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Infoseite // Spielfilmprojekt mit 8-Bit Kamera - heutzutage noch sinnvoll?



Frage von scrooge:


Hallo zusammen,

ich hatte einige No Budget Spielfilme mit Consumer Kameras gedreht. Der letzte ist nun schon einige Jahre her und wurde mit einer Canon 550D gedreht.
Mittlerweile habe ich eine Fuji Kamera, die 4K fullsensor readout, APS-C Sensor und sehr schöne Hauttöne bietet.
Allerdings ist der Codec der Kamera nur 8 Bit.

Meine Frage:
Sollte man mit einer 8 Bit Kamera heutzutage noch ambitionierte Projekte umsetzen? Oder ist RAW oder zumindest 10 Bit Log mit z.B. ProRes inzwischen Pflicht?

Spontan würde ich denken, 8 Bit geht immer noch, solange die Farben/Hauttöne OOC einem gefallen und man so gut ausleuchtet, dass keine großen Korrekturen in der Post erforderlich sind.
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. :-)

Was meint Ihr?

LG
Hartmut

Space


Antwort von Darth Schneider:

Und warum genau willst du denn heute einen Spielfilm beziehungsweise ambitionierte Projekte mit 8 Bit drehen ?
Ist ja nicht so das ne 10 Bit Log oder eine 12 Bit Raw Kamera (neu ab ca 1000€, gebraucht ab 500€ ) teuer oder schwer zu bekommen sind ?

Aber klar geht das, es ging doch zu 550D/5D Mark2 Zeiten auch….
Gruss Boris

Space


Antwort von Axel:

8-bit sind kein Ausschlusskriterium, wenn die Kamera sonst gut ist.

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Antwort von Darth Schneider:

@Axel
Klar, zum Beispiel eine Canon C100…oder eine Sony FS700, auch für ambitionierte Projekte immer noch Top Kameras. Die kosten gebraucht nicht viel.
Aber ne 550D oder eine 5D Mark2 würde ich persönlich heute lieber nicht mehr zum filmen nehmen…;)
Gruss Boris

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Antwort von freezer:

Unser letzter kommerzieller Spielfilm Marlene wurde hauptsächlich auf der Canon C100 MKII gedreht, in 8bit. Läuft auf Amazon Prime, iTunes, war österreichweit in den Kinos, hat sich international verkauft.

Das Projekt danach, Das Neue Normal wurde auf der FX6 in 10bit gedreht.

Unser aktueller Spielfilm befindet sich in der Nachbearbeitung und wurde auf der Canon C300 und EOS R in 8bit gedreht.

Einzig bei ein paar dunklen Verläufen kann es zu Banding kommen, lässt sich aber auch beheben.

Natürlich sind 10bit Aufnahmen noch besser in der Nachbearbeitung, aber die Bittiefe ist nicht der Dealbreaker.

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Antwort von scrooge:

Vielen Dank für eure Antworten. :-)
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Ist ja nicht so das ne 10 Bit Log oder eine 12 Bit Raw Kamera (neu ab ca 1000€, gebraucht ab 500€ ) teuer oder schwer zu bekommen sind ?
Du meinst man bekommt schon eine neue Kamera die mit 10 Bit Log filmt für 1000 Euro?
Welche kämen denn da in Frage?

LG
Hartmut

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Antwort von cantsin:

scrooge hat geschrieben:
Du meinst man bekommt schon eine neue Kamera die mit 10 Bit Log filmt für 1000 Euro?
Die EOS R10 für knapp über 1000 Euro dreht 10bit Log in ihrem HDR-Modus. Für 1300 Euro kriegst Du die hinsichtlich der Codecs noch einmal deutlich bessere Blackmagic Pocket 4K (die sich in der effektiven Sensorgröße von Canons APS-C-Kameras weniger unterscheidet als man oft denkt, mit 18.96x10mm ggü. 22.3x12.5mm). Und für 1400 Euro gibt es die neue, ebenfalls 10bit aufnehmende Fuji X-S20.

Wobei ich in der heutigen Zeit Gebrauchtgeräte mit Garantie von Händlern wie mpb empfehlen würde. Zumal das Hauptverschleißteil digitaler Kameras, der mechanische Verschluss, für den Videobetrieb keine Rolle spielt.

Wenn Dir allerdings das Bild Deiner Fuji gefällt, spricht nichts dagegen, damit zu arbeiten. Im Zweifelsfall ist es IMHO besser, mit einem guten Bild direkt aus der Kamera zu arbeiten, als ohne Erfahrungen bzw. mit ggfs. problematischen Workflows Log-Material händisch nachzubearbeiten.

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Antwort von iasi:

scrooge hat geschrieben:
Hallo zusammen,

ich hatte einige No Budget Spielfilme mit Consumer Kameras gedreht. Der letzte ist nun schon einige Jahre her und wurde mit einer Canon 550D gedreht.
Mittlerweile habe ich eine Fuji Kamera, die 4K fullsensor readout, APS-C Sensor und sehr schöne Hauttöne bietet.
Allerdings ist der Codec der Kamera nur 8 Bit.

Meine Frage:
Sollte man mit einer 8 Bit Kamera heutzutage noch ambitionierte Projekte umsetzen? Oder ist RAW oder zumindest 10 Bit Log mit z.B. ProRes inzwischen Pflicht?

Spontan würde ich denken, 8 Bit geht immer noch, solange die Farben/Hauttöne OOC einem gefallen und man so gut ausleuchtet, dass keine großen Korrekturen in der Post erforderlich sind.
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren. :-)

Was meint Ihr?

LG
Hartmut
Du versperrst die viele Gestaltungsmöglichkeiten der Post.
Wenn du aber sowieso auf ein fertiges Bild aus der Kamera während des Drehs hinarbeitest, kannst du auch 8bit nutzen.

Wichtig ist aber immer: Aus 12bit Raw-Material kann man problemlos 8bit erhalten. Umgekehrt geht das dann aber nicht mehr.
Was aus der Kamera kommt, ist das bestmögliche Format, das du erhalten kannst.

Aus einer P6k erhältst du 6k/12bit-Raw (bis 50fps).
Die Fuji liefert dir 4k/8bit.
Das ist dann das Format, mit dem du all die Arbeit und Kreativität vor und hinter der Kamera verewigst.

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Antwort von Axel:

iasi hat geschrieben:

Du versperrst die viele Gestaltungsmöglichkeiten der Post.
Like clockwork.

Natürlich hast du Recht. Betrifft in dieser Reihenfolge Keying, Farbauswahl und Dynamik. Es ist nicht so, dass ich in 8-bit dem Resolve Colortab ferngeblieben wäre. Aber ich mache jetzt viele spannende Dinge, bei denen bei 8-bit Flackern oder Banding auftreten würden. Wer aber nur Farbkorrektur macht: kein Unterschied.

Space



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