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Sony A7 III rauscht unverhältnismäßig



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Zum Original-Thread / Zum Sony A7s I/II - Alpha 7 I/II/III - A7R I/II/III - RX10 - RX100-Forum

Frage von JFGM:


Moin zusammen,

ich bin neu hier im Forum, lese schon eine Zeit lang mit und habe bezüglich meines Problems bisher nichts gefunden - daher die Anmeldung ;)
Ich arbeite in einer kleinen Produktionsfirma und gestern haben wir die A7 das erste Mal für einen kurzen Image-/Produktfilm auf unserem Ronin S im Einsatz gehabt. Gedreht haben wir in XAVC-I, 25p und S-Log 3.
Die Bilder, die bei noch sehr guten Lichtverhältnissen rausgekommen sind, kann man fast nicht gebrauchen. Die "Schatten" rauschen wie verrückt und das ganze Bild ist generell unschön anzusehen. Woran das liegt, können wir uns nicht recht erklären. Hier mal nachzufragen kostet ja nichts!
Im Anhang hab ich mal ein neutrales Bild angehängt, in dem das Rauschen meiner Meinung nach deutlich zu sehen ist. Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen!

Schön, hier zu sein!

JohannesBildschirmfoto 2018-10-18 um 16.53.47 (2).png



Antwort von sanftmut:

Wenigstens kurz meine subjektive Meinung/Erfahrung
Kurz, denn ich bin in Eile.
Slog ist "schuld".
...leider hatte (auch) ich bisher immer nur Nachteile durch slog.
Sobald also etwas dunkle(re) Bildanteile existieren (die "von Interesse sind"), werde ich das nie wieder verwenden.
LG



Antwort von Roland Schulz:

Hallo Johannes,
ich teile Sanftmuts Meinung, bin hier im Forum aber ohnehin der S-LOG Gegner schlechthin ;-)!
Versuchs mal mit ner Cine 1 GammaGamma im Glossar erklärt, KneeKnee im Glossar erklärt dabei "aus" (auf 105% und Slope +5), Black GammaGamma im Glossar erklärt auf Middle und ~+7 - vielleicht wirst Du damit glücklicher.





Antwort von schroedingerskatze:

Also. Recht simpel erklärt:

a) S-Log3 eignet sich generell nicht für kontrastarme, vor allem aber tendenziell dunkle Motive.

b) Auch die A7III liefert intern sowie extern nur 8 BitBit im Glossar erklärt Farbtiefe. Dabei stehen für den benötigten Kontrastumfang zur Ablichtung von Motiven mit einem solchen 255 Helligkeitswerte zur Verfügung. Schlicht gesagt: für Log - generell - zu wenig. Bei 10 BitBit im Glossar erklärt stehen 1023 Werte zur Verfügung. So viele sollten es auch mindestens sein.

c) Mit einem logarithmischen Bildprofil zu arbeiten sollte keine grundsätzliche, sondern eine vom Kontrastumfang des Motivs abhängige Entscheidung sein. Und nicht etwa, weil es "cool" ist. Aber ganz davon ab: ob der Dreh in Log überhaupt möglich ist, legen die technischen Daten der Kamera fest. Und mit der A7III würde ich auch (oder gerade) einer kleinen Produktionsfirma tunlichst von der Verwendung eines Log-Profils abraten. Wer sich vor dem Dreh mit einer solchen Kamera auseinandersetzt sowie Belichtung verstanden hat, weiß sowas auch. Das ist wichtigstes Basiswissen.

EDIT: Rolands Tipp kann ich nur unterstreichen! Cine1 ist bei den Sony-DSLMs ein gutes Rec.709-Standardprofil mit anständigen Farben und solidem Kontrastumfang.



Antwort von DeeZiD:

Oh gott, S-Log auf den Sony Alphas ist ein Graus. Alles andere als schoen, was dabei rauskommt.
Bei der A7III gibt es mit HLG 3 und Rec709 Gamut immerhin Abhilfe.



