Wieviel Leistung kostet der Patch?

Die Voraussagen von Leistungseinbußen von bis zu 30% scheinen sich nicht zu bestätigen - allerdings sind Intels Aussagen, dass die Performance-Einbußen durch die Sicherheits-Patches nicht signifikant sind, wohl auch nicht ganz zutreffend: SYSmark Benchmarks zeigen Einbußen von 2 bis zu 14 Prozent, Benchmarks von Red Hat (Linux) und Microsoft ergeben Einbußen zwischen 1 bis 20 Prozent - ganz abhängig von der verwendeten Hard- und Software. Microsoft dazu:



- Windows 10 auf neueren Systemen (2016er PCs mit Skylake, Kabylake oder neueren CPUs) erleidet in Benchmarks einstellige Performance-Einbußen, welche für User nicht merklich sein sollten



- Windows 10 auf älteren Systemen (2015er Haswells oder ältere CPUs) sind stärker und somit eventuell spürbar beeinträchtigt



- Windows 7/8 auf älteren CPUs kann es ebenfalls zu einem spürbaren Leistungsverlust kommen







Besonders betroffen: Systeme mit schnellen SSDs erleiden Performance-Einbußen bis zu 21%

Klar ist, das beim normalen Büroarbeiten am Rechner mit Office, Mail, Internet surfen niemand eine Verlangsamung aufgrund des Patches spüren wird - daß aber I/O intensive Arbeit (wie etwa der Videoschnitt oder Compositing) spürbar betroffen sein kann - hier vor allem Systeme mit schnellen NVMe SSDs.



So ergaben Messungen durch Intel mit dem SYSMark 2014 SE Responsiveness Benchmark, der stark mit Massenspeichern arbeitet, 12% weniger Leistung mit einem i7 8700K und 21% mit einem i7 6700K.



 Intel  SYSMark 2014 Ergebnisse
Intel SYSMark 2014 Ergebnisse


Die CT hat ebenso einen starken SSD-Leistungsabfall nach dem BIOS/CPU und Windows-Update messen können: ein System mit Core i7-8700K, Asus Maximus X Hero, Samsung 960 Pro erreichte beim Test zufälliger Zugriffe mit 4K-Blöcken und 32 I/O-Targets nur noch 105.986 I/Ops (statt vorher 197.525) beim Lesen und 79.313 I/Ops beim Schreiben (vorher 185.620).



Ähnlich sind die Ergebnisse von Benchmarks eines Asus TUF Z370-Plus Gaming Mainboards mit einem Core i3-8100 Prozessor unter Windows 10, verglichen einmal ohne Updates, einmal nur mit dem Windows Update und einmal mit dem Windows und dem Mainbaord Update mit Microcode-Patch.



Massive Einbrüche gibt es in der Performance der Rechners mit OS und CPU-Update bei manchen Lese- und Schreiboperationen mit eine Samsung 950 Pro 512 GB SSD.



Atto Benchmarks
Atto Benchmarks


Grundlegend verlässliche Aussagen lassen sich jedoch nicht treffen, da die Leistungseinbußen stark vom Prozessor und Festspeicher - je älter die CPU, je schneller die SSD desto stärker - und vom Einsatzszenario abhängen. So sind nach ersten Benchmarks für den Videoschnitt wichtige Operationen wie H.264-Encoding so gut wie nicht betroffen, aber die Arbeit mit Video kann auf sehr unterschiedliche Weisen sehr Prozessor und I/O-intensiv sein, und damit von den negativen Auswirkungen der Patches bezüglich der I/O-Operationen betroffen sein. Auch kann sich diese Ergebnisse mit weiteren notwendigen Patches zu besseren oder schlechteren wenden.





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