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Sterben Drohnen-Aufnahmen den gleichen Tod wie 3D?



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Frage von lofi:


Der Zuschauer sieht i.d.R. einer Aufnahme an, dass sie von einer Drohne gemacht wurde.
Er möchte sich aber viel lieber in die Perspektive eines Stunt-Kameramannes (Frauen eingeschlosssen) versetzen, der die Kamera selber hält.
Das macht den Reiz von richtig guten Action-Filmen aus.
Kamera-Leute haben ihre Gesundheit riskiert für atemberaubende Aufnahmen.
Stuntmen haben ihr Leben riskiert für einen einzigen Shot.

DAS will der Zuschauer sehen.
Drohnen sind sowas von langweilig. Und getürkte (AfterFXte) Aufnahmen ebenso.

Es lebe das wahre Kino!
Tod den Drohnen! (wegen Langeweile)



Antwort von TomStg:

Erzähl mal, was Du geraucht hast.



Antwort von rush:


Erzähl mal, was Du geraucht hast.

Würde mich auch interessieren...

Drohnen sind nicht spannender als Dollybewegungen, Zoomfahrten oder Steadicam...

Allein der Mix macht es - im Schnitt idealerweise ohne zu bemerken in welcher Phase/Bewegung man sich eigentlich befindet...

Kurz: Nix neues...





Antwort von pixelschubser2006:

Er hat doch nicht unrecht. Drohnen sind zum Selbstzweck verkommen. Mir ist es recht, daß der Hype abflacht. Ich werde mir irgendwann auch mal eine kaufen und sehe die Luftaufnahmen schon als Bereicherung an, aber es wurde einfach damit übertrieben. In Maßen alles ok, aber diese Grundhaltung, daß gerade im Imagefilmsektor mind. 50% aus Drohnenaufnahmen bestehen müssen, ging mir auch auf den Keks.



Antwort von Frank B.:

Man sollte m. E. die Möglichkeiten von Drohnenaufnahmen nicht allein auf den Einsatz in Actionfilmen beschränken bzw. als Ersatz von bisher anders erstellten Aufnahmen verstehen.
Ich sehe es auch so, dass mit gezielt eingesetzten Drohnenaufnahmen neue visuelle Reize, Perspektiven (Vogelperspektive) und Informationen in Filme eingebaut werden können. Man konnte das auch schon vor dem Aufkommen der kleinen Dinger, brauchte dazu allerdings Kräne, Gerüste, Hubschrauber oder Flugzeuge. Das es nun zum großen Teil günstiger und einfacher ist als früher, solche Aufnahmen zu machen, könnte schon dazu führen, dass man gehäufter solche Aufnahmen zu sehen bekommt als in früheren Filmen.
Mich beschäftigt ein ähnliches Thema. Nämlich mache ich meine Aufnahmen oft statisch, d.h. ich suche mir ein Motiv, frame es für mich in Gedanken und versuche über Standpunkt und BrennweiteBrennweite im Glossar erklärt diesen FrameFrame im Glossar erklärt zu treffen. Das erstellte FrameFrame im Glossar erklärt ändert sich dann im Verlauf der Aufnahme selten. Ich verwende also kaum Zooms, Schwenks und Kamerabewegungen. Mache also quasi Fotos (im Idealfall "Gemälde") mit sich bewegenden Inhalt. Manchmal bewegt sich eben auch gar nix, wenn ich z. B. statische Motive habe. Wobei sich trotzdem immer leicht was bewegt und sei es die Körnung bzw das Bildrauschen. Man kann eine Videoaufnahme auch gut von einem Foto unterscheiden, selbst wenn sich in ersterer nichts bewegt.
Wenn ich nun aber die Aufnahmen in Fernsehen, Kino oder anderen Plattformen sehe, sind da m. E. viel häufiger als früher Kamerabewegungen (bewusste Wackelkamera, leichte Kamerafahrten, kurze Unschärfen, leichte Zooms usw.) zu sehen.
Die Sehgewohnheiten haben sich über die Jahre geändert und die Aufnahmetechniken passen sich daran an. Ich kenne mich in der Szene nicht aus, aber es scheint sich die Vorgabe durchgesetzt zu haben: Wenn sich im Bild wenig bewegt, bewege die Kamera. Ich persönlich habe dabei schon das Gefühl, dass ich da nicht mehr ganz mitkomme technisch. Eine Drohne kommt da vielleicht auch entwicklungstechnisch nicht ungelegen bzw ist ihr Erscheinen eine Folge dieser Entwicklung. Sie ist daher auch ziemlich verlockend für viele Leute, die mit Film arbeiten. Allerdings sehe ich die Gefahr schon auch, dass deren Aufnahmen inflationär eingesetzt werden könnte bzw. dass sie die eingesetzte Entwicklung verstärken könnte. Aber sie ist nicht allein in der Reihe der Werkzeuge. Die Entwicklung ging schon vorher mit Slider, Gimbal und diversen anderen Werkzeugen los. Der Ansatz, ein Bild durch unterschiedliche Kameraperspektiven und Frames aufzulösen geht etwas verloren, was ich irgendwie auch schade finde.



