Frage von Bob_4000:Hallo,
ich filme gelegentlich und nebenberuflich auf Hochzeiten. Angefangen 2007 mit der Sony FX1 und jetzt seit 2-3 Jahren mit der Sony NEX VG20.
Nun plane ich wieder eine System-Umstellung und habe mich nach einiger Recherche für die Sony Slt-A99 entschieden. Um u.a. die Vorteile des großen Sensors nutzen zu können...
Zu dieser Entscheidung wollte ich Euch, liebe Experten, um Eure Meinungen und eventuell Erfahrungen bitten.
Außerdem habe ich mich noch nicht endgültig für Objektive entschieden (es soll ein Zoom und eine Festbrennweite sein.)
Welches weitere Zubehör ist zu empfehlen?
Vielen Dank und viele Grüße
Antwort von tommyb:
Warum nicht die neue A7s? Die hat gute Lowlight-Fähigkeiten und einen E-Mount der sowohl für APS-C als auch FF-Objektive geeignet ist.
Du kannst deine E-Mount Scherben weiter nutzen und ggf. mit einem echten FF-Objektiv für E-Mount auch mit Vollformat arbeiten. Alternativ gibt es auch Objektivadapter um Vollformatobjektive an der A7 nutzen zu können (aktiv wie passiv).
Antwort von gunman:
Genau, die A99 ist nicht mehr up to date !
Wenn Du bei Sony bleiben willst, dann nimm den Rat von Tommyb an.
Antwort von markusG:
Genau, die A99 ist nicht mehr up to date !
...oder falls du warten kannst könnte vielleicht die A99 ii u.U. interessant werden:
(SR4) A99II will ship early 2015.
Die A7s ist aber jetzt verfügbar. Wenn du dir einen EF-Speedbooster holst kannst du dir recht günstig für Jobs Canon-Zooms zulegen, die werden ja gerne bei Hochzeiten verwendet.
Falls du AF brauchst gibt's noch die nativen FE-Objektive von Sony. Oder wenn du auf Stabilisierung im Objektiv verzichten kannst: adaptierte A-Mount Objektive. Sind halt u.U. teuer.
Antwort von Fader8:
Ist Voll-Format nicht eher umständlich, wenn du nicht allzu viel Zeit hast um zu fokussieren? Mir wäre es zu vage.
Schon mal eine Fs 100 in Erwägung gezogen? Ein guter All-Rounder, der dennoch die Vorzüge des grossen Sensors hat.
Antwort von markusG:
Bei der A7er Reihe (einschließlich der A7s) kann man ja zwischen den Formaten KB <-> APS-C wählen, von daher Win-Win. Zudem kann die A7s onboard 720p120, kann ja auch mal nützlich sein (wenn man grad kein Budget für richtiges Highspeed hat)
Antwort von Bob_4000:
Ok - Ihr ratet mir also zur A7.
Welche Objektive und Zubehör ist hier zu empfehlen? Ein Zoom und eine Festbrennweite.
Ich habe noch das SEL18200 - aber das ist ja nicht Vollformat kompatibel...
Und welche A7 sollte es sein? die A7s ist ja ganz schön teuer...
Wie ist es mit dem Bildstabilisator bei Video?
Antwort von Jan:
Hallo,
wenn das Objektiv eh rumliegt, könnte man es auch testen. Im Fotomodus gibt es größere Probleme, 10 Megapixel Auflösung bei Verwendung mit der A 7, 18 mm Brennweite mit Abschattung oder 28 mm ohne Abschattung an einer A 7. Die Lichtstärke ist mau, aber Anfangs kann man da schon damit arbeiten.
Vollformatobjektive gibt es nicht so viele für die Alphas, das ist auch ihr Problem. Walimex hat noch ein 14 mm F 3,1; ein 24 mm F 1,5 und ein 85er mit F 1,5. Ganz neu sind noch die Zeiss Loxia 2/35 mm und 2/50 mm. Das war es bis zur Messe in einer Woche.
sony.de/electronics/wechselobjektivkameras/ilce-7-body
VG
Jan
Antwort von markusG:
Und welche A7 sollte es sein? die A7s ist ja ganz schön teuer...
Geht nachm Preis (die Empfehlung):
1) a7s
2) a7r
3) a7
Da es viele gibt die falsch gekauft haben (größe Überschätzt, zu wenig Objektive etc) gibt es ein gutes Gebrauchtgerätangebot. Wenn du etwas wartest kriegst du evtl. die A7s günstig. Ansonsten dürfte die A7r auch günstig geworden sein.
