Kurztest : AMD Radeon Pro WX7100 - Polaris im Workstation-Gewand: Einleitung / Dünn = laut
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Kurztest : AMD Radeon Pro WX7100 - Polaris im Workstation-Gewand

von Fr, 12.Mai 2017 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Dünn = laut
  Weitere Pro-Vorteile?
  In der Praxis
  Stabilität
  Fazit

Beim Auspacken der WX7100 staunt man erst einmal wieder, wie schlank Grafikkarten auch heutzutage ausfallen können, wenn der Hersteller nur will. Die Radeon Pro WX7100 besetzt in der Breite nur einen Slot und besitzt dafür auch nur einen Lüfter. Das blaue Gehäuse verbreitet eine ziemlich edle Anmutung, wobei wir persönlich das Aussehen einer Grafikkarte für absolut irrelevant halten. Wer dagegen auf Computergehäuse mit Glas-Einsicht und Innenbeleuchtung steht sieht dies vielleicht anders und erfreut sich am kühl-eleganten Erscheinungsbild der Karte.

Die AMD Radeon Pro WX7100 kommt schlank und elegant daher...



Wohl auch aufgrund der schmalen Bauweise gibt es einzig 4 Display-Port Anschlüsse an der Karte. HDMI- oder DVI-Anschlussmöglichkeiten sind nicht vorhanden und SDISDI im Glossar erklärt - wie früher bei vereinzelten FirePro Sondermodellen zu finden - wurde auch nicht mehr implementiert (ist aber noch in der Treibern zu finden).



Dünn = laut



Der wahre Preis für das schlanke Gehäuse ist jedoch die Geräuschkulisse. Das Einlüfter-Design wird deutlich hörbar, wenn man die Karte in Resolve über 30 Sekunden an ihrem Rechenlimit betreibt. Der ansonsten kaum wahrnehmbare Lüfter röhrt dann merklich auf. Immerhin wurden wir vom Spulenrasseln verschont.

Unter Dauerlast taktete die WX7100 nach einer halben Stunde statt mit typischen 1200 MHz nur noch mit durchschnittlich 1.120 MHz, was einen leichten Rückgang der Render-Wiedergabe auf 14 statt 15 fps bedeutete. Nach so einer extremen Dauerbelastung dauert es dann auch rund 3 Minuten bis wieder angenehme Ruhe einkehrt. Instabil wurde die Karte jedoch zu keiner Zeit.

Dies führt uns zu einer grundsätzlichen Frage, was sich die Hersteller eigentlich unter einer Workstation GPU genau vorstellen. Nach unserem Verständnis steht - im Gegensatz zu einem Server-Einsatz - eine Workstation in der Regel in der Nähe des Arbeitsplatzes und wird dort meistens oft für längere Zeit am Limit genutzt. (Weshalb sollte man sonst in eine spezielle und teure GPU investieren?). Dass die meisten Workstation-GPUs nun unter Dauerlast deutlich lauter werden, als die meisten Gamer-Karten mit vergleichbarer Leistung will uns nicht einleuchten. Es sei denn, man assoziert mit "lauter" auch professioneller, quasi wie beim Rennsport.

Der Platz-Vorteil gegenüber besser gekühlten Karten, die hierfür fast immer zwei PCI-Steckplätze beanspruchen ist gerade in Workstations in der Regel auch nicht relevant. Denn dort steht meistens sowie genügend Platz für breite Doppelslot-Karten zur Verfügung. Nur wenn man in seinem Rechner tatsächlich jeden Slot nutzen will, macht eine Ein-Slot-Lösung Sinn, jedoch scheitert eine sinnvolle Bestückung mit sehr vielen GPUs dann meist eher am Flaschenhals der verfügbaren PCI-Lanes.


Artikel-Inhaltsverzeichnis:
Einleitung / Dünn = laut
Weitere Pro-Vorteile? / In der Praxis
Stabilität / Fazit
    

[2 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Rick SSon    08:24 am 16.5.2017
In zwei Wochen wird Vega vorgestellt :)
motiongroup    09:26 am 13.5.2017
um den Preis gibt es 2x 390x und oder 580x mit doppelter Leistung
[Kommentare ganz lesen]

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