Antwort von Jott:

Drohnen stehen doch gleichberechtigt neben Kran, Dolly, Slider, Gimbal, Steadycam - frei bewegte Kamera halt. Man kann mit einer Drohne ja nicht nur um die Kirche im Dorf rasen (darf man ja gar nicht mehr), damit geht viel mehr, durchaus auch subtil.



Antwort von Frank B.:


Drohnen stehen doch gleichberechtigt neben Kran, Dolly, Slider, Gimbal, Steadycam ...

Sehe ich halt auch so. Allerdings verschiebt sich das immer mehr zugunsten der Drohnen, weil die Möglichkeiten noch etwas größer sind und weil es relativ günstig zu machen ist. Natürlich können mit Drohnen auch Gleitfahrten oder Kranfahrten ersetzt werden. Aber das Fliegen ist halt auch eine Komponente, die schon immer seinen Reiz auf Menschen ausübte. Es ist quasi die göttliche Komponente, sich aus allem heraus zu heben und sich über die Dinge stellen zu können. Das verleitet natürlich auch zu übermäßigem Einsatz, wobei natürlich der Begriff "(über-)mäßig" nicht definiert ist bzw. sich immer wieder neu definiert mit den sich verändernden Sehgewohnheiten und individuellen Vorlieben.



Antwort von Roytle:

Auch ich schliesse mich hier dem Tenor an, dass man wirklich durchaus mehr mache kann und sollte und dass es ein guter Perspektivenwechsel ist, den man vollziehen muss, es müssen verschiedene ding passieren, aber auch angepasst an die jeweilige situation, um mich als Zusehen mit rein zu ziehen,



Antwort von visionir:

Ist doch wie immer alles eine Frage des Verwendungszwecks.

An sich sehe ich es ähnlich, dass Drohnen-Flüge schon extrem überreizend eingesetzt werden und damit auch schnell ihre Faszination verlieren.
Für mich sind Flüge entweder ein Highlight oder für Situationen wo ich riesige Aufbauten bräuchte. Ich setze Flüge auch nur sehr dezent ein und baue nicht nur auf solche Einstellungen.

Trotzdem ziehe ich einen Kran oder 10 Meter Schiene bei einigen Dingen vor auch wenn es mit einer Drohne vielleicht viel schneller gehen würde.
Gerade kleinere Kräne machen Sinn wenn ich z.B. ganz nah an die Figur ran fahre. Das geht mit einer Drohne nicht.
Vielleicht verlieren > 20 Meter Kräne an Bedeutung. Aber selbst dann, sobald ich sehr nah an Gebäude oder Bäume und vor allem Personen will, fällt die Drohne wieder weg.



Antwort von 7River:

Sollten Drohnenaufnahmen nicht nur sporadisch eingesetzt werden?

Früher waren imposante Luftaufnahmen doch nur TV- und Kinoproduktionen vorbehalten, da die über entsprechende Mittel verfügten. Dennoch wurden mit solchen Aufnahmen gespart.