Wegen Objektiven solltest du dir die Frage stellen ob du AF und damit native Objektive benötigst. Die sind nähnlich in der Tat noch bissl mau. Oder adaptieren, da kannst du z.B. manuelle Nikon-Zooms nehmen etc. und bist gut&günstig aus der Nummer. Stabilisiert ist dann nichts. Wenn's stabilisiert sein soll würde ich entweder einen EF Smart Adapter in Erwägung ziehen und EF-Objektive einsetzen (Canon 24-105 z.B.) oder den Sony-eigenen und mal schauen ob es Sigma-Objektive mit Stabilisator für den A-Mount gibt. Aber da könntest du tatsächlich gleich die A99 nehmen, machen schließlich genug andere auch^^
Antwort von Bob_4000:
Würdet Ihr gleich den La-ea4 Adapter mitbestellen um dann Alpha-Objektive zu kaufen? Evtl auch günstigere Sigma oder Tamron Linsen?
Oder besser FE Objektive mit E-mount?
Was ist besser zum Filmen?
Autofokus und Bildstabilisator sind mit wichtig...
Über ein paar Kauftipps freue ich mich!
Antwort von Jan:
Kommt ganz darauf an, welche Linsen gewünscht.
SAL Linsen sind normalerweise etwas günstiger als gleichwertige SEL (A 7 - Systemkamerabajonett), man muss aber mit einbeziehen, dass der EA 4 Adapter auch 250 € extra kostet.
Der AF funktioniert mit Tamron oder Sigma Linsen mit dem EA 4 nicht, die kann man in dem Fall vergessen. Wenn sehr weitwinklige Objektive oder sehr lichtstarke Zoomlinsen gewünscht sind und es sich um Originalobjektive handeln soll (Sony + Zeiss), dann muss man den EA 4 kaufen und SAL Objektive holen.
Aber Vorsicht mit sehr lichtstarken Objektiven und einer Vollformatkamera, da kann jedes Scharfstellen ein Problem bringen. Man kann zwar abblenden, dann kann man sich aber auch ein günstigeres F 4,0er kaufen.
Wenn man nicht zu viel Geld in Objektive investieren möchte, dann dürfte das Kitobjektiv SEL FE 28-70 als Grundobjektiv interessant sein, bei F 2,8 kauft man dann das SAL 28-75 F 2,8 und den Adapter EA 4. Mit lichtstarken Festbrennweiten kann man auch arbeiten, das erfodert aber Erfahrung. Ein Teleobjektiv wäre auch empfehlenswert.
VG
Jan
Antwort von wp:
Aber Vorsicht mit sehr lichtstarken Objektiven und einer Vollformatkamera, da kann jedes Scharfstellen ein Problem bringen. Man kann zwar abblenden, dann kann man sich aber auch ein günstigeres F 4,0er kaufen.
Darf man getrost wiederholen, gilt für alle Filmerei mit DSLRs.
Selbst bei F=2,8 oder gar 4,0 ist die Schärfenebene immer noch verflixt schmal, um
unkontrollierte, aber nicht wiederholbare Aufnahmen wirklich sicher einzufangen.
Und nichts, wirklich nichts wirkt blöder, als wenn irgendwer plötzlich im Bokehnebel abtaucht, nur weil er sich gerade in einer wichtigen Szene etwas vorbeugt... Der Brautvater hebt das Glas, prostet auf das Paar und du suchst stundenlang im Footage nach einem an sich idiotischen/überflüssigen Zwischenschnitt, nur weil genau diese Sekunde komplett vergeigt und unbrauchbar ist.
Ich glaube, es war Shane Halibut, der 14 Tage Footage mit f= 2,8 komplett in die Tonne gehauen und alles neu gedreht hat, weil selbst die professionellen Fokuspuller zu oft daneben lagen - knapp vorbei ist auch unscharf.
Ich würde bei 50 mm aufwärts (Kleinbild) eher zu 5,6 raten... Spart enormen Stress. Ja, fast schon traditionelles Videoniveau, ich weiß... :-)
Ich hab gestern abends Leute mit 200 mm und 5,6 im Gegenlicht gefilmt, geile Bilder, nur bloß höchstens zu einem Drittel wirklich knackscharf... Klasse.
Das nur als Warnung, egal welcher Body.
Antwort von Jan:
Ja ein Tele wird für eine Hochzeit auch immer empfohlen, weil man oft recht weit weg steht. Bei wenig Budget kann man auch mit einem SAL 75–300 mm F4,5–5,6 oder das SAL 55-300 SAM (schnellerer AF) nutzen. Für die beiden wird aber der Adapter EA 4 benötigt.
VG
Jan
Antwort von wp:
... ich nochmal.
wollte gar nicht irgendwie klugsch..., musste nur kurz meine ungeschminkten Reaktionen loswerden, nachdem ich just mein footage angucken
durfte *gg*
aua.
wenn das ne hochzeit gewesen wäre, dann...
