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Bluetooth LE Audio bringt viel bessere Soundqualität und endlich einen Broadcast-Modus

[11:25 Sa,16.Juli 2022 [e]  von ]    

Bluetooth bekommt endlich ein großes Update mit einer Funktion, auf die schon viele User gewartet haben - völlig neue Anwendungsbereiche werden damit ermöglicht. Denn das neue Bluetooth LE wird nicht nur stromsparender sein und besser klingen als bisher, sondern auch die Möglichkeit bieten, den Sound einer einzigen Quelle an beliebig viele Ziele zu senden - so wird zum Beispiel ein "stilles" Konzert per Bluetooth möglich, bei dem die Zuhörer alle per Bluetooth-Kopfhörer von nur einem Sender mit Sound versorgt werden.

Bluetooth-LE-Audio
Bluetooth LE




Eigentlich hatte die für den Bluetooth-Standard zuständige Bluetooth Special Interest Group (SIG) schon auf der CES 2020 die Entwicklung der neuen Bluetooth LE Generation bekanntgegeben und bis Ende des Jahres mit ersten Geräten gerechnet, durch Corona hat sich allerdings die Finalisierung bis jetzt herausgezögert. Noch vor Ende 2022 soll jetzt jedoch Technik auf den Markt kommen, die Bluetooth LE unterstützt - zur Unterscheidung vom neuen Standard wird das bisherige Bluetooth Audio als "Classic Audio" bezeichnet.

Die zwei größten Neuerungen sind der LC3-Audiocodec und Auracast. Der LC3-Codec soll Sound effizienter als bisher mit dem aktuellen SBC-Codec übertragen. Laut SIG soll bei halbierter Datenbandbreite eine etwas bessere Tonqualität als zuvor erzielt werden und eine deutlich höhere Audioqualität, wenn Sound mit der gleichen Bitrate übertragen wird wie bisher. Wird mit einer niedrigeren Bitrate übertragen, verringert sich der Stromverbrauch, was sich in einer längeren Akkulaufzeit niederschlagen sollte. Der LC3 (Low Complexity Communications Codec) unterstützt Samplingraten von 8/16/24/32/44,1 und 48 kHz sowie Datenraten von 16-320 kBit/s.

2007_LC3_Chart
Bluetooth LE Audio Audioqualität und Bitraten Vergleich


Das neue Bluetooth Auracast ermöglicht das Broadcasting von Audio, also den Empfang einer Soundquelle via Bluetooth auf vielen Geräten. Auracast ermöglicht Usern die Auswahl einer Audioquelle ähnlich einem WiFi-Netzwerk. User können so auch zwischen mehreren Audioquellen auswählen, ähnlich einem Rundfunksender. Ebenso kann eine Bluetooth-Audioquelle per QR-Code oder NFC-Tag aktiviert werden. So können mittels Auracast zwei Kopfhörer mit einem Smartphone oder auch viele Kopfhörer mit einem Fernseher (zum Beispiel in einem Fitnessstudio oder in einer Kneipe) gekoppelt werden.

auracast-srcs
Bluetooth LE Audio - Auracast Quellenauswahl


Zu den weiteren Funktionen gehört eine bessere Unterstützung für echte kabellose In-Ear Stero-Kopfhörerpaare, welche keine kabelgestützte Verbindung zueinander haben. Per Bluetooth LE Audio hat sowohl der linke als auch der rechte In-Ear Stero-Kopfhörer eine eigene, separate (Mono-)Verbindung mit dem Quellgerät, über welche jeweils die passende Audiospur synchronisiert übertragen wird und nicht wie bisher nur mit einem, welcher dann eine energieaufwändige eigene Verbindung mit dem anderen Teil aufbauen musste. Bluetooth LE Audio soll auch die Entwicklung von Bluetooth-Hörgeräten ermöglichen, die alle Vorteile von Bluetooth Audio für die große Zahl von Menschen mit Hörverlust bieten.

earbuds
Bluetooth LE Audio - zwei Verbindungen für In-Ear Stero-Kopfhörer


Erfreulicherweise wird es für einige Geräte, die die aktuelle Version von Bluetooth nutzen, möglich sein, per Software auf Bluetooth LE upzugraden (es wird teilweise sogar schon in der Beta-Version von Android 13 unterstützt), in den meisten fällen wird allerdings ein Upgrade der Hardware notwendig sein, um Bluetooth LE voll nutzen zu können.

Link mehr Informationen bei www.bluetooth.com

  
[4 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
vaio    19:57 am 17.7.2022
Bei TV ist vorne ohnehin ein elektr. Spannungsanschluss erforderlich - bedingt für den TV selbst, das Verstärker-Equipment und ggf. für die oder den Zuspieler. Darüber sind...weiterlesen
Darth Schneider    16:46 am 17.7.2022
Warum denn das Surround System unbedingt mit Akkus betrieben, Zuhause ? Ja habt ihr keine Steckdosen ? Oder willst du den Standort so flexibel wie möglich halten ? Oder die...weiterlesen
Axel    14:31 am 17.7.2022
Auch eine Idee. Aber die Satelliten brauchen ja immer noch Strom.
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