Antwort von Jott:

Eben weil sie schweineteuer waren! Und auf Flugbewegungen eingeschränkt, die ein Helikopter machen kann.



Antwort von Onkel Danny:

Hmmm, es gab so einige Trends, sie kamen und sie gingen auch wieder... naja mehr oder weniger....

108050p muss es sein..., den guten Slider nicht vergessen..., oh alle brauchen slomo..., wie geht das mit dem 3D...,
VR ist es jetzt aber wirklich, oder doch nicht..., Großformat Sensor mit vielll dof..., ach so und das Bild horizontal croppen lässt es viel filmischer aussehen..., ein Gimbal muss jetzt her..., ja die Drohnen nicht vergessen, muss einfach sein....,
natürlich muss es 4K sein, sonst kann man keine echten Filme drehen...., mindestens 10bit oder rawwww....,

Man darf die Liste gerne erweitern ;)



Antwort von Jalue:

Ältere Semester werden sich noch erinnern an: Weitwinkelmanie, Wackeldackel-Handkamera, Bleichbadüberbrückung, Steadycam, 10tel-Sekundenschnitte, peinliche Trickblenden all over ...

Sowas ist immer kleineren technischen Innovationen geschuldet, und es finden sich stets Fanboys, die es mit dem Einsatz übertreiben. Im Grunde ein Hinweis auf latente Langeweile, bzw. darauf, dass die Filmsprache weitgehend "ausentwickelt" ist, ähnlich wie die des Theaters.

Die gute Nachricht: All diese Hypes flauen recht schnell ab und die "Wunderwaffen" gesellen sich zu den anderen Werkzeugen im Koffer - Einsatz bedarfsorientiert.



Antwort von TheGadgetFilms:

Der Grundtenor ist ja hier bei allen gleich. Einsatzzweck. Genau die selbe Diskussion mit SteadicamSteadicam im Glossar erklärt vs Gimbal- Einsatzzweck.
Ich finde es ziemlich lustig mit verschiedenen Produktionen zu drehen, da gibt es die die eine Drohne dabei haben weil sie einen Schuss damit geplant haben, und dann gibt es die die eine Drohne dabei haben um "unbedingt noch ein paar Drohnenschüsse zu machen".
Ich kann mich noch daran erinnern als die Redakteure im TV gemerkt haben dass Tarantino Filmmusik cool ist und jeden bescheuerten Beitrag damit beschallt haben. So wurde aus nem coolen Stilmittel auch ein allerwelts-Ding.



Antwort von Jalue:

Ist halt dieses Lemmingdings. Tarantino ist ja auch zu danken, dass in Kreuzberger No-Budget Filmen wie in der Realität die Gangsta plötzlich ihre Knarren schräg hielten. Schönes Beispiel dafür, dass es nicht immer schlau ist, Fanboy zu sein :-)

"Ob cool oder peinlich, diese Geste hat einen großen Nachteil, wenn man nicht mit einer vollautomatischen Hightec-Waffe schießt: Sie kann die Kugel blockieren und für einen Blindgänger sorgen. Der Rapper Raymond "Ready" Martinez bezahlte diese Tatsache 2010 mit seinem Leben, weil seine Waffe bei einer Schießerei mit der Polizei versagte."
https://web.de/magazine/wissen/hollywoo ... n-31376234



Antwort von Onkel Danny:

Genau das meine ich, das tun um des tun Willens.
Das ergibt keinen Sinn. Aber jeder nach seinem Willen.

"diese Geste hat einen großen Nachteil, wenn man nicht mit einer vollautomatischen Hightec-Waffe schießt: Sie kann die Kugel blockieren und für einen Blindgänger sorgen."

Typischer web.de Blödsinn ;)

Aber ja, das schräg halten kommt aus den Filmen.