Antwort von JFGM:

Danke erstmal für die Antworten und sorry, dass bisher nichts zurückkam ;)

Unsere Motivation, in S-log zu drehen, kam von unserer A-Cam - die FS7. Bisher haben wir gute weil einfache Erfahrung damit gemacht, im möglichst selben Bildprofil zu drehen. Die Meinung geht da ja in verschiedene Richtungen, aber mit der FS7 in S-Log überzubelichten um sich, je nach Lichtverhältnissen, mehr Dynamikumfang zu verschaffen, ist ja eine gängige Methode. Aber dass die A7 da so auseinanderfällt...liegt das eurer Erfahrung nach ausschließlich am S-Log? Ich habe schon deutlich rauschärmeres Material bei weniger Licht gesehen...



Antwort von sanftmut:

Slog zerfällt - unter anderem da nur 8bit cam.

Schau mal


Ab ca 1:06:00 da wird das alles gut erklärt

LG



Antwort von ksingle:

Die Behauptung, eine SONY A7 (III) "fällt auseinander", halte ich für falsch.

Es gibt zahlreiche Videos im Netz, die ein zufriedenstellendes Ergebnis zeigen, weil die korrekte Belichtung und ein dem Umgebungslicht entsprechendes Picture Profile angewandt wurde.

Da bei der Aufnahme laut Threadstarter gute Lichtverhältnisse vorlagen, wäre das S-LOG2-Profil empfehlenswert gewesen. Eine Anpassung an die FS7 ist somit problemlos möglich.

In der Anlage erkennt man deutlich, dass die Aufnahme unterbelichtet ist. Das HistogrammHistogramm im Glossar erklärt gibt Aufschluss darüber, dass z.B. nicht nach ETTR-Regel belichtet wurde, sondern zu dunkel. Das Ergebnis ist, wie bei allen LOG-Profilen (für DSLR), entsprechend verrauscht.

Gute Ergebnisse erzielt man bei der A7 III, wenn das Zebra bei S-LOG2 auf den Custom-Wert 107 eingestellt wird und z.B. ein Graufilter (wenn man damit arbeitet) beim Clippen eine Spur zurück dreht. Zudem ist natürlich immer zu bedenken, dass wir es hier mit einer Kamera aus dem 2.000,- EU- Bereich zu tun haben. Diese Kamera mit deutlich teureren Cine-Kameras zu vergleichen, was das Rauschverhalten angeht, ist nicht richtig. Nicht ohne Grund setzen viele User "Neat Video" oder andere Rauschminderer ein, wenn schlechte Lichtverhältnisse herrschen. Richtig angewandt sind die Ergebnisse oft wirklich sehenswert.



Antwort von sanftmut:

Ja - war in Eile - korrekter wäre "das unterbelichtete Slog der 8bit A7iii zerfällt logischerweise (siehe Video) deutlich mehr als das vergleichbar unterbelichtete 10 BitBit im Glossar erklärt Slog einer FS7.

PS habe und "liebe" beide cams



Antwort von Roland Schulz:


Danke erstmal für die Antworten und sorry, dass bisher nichts zurückkam ;)

Unsere Motivation, in S-log zu drehen, kam von unserer A-Cam - die FS7. Bisher haben wir gute weil einfache Erfahrung damit gemacht, im möglichst selben Bildprofil zu drehen. Die Meinung geht da ja in verschiedene Richtungen, aber mit der FS7 in S-Log überzubelichten um sich, je nach Lichtverhältnissen, mehr Dynamikumfang zu verschaffen, ist ja eine gängige Methode. Aber dass die A7 da so auseinanderfällt...liegt das eurer Erfahrung nach ausschließlich am S-Log? Ich habe schon deutlich rauschärmeres Material bei weniger Licht gesehen...

Die a7M3 rauscht richtig eingesetzt wesentlich weniger als ne FS7!!



Antwort von sanftmut:

Richtig ! Nur eben nicht low light in Slog 😜👌🏻😂🙈

ALLE
(gesungen)
Nie wieder Slog schaaaalalalala
Nie wieder E-ees-Slog schaaaLalalalala



Antwort von Jott:

"Nie wieder Lowlight" könnte man auch mal singen. Eine eingeleuchtete Szene - und seien es nur Kanten in ansonsten diffusem Matsch - ist mit jeder Kamera so viel schöner. Egal mit welchem Preisschild.



