![]() | Georg Jäger
Erste Erfolge mit Ulead Video Studio 10 Ausgabe: eBook -- nur als PDF-Download erhältlich. Copyright: VIDEO-Intern-Publishing Buchversion: 1.21 / 04.02.2007 Seiten: 332 Preis: 15 Euro |
Zu Uleads Video Studio finden sich nicht gerade viele Bücher auf dem Markt, schon gar nicht zur aktuellen Version 10. Um nicht zu sagen, gar keins -- außer diesem (und das ist ´nur´ ein eBook). Der Grund dafür liegt sicher zu großem Teil in der Marktverbreitung der Software, die nur bei gut 4% liegt, zumindest unter unseren Lesern. Entsprechend gering ist also auch die Zielgruppe für ein solches Handbuch.
Umso beeindruckender ist die Mühe, die sich der Autor dieses Buches gemacht hat. Deutlich ausführlicher als das von Ulead mitgelieferte Handbuch und unter Berücksichtigung diverser Spezialfälle wird hier fast jeder Arbeitsschritt beschrieben, vom Einspielen des Videomaterials bis zum Anfertigen der DVD-Menüs. Lediglich das Exportkapitel ist im Vergleich zu kurz ausgefallen, nützliche Zusatzinformationen etwa zu Videokompression finden sich kaum.
Dafür findet der geneigte Anfänger, denn an diesen richtet sich das Buch, immer wieder hilfreiche Tipps und Tricks, zum Beispiel wie eigene Masken für Übergänge angewendet werden können, oder wie man einen in die Tiefe laufenden Text à la Star Wars hinbekommt. Links zu Zusatzsoftware wie Filter und Plugins gibt es ebenso wie eine Bastelanleitung für ein LowBudget-Umhängestativ.
Der Preis von 15 Euro ist also durchaus gerechtfertigt, obwohl es sich bei dem Buch um ein sogenanntes eBook handelt, also ein PDF, das man entweder am Bildschirm lesen oder sich selbst ausdrucken muß (eine Druckversion ist in Planung). Das Layout könnte natürlich ausgefeilter sein, die Bilder etwas größer, und wer Schreibfehler sucht, wird sie finden. Aber wir finden in einem solchen Fall den Inhalt wichtiger, und dieser soll übrigens immer wieder erweitert werden -- ein Vorteil vom eBook...
Fazit: für Einsteiger empfehlenswert, zunächst um sich zurechtzufinden, und später um das meiste aus der Software rauszuholen. (Aber nicht vergessen: weniger ist manchmal mehr, vor allem in Sachen Effekte...)