| Test : Blackmagic Cinema Camera - Teil 1: Schärfe und Moires von rudi Mi, 21.November 2012 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen


Schärfe und Moires
Für manchen dürfte die zusätzliche Schärfe durch eine höhere Auflösung dagegen ein Argument sei, auch wenn diese nicht sonderlich signifikant ausfällt: Gegenüber den 1920 Horizontalpixeln von FullHD tritt bei 2400 RAW-Pixeln tatsächlich eine Prise mehr Detail ins Auge. Jedoch weniger, als man aufgrund der großen Pixelunterschiede erwarten würde. Der Grund: Der Sensor liefert ja im RAW-Modus keine echten 2400 x 1350 RGB Pixel , sondern errechnet diese durch Interpretation des Bayer-Filters mit der höheren Auflösung. Wie groß hier der Unterschied tatsächlich ausfällt, zeigt unser ISO Testchart (auf das wohl viele Leser schon sehsüchtig gewartet haben). Also Vorhang auf:

Die Unterschiede zwischen den jeweiligen Originalen und den skalierten Versionen sind von der Interpolation abhängig (in unserem Fall eine einfache, bikubische Interpolation in Photoshop), die je nach Motiv die subtilen Moires leicht verstärkt. Mit etwas Optimierung dürfte man jedoch noch deutlich bessere Ergebnisse erzielen können.
Wer auch zukünftige 4K-Auswertung plant, dürfte im RAW-Modus etwas besser fahren. Auch nicht zu verachten: Für eine FullHD Produktion lässt sich hier noch nachträglich ein Teil des Bildes nutzen, ohne an Schärfe zu verlieren.
Auf jeden Fall ist zu bemerken, dass die BMCC bei weitem nicht so ein Weichzeichner ist, wie die typischen Canon DSLRs. Vielmehr spielt sie mit ihrer Schärfe bei FullHD-Aufnahmen in der Spitzengruppe aller von uns bisher getesteten Camcorder und reicht im 2,5K-RAW Modus sogar noch darüber hinaus.
Die dabei gelegentlich vorhandenen Aliasing-Artefakte und Moires, fallen äußerst gering aus und äußern sich in erster Linie in leichtem Flirren in sehr hochfrequenten Mustern. Dieses ist mit einem leichten Blur einfacher wegzuzaubern, als bei allen Konkurrenten. Dazu muss man sagen, dass die REC709 LUT aufgrund ihrer bunten Grundeinstellung Moires eher unterstützt, als die sehr neutrale BMC FILM-LUT, bei der wir in unserem Testbild praktisch keine Moires zu sehen bekamen. Weder in FullHD noch in 2,5K.
Kurz gesagt: Ach wenn wir beim Thema Moires in den letzten Jahren äußerst kritisch wurden, schätzen wir bei der BMCC das Aliasing-Verhalten als ziemlich unproblematisch ein. Für uns wäre dies definitiv kein Dealbreaker, zumal es eine wirklich moirefreie und gleichzeitig scharfe Kamera physikalisch nicht geben kann. Formulieren wir also anders: Die BMCC liegt in ihrem Mix aus Schärfe und Aliasing sehr nah an dem von uns ertäumten Optimimum.
Mit dieser (für viele Leser wohl wichtigsten Einschätzung) wollen wir den ersten Teil unserer Erkenntnisse zur Blackmagic Cinema Camera abschließen. Der nächste Teil ist aber schon in der Mache...
[108 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Spaceman 20:05 25.03. | | Na jetzt wirds langsam interessant.
Die Video Enthusiasten entdecken RAW.
Für jeden Rentner mittlerweile Standard seine RAW F...weiterlesen |  | chackl 13:33 24.11. | | CameraRick hat folgendes geschrieben:
Bei den Preisen wird einem ja auch schwindelig. Ich habe vor "kurzem" ein Sankor 16D ...weiterlesen |  | WoWu 23:49 23.11. | | Zitat: redraw kommt z.B. mit 12 bit daher
Ach, sag bloß !
Zitat: dann muss ich es eben doch erklären:
ich k...weiterlesen |  | iasi 23:33 23.11. | | WoWu hat folgendes geschrieben: Du redest nur hohles Zeug und tust so, als hätte keine Kamera, die RAW Material ausgibt, einen Monitor oder Su...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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