Antwort von Roland Schulz:


Richtig ! Nur eben nicht low light in Slog 😜👌🏻😂🙈

ALLE
(gesungen)
Nie wieder Slog schaaaalalalala
Nie wieder E-ees-Slog schaaaLalalalala

Na ja, rauschen tut die Kamera da auch nicht mehr - wir haben hier nur mehr "Bitkippen"/Quantisierungsrauschen weil die QuantisierungQuantisierung im Glossar erklärt für so flache Gammakurven einfach zu "grob" ist.
@Jott: Beleuchung machen wir doch im Post - ...oder war das iasi - der macht"s bald mit der BMPCC4K ;-)???



Antwort von JFGM:

Eine rauschende A7 III bei tageslicht nachmittags um 16:00 Uhr, noch dazu offenblendig bei 1.4 , finde ich trotz allem schräg. Da rauscht nix anderes :D
Fürs Ausleuchten war das Budget nicht hoch genug ;)



Antwort von sanftmut:

Da rauscht nur Solg - die cam in nem anderen Profil definitiv nicht ?🏻👍👌🏻🙏🏻



Antwort von Roland Schulz:

...wenn"s rauscht hat da wer was falsch gemacht.



Antwort von dosaris:


Eine rauschende A7 III bei tageslicht nachmittags um 16:00 Uhr, noch dazu offenblendig bei 1.4 , finde ich trotz allem schräg.

ok,
aber Slog verbiegt ja nicht den Sensor-Chip.
Der ist halt so gut wie er ist, wird durch Slog aber nicht schlechter.
Wenn's ihm schwarz vor Augen wird, dann verschwindet Rauschen entweder in der untersten Helligkeitsstufe
oder dies wird in Slog auf einige Stufen aufgespreizt.
Ergo kann man dies Rauschen nachträglich durch inverse LUT in der post wieder runter drücken.
Also nix anderes als im klassischen Compander-Verfahren seit Jahrzehnten gemacht wird.

Und so ist die Aufnahmen ggf zu retten.

Die Physik lässt sich durch eine LUT eben nicht austricksen.



Antwort von JFGM:

Verstehe, verstehe...
Ein Nachtprofil haben wir auch eingerichtet. In dem rauscht auch nichts, tagsüber ist damit aber wenig anzufangen. Da clipt dann alles, was hell ist, aber das ist ja auch okay.
Verstehen tu ichs tortzdem nicht, wenn ich ehrlich bin. Es war nicht mal ein ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt vor der Kamera! Die FS7 hatte bei 2.8er BlendeBlende im Glossar erklärt den 1/16 ND drauf - weil es ohne zu hell war.



Antwort von sanftmut:

Shutter war korrekt? Welche ISO?



Antwort von JFGM:

Shutter war bei 1/50 bei 25 fps. Iso auf 1250.



Antwort von sanftmut:

Sicher dass da nicht irgend was auf Auto war und den shutter runtergedreht hat?

Bei der BlendeBlende im Glossar erklärt u ISO u ShutterShutter im Glossar erklärt sollte Tags ohne ND fast alles überbelichtet sein... da passt irgendwas gar nicht....

Stell doch mal die Video Datei rein



Antwort von DeeZiD:


Richtig ! Nur eben nicht low light in Slog 😜👌🏻😂🙈

ALLE
(gesungen)
Nie wieder Slog schaaaalalalala
Nie wieder E-ees-Slog schaaaLalalalala

Schliesse mich da einfach mal an.
S-Log2 oder gar 3 sind auf den Alphas ne Katastrophe, Banding, Macro-Blocking, Rauschen und generell wenig Tiefe bei Hauttoenen usw...
Immerhin gibt es seit der A7RIII HLG samt Rec709 Gamut was fuer Sony-Verhaeltnisse fantastisch aussieht.




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