Antwort von TheGadgetFilms:

Viel interessanter finde ich Sniperschüsse. Die werden oft so richtig schön falsch dargestellt



Antwort von otmar:

Richtig dosiert eingesetzt sind Drohnenaufnahmen eine Bereicherung.
Gruss Otmar



Antwort von carstenkurz:

Hängt natürlich ein bißchen am Preis des Equipments - bisher waren bezahlbare Drohnen die einzige Möglichkeit, klassische Luft-/Flugaufnahmen zu machen, und dafür ist man Kompromisse bei der Bildqualität eingegangen. Sobald man wieder auf dem Boden war, hat man der Bildqualität wegen etablierte schwerere Kameras verwendet. Nun muss man sagen, dass auch bezahlbare Dronen bzw. Multikopter mittlerweile schon ziemlich gute Kameras und Codecs beinhalten, und die Gimbalstabilisierung so gut ist, dass man sie zunehmend auch als Einzelkämpfer als Stativ-, Kran-, Steadycam-, Slider- etc. Ersatz verwenden kann. Und da wird's interessant, weil man diese Aufnahmen garnicht mehr ohne Weiteres als klassische Flug/Luftaufnahmen auffasst, denn niemand zwingt einen, die Kamera höher als bis Kopfhöhe fliegen zu lassen. Ebenfalls bieten ja viele Controller bzw. Apps die Möglichkeit, kontrollierte Kamerabewegungen in mehreren Dimensionen auszuführen, was wieder die Arbeit auch als Einzelkämpfer wesentlich erleichtert, weil man nicht mehr gleichzeitig den Dolly schieben UND die Kamera bedienen muss. Da ist sicher noch ein bißchen Programmierarbeit zu leisten, damit zukünftig bei professionellen Produktionen nicht alles gleich aussieht, aber das Potential ist in dem Bereich doch enorm und ist allein softwarelimitiert.
Insofern, ja, die klassischen Luftaufnahmen nutzen sich ab, aber für die von der Erde entkoppelte Kameraarbeit bieten sich neue tolle Möglichkeiten. Auch der Umstand, dass einige neuere Drohnen nun deutlich leiser sind, spielt da eine Rolle.

Da fehlt nur noch eine Drone mit nem größeren Sensor und brauchbaren Wechselobjektiven zum halbwegs erschwinglichen Preis. Und vielleicht muss die eine oder andere Drohne auch wieder einen speziellen Wackelmodus bekommen, damit's nicht grundsätzlich so artifiziell aussieht.

- Carsten



Antwort von Bildstabilisator:

Schon lange reizt mich der Gedanke mir auch eine Drohne anzuschaffen. Erst waren mir diese zu teuer, dann war ich durch die Gesetzesänderungen verunsichert. Jetzt überlege ich mir, für welche Zwecke ich diese nutzen und einsetzen kann.

Luftaufnahmen und ungewöhnliche Blickwinkel ist klar. Auch mal ein spannendes Gruppenselfie kann ich mir vorstellen. Da ich eher Stills schieße, als Videos drehe und schneide, ist mir auch das Fotothema wichtig.

Daher meine Frage: In welchen Situationen noch hat euch die Drohne bereichert, oder Aufnahmen erst möglich gemacht?

Bin sehr gespannt auf eure Antworten.

Liebe Grüße

Jens



Antwort von Jalue:


Daher meine Frage: In welchen Situationen noch hat euch die Drohne bereichert, oder Aufnahmen erst möglich gemacht?

Bei unübersichtlichen/großflächigen Objekten wie z.B. Werksgelände habe ich gelegentlich auf Drohnenmaterial (per Zukauf) zurückgegriffen. Auch "Zerstörungen" wie Überschwemmungen, das zerbombte Aleppo o.ä. lassen sich damit gut dokumentieren.

Die Frage ist halt, ob sich die Anschaffung samt Folgekosten (Versicherung) rechnet. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich für meine Zwecke die Drohne nur so 2-3x pro Jahr sinnvoll einsetzen könnte. Wenn man mehr im Bereich Corporate Video, Immobilien- oder Tourismusfilm unterwegs ist, mag es anders aussehen.



Antwort von carstenkurz:

Es gibt nunmal gerade im Bereich Landschaft viele Kamerapositionen, die mit anderem Gerät nicht machbar sind. Ob das die Anschaffung rechtfertigt, muss jeder selber wissen.

- Carsten




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