Wir konnten schon die ersten Betas begutachten, und sind begeistert:
-Premiere Pro (auf die Versionsnummer 7 wurde verzichtet) hat eine Generalüberholung erfahren und rechnet nun ebenfalls im YUV-Farbraum. Das bedeutet Echtzeit-Effekte ohne zusätzliche Hardware (auch über den DV-Ausgang). Die Performance der Beta lag allerdings unter einer DVStorm oder MatroxRTX.
-Zeitleisten können nun verschachtelt werden. Dadurch kann man ein Projekt komplett in die Timeline ziehen, wo es wie ein einzelner Clip behandelt wird. Es bleibt jedoch voll editierbar.
-Die Benutzeroberfläche wurde deutlich an Final Cut Pro angelehnt. Auch eine Dreipunkt-Farbkorrektur (wie bei Avid oder Vegas 4) sowie Vektorskop und Waveformmonitor wurden integriert.
-Der Audiobereich wurde ebenfalls spürbar erweitert. So kann man nun mit bis zu 24bit/96Khz samplegenau arbeiten. Dazu wird nun auch professionelle ASIO-Hardware unterstützt und es lassen sich VST-Plugins einbinden. 17 VST-Effekte werden gleich mitgeliefert. Auch Surround-Mixe sind nun möglich.
-Die Bewegungspfade sind nun subpixelgenau und die Keyframes sind nicht mehr ausschließlich linear ausgelegt.
-Dazu gibt es zahlreiche kleine Neuerungen (wie das frei belegbare Tastaturlayout, verbessertes Medien-Management, endlich Szenentrennung und weiter verbesserte Integration mit After Effects, Encore DVD und Photoshop).
Leider läuft Premiere Pro ausschließlich unter Windows XP, welches unter Videoschneidern nicht sehr beliebt ist. Immerhin scheint Adobe mit dieser neuen Version wieder den technologischen Anschluss an die Konkurrenz (besonders Vegas) gefunden zu haben.
Doch auch in After Effects 6.0 hat sich einiges getan:
// Top-News auf einen Blick:
- Sony A7R VI vorgestellt mit 66,8MP, Dual Gain und bis zu 120min 8K-Videoaufnahme
- Canon stellt EOS R6 V und RF 20-50mm F4 als PowerZoom-Kombination vor
- Panasonic Lumix L10 - Kompaktkamera mit GH7-Sensor und V-Log vorgestellt
- ZineControl - Monitoring und Fernsteuerung per App für die Nikon ZR
- Insta360 Luna Ultra mit dualer 8K-Kamera und abnehmbarem Display geleakt
- DJI Osmo Pocket 4P mit Dual-Kamera und 3x Zoom kommt am 14. Mai - nach Cannes
-So nützt das Programm nun die OpenGL-Schnittstelle der Grafikkarte, was besonders bei 3D-Compositings das Arbeiten deutlich beschleunigt.
-Außerdem wurde die Textengine nun an Photoshop angepaßt, wodurch sich noch ausgefeiltere Texteffekte erstellen lassen.
-Dazu gibt es einen neuen Motion-Tracker in der Pro-Version, Render-Automatisierung mit Java-Script, eine verbesserte Vektor-Paint-Engine, sowie die Möglichkeit Alpha-Masken in Vektor-Masken umzuwandeln.
Das größte Highlight dürfte jedoch der neue Preis sein. Um keine Kunden an Combustion zu verlieren kostet die Pro-Version nun statt knapp 3000 Euro nur noch 1299 Euro. Die Standard-Version ist schon ab 799 Euro zu haben. Premiere Pro kostet 749 Euro.
Außerdem wird es eine professionelle Adobe Video Collection geben: Für 1899 Euro erhält man dann Premiere Pro, After Effects Pro, Encore DVD, Photoshop und Audition (ehemaliges Cool Edit Pro).



















