hier angesprochene Klientel, erschließt sich zumindest uns nicht so recht. Dass es Honor natürlich in hohem Maße um Imagetransfer und eine entsprechende Aufwertung der eigenen Produkte geht, deutet folgendes Video mit dem Zaunpfahl an:
Aber nachdem im letzten Jahr bekannt wurde, dass ARRI in finanziellen Schwierigkeiten steckt und daher u.a. Investoren sucht, kann man ja wenigstens hoffen, dass ein Schritt wie dieser das weitere Bestehen von ARRIs Kamerasparte mitfinanzieren kann.
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