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Ratgeber : Meltdown und Spectre Sicherheitslücken: Was tun?

von Fr, 12.Januar 2018 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Was sind die Meltdown und Spectre Sicherheitslücken
  Wer ist betroffen?
  Worin besteht die Gefahr durch Meltdown und Spectre?
  Brauche ich das Security Update oder nicht?
  Windows: Das Betriebssystem Update allein schützt nicht
  Wieviel Leistung kostet der Patch?
  Besonders betroffen: Systeme mit schnellen SSDs erleiden Performance-Einbußen bis zu 21%
  Fein raus: die abgestöpselten Schnittcomputer
  Probleme mit den Patches
  Und wie geht’s weiter?



Fein raus: die abgestöpselten Schnittcomputer


Glücklich diejenigen, die für die Arbeit mit Video vollkommen vom Netz getrennt Rechner besitzen - sie sind nicht gefährdet und müssen so auch keine Leistungseinbuße per Update befürchten.




Probleme mit den Patches


In manchen Fällen kann das Windows Security Update Computer zu einem Blue-Screen führen, da es zu Problemen mit manchen Antivirenprogrammen kommen kann - bzw. nicht mehr bootbare PCs wegen Problemen mit älteren AMD CPUs. Hier eine Übersicht, welche Antvirenprogramme Probleme verursachen: docs.google.com/spreadsheets/u/1/d/184wcDt9I9TUNFFbsAVLpzAtckQxYiuirADzf3cL42FQ/htmlview?usp=sharing&sle=true

Intel hat jetzt zugegeben, dass der CPU Fix manche mit Broadwell und Haswell CPU ausgestatteten PCs instabiler machen kann.



Und wie geht’s weiter?


Intel ist mit mehreren Sammelklagen in den USA konfrontiert und hat eine neue Abteilung für Computersicherheit eingerichtet - es wird allerdings noch Jahre dauern bis es CPUs von Intel und AMD geben wird, welche den Fehler per geändertem Hardware Design grundsätzlich auslöschen - die bessere Lösung anstelle der verschiedenen Patches. Vielleicht werden die Performance-Einbußen durch weitere Patches weiter minimiert, vielleicht werden noch weitere ähnliche Sicherheitslücken aufgedeckt. Meltdown und Spectre sind jedenfalls ein Security GAU erster Klasse - sie betreffen alle CPUs auf grundlegende Art und Weise und existieren schon - unentdeckt (?) - seit beinahe 20 Jahren.

Wie dieses Heise-Editorial schön sagt, hat die Industrie mit dem Handling der Affäre (die Bugs sind seit Juni 2017 bekannt!) viel Vertrauen verspielt : in der Zwischenzeit wurden weitere unsichere PCS verkauft und jetzt stehen – nach 6 Monaten Zeit – immer noch keine verlässlichen Informationen bereit ob/wie ältere PCs und Smartphones gesichert werden können und es gibt nur einige Teil-Patches.

Und nicht klar ist, ob Intel Prozessoren vor 2013 überhaupt mit Microcode-Updates versorgen werden - ebenso wie ältere Computer und Smartphones ein große Problem darstellen werden, weil hier jeweils die verschiedenen Hersteller (der Smartphones per Android-Update und die Mainboard-Hersteller per BIOS-Update mit Microcode-Patch) für das Schliessen der Sicherheitslücke verantwortlich sind – fraglich das hier je für alle Geräte ein Sicherheitsupdate vorliegen wird. Die Zukunft schaut – sicherheitstechnisch – also düster aus, denn Malware, welche die Lücken ausnutzt wird, wird bald kommen – funktionierende Werkzeuge dafür kursieren bereits im Netz. Und weitere Lücken in der CPU Sicherheit vermutlich auch. Und neue, sichere CPUs werden noch Jahre auf sich warten lassen.

Wieviel Leistung kostet der Patch? / Besonders betroffen: Systeme mit schnellen SSDs erleiden Performance-Einbußen bis zu 21%


6 Seiten:
Einleitung / Was sind die Meltdown und Spectre Sicherheitslücken
Wer ist betroffen? / Worin besteht die Gefahr durch Meltdown und Spectre? / Brauche ich das Security Update oder nicht?
Windows: Das Betriebssystem Update allein schützt nicht
Wieviel Leistung kostet der Patch? / Besonders betroffen: Systeme mit schnellen SSDs erleiden Performance-Einbußen bis zu 21%
Fein raus: die abgestöpselten Schnittcomputer / Probleme mit den Patches / Und wie geht’s weiter?
  

[57 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
freezer    14:39 am 17.1.2018
Hab jetzt den Patch vorläufig wieder deinstalliert - mein System fühlte sich extrem träge an (6-Kern i7-980, 48GB Ram, Samsung EVO 850 2TB SSD).
Alf_300    11:14 am 16.1.2018
Verschwörungstheorie #300 Microsoft entfernt aus WEin 10 das Heimnetzwerk, so dass man auch keinen Server vorschalten kann.
TK1971    02:05 am 16.1.2018
Die Geschwindigkeit geht nach dem BIOS-Patch von Gigabyte bei meinen M.2 Dingern um fast 50% zurück! Ich kann zwar subjektiv tatsächlich keinen Performanceverlust im Workflow...weiterlesen
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update am 23.Juli 2019 - 18:02
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