:-)
habe fertig.
Antwort von markusG:
Der AF funktioniert mit Tamron oder Sigma Linsen mit dem EA 4 nicht, die kann man in dem Fall vergessen.
Bist du dir ganz sicher? Hab anderwertiges gelesen (da war von einzelnen Objektiven die Rede die problematisch wären). Ich denke aber dass solange man A-Objektive nehmen möchte man vielleicht gleich zur A99 greifen sollte, ohne kompromisse. Ob es eine Verbesserung ist muss der TO wissen, vielleicht reicht ja schon ein Speedbooster für die vorhandene VG20.
Der AF der A7er Serie soll im übrigen generell nicht so der schnellste sein, von daher wäre es eine Überlegung wert es doch irgendwie anders zu lösen....
Antwort von Jan:
Ich hatte mit mehreren Sigma Objektiven Probleme. Sigma und Tamron fallen aber leicht raus, weil Sigma bei Vollformat nur drei Weitwinkelzooms anbietet, die im oberen dreistelligen Bereich angesiedelt sind, bei Tamron sieht es ähnlich aus.
Grundsätzlich sollte der Threadstarter die Anfrage überdenken, manch einer denkt dass eine Vollformatkamera wahre Wunderdinge vollbringen kann. Bis ISO 400 ist Bildqualität eben nicht besser, ab ISO 800 beginnt die Vollformat sich abzusetzen, bei ISO 800 weniger, bei höheren ISO Zahlen mehr. Bei einer Hochzeit ist aber kein extremes Schwachlicht vorhanden.
Wie schon geschrieben ist das Problem der Schärfefindung deutlich schwieriger zu lösen, da benötigt man schon etwas Erfahrung und muss teilweise eh abblenden und verschwenkt wieder die Schwachlichtvorteile.
Die angesprochenen Fotovorteile gelten im Videomodus eher selten. Ich hatte dazu vor einigen Wochen mal eine Vollformat und eine APS-C bei Schwachlicht mit den gleichen Werten verglichen, das Vollformatvideo sah unwesentlich besser aus. Gründe dafür sind, dass bei den meisten Kameras der Sensor eh nicht komplett ausgelesen wird und der größere Sensor dann keine wirklichen als die Marketingvorteile bietet.
Es ist definitiv klüger, in lichtstärkere Objektive zu investieren, als auf eine Vollformat mit lichtschwächeren Linsen zu setzen, das kostet nämlich deutlich mehr.
Vollformat wird von den Firmen gepusht wie 4K, wirkliche Vorteile bringen sie für einen Nicht Profi nur sehr bedingt.
VG
Jan
Antwort von Jan:
... ich nochmal.
wollte gar nicht irgendwie klugsch..., musste nur kurz meine ungeschminkten Reaktionen loswerden, nachdem ich just mein footage angucken
durfte *gg*
aua.
wenn das ne hochzeit gewesen wäre, dann...
:-)
habe fertig.
Selbst ich würde mir ein Hochzeitsvideo mit einer Vollformatkamera nur sehr ungern antuen. Und wenn dann nur mit vielen Testläufen und praktischen Übungen und den typischen Einstellungen. Dagegen sind andere Aufnahmen ein Katzenspiel, bei einer Hochzeit geht alles nach einem bestimmten Ablauf, bist du bei einer Szene nicht bereit, ist die Aufnahme hin, keiner wartet auf dich. Man muss außerdem auf viele Dinge gefasst sein, selbst andere Gäste können deine Aufnahmen vernichten, ohne das es ihnen bewusst ist. Selbst der Hochzeitsfotograf der bei meiner Bekannten die Bilder gemacht hat, kam bei 100 Leuten richtig Probleme, weil bei einer Masse an Leuten eben nicht alles kontrollierbar ist. Fotograf zu sein, ist in dem Fall aber deutlich leichter als ein Hochzeitsfilmer der fast ununterbrochen gute Bilder abliefern muss.
Hochzeitsfilmer würden von mir ganz sicher gut bezahlt werden, weil das ein richtig schwerer Job ist.
VG
Jan
Antwort von markusG:
Wie schon geschrieben ist das Problem der Schärfefindung deutlich schwieriger zu lösen, da benötigt man schon etwas Erfahrung und muss teilweise eh abblenden und verschwenkt wieder die Schwachlichtvorteile.
In dem Fall wäre die A7s interessant da man ja dann mehr oder weniger wie der Teufel abblenden kann ohne groß in's Rauschen zu geraten...Bleibt natürlich deren Preis (samt Folgekosten)